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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Rollenlager Shop für Industrie, Gewerbe, Kommunen, Handwerk - über 100.000 Kunden -  bis zu 80 % Rabatt + Mengenrabatt -  SKF - FAG - NKE - NSK - alle Größen sofort lieferbar

Das Rollenlager hat eine größere radiale Tragfähigkeit als das Kugellager, da die Aufstandsflächen deutlich größer sind, jedoch ist es in axialer Richtung oft nur sehr wenig bis garnicht belastbar.
Es gibt dabei die unterschiedlichsten Rollenlager für die verschiedensten Einsatzzwecke.

Als Wälzkörper findet man bei den Rollenlagern:

Zylinderrollen
Kegelrollen
Tonnenrollen

Rollenlager-Shops:

Rollenlager-Informationen:

Linienkontakt – das Prinzip des Rollenlagers

Kurz: Rollenlager nutzen rollenförmige Wälzkörper statt Kugeln. Der Kontakt zwischen Rolle und Laufbahn ist eine Linie, kein Punkt – das verteilt die Last über eine größere Fläche und ermöglicht höhere Tragzahlen als beim Kugellager gleicher Baugröße.

Der entscheidende Unterschied zum Kugellager liegt in der Geometrie des Wälzkörpers. Wo die Kugel die Laufbahn in einem Punkt berührt, liegt die Rolle in einer Linie an. Diese größere Kontaktfläche senkt die Flächenpressung und erlaubt es dem Lager, bei gleicher Baugröße erheblich höhere radiale Kräfte aufzunehmen. Der Preis dafür: Rollenlager sind in der Regel empfindlicher gegenüber Schiefstellung und Schmierungsfehlern und erreichen nicht immer die Drehzahlgrenzen eines Rillenkugellagers. Für hoch belastete, langsam bis mittelschnell drehende Lagerstellen sind sie jedoch die erste Wahl – in Getrieben, Walzwerken, Achsen und Großmaschinen. Weil die Rollen die Last über eine Linie statt einen Punkt abtragen, bleibt die elastische Verformung unter Last gering; das hält die Lagerstelle steif und führt die Welle präzise – ein Vorteil, der bei Werkzeugmaschinen und Getrieben besonders zählt.

Die Bauformen im Überblick

Kurz: Je nach Wälzkörperform und Anordnung gibt es sechs Hauptbauformen – vom Zylinderrollenlager für hohe Radiallast bis zum Kegelrollenlager für kombinierte Lasten.

Rollenlager unterscheiden sich nach Form und Anordnung der Rollen:
  • Zylinderrollenlager – zylindrische Rollen, sehr hohe Radiallast bei hohen Drehzahlen.
  • Kegelrollenlager – kegelige Rollen, nehmen Radial- und Axiallast kombiniert auf.
  • Pendelrollenlager – zweireihig, winkelbeweglich, gleichen Wellendurchbiegung aus.
  • Nadellager – schlanke Nadelrollen, höchste Tragzahl auf kleinstem radialen Bauraum.
  • Tonnenlager – einreihig, tonnenförmige Rollen, winkelbeweglich für einfache Lagerungen.
  • Kreuzrollenlager – abwechselnd gekreuzte Rollen, nehmen Lasten aus allen Richtungen in einer kompakten Einheit auf.
Für korrosionsbeständige Anwendungen führt HUG viele dieser Bauformen auch als Niro-Lager aus nichtrostendem Edelstahl.

Rollenlager oder Kugellager?

Kurz: Rollenlager tragen bei gleicher Baugröße höhere Lasten, Kugellager erreichen höhere Drehzahlen und sind günstiger. Hohe Last spricht für das Rollenlager, hohe Drehzahl und geringere Last für das Kugellager.

Die Wahl zwischen Rollen- und Kugellager folgt der Belastung:
KriteriumRollenlagerKugellager
Tragfähigkeithoch (Linienkontakt)moderat (Punktkontakt)
Drehzahlgrenzeniedriger bis mittelhoch
Schiefstellungempfindlich (außer Pendelrollenlager)toleranter
Preishöhergünstiger
Ist die Lagerstelle hoch belastet und dreht langsam bis mittelschnell, ist das Rollenlager richtig. Bei hohen Drehzahlen und moderater Last ist das Kugellager – meist ein Rillenkugellager – die wirtschaftlichere Lösung.

