Über die Marke
Wo Druckluft fließt, ist RIEGLER selten weit: Vom Schlauch über die Kupplung bis zum Filterregler liefert die Marke aus Bad Urach das komplette Pneumatik-Programm. Seit 1936 steht RIEGLER für Drucklufttechnik mit großer Sortimentstiefe – im HUG-Shop die zweitgrößte Marke, ab Lager verfügbar.
| Ihre Vorteile | |
|---|---|
| Komplette Drucklufttechnik | Schläuche, Kupplungen, Wartungsgeräte, Ventile, Messtechnik |
| Riesige Sortimentstiefe | eine der größten Marken im HUG-Shop, ~30.000 Artikel |
| Aufeinander abgestimmt | Schlauch, Verschraubung und Aufbereitung aus einer Hand |
| Ab Lager bei HUG | Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand |
RIEGLER – Produktkategorien
RIEGLER Drucklufttechnik
Wenn in einer Werkstatt Druckluft fließt, stammt erstaunlich viel davon von einem Mittelständler aus Bad Urach. RIEGLER hat sich seit 1936 ausschließlich auf Drucklufttechnik und Pneumatik spezialisiert – und ist damit einer der größten Anbieter Deutschlands. Mit 2.884 Artikeln ab Lager ist RIEGLER die größte Marke im HUG-Shop. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.Inhalt im Überblick
RIEGLER: seit 1936 in Bad Urach
Kurz: Dr. Franz Riegler gründete das Unternehmen 1936 in Bad Urach. Ab 1960 kamen Produkte der Drucklufttechnik hinzu; seit 1966 konzentriert sich RIEGLER ausschließlich auf Drucklufttechnik und Pneumatik. Heute arbeiten dort über 150 Mitarbeitende.
Die Fokussierung ist der eigentliche Kern der Firmengeschichte. Nach dem Tod des Gründers 1966 übernahm Georg Wacker das Unternehmen und strich alles, was nicht zur Druckluft gehörte. Was nach Verzicht klingt, wurde zur Stärke: Statt Breite über viele Fachgebiete entstand Tiefe in einem einzigen.
Das merkt man dem Sortiment an. RIEGLER führt nicht nur die gängigen Größen, sondern auch die Übergänge, Sonderwerkstoffe und Zwischengrößen, an denen sonst eine Installation scheitert. Genau deshalb ist die Marke mit 2.884 Artikeln die umfangreichste im HUG-Shop – bei Druckluft entscheidet oft die eine passende Verschraubung über den Feierabend. Einen thematisch sortierten Einstieg gibt die Übersicht RIEGLER Druckluft.
Nennweite verstehen: warum NW 7,2 überall auftaucht
Kurz: Die Nennweite (NW oder DN) beschreibt den lichten Innendurchmesser der Kupplung in Millimetern – nicht das Anschlussgewinde. NW 7,2 ist die mit Abstand verbreitetste Größe in Deutschland und wird auch Euro-Profil genannt.
Die häufigste Verwechslung in der Druckluft: Nennweite und Gewinde werden für dasselbe gehalten. Sie sind es nicht. Eine Kupplung „NW 7,2, G 3/8 AG" hat 7,2 mm Durchlass und ein 3/8-Zoll-Außengewinde – zwei völlig unabhängige Angaben.
| Angabe | Was sie beschreibt | Wofür sie entscheidend ist |
|---|---|---|
| Nennweite (NW/DN) | lichter Durchlass der Kupplung in mm | Kompatibilität von Stecker und Kupplung; Luftdurchsatz |
| Gewinde (G, R, Rp) | Anschlussgewinde in Zoll | Verschraubung mit Gerät, Leitung oder Verteiler |
| Schlauch-Ø | Außen- x Wandstärke, z. B. 12x1,5 mm | Auswahl der passenden Tülle oder Steckverbindung |
| Baugröße (BG) | Größenklasse bei Wartungsgeräten | Kombinierbarkeit von Filter, Regler und Öler untereinander |
Praktische Konsequenz: Stecker und Kupplung müssen in der Nennweite und im Profil zusammenpassen, das Gewinde dagegen lässt sich mit einem Adapter jederzeit anpassen. Wer eine Werkstatt neu ausstattet, legt sich deshalb auf eine Nennweite fest – meist NW 7,2 – und variiert nur die Gewinde.
Kleinere Nennweiten wie NW 5 liefern weniger Luft und eignen sich für Kleingeräte; größere Nennweiten versorgen verbrauchsstarke Druckluftwerkzeuge. Wird an einer NW-7,2-Leitung ein Schlagschrauber betrieben, der mehr Durchsatz bräuchte, äußert sich das nicht als Defekt, sondern als schleichender Leistungsverlust unter Last.
Wartungseinheiten: Filter, Regler, Öler
Kurz: Eine Wartungseinheit bereitet Druckluft vor der Nutzung auf. Der Filter entfernt Partikel und Kondensat, der Regler stellt den Arbeitsdruck konstant, der Öler gibt bei Bedarf Schmierstoff zu.
