Über die Marke
Vom Küchengerät zum Maschinenelement: KIPP begann 1919 mit Spätzlemaschinen und ist heute einer der führenden Hersteller von Normelementen, Bedienteilen und Spanntechnik. Klemmhebel, Sterngriffe, Kugelsperrbolzen, Stellfüße – KIPP liefert die kleinen Teile, die Maschinen, Vorrichtungen und Anlagen erst bedienbar und spannbar machen. Im HUG-Shop ist KIPP die Marke mit der größten Sortimentstiefe.
| Ihre Vorteile | |
|---|---|
| Normelemente & Bedienteile | Klemmhebel, Griffe, Kugelsperrbolzen, Stellfüße |
| Riesiges Sortiment | größte Marke im HUG-Shop, 75.000+ Teile |
| K-Nummernsystem | jedes Teil eindeutig nachbestellbar (z. B. K-Nummer) |
| Ab Lager bei HUG | Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand |
KIPP® – Produktkategorien
KIPP Normelemente
Klemmhebel, Kugelsperrbolzen, Schnellspanner: KIPP-Teile sind die Bauteile, die eine Vorrichtung erst bedienbar machen. Das HEINRICH KIPP WERK aus Sulz am Neckar besteht seit 1919 und führt über 75.000 Teile im Programm. HUG Technik listet daraus 2.565 Artikel ab Lager – die zweitgrößte Marke im Shop. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.Inhalt im Überblick
Das HEINRICH KIPP WERK seit 1919
Kurz: Das HEINRICH KIPP WERK in Sulz am Neckar besteht seit 1919. Seit 1950 liegt der Schwerpunkt auf selbst entwickelten Spannwerkzeugen – allen voran dem klassischen KIPP Klemmhebel. Über 530 Mitarbeitende betreuen ein Programm von mehr als 75.000 Teilen.
Der Klemmhebel ist das Bauteil, mit dem die Marke identifiziert wird: ein Griff, der sich unter Last festziehen und zum Nachsetzen ohne Werkzeug ausrasten lässt. Er löst ein Alltagsproblem im Maschinenbau – eine Verstellung soll fest sein, aber ohne Schraubenschlüssel änderbar.
Aus dieser Logik ist das gesamte Sortiment gewachsen. KIPP-Teile stehen dort, wo Menschen mit Maschinen interagieren: einstellen, spannen, positionieren, tragen. Produziert wird am Standort Deutschland; vertrieben wird in über 50 Länder.
Die K-Nummer lesen und ein Teil wiederfinden
Kurz: Jedes KIPP-Teil trägt eine K-Nummer wie K0663 oder K1245.06000. Die vierstellige Zahl nach dem K bezeichnet die Bauform, alles nach dem Punkt die konkrete Ausführung.
Für die Praxis ist das die wichtigste Information auf dieser Seite. Wer ein defektes Teil ersetzen muss, braucht nicht die Beschreibung, sondern die K-Nummer – sie ist eindeutig, während Bezeichnungen wie „Schnellspanner schwere Ausführung" auf Dutzende Varianten passen.
| Beispiel | Bedeutung |
|---|---|
| K0663 | Bauform: Schnellspanner Standard, Fuß senkrecht, Stahl |
| K1245.06000 | Bauform K1245 (Schnellspanner schwere Ausführung) in der Ausführung mit 6.000 N Haltekraft |
| K1631.11 | Bauform K1631 (Greifschale) in der Variante 11 – Typ B, antistatisch |
| K1919 / K1920 | benachbarte Nummern, gleiche Funktion, anderer Werkstoff: Kugeltragbolzen in Edelstahl bzw. Stahl mangan-phosphatiert |
Ein praktischer Hinweis für die Instandhaltung: Notieren Sie die K-Nummer beim Einbau, nicht beim Ausfall. Ist ein Klemmhebel erst abgebrochen, ist die Prägung oft nicht mehr lesbar – und die Suche beginnt bei Gewindemaß und Hebellänge von vorn.
Die drei Produktwelten: Normelemente, Bedienteile, Spanntechnik
Kurz: KIPP gliedert sein Programm in drei Bereiche, die sich nach der Funktion im Aufbau unterscheiden – nicht nach der Bauform.
- Normelemente – Bauteile, die etwas positionieren oder arretieren: Kugelsperrbolzen, Arretierbolzen, Druckstücke, Positionierzylinder, Stellfüße und Kugelrollen
- Bedienteile – alles, was von Hand angefasst wird: Klemm-, Spann- und Exzenterhebel, Sterngriffe, Handräder, Handkurbeln, Knöpfe, Bügel- und Schalengriffe, Drehriegel und Positionsanzeiger
- Spanntechnik – Bauteile zum Fixieren von Werkstücken: Schnellspanner, Andruckspindeln, Spanneisen und Vorrichtungselemente
Die Zuordnung hilft bei der Suche. Wer ein Werkstück in einer Vorrichtung halten will, sucht in der Spanntechnik; wer eine Verstellung von Hand bedienbar machen will, bei den Bedienteilen. Im HUG-Shop liegen die entsprechenden Artikel unter Normteile.