Welcher Lagertyp für welche Last?

Kurz: Reine Radiallast = Zylinderrollen- oder Nadellager. Kombinierte Last = Kegelrollenlager. Stöße und Schiefstellung = Pendelrollenlager.

Die Lastrichtung bestimmt die Bauform:
  • Hohe Radiallast, hohe Drehzahl: Zylinderrollenlager.
  • Hohe Radiallast, wenig Bauraum: Nadellager.
  • Radial- und Axiallast gemeinsam: Kegelrollenlager, meist paarweise in O- oder X-Anordnung.
  • Schwere Lasten mit Wellendurchbiegung: Pendelrollenlager, das Schiefstellung selbsttätig ausgleicht.
Welche Bauform und welcher Lagerluft im konkreten Fall passt, hängt von Last, Drehzahl, Temperatur und Einbau ab. Das HUG-Team berät bei der Auslegung aus jahrzehntelanger Erfahrung im Wälzlagervertrieb.

FAQ zu Rollenlagern

  • Was ist ein Rollenlager? Ein Rollenlager ist ein Wälzlager mit rollenförmigen Wälzkörpern – zylindrisch, kegelig, tonnenförmig oder als schlanke Nadel. Der Linienkontakt zwischen Rolle und Laufbahn ermöglicht höhere Tragzahlen als der Punktkontakt eines Kugellagers gleicher Baugröße.
  • Was ist der Vorteil von Rollenlagern gegenüber Kugellagern? Rollenlager tragen bei gleicher Baugröße deutlich höhere Lasten, weil die Rolle die Laufbahn in einer Linie statt in einem Punkt berührt. Das senkt die Flächenpressung und erhöht die statische und dynamische Tragzahl.
  • Was sind die Nachteile von Rollenlagern? Rollenlager sind meist empfindlicher gegenüber Schiefstellung und Schmierungsfehlern und erreichen niedrigere Drehzahlgrenzen als Kugellager. Außerdem sind sie in der Regel teurer. Eine Ausnahme bei der Schiefstellung ist das winkelbewegliche Pendelrollenlager.
  • Welche Bauformen von Rollenlagern gibt es? Die Hauptbauformen sind Zylinderrollenlager, Kegelrollenlager, Pendelrollenlager, Nadellager, Tonnenlager und Kreuzrollenlager. Sie unterscheiden sich in Wälzkörperform, Lastrichtung und Winkelbeweglichkeit.
  • Welches Rollenlager nimmt Axiallast auf? Das Kegelrollenlager nimmt Radial- und Axiallast kombiniert auf und wird meist paarweise eingebaut. Zylinderrollenlager der Bauformen NJ und NUP können begrenzte Axialkräfte führen, während NU und N rein radial tragen.
  • Was ist besser, Gleitlager oder Rollenlager? Rollenlager haben geringere Reibung im Anlauf und brauchen weniger Schmierung, Gleitlager sind unempfindlicher gegen Stöße und Schmutz und laufen geräuschärmer. Die Wahl hängt von Drehzahl, Last, Wartung und Bauraum ab.
  • Welche Marken führt HUG bei Rollenlagern? HUG führt Markenfabrikate unter anderem von SKF, FAG, NKE, INA, NSK, NTN, TIMKEN und ZEN – je nach Bauform. Lager gleicher Normbezeichnung sind herstellerübergreifend maß- und funktionsgleich austauschbar.
  • Sind Rollenlager genormt? Ja. Haupt­abmessungen und Bauformbezeichnungen sind genormt (etwa DIN 5412 / ISO 15 für Zylinderrollenlager), sodass Lager unterschiedlicher Hersteller mit gleicher Bezeichnung gegeneinander austauschbar sind.

Rollenlager bei HUG – alle Bauformen ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt Rollenlager in allen Bauformen – Zylinder-, Kegel-, Pendel-, Nadel-, Tonnen- und Kreuzrollenlager – mit Markenfabrikaten unter anderem von SKF, FAG, NKE und ZEN. Lager gleicher Normbezeichnung sind herstellerübergreifend austauschbar. Passend dazu finden Sie im Sortiment: Was HUG ausmacht: ein tiefes Lagersortiment über alle Bauformen und technische Beratung bei der Lagerauswahl. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.