Wasserschläuche
Wasserschläuche transportieren Brauchwasser, Industriewasser und Heißwasser – in Gebäudetechnik, auf Baustellen, in Landwirtschaft und Produktion. Die Anforderungen reichen von einfacher Förderung bei Umgebungstemperatur bis zur Heißwasserleitung bei 100 °C. HUG führt Wasserschläuche von Continental, NORRES, TRICOFLEX, RIEGLER, FORTIS und APD in EPDM und PVC, Nennweiten 13 bis 52 mm.Technische Infos
Inhalt im Überblick
Brauchwasser oder Industriewasser – welcher Schlauch wofür?
HUG führt Wasserschläuche in zwei Leistungsklassen:- Brauchwasserschläuche: fördern nicht-trinkbares Wasser für Bewässerung, Reinigung und Kühlung. Arbeitsdrücke 6–16 bar, leichtere Bauweise, günstiger im Meterpreis – typisch für Gartenbau, Landwirtschaft und leichte Industrie.
- Industriewasserschläuche: für höhere Drücke (10–25 bar) und stärkere Beanspruchung durch Überfahren, Schleifen und Knicken. Mehrlagige Textileinlage oder Drahtspiralverstärkung – Einsatz auf Baustellen, in Stahl- und Kraftwerken.
Werkstoffe: EPDM oder PVC?
EPDM verträgt Wasser bis 100 °C, ist ozon- und UV-beständig und auch bei Minusgraden flexibel – erste Wahl für Heißwasser und Außeneinsatz. PVC ist günstiger, aber auf etwa 60 °C begrenzt und bei Kälte spröde. Der Werkstoff der Innenseele bestimmt Temperaturbeständigkeit, Lebensdauer und Preis:- EPDM: verträgt Wasser bis 100 °C, ist beständig gegen Ozon, UV und Alterung und bleibt bei Minusgraden flexibel – erste Wahl für Heißwasser, Dampf und den dauerhaften Außeneinsatz.
- PVC: günstiger, aber auf etwa 60 °C begrenzt und bei Kälte spröde – ausreichend für einfache Brauchwasserförderung bei Raumtemperatur.
Heißwasserschläuche im Dauerbetrieb
Heißwasserschläuche sind für 70–100 °C konstruiert (kurzzeitig bis 120 °C). Wichtig: Der zulässige Druck sinkt mit der Temperatur – ein 16-bar-Schlauch trägt bei 100 °C nur noch rund 8 bar. Heißwasserschläuche aus speziellem EPDM-Compound sind für Dauerbetrieb bei 70 °C bis 100 °C ausgelegt, kurzzeitig bis 120 °C, ohne zu quellen oder zu verhärten. Typische Einsatzorte sind Reinigungs- und Desinfektionsanlagen (CIP), Lebensmittelproduktion, Brauereien und Molkereien. Entscheidend bei der Auslegung ist die Druck-Temperatur-Abhängigkeit: Ein Schlauch mit 16 bar bei 20 °C trägt bei 100 °C nur noch etwa 8 bar. Die genauen Reduktionswerte stehen in den Herstellerangaben und müssen eingerechnet werden, damit der Schlauch nicht überlastet wird.Anschlüsse und Verbindungen
Verbindung über Schlauchschellen nach DIN 3017-1, Presshülsen oder Storz-Kupplungen (Standard bei Feuerwehr und Industriewasser). Der Innendurchmesser muss zum Stutzen passen. Wasserschläuche werden über Schlauchschellen nach DIN 3017-1, Presshülsen oder Storz-Kupplungen angeschlossen:- Schneckengewindeschellen: einfachste Verbindung bis 10 bar, Montage mit Schraubendreher oder Nuss.
- Presshülsen: für höhere Drücke und dauerhafte Installationen, lösen sich auch unter Vibration nicht.
- Storz-Kupplungen: Standard für Feuerwehr- und Industriewasserschläuche – druckloses Kuppeln ohne Werkzeug.
Lagerung und Lebensdauer
Gummiwasserschläuche altern. Nach DIN 20066 darf loses Schlauchmaterial bei der Konfektionierung höchstens vier Jahre alt sein, die Gesamtgebrauchsdauer einer Schlauchleitung liegt bei maximal sechs Jahren. Richtige Lagerung verlängert die nutzbare Zeit:- dunkel, trocken, bei 15–25 °C, ohne UV-Einstrahlung
- kein Kontakt mit Ozonquellen wie Elektromotoren oder Transformatoren
- liegend in Ringen lagern – nie hängend oder über scharfe Kanten
FAQ zu Wasserschläuchen
- Was ist der Unterschied zwischen Brauchwasser- und Industriewasserschlauch? Brauchwasserschläuche sind die leichtere Klasse für nicht-trinkbares Wasser bei 6–16 bar – für Bewässerung, Reinigung und Kühlung. Industriewasserschläuche tragen höhere Drücke (10–25 bar) und halten mechanischer Belastung durch Überfahren und Schleifen stand. Für Trinkwasser ist eine eigene, zugelassene Schlauchkategorie nötig.