Schnellspanner richtig auswählen
Kurz: Die Auswahl folgt vier Angaben: Haltekraft in Newton, Bauform des Fußes, Ausrichtung des Hebels und Werkstoff.
Die Haltekraft ist der Wert, an dem die meisten Fehlgriffe entstehen. Sie steht bei KIPP häufig direkt in der Artikelnummer – „K1245.06000" bezeichnet die Ausführung mit 6.000 N. Diese Angabe beschreibt, welche Kraft der Spanner im geschlossenen Zustand aufnehmen kann, nicht die Kraft, die zum Schließen nötig ist.
| Auswahlkriterium | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Haltekraft | muss die im Prozess auftretenden Kräfte übersteigen – inklusive Vibration und Anlaufmomenten, nicht nur der statischen Last |
| Fußform | waagerecht oder senkrecht; bestimmt, wie der Spanner auf der Vorrichtung verschraubt wird |
| Hebelrichtung | legt fest, wohin der Bediener greift – entscheidend für Zugänglichkeit und Ergonomie |
| Werkstoff und Griff | Stahl für den Standardfall, Edelstahl bei Korrosion; Kunststoffkomponenten meist rot für Sichtbarkeit |
Die passenden Aufbauteile dazu – Spanneisen, Auflagen und Anschläge – stehen bei den Vorrichtungselementen. Ein häufiger Planungsfehler: Der Spanner wird nach der Haltekraft gewählt, aber die Zugänglichkeit vergessen. Ein senkrecht stehender Hebel, der beim Schließen gegen ein Gehäuse schlägt, ist unbrauchbar – egal wie gut die Kraftwerte passen. Prüfen Sie den Schwenkbereich, bevor Sie bestellen.
Tragzapfen nach VDI 3366: die Sicherheitsregel
Kurz: VDI 3366 regelt Transportelemente für Stanzerei-Großwerkzeuge. Sie sind ab 25 kg Stückgewicht vorgesehen. Bei vier Tragzapfen müssen zwei allein das gesamte Werkzeuggewicht tragen können.
Diese Regel wird in der Praxis regelmäßig unterschätzt. Der Grund für die Auslegung liegt im Wendevorgang: Wird ein Werkzeug gedreht, verteilt sich die Last nicht mehr auf alle vier Zapfen, sondern nur noch auf zwei. Wer die Tragzapfen nach dem rechnerischen Viertel des Gewichts auslegt, hat im entscheidenden Moment die Hälfte der nötigen Reserve.
Praktisch heißt das: Vier Tragzapfen sind keine vierfache Sicherheit, sondern eine zweifache. Die Auslegung erfolgt entsprechend, und die Zapfen werden vor jedem Hebevorgang auf festen Sitz geprüft.
Stahl, Edelstahl oder Kunststoff?
Kurz: Stahl ist der Standard, Edelstahl die Wahl bei Feuchtigkeit und Reinigungsmitteln, Kunststoff dort, wo Gewicht, Isolation oder Antistatik zählen.
Bei KIPP gibt es viele Bauformen in mehreren Werkstoffvarianten unter benachbarten K-Nummern – etwa den Kugeltragbolzen als K1919 in Edelstahl und K1920 in mangan-phosphatiertem Stahl. Die Entscheidung richtet sich nach der Umgebung:
- Stahl, brüniert oder phosphatiert – trockene Industrieumgebung; die Oberflächenbehandlung bietet Grundschutz, ersetzt aber keine Korrosionsbeständigkeit
- Edelstahl – Lebensmittelbereich, Nassbereiche, Anwendungen mit aggressiven Reinigungsmitteln
- Kunststoff, antistatisch – Elektronikfertigung und ESD-Arbeitsplätze, an denen sich keine statische Ladung aufbauen darf
- Polyamid und Thermoplast – Bedienteile, bei denen geringes Gewicht, Griffigkeit oder elektrische Isolation im Vordergrund steht
Häufige Fragen zu KIPP
- Wie finde ich ein KIPP-Ersatzteil wieder? Über die K-Nummer. Sie ist eindeutig und steht auf dem Teil sowie in der Artikelbezeichnung – etwa K0663 oder K1245.06000. Die vierstellige Zahl nach dem K bezeichnet die Bauform, Ziffern nach dem Punkt die konkrete Ausführung. Ohne K-Nummer bleibt nur die Suche über Gewindemaß, Bauform und Abmessungen.
- Was bedeutet die Zahl hinter dem Punkt, etwa bei K1245.06000? Sie kennzeichnet die Ausführungsvariante innerhalb der Bauform. Bei Schnellspannern steht dort häufig die Haltekraft in Newton – K1245.06000 ist also die 6.000-N-Ausführung. Gleiche Bauform, andere Endziffern bedeuten damit oft: gleiche Geometrie, andere Kraftklasse oder anderer Werkstoff.
