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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Zubehör für Schläuche

Ein Schlauch ist nur so dicht wie seine Verbindung zum Stutzen – und die entsteht hier. HUG führt 57 Artikel in sechs Gruppen, vom Ohrschellen-Zehnerpack bis zum 30-Meter-Endlosband, in den Werkstoffklassen W1 bis W5.

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Thomas Klosik

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Welches Befestigungssystem wofür

Sechs Bauarten stehen im Sortiment nebeneinander. Sie unterscheiden sich weniger im Preis als darin, wie sie den Druck auf den Schlauch verteilen und ob sich die Verbindung wieder lösen lässt.
BauartEigenschaftTypischer Einsatz
Schneckengewindeschellelösbar, nachziehbar, stufenlosStandard für Wasser, Druckluft, allgemeine Installation
Gelenkbolzenschellehoher, gleichmäßiger Anpressdruckschwere Industrie- und Saugschläuche, Vibration
Ohrschelleeinmalige Verpressung, kein Nachziehendauerhafte Verbindungen, kleine Durchmesser
Spannbackenschellebreite Auflage, weiche Krafteinleitungempfindliche und dünnwandige Schläuche
EndlosbandSpannbereich frei wählbarSonderdurchmesser, Mehrfachbefestigung
Muffe und Stutzenformschlüssige VerbindungSpiralschläuche in Absaugung und Förderung
Die erste Entscheidung fällt über die Demontierbarkeit. Soll die Verbindung wieder geöffnet werden, kommt eine Schellenbauart mit Schraube oder Bolzen in Frage. Ist sie auf Dauer angelegt, ist die Ohrschelle die sauberere Lösung – sie erzeugt den gleichmäßigsten Anpressdruck aller Bauarten, weil kein Bandschlitz und kein Schraubenkopf eine Druckspitze verursacht. Die zweite Entscheidung betrifft die Last. Bei schweren Saug- und Druckschläuchen, bei Vibration und bei großen Durchmessern reicht die Klemmkraft einer Schneckengewindeschelle nicht mehr – dort übernimmt die Gelenkbolzenschelle, im Sortiment mit Bandbreiten von 22 und 24 Millimetern und Spannbereichen bis über 120 Millimeter, sowie die Schwerlastausführung mit bis zu 25 Millimetern Bandbreite. Die einzelnen Gruppen liegen unter Schlauchschellen und Schlauchklemmen.

W1 bis W5: die Werkstoffklassen

Quer über alle Bauarten läuft eine zweite Auswahlachse, die an fast jedem Artikel steht: die Werkstoffklasse nach DIN 3017. Sie sagt nichts über die Haltekraft, sondern ausschließlich über die Korrosionsbeständigkeit.
KlasseWerkstoffBeständigkeit
W1alle Teile Stahl verzinktgering – trockene Innenräume
W2Band und Gehäuse Chromstahl 1.4016gering bis mittel – die meistverwendete Klasse
W4alle Teile Chrom-Nickel-Stahl 1.4301 (V2A)hoch – Feuchtigkeit, Lebensmittel, Außenbereich
W5alle Teile Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl 1.4401 (V4A)höchste, seewasserbeständig
Der entscheidende Unterschied liegt zwischen W2 und W4. Bei W2 sind Band und Gehäuse aus Chromstahl, die Schraube aber nicht – in feuchter Umgebung rostet deshalb genau das Bauteil, das später gelöst werden soll. Bei W4 und W5 bestehen alle Teile aus demselben nichtrostenden Werkstoff. Praktisch heißt das: W1 für die Werkstatt und für alles, was trocken bleibt. W2 als preiswerter Standard im Innenbereich. W4, sobald Wasser, Reinigungsmittel oder Lebensmittel im Spiel sind. W5 für Schiffbau, Offshore und stark chloridhaltige Umgebungen. Im HUG-Sortiment sind alle vier Klassen vertreten, teils beim selben Modell nebeneinander – die Klassenangabe steht jeweils im Artikelnamen. Die Sets zum Auffüllen der Werkstattschublade gibt es entsprechend in W1 und in W5.

