Pneumatik
Druckluft bewegt Zylinder, steuert Ventile und spannt Werkstücke – in Sekundenbruchteilen, tausendfach am Tag. Pneumatische Systeme gehören zu den zuverlässigsten Antriebskonzepten in der industriellen Automatisierung. HUG liefert Pneumatik-Komponenten für den Aufbau, die Erweiterung und die Instandhaltung kompletter Druckluftanlagen.
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Technische Infos
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So funktioniert ein pneumatisches System
Ein Kompressor verdichtet Umgebungsluft auf typisch 6 bis 10 bar. Diese Druckluft durchläuft eine Aufbereitung – Filter entfernen Partikel und Kondensat, Regler stabilisieren den Arbeitsdruck, Öler schmieren bewegte Teile. Von dort gelangt die aufbereitete Luft über Leitungen und Verschraubungen zu den Aktoren:- Pneumatikzylinder setzen Druckluft in lineare Bewegung um – einfach- oder doppeltwirkend, mit Kolbendurchmessern von 6 bis 320 mm.
- Ventile steuern Richtung, Druck und Durchfluss. Wegeventile schalten Luftströme, Druckventile begrenzen den Systemdruck, Sperrventile verhindern Rückströmung.
- Vakuumejektoren erzeugen Unterdruck nach dem Venturi-Prinzip – zum Greifen, Heben und Positionieren von Werkstücken per Sauggreifer.
Pneumatik vs. Hydraulik: wann welches System?
Beide Technologien arbeiten mit Druck – der Unterschied liegt im Medium und in den Konsequenzen daraus. Pneumatik eignet sich besser bei:- Schnellen Taktzeiten (Kolbengeschwindigkeiten bis 3 m/s)
- Sauberen Umgebungen (Lebensmittel, Pharma, Elektronik)
- Moderaten Kräften bis ca. 50 kN
- Dezentralen Anlagen mit langen Leitungswegen
- Hohen Kräften ab 50 kN (Pressen, Schwerlasthandling)
- Exakter Positionsregelung unter Last
- Kompaktem Bauraum bei hoher Leistungsdichte
Komponenten und Werkstoffe
Verschraubungen und Anschlüsse. Gewindefittinge verbinden Rohre, Schläuche und Geräte. Gängige Gewindetypen: G-Gewinde (zylindrisch nach ISO 228), R-Gewinde (konisch nach ISO 7) und metrisch nach ISO 6149. Steckverschraubungen ermöglichen werkzeugloses Verbinden und Lösen von Kunststoffschläuchen – Standard in der modernen Pneumatik. Schläuche. Die Materialwahl bestimmt Druckfestigkeit, Temperaturbereich und Biegeradius:- PU (Polyurethan): –40 bis +60 °C, abriebfest, Standard für die meisten Pneumatikanwendungen
- PA (Polyamid): –40 bis +100 °C, hohe Druckfestigkeit, für Hauptleitungen
- PVC: –10 bis +60 °C, wirtschaftlich, für Druckluft und Wasser
Normen und Sicherheit
Die DIN EN ISO 4414 regelt die allgemeinen Sicherheitsanforderungen für Pneumatikanlagen. Sie schreibt unter anderem vor: Druckbegrenzungsventile in jedem Teilsystem, Entlüftungsmöglichkeiten vor Wartungsarbeiten und Schutz gegen unbeabsichtigtes Wiederanlaufen. Für Druckluftwerkzeuge gilt die Normenreihe DIN EN ISO 11148 – sie definiert Sicherheitsanforderungen für Schleifer, Bohrmaschinen, Meißelhämmer und weitere handgeführte Geräte. Die Druckmessung erfolgt über Manometer nach EN 837. HUG führt Ausführungen von Standardmanometern bis zu Feinmessgeräten und Edelstahlvarianten für korrosive Umgebungen.Pneumatik bei HUG
HUG liefert Pneumatik-Komponenten von RIEGLER und BÜRKERT – vom einzelnen Fitting bis zur kompletten Wartungseinheit. Bei der Auslegung pneumatischer Systeme, der Auswahl passender Schlauchdimensionen oder der Umstellung auf energieeffiziente Komponenten unterstützt das Druckluft-Team von HUG Technik und Sicherheit.Verwandte Kategorien
- Druckluft-Aufbereitung und Regelung
- Vakuumtechnik
- Druckluftwerkzeuge
- Schlauchkupplungen
- Gewindefittinge
- Messgeräte
- Mehrzweckschläuche
- Pneumatikspanner