- EPDM oder PVC – welcher Wasserschlauch ist besser? EPDM verträgt Wasser bis 100 °C, ist ozon- und UV-beständig und bleibt bei Kälte flexibel – die robuste Wahl für Heißwasser und Außeneinsatz. PVC ist günstiger, aber auf etwa 60 °C begrenzt und bei Kälte spröde. Für einfache Brauchwasserförderung bei Raumtemperatur genügt PVC, für alles Anspruchsvollere ist EPDM richtig.
- Welchen Durchmesser sollte ein Wasserschlauch haben? Das richtet sich nach der geforderten Fördermenge und dem Anschluss. Nennweiten von 13 mm (1/2") bis 52 mm (2") decken den Großteil ab. Im Industriebereich ist 3/4" (19 mm) am häufigsten – ein guter Kompromiss aus Durchfluss und Handhabbarkeit. Der Schlauch-Innendurchmesser sollte zum Stutzenmaß der Armatur passen.
- Kann ich einen Wasserschlauch für Heißwasser verwenden? Nur, wenn er dafür ausgelegt ist – ein EPDM-Heißwasserschlauch für 70–100 °C. Ein PVC-Schlauch (bis ~60 °C) verhärtet und versagt bei Heißwasser. Außerdem sinkt der zulässige Druck mit der Temperatur deutlich, was bei der Auslegung eingerechnet werden muss. Für CIP-Reinigung und Dampfnähe sind spezielle Heißwasser- oder Dampfschläuche nötig.
- Welcher Schlauch ist trinkwassergeeignet? Nur Schläuche mit ausdrücklicher Trinkwasserzulassung (z. B. nach KTW-Leitlinie und DVGW-Arbeitsblatt W 270). Ein normaler Brauch- oder Industriewasserschlauch ist nicht für Trinkwasser zugelassen, weil seine Werkstoffe Stoffe abgeben oder Verkeimung begünstigen können. HUG führt dafür eine eigene Trinkwasser-Kategorie mit zugelassenen Schläuchen.
- Wie schließe ich einen Wasserschlauch dicht an? Über Schlauchschellen nach DIN 3017-1 für den Standardfall, Presshülsen für hohe Drücke und Storz-Kupplungen für schnelles, werkzeugloses Kuppeln. Wichtig ist der passende Innendurchmesser zum Stutzen – ein zu weiter Schlauch rutscht unter Druck ab, ein zu enger reißt beim Aufschieben ein. Bei Heißwasser kommt hinzu, dass sich Schlauch und Stutzen unterschiedlich stark ausdehnen: Dort halten Presshülsen dauerhaft besser als Schellen, die sich mit jedem Temperaturwechsel etwas lockern und nachgezogen werden müssen.
- Wie lange hält ein Wasserschlauch? Nach DIN 20066 darf loses Schlauchmaterial höchstens vier Jahre alt sein und die Gesamtgebrauchsdauer einer Schlauchleitung sechs Jahre nicht überschreiten. Richtige Lagerung – dunkel, kühl, liegend, ozonfern – ist entscheidend. Im Betrieb verlängern Knickschutz und regelmäßige Sichtprüfung die Lebensdauer; beschädigte Schläuche werden sofort getauscht.
- Darf ein Wasserschlauch dauerhaft unter Druck stehen? Kurzzeitig ja, dauerhaft besser nicht: Steht die Leitung ständig unter vollem Netzdruck, altern Seele und Einlage schneller, und eine unbemerkte Beschädigung führt irgendwann zum Platzer mit Wasserschaden. Praxisregel: Zapfstelle nach Gebrauch schließen, Schlauch drucklos machen – und für fest installierte, dauerdruckbelastete Strecken auf Rohrleitung oder speziell dafür freigegebene Schläuche wechseln.
Wasserschläuche bei HUG
HUG Technik und Sicherheit führt Wasserschläuche von Continental, NORRES, TRICOFLEX, RIEGLER, FORTIS und APD als Brauchwasser-, Industriewasser-, Trinkwasser- und Heißwasserschläuche – EPDM und PVC, Nennweiten 13 bis 52 mm, Arbeitsdrücke bis 25 bar, als Meterware und in Rollen. Passend dazu finden Sie im Sortiment:- Industriewasserschläuche – für hohe Drücke und harten Baustelleneinsatz
- Mehrzweckschläuche – wenn mehrere Medien über eine Leitung laufen
- Spezialschläuche – Dampf, Chemie und Lebensmittel
- Schlauchschellen – normgerechte Verbindungstechnik