Bandbreite und Spannbereich

Zwei Zahlen bestimmen, ob eine Schelle passt: die Bandbreite und der Spannbereich. Die Bandbreite entscheidet, wie der Druck auf den Schlauch verteilt wird. Im Sortiment sind 9 und 12 Millimeter die gängigen Maße bei Schneckengewindeschellen, 22 und 24 Millimeter bei Gelenkbolzenschellen und bis 25 Millimeter bei Schwerlastausführungen. Die schmale Ausführung genügt bei festen Schläuchen; bei weichen Schläuchen und höheren Drücken verteilt das breitere Band die Kraft besser und verhindert, dass sich das Band einschneidet. Der Spannbereich wird immer als Bereich angegeben, etwa 8 bis 12 Millimeter oder 80 bis 100 Millimeter. Maßgeblich ist der Außendurchmesser des Schlauchs, wenn er auf dem Stutzen sitzt – nicht der Innendurchmesser und nicht der Schlauch im entspannten Zustand. Wer hier den falschen Wert nimmt, liegt regelmäßig eine Größe daneben. Liegt der gemessene Durchmesser am Rand eines Bereichs, ist die nächstkleinere Schelle die bessere Wahl. Am unteren Ende ihres Bereichs hat sie noch Spannweg zum Nachziehen; am oberen Ende ist sie bereits fast ausgezogen. Passende Schläuche zu den Schellen führt HUG unter Mehrzweckschläuche und Wasserschläuche.

Endlosband für Sondermaße

Für Durchmesser, die kein Katalogmaß treffen, steht ein anderes Prinzip bereit: Band von der Rolle plus Verschlussgehäuse. Das Band wird auf Länge geschnitten, das Gehäuse aufgesetzt und mit einem Spannwerkzeug angezogen. Im Sortiment liegen Stahlband und Schneckenschraubband in V2A mit 14 Millimetern Breite auf 30-Meter-Rollen, dazu Gehäuse in Fünfziger-Packungen, Schlaufen in Hundertern und ein Spannwerkzeug mit rund einer Tonne Zugkraft. Ein zweites Bandsystem arbeitet mit 9 Millimetern Bandbreite und klappbaren Köpfen. Der Nutzen liegt nicht nur bei Sonderdurchmessern. Wer viele unterschiedliche Größen verbaut, ersetzt mit einer Rolle ein ganzes Regal an Einzelgrößen – und braucht nichts nachzubestellen, wenn ein ungewöhnliches Maß auftaucht. Ein zweiter Anwendungsfall sind Mehrfachbefestigungen: Kabelbäume, Isolierungen, Schilder oder Rohrleitungen an Masten lassen sich mit demselben Band fixieren. Das komplette System liegt unter bandimex-System.

Montage, Werkzeug und Nachziehen

Die häufigste Undichtigkeit entsteht nicht durch die falsche Schelle, sondern durch die falsche Montage. Die Schelle gehört über die Riffelung des Stutzens, nicht dahinter und nicht auf die Kante. Sitzt sie hinter dem letzten Riffelring, presst sie den Schlauch gegen ein glattes Rohr – dort hält er nicht. Sitzt sie auf der Stutzenkante, schneidet sie ein. Beim Anziehen ist Augenmaß gefragt. Zu locker rutscht der Schlauch unter Druck ab, zu fest schneidet das Band in den Gummi ein und erzeugt die Sollbruchstelle. Ein häufig übersehener Punkt: Gummi und PVC geben unter Dauerpressung nach. Deshalb gehört die Verbindung nach den ersten Betriebsstunden kontrolliert und nachgezogen – bei Ohrschellen entfällt das, weil sie ihre Kraft über die Verformung des Ohrs halten. Für jede Bauart gibt es dabei das passende Werkzeug. Im Sortiment liegen eine Befestigungszange für Ein- und Zwei-Ohr-Klemmen, eine Handspannzange für die schnell verschließende Schellenbauart, Schraubendreher speziell für Schneckengewindeschellen sowie das Spannwerkzeug für die Endlosbänder. Wo die Verbindung nicht am Schlauch, sondern an einer Gewinde- oder Flanschstelle abzudichten ist, führt der Weg zu den Dichtmaterialien.