- Welche Haltekraft braucht mein Schnellspanner? Sie muss über den im Prozess wirkenden Kräften liegen – einschließlich Vibrationen, Anlaufmomenten und Bearbeitungskräften, nicht nur dem Gewicht des Werkstücks. Die angegebene Haltekraft beschreibt, was der geschlossene Spanner aufnimmt, nicht den nötigen Bedienaufwand. Im Zweifel eine Kraftklasse höher wählen.
- Was ist der Unterschied zwischen Klemmhebel und Sterngriff? Der Klemmhebel lässt sich unter Last ausrasten und nachsetzen, wenn der Schwenkbereich begrenzt ist – der Hebel wird gezogen, zurückgeschwenkt und greift neu. Ein Sterngriff wird durchgedreht und braucht dafür freien Raum ringsum. Wo eine Wand oder ein Gehäuse im Weg ist, führt kein Weg am Klemmhebel vorbei.
- Ab welchem Gewicht brauche ich Tragzapfen nach VDI 3366? Die Richtlinie sieht Transportelemente ab 25 kg Stückgewicht vor. Entscheidend ist die Auslegungsregel: Bei vier Tragzapfen müssen zwei das gesamte Werkzeuggewicht tragen können, weil sich die Last beim Wenden auf zwei Punkte reduziert. Vier Zapfen bedeuten damit zweifache, nicht vierfache Sicherheit.
- Wann brauche ich antistatische Bedienteile? An ESD-Arbeitsplätzen in der Elektronikfertigung und überall dort, wo elektrostatische Entladung Bauteile schädigen oder in explosionsgefährdeten Bereichen zünden kann. KIPP führt Bedienteile wie Greifschalen in ausdrücklich antistatischer Ausführung. Ein normales Polyamid-Teil erfüllt diese Anforderung nicht.
- Passen KIPP-Teile zu Normteilen anderer Hersteller? Bei genormten Anschlussmaßen ja – Gewinde, Bohrungsdurchmesser und Rastermaße folgen den einschlägigen Normen. Nicht übertragbar sind herstellerspezifische Bauformen und Kraftklassen. Prüfen Sie deshalb das Anschlussmaß, nicht die Bezeichnung: Zwei Klemmhebel mit M10 sind mechanisch tauschbar, auch wenn Hebellänge und Griffform abweichen.
- Wie warte ich Schnellspanner und Klemmhebel? Gelenkpunkte gelegentlich ölen und auf Spiel prüfen. Ausgeschlagene Gelenke sind das übliche Verschleißbild und mindern die Haltekraft, lange bevor etwas bricht. Bei Klemmhebeln gehört zusätzlich das Gewinde kontrolliert – ein verschlissenes Innengewinde ist die häufigste Ursache dafür, dass ein Hebel nicht mehr richtig klemmt.
- Warum löst sich mein Kugelsperrbolzen selbstständig? Meist stimmt die Bohrungstoleranz nicht. Ist die Aufnahmebohrung zu weit, finden die Kugeln keinen sauberen Hinterschnitt und der Bolzen wandert unter Vibration heraus. Zweithäufigste Ursache ist Verschmutzung im Kugelkäfig, die das vollständige Ausfahren der Kugeln verhindert.
KIPP bei HUG Technik
HUG Technik listet 2.565 KIPP-Artikel ab Lager – nach RIEGLER die zweitgrößte Marke im Shop. Der Bestand deckt alle drei Produktwelten ab: Normelemente zum Positionieren und Arretieren, Bedienteile für die Handhabung und Spanntechnik zum Fixieren von Werkstücken. Den Gesamtbestand der Marke finden Sie in der KIPP-Markenwelt.
Passend dazu aus dem übrigen HUG-Sortiment:
- Positionierelemente – Kugelsperrbolzen, Arretierbolzen und Rastelemente; hier suchen Sie, wenn eine Position wiederholgenau angefahren werden soll
- Vorrichtungselemente – Spanneisen, Auflagen und Zubehör für den Vorrichtungsbau rund um die Schnellspanner
- Druckstücke und Arretierbolzen – Federdruckstücke und Rastbolzen für definierte Haltekräfte an beweglichen Teilen
- Gelenke und Kupplungen – Verbindungselemente, die Bewegung übertragen, wo starre Verschraubung nicht reicht
- Normteile gesamt – der Einstieg in alle Normteil-Kategorien, wenn Sie eine Vorrichtung von Grund auf planen
Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand. Wenn Sie nur ein defektes Teil ohne lesbare K-Nummer in der Hand halten, helfen uns Gewindemaß, Hebellänge und ein Foto meist weiter als jede Beschreibung – bei 75.000 Teilen im KIPP-Programm ist die Eingrenzung über Maße der schnellere Weg.