Die Reihenfolge ist keine Geschmacksfrage, sondern zwingend: erst filtern, dann regeln, dann ölen. Ein Öler vor dem Filter würde den eingebrachten Schmierstoff sofort wieder auswaschen.
- Filter – hält Partikel und auskondensiertes Wasser zurück; die Filterfeinheit wird in Mikrometer angegeben, etwa 60 µm für den Standardeinsatz oder deutlich feiner bei empfindlichen Anwendungen
- Druckregler – hält den eingestellten Arbeitsdruck konstant, unabhängig von Schwankungen im Netz
- Filterregler – kombiniert beide Funktionen in einem Gerät und spart Baulänge
- Öler – dosiert Schmierstoff in die Luft, nötig für viele Druckluftwerkzeuge, unerwünscht bei Lackier- und Lebensmittelanwendungen
- Kondensatableiter – führt gesammeltes Wasser ab, halbautomatisch oder automatisch
Beim Zusammenstellen ist die Baugröße (BG) das verbindende Element: Nur Geräte gleicher Baugröße lassen sich über Verbindungsstücke zu einer mehrteiligen Einheit koppeln. Wer nachrüstet, prüft deshalb zuerst die vorhandene Baugröße – nicht das Gewinde. Die passenden Komponenten finden Sie unter Aufbereitung und Regelung.
Die „Blaue Serie" und andere Steckverbindungen
Kurz: Die „Blaue Serie" ist RIEGLERs Programm für Schnellsteckverbindungen aus Kunststoff – erkennbar am blauen Lösering, verfügbar als gerade, Winkel-, T- und Schott-Verbindung.
Steckverbindungen haben die klassische Schlauchtülle mit Schelle in weiten Teilen abgelöst. Der Schlauch wird ohne Werkzeug eingeschoben und von einer Spannzange gehalten; zum Lösen wird der Ring gedrückt. Das spart Montagezeit und ist wiederholt lösbar.
Die Auswahl richtet sich nach drei Angaben: dem Schlauchdurchmesser, dem Anschlussgewinde und der Bauform. Eine „L-Schott-Steckverbindung" etwa führt im 90-Grad-Winkel durch eine Gehäusewand – dafür gibt es keinen Ersatz durch eine gerade Verbindung plus Winkel, weil die Wanddurchführung fehlt.
Für bewegte Anwendungen kommen Polyurethan-Schläuche (PUR) zum Einsatz, die knickstabiler und abriebfester sind als PVC. Sie werden in der Form „Außendurchmesser x Wandstärke" bezeichnet – 12x1,5 mm bedeutet 12 mm außen, 1,5 mm Wand und damit 9 mm lichte Weite. Passendes Material finden Sie unter Schläuche und Rohre.
Werkstoffe und Dichtungen richtig wählen
Kurz: Der Werkstoff entscheidet über Medienbeständigkeit und Zulassung. Messing ist der Standard, Edelstahl 1.4305 die Wahl bei Korrosionsbelastung, bleifreies Messing mit KTW-Zulassung die Anforderung bei Trinkwasser.
| Werkstoff / Kennzeichnung | Eigenschaft | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Messing | gut zerspanbar, günstig, ausreichend korrosionsbeständig | Standard in der Druckluft |
| Messing bleifrei, KTW | Zulassung für Kontakt mit Trinkwasser | Trinkwasser- und Lebensmittelbereich |
| Edelstahl 1.4305 | korrosionsbeständig, automatenzerspanbar | feuchte oder chemisch belastete Umgebung |
| EPDM | beständig gegen Wasser, Dampf und viele Chemikalien; nicht mineralölbeständig | Wasserführende Armaturen |
| NBR | mineralöl- und fettbeständig | ölhaltige Druckluft, Hydraulikumfeld |
Die häufigste Fehlpaarung betrifft EPDM und Mineralöl: EPDM ist ausgezeichnet für Wasser, quillt aber in Öl auf. Wo geölte Druckluft anliegt, gehört NBR in die Dichtung. Umgekehrt hat NBR bei Heißwasser und Dampf nichts verloren.
Bei Gasarmaturen gilt zusätzlich die Normkennzeichnung: Handbetätigte Kugelhähne für die Gas-Hausinstallation richten sich nach DIN EN 331 in der Ausgabe 2016-04. Sie gilt für nicht direkt erdverlegte metallene Armaturen bis 5 bar für Gase der ersten bis dritten Familie nach EN 437. Eine zusätzliche DVGW-Kennzeichnung weist die Prüfung durch den Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches aus.
Häufige Fragen zu RIEGLER
- Was bedeutet NW 7,2 bei einer Druckluftkupplung? NW 7,2 ist die Nennweite: der lichte Durchlass der Kupplung von 7,2 mm. Es ist die verbreitetste Größe in Deutschland und wird auch als Euro-Profil bezeichnet. Die Angabe ist unabhängig vom Anschlussgewinde – „NW 7,2, G 1/4 AG" heißt 7,2 mm Durchlass mit 1/4-Zoll-Außengewinde.
