Schutzbrillen
Schutzbrillen sind Pflichtausrüstung beim Umgang mit Partikeln, Chemikalien, Funken und UV-Strahlung – als Bügelschutzbrille, Korbbrille oder Überbrille. HUG führt Schutzbrillen nach EN 166 von 3M, Bollé, Honeywell, UNIVET, JSP und FORTIS ab Lager.Inhalt im Überblick
Wann Augenschutz Pflicht ist
Kurz: Augenschutz ist Pflicht, wo Partikeln, Spritzer, Funken, Strahlung oder Stäube die Augen gefährden. Schutzbrillen sind PSA der Kategorie II nach EN 166; die DGUV Regel 112-192 beschreibt ihre Benutzung.
Das Auge ist besonders verletzlich und heilt schlecht – schon ein einzelner Span oder Spritzer kann bleibende Schäden verursachen. Augenschutz ist deshalb überall dort Pflicht, wo mechanische, chemische, thermische oder optische Gefährdungen auftreten: beim Schleifen, Bohren und Sägen, beim Umgang mit Chemikalien, bei Schweiß- und Trennarbeiten. Schutzbrillen sind PSA der Kategorie II nach der Verordnung (EU) 2016/425 und tragen die CE-Kennzeichnung. Die Grundnorm ist EN 166; ihre Benutzung regelt die DGUV Regel 112-192. Welche Schutzbrille nötig ist, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes. Bei Arbeiten über Kopf oder im Lärm wird die Schutzbrille mit Kopfschutz und Gehörschutz zu einer kombinierten Ausrüstung ergänzt.Bauformen – welche Schutzbrille wann?
Kurz: Die Bügelschutzbrille schützt gegen mechanische Gefahren von vorn, die Korbbrille (Vollsichtbrille) zusätzlich gegen Staub und Flüssigkeiten ringsum, die Überbrille wird über der Korrektionsbrille getragen, die Schweißerbrille filtert UV- und IR-Strahlung.
Die Bauform richtet sich nach der Gefährdung:| Bauform | Schützt gegen | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Bügelschutzbrille | Partikeln, Späne von vorn | Schleifen, Bohren, Montage |
| Korbbrille / Vollsichtbrille | Staub und Flüssigkeiten ringsum | Chemie, Staub, Über-Kopf-Arbeit |
| Überbrille | wie Bügelbrille, über Korrektionsbrille | Brillenträger |
| Schweißerbrille | UV- und IR-Strahlung | Schweißen, Brennschneiden |
EN 166 und die Kennzeichnung lesen
Kurz: Die Kennzeichnung steht auf Rahmen und Sichtscheibe. Sie nennt optische Klasse, mechanische Festigkeit (S, F, B, A) und das Einsatzgebiet (3 Flüssigkeiten, 4 Grobstaub, 5 Gas/Feinstaub, 8 Lichtbogen, 9 Metallspritzer).
EN 166 legt die Anforderungen an den Augenschutz fest, und die Kennzeichnung verrät die Schutzeigenschaften. Auf der Sichtscheibe steht die mechanische Festigkeit als Auftreffgeschwindigkeit eines Prüfkörpers:- S: erhöhte Robustheit (Grundfestigkeit).
- F: Stoß mit niedriger Energie (45 m/s).
- B: Stoß mit mittlerer Energie (120 m/s).
- A: Stoß mit hoher Energie (190 m/s).
Lösungen für Brillenträger
Kurz: Brillenträger haben zwei Möglichkeiten: die Überbrille über der eigenen Korrektionsbrille oder eine Korrektionsschutzbrille mit eingearbeiteter Sehstärke. Beide erfüllen EN 166.
Wer eine Sehhilfe trägt, braucht trotzdem vollen Augenschutz. Zwei Wege führen zum Ziel:- Überbrille: wird über der Korrektionsbrille getragen, ist sofort einsatzbereit und für gelegentliche Arbeiten ideal.
- Korrektionsschutzbrille: eine Schutzbrille mit eingearbeiteter individueller Sehstärke – komfortabel und unauffällig bei dauerhaftem Tragen.
FAQ zu Schutzbrillen
- Welche Arten von Schutzbrillen gibt es? Die Bügelschutzbrille schützt gegen Partikeln von vorn, die Korbbrille (Vollsichtbrille) zusätzlich gegen Staub und Flüssigkeiten ringsum, die Überbrille wird über der Korrektionsbrille getragen, und die Schweißerbrille filtert UV- und IR-Strahlung.
- Was bedeutet die Kennzeichnung auf der Schutzbrille? Sie folgt EN 166: Auf der Scheibe steht die mechanische Festigkeit (S, F, B, A), auf dem Rahmen das Einsatzgebiet (3 Flüssigkeiten, 4 Grobstaub, 5 Gas/Feinstaub, 8 Lichtbogen, 9 Metallspritzer) sowie die optische Klasse und Zusätze wie kratzfest (K) und antibeschlag (N).
- Was bedeuten F, B und A bei der Schutzbrille? Es ist die mechanische Festigkeit als Auftreffgeschwindigkeit eines Prüfkörpers: F steht für niedrige Energie (45 m/s), B für mittlere (120 m/s), A für hohe Energie (190 m/s). S kennzeichnet die erhöhte Grundrobustheit.
- Welche Schutzbrille für Brillenträger? Entweder eine Überbrille, die über der eigenen Korrektionsbrille getragen wird, oder eine Korrektionsschutzbrille mit eingearbeiteter Sehstärke. Beide erfüllen EN 166; eine normale Brille bietet keinen geprüften Augenschutz.
- Warum reicht meine normale Brille nicht als Augenschutz? Einer Korrektionsbrille fehlen die seitliche Abdeckung und die geprüfte Stoßfestigkeit nach EN 166. Sie schützt weder gegen seitlich eindringende Partikeln noch gegen energiereiche Stöße. Nötig ist eine Schutzbrille, Überbrille oder Korrektionsschutzbrille.
- Welche Schutzbrille beschlägt nicht? Schutzbrillen mit Antibeschlag-Beschichtung (Kennzeichnung N) bleiben bei Temperaturwechsel und Anstrengung länger klar. In Kombination mit einer kratzfesten Beschichtung (K) bleibt die Sicht dauerhaft frei.
- Welche Schutzbrille beim Schweißen? Eine Schweißerbrille mit getönten Filtern nach EN 169 in der zum Verfahren passenden Schutzstufe. Sie hält die UV- und IR-Strahlung des Lichtbogens oder der Flamme zurück. Für den vollen Gesichtsschutz kommt ein Schweißerschild hinzu.
- Welche Marken führt HUG bei Schutzbrillen? HUG führt Schutzbrillen nach EN 166 von 3M, Bollé, Honeywell, UNIVET, EKASTU Safety, JSP, Carhartt und FORTIS – als Bügelschutzbrille, Korbbrille, Überbrille und Schweißerbrille.
Schutzbrillen bei HUG – nach EN 166 ab Lager
HUG Technik und Sicherheit führt Schutzbrillen nach EN 166 von 3M, Bollé, Honeywell, UNIVET, EKASTU Safety, JSP, Carhartt und FORTIS – als Bügelschutzbrille, Korbbrille, Überbrille und Schweißerbrille. Passend dazu finden Sie im Sortiment:- Überbrillen – Augenschutz über der Korrektionsbrille für Brillenträger.
- Kopfschutz – Schutzhelme und Visiere für den kombinierten Gesichtsschutz.
- Atemschutz – Masken und Filter, wo neben Spritzern auch Stäube auftreten.
