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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Bits & Gewindeschneider

Bits übertragen Drehmoment vom Schrauber auf die Schraube. Gewindeschneider erzeugen Gewinde in Bohrungen und auf Rundmaterial. Zwei Werkzeuggruppen, die in keiner Werkstatt fehlen dürfen – von der Elektroinstallation bis zum Schwermaschinenbau.
Andreas Selwitschka

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Andreas Selwitschka

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Bit-Profile und Antriebsarten

Kurz: Schrauberbits werden nach dem Schraubenprofil klassifiziert: Phillips (PH) neigt zum Cam-Out, Pozidriv (PZ) hält besser, Torx (TX) überträgt das höchste Drehmoment ohne Cam-Out, Innensechskant (Hex) für Zylinderschrauben. Torx hat im Maschinenbau und in der Kfz-Technik PH und PZ weitgehend abgelöst.

ProfilMerkmalEinsatz
Phillips (PH 1–3)Cam-Out bei hohem Drehmomentallgemeine Montage
Pozidriv (PZ 1–3)geringerer Cam-OutHolzbau, Trockenbau
Torx (TX 10–40)kein Cam-Out, hohes DrehmomentMaschinenbau, Kfz
Innensechskant (2–10 mm)Zylinderschrauben ISO 4762Maschinenbau, Feinmechanik
Wera und Wiha fertigen Bits in allen Profilen in Standardlänge (25 mm) und Überlänge (50 bis 150 mm) – überlange Bits erreichen tiefliegende Schrauben in vertieften Senkbohrungen. Die passenden Bithalter und Verbindungsteile führt HUG als eigene Kategorie Bits-Halter und Verbindungsteile.

Bit-Qualitäten und Vergütung

Kurz: Standard-Bits aus S2-Werkzeugstahl genügen für den Gelegenheitseinsatz. Torsion-Bits fangen Drehmomentspitzen über eine elastische Torsionszone ab, Impaktor-Bits sind für Schlagschrauber entwickelt, diamantbeschichtete Bits greifen den Schraubenkopf besser und verhindern Cam-Out.

Die Standzeit hängt von Stahl, Härtung und Beschichtung ab:
  • S2-Standard-Bits: Basisqualität für den Gelegenheitseinsatz – bei Dauernutzung mit Akkuschraubern verschleißen sie schnell.
  • Torsion-Bits: eine definierte Torsionszone im Schaft fängt Drehmomentspitzen elastisch auf und verlängert die Standzeit.
  • Impaktor-Bits (Wera): speziell für Schlagschrauber – die Torsionszone absorbiert den Schlagimpuls.
  • Diamantbeschichtete Bits: die Diamantpartikel greifen in den Schraubenkopf und verhindern Cam-Out – besonders bei Holzschrauben.
HAZET und GEDORE bieten Bit-Sätze in kompakten Boxen, abgestimmt auf Gewerke wie Kfz-Technik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Für den Einsatz am Schlagschrauber gehören die schlagfesten Antriebsteile aus den Schlag- und Schraubwerkzeugen dazu.

Bithalter und Verbindungsteile

Kurz: Bits werden über einen 1/4″-Sechskantschaft in den Bithalter gesteckt, der die Verbindung zum Antriebsgerät herstellt. Magnetische Bithalter halten Bit und Schraube, Schnellwechselhalter mit Kugelrastung erlauben den einhändigen Wechsel, Winkelbithalter schrauben in beengten Räumen.

Die Bithalter-Typen:
  • Magnetische Bithalter: halten den Bit und die Schraube durch Magnetkraft – beidhändig freies Arbeiten. In Feinmechanik und Elektronik können Magnetfelder aber unerwünscht sein.
  • Schnellwechsel-Bithalter: mit Kugelrastung – Bit einstecken, Rastung klickt ein, zum Lösen den Hülsenring zurückziehen.
  • Winkelbithalter: lenken die Drehbewegung um 90° um und ermöglichen das Schrauben dort, wo der Akkuschrauber nicht gerade auf die Schraube zeigt.

Gewindeschneider und Schneidöl

Kurz: Gewindebohrer schneiden Innengewinde in vorgebohrte Bohrungen – von Hand in drei Schnitten (Vor-, Mittel-, Fertigschneider) oder maschinell in einem Durchgang. Schneideisen erzeugen Außengewinde auf Rundmaterial. Der Kernlochdurchmesser bestimmt die Gewindequalität.