- Passen Stecker und Kupplung verschiedener Hersteller zusammen? Ja, wenn Nennweite und Profil übereinstimmen. NW 7,2 im Euro-Profil ist herstellerübergreifend gängig. Nicht kompatibel sind abweichende Profile gleicher Nennweite und natürlich unterschiedliche Nennweiten. Im Zweifel gilt: Der Stecker muss sicher einrasten und ohne Zug halten – klemmt es, ist das Profil falsch.
- In welcher Reihenfolge baue ich eine Wartungseinheit auf? Filter, dann Regler, dann Öler – in Strömungsrichtung. Der Filter muss vor dem Regler sitzen, damit keine Partikel in die Regelmechanik gelangen. Der Öler kommt zuletzt, weil eingebrachter Schmierstoff sonst im Filter hängen bliebe. Kombigeräte wie Filterregler nehmen die ersten beiden Schritte in einem Gehäuse vorweg.
- Was ist die Baugröße BG bei Wartungsgeräten? Die Baugröße ist die Größenklasse, über die sich Filter, Regler und Öler zu einer Einheit koppeln lassen. Nur Geräte gleicher Baugröße passen mit den Verbindungsstücken zusammen. Beim Nachrüsten ist deshalb die vorhandene Baugröße die maßgebliche Angabe, nicht das Gewinde – das lässt sich adaptieren, die Baugröße nicht.
- Welche Filterfeinheit brauche ich? Für allgemeine Werkstattluft und Druckluftwerkzeuge sind 40 bis 60 µm üblich. Feinere Filter folgen erst bei empfindlichen Anwendungen wie Lackieren oder Messtechnik, weil sie schneller zusetzen und Druckverlust erzeugen. Eine zu feine Filterung im Standardbetrieb kostet Durchsatz, ohne Nutzen zu bringen.
- Wann EPDM und wann NBR als Dichtwerkstoff? EPDM bei Wasser, Heißwasser, Dampf und vielen Chemikalien – aber niemals bei Mineralöl, in dem es aufquillt. NBR bei Mineralöl, Fetten und geölter Druckluft, dafür nicht bei Heißdampf. Diese Paarung ist die häufigste Fehlerquelle bei undichten Verbindungen kurz nach der Montage.
- Was sagt die Schlauchbezeichnung 12x1,5 mm aus? Der erste Wert ist der Außendurchmesser, der zweite die Wandstärke – hier also 12 mm außen bei 1,5 mm Wand und damit 9 mm lichter Weite. Steckverbindungen werden nach dem Außendurchmesser gewählt, der Durchsatz richtet sich nach der lichten Weite. Beide Werte zu verwechseln führt zu Verbindungen, die entweder nicht greifen oder den Schlauch quetschen.
- Wofür steht die KTW-Zulassung? KTW kennzeichnet Werkstoffe, die für den Kontakt mit Trinkwasser geeignet sind – etwa bleifreies Messing und geprüfte Elastomere. Für Druckluftanwendungen ist sie ohne Belang, für alles Wasserführende im Trinkwassernetz dagegen zwingend. Ein Standard-Messingfitting ohne diese Kennzeichnung gehört dort nicht hinein.
- Warum verliert mein Druckluftwerkzeug unter Last an Leistung? In den meisten Fällen ist nicht das Werkzeug defekt, sondern die Luftversorgung zu knapp bemessen. Zu kleine Nennweite, zu langer oder zu dünner Schlauch und zugesetzte Filter summieren sich zu einem Druckabfall, der erst unter Last sichtbar wird. Prüfen Sie die Kette vom Kompressor bis zum Werkzeug, bevor Sie das Gerät tauschen.
RIEGLER bei HUG Technik
Mit 2.884 gelisteten Artikeln ist RIEGLER die am breitesten geführte Marke im HUG-Shop – von der einzelnen Dichtung über Steckverbindungen und Wartungsgeräte bis zu Blaspistolen, Ventilen und Kugelhähnen. Wer die Marke insgesamt durchsuchen möchte, findet den Gesamtbestand in der RIEGLER-Markenwelt; die thematisch aufbereitete Übersicht steht unter RIEGLER Druckluft.
Passend dazu aus dem übrigen HUG-Sortiment:
- Aufbereitung und Regelung – Filter, Regler, Öler und Kondensatableiter; hier stellen Sie eine Wartungseinheit in passender Baugröße zusammen
- Schläuche und Rohre – PUR-, PVC- und Spiralschläuche in den Abmessungen, die zu den Steckverbindungen der Blauen Serie passen
- Blaspistolen – vom einfachen Modell bis zur geräuschgedämpften Ausführung für lärmkritische Arbeitsplätze
- Druckluftwerkzeuge – die Verbraucher am Ende der Leitung; deren Luftbedarf bestimmt rückwirkend die nötige Nennweite
Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand. Bei Druckluft scheitert eine Installation selten am großen Gerät, sondern fast immer am fehlenden Übergangsstück – rufen Sie mit Nennweite, Gewinde und Schlauchmaß an, dann finden wir das passende Teil aus dem RIEGLER-Programm, auch wenn es nicht zu den Standardgrößen gehört.
