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Informationen zur Bauform

Zur Materialbestimmung

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Schnell zum passenden Wellendichtring mit unseren Tipps zur Bezeichnung:

WW-AA-BB Typ XX ZZZ
WW = Wellendurchmesser [mm]
AA  = Außendurchmesser [mm]
BB  = Breite (mm)
XX  = Bauform
ZZZ = Werkstoff

Zwei Lippen, zwei Aufgaben

Die innere Dichtlippe arbeitet identisch zur Bauform A: federbelastet, mit hydrodynamischem Pumpeffekt, gegen das abzudichtende Medium gerichtet. Die äußere Schutzlippe sitzt auf der Luftseite und liegt ohne Federkraft an der Welle an. Zwischen beiden Lippen entsteht ein schmaler Ringraum, der bei der Montage mit Fett gefüllt wird. Das Fett schmiert die Schutzlippe, verhindert Trockenlauf und erhöht die Sperrwirkung gegen eindringende Partikel. Im Betrieb bleibt das Fett dauerhaft im Ringraum – Nachschmieren ist unter normalen Bedingungen nicht nötig. Passende Montage-Sets erleichtern den korrekten Einbau und die Fettbefüllung. Von außen lässt sich Bauform AS leicht identifizieren: Beim Abtasten der Innenseite sind zwei Kanten spürbar, während Bauform A nur eine aufweist.

Einsatzfelder – wann die Staublippe den Unterschied macht

Sobald abrasive Partikel oder Feuchtigkeit von außen die Dichtlippe erreichen können, verkürzt sich die Standzeit drastisch. Quarzstaub oder Metallspäne wirken auf der Dichtlippe wie Schleifpapier. Bauform AS blockt den Großteil dieser Partikel ab:
  • Landtechnik und Agrartechnik: Getriebe von Mähdreschern, Heuwendern und Feldspritzen arbeiten in staubbeladener Luft. Ernterückstände, Erde und Sand dringen bis zur Dichtstelle vor.
  • Baumaschinen und Steinbruchbetrieb: Bagger, Brecher und Siebmaschinen erzeugen feinen Gesteinsstaub. Ohne Schutzlippe fräst sich dieser innerhalb weniger Hundert Betriebsstunden durch die Dichtlippe.
  • Förderanlagen und Transporttechnik: Rollenstationen und Förderbänder in Kies- oder Zementwerken sind dauerhaft staubbelastet. Bauform AS verlängert die Wartungsintervalle erheblich.
  • Nahrungsmittelindustrie: In Reinigungszonen mit Hochdruckreinigern schützt die Schutzlippe vor eindringendem Spritzwasser. In Kombination mit FPM widersteht der Dichtring auch alkalischen Reinigungsmitteln.

Werkstoffwahl: NBR oder FPM?

Da bei Bauform AS zwei Lippen an der Welle laufen, erzeugt dieser Simmerring etwas mehr Reibungswärme als Bauform A. Mehr zur Werkstoffwahl bei Wellendichtringen auf unserer Fachseite.
  • NBR: Reicht für die meisten Anwendungen in Landtechnik und Fördertechnik – Mineralöle bei –30 °C bis +100 °C.
  • FPM: Für Hochdruckreinigung mit alkalischen Medien, höhere Temperaturen bis +200 °C und drehzahlintensive Einsätze, bei denen die zusätzliche Reibungswärme der Schutzlippe toleriert werden muss.

Abgrenzung: AS, A oder CS?

In geschlossenen Getriebegehäusen ohne Verschmutzung genügt Bauform A – die Schutzlippe wäre dort unnötige Reibung. Für große Wellendurchmesser ab 25 mm mit gleichzeitig hoher mechanischer Belastung UND Staubschutz bietet Bauform CS die robustere Konstruktion mit doppelter Metallversteifung.

Bauform AS bei HUG – über 1.070 Ausführungen ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt Bauform-AS-Wellendichtringe mit Wellendurchmessern von 6 mm bis 250 mm in NBR und FPM. Ergänzend finden Sie bei HUG alle weiteren Wellendichtring-Bauformen nach DIN 3760 Das Technikteam berät bei der Entscheidung zwischen A und AS – oft genügt die Beschreibung der Einbauumgebung für eine klare Empfehlung. Bestellungen bis 16 Uhr gehen noch am selben Tag in den Versand.