Pressluftschläuche
Druckluftschläuche (auch Pressluftschläuche) sind die flexible Verbindung zwischen Kompressor, Leitungsnetz und Druckluftwerkzeug – robust, druckfest und abriebbeständig. HUG führt Pressluftschläuche von FORTIS (EPDM nach DIN 20018) und NORRES® (Ariaform® TPU) mit Innendurchmessern 6 bis 25 mm, 50-m-Rollen Meterware.Technische Infos
EPDM-Gummi oder TPU – die Werkstoffwahl
- EPDM-Druckluftschlauch (FORTIS DIN 20018): Klassische Gummi-Bauweise – robust, UV- und ozonbeständig, hohe Abriebfestigkeit. Die Standardausführung für Werkstatt und Baustelle
- TPU-Druckluftschlauch (NORRES® Ariaform®): Thermoplastisches Polyurethan – leichter, flexibler, knickfreundlich. Ideal für häufig bewegte Schlauchleitungen und Arbeiten in beengten Verhältnissen
Druckstufen und Sicherheit
- Arbeitsdruck: 10 bar für Druckluft, bis 16 bar für Wasser-Anwendungen – deckt alle Standard-Kompressor- und Werkstattleitungen ab
- Berstdruck: 40-60 bar je nach Bauart – die vierfache Sicherheitsreserve gegenüber dem Arbeitsdruck
- Temperaturbereich: Typisch −20 °C bis +80 °C bei EPDM, etwas eingeschränkter bei TPU
Innendurchmesser-Auswahl
- 6 mm / 8 mm: Kleine Werkzeuge mit geringem Luftverbrauch – Ausblaspistole, kleiner Schleifer
- 9 mm / 10 mm: Standard für Werkstatt-Anwendungen – Schlagschrauber, Nietpistole, Lackierpistole
- 13 mm: Größere Werkzeuge und höhere Durchflussmengen – Profi-Schlagschrauber, Meißelhammer
- 19 mm / 25 mm: Industrie-Dimensionen – Schwerlast-Werkzeuge, Ringleitungen, Großkompressoren
Meterware im 50-m-Ring
Pressluftschläuche werden bei HUG als 50-m-Rollen Meterware geliefert – zuschnittfertig für individuelle Leitungslängen. Für den Anschluss an Werkzeuge und Verteiler kombinieren Sie die Schlauchmeterware mit passenden Einstecktüllen und Stecknippeln sowie Druckluft-Leitungsverbindern aus dem HUG-Sortiment.Typische Einsatzgebiete
- Werkstatt-Druckluftversorgung zu Schlagschraubern, Schleifern, Sägen
- Baustellen-Druckluft an Meißelhammer, Stampfer, Betonrüttler
- Karosserie- und Lackierwerkstatt
- Industrielle Druckluftsysteme und Ringleitungen
- Reifendienst und Fahrzeugservice
Hersteller-Charakter
- FORTIS: Deutsche Industriequalität nach DIN 20018 – bewährte EPDM-Bauweise
- NORRES®: Spezialist für technische Schlauchtechnik – Ariaform® TPU-Linie als Premium-Produkt mit herausragender Flexibilität
FAQ – häufige Fragen zu Pressluftschläuchen
- EPDM oder TPU – was nehme ich? EPDM (Gummi) ist Standard für Werkstatt und Baustelle – robust, UV- und ozonbeständig, schwerer aber langlebig. TPU (NORRES Ariaform) ist deutlich leichter und flexibler – ideal wenn der Schlauch ständig umhergetragen wird oder enge Biegeradien gefragt sind. Faustregel: stationär = EPDM, mobil = TPU.
- Welcher Innendurchmesser für meinen Schlagschrauber? Faustregel nach Luftverbrauch: bis 200 l/min reicht 6-8 mm. Standard-Schlagschrauber bis 600 l/min braucht 9-10 mm. Schwerlast-Schlagschrauber und Meißelhammer ab 1000 l/min: 13 mm oder größer. Zu kleiner Schlauch bedeutet Druckabfall am Werkzeug – das Werkzeug schraubt nur noch halb so stark wie es könnte.
- Wie lang darf der Schlauch maximal sein? Pro 10 m Schlauchlänge etwa 0,1-0,3 bar Druckverlust bei Standardluftverbrauch. Bei 25 m Länge zum Werkzeug ist der Druck am Werkzeug spürbar geringer als am Kompressor. Faustregel: Schlauch nicht länger als nötig, bei Bedarf eher größeren Innendurchmesser nehmen. Bei 50 m+ Distanz: Festrohr-Verteilung mit kurzem Schlauch zum Werkzeug.
- Wie verbinde ich den Schlauch mit Werkzeug und Kompressor? Ein Ende: Schlauchtülle mit Schlauchschelle in den Schlauch einklemmen, Gewinde am Kompressor anschließen. Anderes Ende: Schnellkupplung (am Werkzeug) und passender Stecknippel (am Schlauch). So kann das Werkzeug schnell gewechselt werden ohne den Schlauch zu wechseln.
- Wie pflege und kontrolliere ich Druckluftschläuche? Vor jedem Einsatz: Sichtkontrolle auf Risse, Beulen, Quetschungen. Bei sichtbaren Schäden ersetzen – Schlauchplatzen unter Druck ist gefährlich. Nach Gebrauch aufrollen und nicht knicken (große Biegeradien). Nicht über scharfe Kanten verlegen. Lebensdauer typisch 5-10 Jahre, danach altert das Material auch ohne sichtbare Schäden.