Für metrische Gewinde nach ISO 261 arbeitet der Handsatz in drei Schnitten, der Maschinengewindebohrer in einem Durchgang. Der Kernlochdurchmesser ist entscheidend: Zu kleine Kernbohrungen überlasten den Gewindebohrer, zu große ergeben ein flaches Gewinde mit reduzierter Tragfähigkeit – eine Kernlochtabelle gehört zur Grundausstattung. PFERD bietet Maschinengewindebohrer in HSS und HSS-E (kobaltlegiert) für Stahl, Edelstahl und Aluminium; HSS-E ist die Wahl für Edelstahl und hochfeste Stähle. Gewindeschneiden ohne Schmierung erzeugt Aufbauschneiden und raue Flanken – Gewindeschneidöl reduziert die Reibung, kühlt und spült die Späne aus. Die richtigen Gewinde prüfen die Lehren aus der Messtechnik.

FAQ zu Bits und Gewindeschneidern

  • Welches Bit-Profil soll ich wählen? Für kraftschlüssige Montage mit hohem Drehmoment Torx (TX) – es hat keinen Cam-Out und überträgt die volle Kraft. Im Holz- und Trockenbau ist Pozidriv (PZ) Standard. Phillips (PH) ist verbreitet, rutscht aber bei hohem Drehmoment aus dem Kopf. Das Profil muss exakt zur Schraube passen, sonst leiern Bit und Schraubenkopf aus.
  • Was bringt ein Torsion- oder Impaktor-Bit? Die Torsionszone im Schaft fängt Drehmomentspitzen elastisch auf, statt sie steif an die Bitspitze weiterzugeben – das verlängert die Standzeit erheblich. Impaktor-Bits sind speziell für Schlagschrauber entwickelt und absorbieren den Schlagimpuls. Für die Dauernutzung mit Akku- und Schlagschraubern lohnt sich der Aufpreis.
  • Magnetischer Bithalter – ja oder nein? In der allgemeinen Montage ja, weil der Magnet Bit und Schraube hält und beidhändiges Arbeiten ermöglicht. In Feinmechanik und Elektronik kann das Magnetfeld aber unerwünscht sein, etwa bei magnetempfindlichen Bauteilen. Dort einen unmagnetischen Schnellwechselhalter mit Kugelrastung wählen.
  • Wie schneide ich ein Innengewinde von Hand? Mit dem Handgewindebohrer-Satz in drei Schnitten: Vorschneider, Mittelschneider, Fertigschneider – jeder trägt einen Teil des Gewindes ab. Den Bohrer regelmäßig zurückdrehen, um die Späne zu brechen, und reichlich Gewindeschneidöl verwenden. Maschinengewindebohrer erzeugen das Gewinde dagegen in einem Durchgang.
  • Wie groß muss das Kernloch sein? Genormt für jede Gewindegröße – für M6 etwa 5,0 mm, für M8 etwa 6,8 mm. Zu kleine Kernbohrungen überlasten den Gewindebohrer und können ihn brechen, zu große ergeben ein flaches Gewinde mit reduzierter Tragfähigkeit. Eine Kernlochtabelle gehört in jede Werkstatt.
  • Warum brauche ich Gewindeschneidöl? Ohne Schmierung entstehen Aufbauschneiden, raue Gewindeflanken und vorzeitiger Werkzeugverschleiß. Das Gewindeschneidöl reduziert die Reibung, kühlt die Schneide und spült die Späne aus der Bohrung. Bei Edelstahl und hochfesten Stählen ist es Pflicht, sonst frisst der Gewindebohrer fest.
  • Welche Marken führt HUG bei Bits und Gewindeschneidern? HUG führt Bits von Wera und Wiha (alle Profile, Torsion- und Impaktor-Ausführung), Bit-Sätze von HAZET und GEDORE sowie Gewindebohrer und Schneideisen von PFERD in HSS und HSS-E. Wera ist mit dem vollen Schraubwerkzeug-Sortiment in der eigenen Markenwelt vertreten.

Bits und Gewindeschneider bei HUG – Wera und PFERD ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt Bits von Wera und Wiha, Bit-Sätze von HAZET und GEDORE sowie Gewindebohrer und Schneideisen von PFERD – in allen Profilen, Standard- und Überlänge, HSS und HSS-E. Passend dazu finden Sie im Sortiment: Was HUG ausmacht: ein tiefes Werkzeug-Sortiment und Beratung zum passenden Bit-Profil und Gewindewerkzeug. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.