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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Axiallager

Axiallager nehmen Kräfte in Richtung der Wellenachse auf – dort, wo Radiallager an ihre Grenzen stoßen. Typische Quellen für Axialkräfte sind Schrägverzahnungen in Getrieben, der Propellerschub in Antriebssträngen und das Eigengewicht vertikaler Wellen. HUG führt über 1.500 Axiallager von SKF, FAG, INA und ZEN in neun Bauarten ab Lager.
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Das Prinzip des Axiallagers

Kurz: Axiallager nehmen ausschließlich Kräfte in Richtung der Wellenachse auf – die Drucklast. Sie führen die Welle nicht radial, deshalb ist immer ein zusätzliches Radiallager nötig.

Das Axiallager – auch Drucklager genannt – stützt eine Welle gegen Kräfte ab, die längs ihrer Achse wirken. Im Unterschied zum Rillenkugellager nimmt es keine Radialkräfte auf: Zwei flache Laufscheiben, eine Wellenscheibe und eine Gehäusescheibe, fassen einen Wälzkörperkranz zwischen sich. Weil das Axiallager die Welle nicht radial führt, kommt es nie allein zum Einsatz. In jeder Lagerung übernimmt ein Radiallager die seitliche Führung, während das Axiallager die Drucklast aufnimmt. So entsteht eine Aufgabenteilung, mit der sich auch sehr hohe Axialkräfte sicher abstützen lassen. Ob als Drucklager unter einer vertikalen Welle, als Stützlager im Getriebe oder als Teil eines Drehkranzes – die passende Bauform richtet sich danach, wie hoch die Axialkraft ist, ob zusätzlich Radialkraft auftritt und wie viel Bauraum zur Verfügung steht.

Die neun Bauarten im Überblick

Kurz: Vom Axial-Rillenkugellager für Standardlasten über das extrem flache Axial-Nadellager bis zum Axial-Pendelrollenlager für Schiefstellung decken neun Bauarten das gesamte Lastspektrum ab.

Die Bauart richtet sich nach Last, Drehzahl und Bauraum:

Werkstoffe und Schmierung

Kurz: Standard ist Wälzlagerstahl 100Cr6 mit 58–65 HRC. Für korrosive Umgebungen kommt Edelstahl (AISI 440C) zum Einsatz, für hohe Drehzahlen Keramikwälzkörper. Geschmiert wird mit Fett, bei hoher Drehzahl oder Temperatur mit Öl.

Der Standardwerkstoff ist Wälzlagerstahl 100Cr6 (1.3505), gehärtet auf 58 bis 65 HRC. Für korrosive Umgebungen führt HUG Axiallager aus Edelstahl (AISI 440C) oder als Niro-Ausführung; Keramikwälzkörper aus Siliziumnitrid reduzieren die Fliehkraft und erlauben höhere Grenzdrehzahlen.
SchmierungWann
Fettschmierungwartungsarm, für die meisten Industrieanwendungen
Ölschmierungbei hohen Drehzahlen oder Temperaturen über +120 °C
Die Tragzahlen nach DIN ISO 76 (statisch) und DIN ISO 281 (dynamisch) bilden die Grundlage der Lebensdauerberechnung. Passendes Wälzlager-Zubehör wie Anlaufscheiben und Sicherungsringe rundet die Lagerung ab.

Einbau und Passungen

Kurz: Die Wellenscheibe sitzt fest auf der Welle, die Gehäusescheibe lose im Gehäuse. Bei einseitig wirkenden Lagern muss die Axialkraft immer in die vorgesehene Richtung wirken – eine Lastumkehr beschädigt das Lager.

Axiallager werden spielfrei bis leicht vorgespannt eingebaut:
  • Wellenscheibe: fest auf der Welle, mit Übergangspassung.
  • Gehäusescheibe: lose im Gehäuse geführt.
  • Lastrichtung: Bei einseitig wirkenden Lagern darf die Axialkraft nur in die vorgesehene Richtung wirken.
Schon wenige Hundertstelmillimeter Fehlausrichtung zwischen Welle und Gehäuse erzeugen Kantenlasten auf den Wälzkörpern. Axial-Pendelrollenlager oder kugelige Ausgleichsscheiben kompensieren solche Fluchtungsfehler. Sitzt das Axiallager neben einem Rollenlager, übernimmt dieses die radiale Führung.

FAQ zu Axiallagern

  • Was macht ein Axiallager? Ein Axiallager – auch Drucklager – nimmt Kräfte in Richtung der Wellenachse auf. Es stützt die Welle gegen axiale Drucklast ab, etwa aus Schrägverzahnungen, Propellerschub oder dem Eigengewicht vertikaler Wellen. Radialkräfte nimmt es nicht auf.
  • Was ist der Unterschied zwischen Axial- und Radiallager? Ein Radiallager nimmt Kräfte quer zur Welle auf und führt sie seitlich. Ein Axiallager nimmt Kräfte längs der Wellenachse auf und stützt die Drucklast ab. Beide ergänzen sich: Das Radiallager führt, das Axiallager stützt.
  • Warum braucht ein Axiallager immer ein Radiallager? Weil es die Welle nicht radial führt. Ohne ein zusätzliches Radiallager würde die Welle seitlich kippen. Standard ist die Kombination aus einem Radiallager für die Führung und einem Axiallager für die Drucklast.
  • Welches Axiallager nimmt auch Radialkraft auf? Das Axial-Schrägkugellager und das Axial-Kegelrollenlager nehmen neben hohen Axialkräften begrenzte Radialkräfte auf. Für gemeinsame Radial- und Axiallast in einem Bauteil gibt es zudem kombinierte Axial-Radiallager.
  • Was bedeutet einseitig und zweiseitig wirkend? Einseitig wirkende Axiallager (z. B. Baureihe 51100) stützen die Welle nur in einer Richtung ab. Zweiseitig wirkende (Baureihe 52200) nehmen Axialkraft in beide Richtungen auf und eignen sich für wechselnde Lastrichtungen.
  • Welches Axiallager bei wenig Bauraum? Das Axial-Nadellager. Seine schlanken Nadelrollen tragen hohe Axiallasten bei einer Bauhöhe von oft nur 2 bis 8 mm – deutlich flacher als ein Axial-Rillenkugellager gleicher Tragfähigkeit.
  • Wie wird ein Axiallager geschmiert? Standard ist Fettschmierung, wartungsarm und für die meisten Industrieanwendungen ausreichend. Bei hohen Drehzahlen oder Temperaturen über +120 °C wird auf Ölschmierung oder synthetische Spezialfette gewechselt.
  • Welche Marken führt HUG bei Axiallagern? HUG führt über 1.500 Axiallager von SKF, FAG, INA und ZEN in allen neun Bauarten. Lager gleicher Normbezeichnung sind herstellerübergreifend maß- und funktionsgleich austauschbar.

Axiallager bei HUG – alle neun Bauarten ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt über 1.500 Axiallager von SKF, FAG, INA und ZEN – vom Axial-Rillenkugellager über das Axial-Nadellager bis zum Axial-Pendelrollenlager. Lager gleicher Bezeichnung sind herstellerübergreifend austauschbar. Passend dazu finden Sie im Sortiment: Was HUG ausmacht: ein tiefes Lagersortiment über alle Bauarten und technische Beratung bei Auswahl und Lebensdauerberechnung. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.