FAQ zum Schlauchzubehör

  • Was bedeuten W1, W2, W4 und W5? Die Werkstoffklassen nach DIN 3017, die ausschließlich die Korrosionsbeständigkeit beschreiben. W1 besteht komplett aus verzinktem Stahl, bei W2 sind Band und Gehäuse aus Chromstahl 1.4016, W4 besteht vollständig aus Chrom-Nickel-Stahl 1.4301 entsprechend V2A und W5 aus Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl 1.4401 entsprechend V4A, der als seewasserbeständig gilt.
  • Reicht W2 oder brauche ich W4? Der Unterschied entscheidet sich an der Feuchtigkeit. Bei W2 sind Band und Gehäuse zwar aus Chromstahl, die Schraube aber nicht – in feuchter Umgebung rostet damit ausgerechnet das Teil fest, das später gelöst werden soll. Sobald Wasser, Reinigungsmittel oder Lebensmittel im Spiel sind, ist W4 die richtige Wahl, weil dort alle Teile nichtrostend sind.
  • Wo wird der Durchmesser für den Spannbereich gemessen? Am Außendurchmesser des Schlauchs, während er auf dem Stutzen sitzt. Weder der Innendurchmesser noch der Schlauch im entspannten Zustand führen zum richtigen Ergebnis. Liegt der Wert am Rand eines Spannbereichs, ist die nächstkleinere Schelle besser – sie hat dann noch Spannweg zum Nachziehen, statt bereits ausgezogen zu sein.
  • Wann ist eine Gelenkbolzenschelle nötig? Bei schweren Industrie-, Saug- und Druckschläuchen, bei starker Vibration und bei großen Durchmessern. Der Spannbolzen erzeugt über das Gelenk einen hohen und gleichmäßigen Anpressdruck ohne Druckspitzen, wo die Klemmkraft einer Schneckengewindeschelle nicht mehr ausreicht. Im Sortiment liegen sie mit Bandbreiten von 22 und 24 Millimetern und Spannbereichen bis über 120 Millimeter.
  • Warum sind Ohrschellen nicht nachziehbar? Weil sie ihre Klemmkraft aus der einmaligen Verformung des Ohrs beziehen, nicht aus einem Gewinde. Genau darin liegt ihr Vorteil: Der Anpressdruck ist über den Umfang gleichmäßig, weil weder ein Bandschlitz noch ein Schraubenkopf eine Druckspitze erzeugt. Gesetzt werden sie mit einer Spezialzange, im Sortiment als Ein- und Zwei-Ohr-Ausführung in Zehnerpackungen.
  • Muss eine Schlauchschelle nachgezogen werden? Bei allen Schraub- und Bolzenbauarten ja, nach den ersten Betriebsstunden. Gummi und PVC geben unter Dauerpressung nach, wodurch die Vorspannung sinkt und die Verbindung undicht wird. Bei Ohrschellen entfällt das Nachziehen, weil ihre Kraft aus der bleibenden Verformung stammt. Zu festes Anziehen schneidet das Band in den Schlauch ein.
  • 9 oder 12 Millimeter Bandbreite? Die schmale Ausführung mit 9 Millimetern reicht bei festen Schläuchen und moderaten Drücken. Bei weichen Schläuchen und höherem Druck verteilt das 12-Millimeter-Band die Kraft über eine größere Fläche und verhindert, dass sich das Band in die Schlauchwand einschneidet. Bei Gelenkbolzen- und Schwerlastschellen liegen die Bandbreiten deutlich höher, bei 22 bis 25 Millimetern.
  • Wofür lohnt sich ein Endlosbandsystem? Für Sonderdurchmesser, für Betriebe mit vielen unterschiedlichen Größen und für Mehrfachbefestigungen. Band von der Rolle wird auf Länge geschnitten, mit einem Gehäuse verschlossen und gespannt. Eine 30-Meter-Rolle ersetzt damit ein Regal an Einzelgrößen. Neben Schläuchen lassen sich auch Kabelbäume, Isolierungen und Schilder an Masten fixieren.
  • Wo genau sitzt die Schelle auf dem Stutzen? Über der Riffelung, nicht dahinter und nicht auf der Stutzenkante. Sitzt sie hinter dem letzten Riffelring, presst sie den Schlauch gegen ein glattes Rohr, wo er unter Druck abrutscht. Sitzt sie auf der Kante, schneidet sie ein und schwächt die Schlauchwand. Das ist die häufigste Ursache für eine Undichtigkeit trotz richtig gewählter Schelle.

Schlauchzubehör bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. In dieser Kategorie liegen knapp 60 Artikel ab Lager, die sich über Größen und Verpackungseinheiten auf rund 760 Ausführungen verteilen – von RIEGLER, NORMA, NORRES, bandimex, IDEAL, SERRATUB und LÜDECKE. Passend dazu: Was HUG ausmacht: alle Befestigungssysteme nebeneinander und in allen vier Werkstoffklassen lieferbar – dazu Beratung, wenn eine Verbindung wiederholt undicht wird und die Ursache weder am Schlauch noch an der Schelle allein liegt. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.