Messgeräte
Druckluftmessgeräte kommen überall zum Einsatz, wo mit Druckluft gearbeitet wird. So lassen sich z. B. der Druck oder auch die Druckflussmenge messen.
Mehr anzeigen
Technische Infos
Messgeräte-Kategorien im Überblick
- Manometer: Analoge Druckanzeige – als Standard-Manometer, Glyzerinmanometer (vibrationsgedämpft) oder Edelstahlmanometer (korrosionsfest)
- Handreifenfüllmesser: Reifendruck-Prüfgeräte mit Anschluss an die Druckluftleitung – unverzichtbar in Werkstatt, Reifenservice und Tankstelle
- Druckschalter: Schalten elektrische Kontakte bei bestimmten Drücken – für Kompressor-Regelung und Prozessautomation
- Druckmessumformer und Drucksensoren: Elektronische Druckerfassung mit analogen oder digitalen Ausgangssignalen für SPS und Steuerungen
- Durchflussmengenmesser: Überwachen den Druckluftverbrauch – wichtig für Leckagesuche und Kostenanalyse
- Leckagesuchgeräte: Aufspüren undichter Stellen im Druckluftnetz – jede Leckage kostet Energie und Geld
- Thermometer und Schutzrohre: Temperaturmessung in Druckluftleitungen
- Digitalanzeigegeräte: Digitale Anzeige von Druck, Temperatur oder Durchfluss
- Manometerzubehör: Manometerhähne, Absperrventile, Adapter und Befestigungselemente
Manometer-Varianten im Detail
- Standard-Manometer: Mit Bourdonrohr-Feder, Anzeigebereich typisch 0-10 oder 0-16 bar. Für trockene, vibrationsarme Umgebungen
- Glyzerinmanometer: Mit Glyzerin gefüllt – dämpft Zeigerschwingungen bei Pulsations- und Vibrationsanwendungen. Standard an Kompressoren und Pumpen
- Edelstahlmanometer: Komplett aus nichtrostendem Stahl – für chemische Anlagen, Lebensmittelindustrie und korrosive Umgebungen
- WIKA als Marktführer: Breites Sortiment von Normal- über Präzisions- bis zu Sonderausführungen
Typische Einsatzgebiete
- Kompressor-Installationen: Druckanzeige am Kompressor-Ausgang und an den Entnahmestellen
- Werkstatt und Reifenservice: Reifendruck-Prüfgeräte für Kfz- und Nutzfahrzeugbereich
- Prozessanlagen: Druckschalter und -sensoren zur Steuerung und Sicherheit
- Leckage-Monitoring: Durchflussmessung und Leckagesuchgeräte für Energieeffizienz
- Wartungs- und Prüftechnik: Manometer mit Schlauch und Prüfadaptern für mobile Messungen
Hersteller-Charakter
- WIKA: Deutscher Marktführer für Druck- und Temperaturmessung – breitestes Sortiment, höchste Qualität
- RIEGLER: Druckluftkomponenten-Spezialist mit Manometern und Zubehör
- SKS: Tretpumpen und Reifen-Messgeräte – klassische Werkstatt-Messtechnik
- aircraft®: Druckluft-Gesamtlösungen vom Kompressor bis zum Messgerät
Ergänzende Druckluft-Komponenten
- Druckluft-Leitungsverbinder für den Anschluss der Messgeräte
- Einstecktüllen und Stecknippel für Schnellkupplungs-Systeme
- Druckluft-Schläuche und -Rohre als Medienleitung
- Absperrarmaturen wie Kugelhähne zur Steuerung
FAQ – häufige Fragen zu Druckluft-Messgeräten
- Standard- oder Glyzerin-Manometer für meinen Kompressor? Glyzerin-Manometer immer dann wenn der Druck pulsiert oder die Anlage vibriert – also an Kolbenkompressoren, Hydraulikpumpen und Werkzeugmaschinen. Standard-Manometer reicht in stabilen Druckluftleitungen ohne Pulsation. Glyzerin-Füllung beruhigt den Zeiger, schützt das Innere vor Verschleiß durch Schwingung – Lebensdauer 3-5× länger als Standard.
- Welcher Anzeigebereich für welchen Druck? Faustregel: Betriebsdruck soll im mittleren Drittel der Skala liegen. Bei 6 bar Betrieb also 0-10 oder 0-16 bar Manometer wählen. Zu kleiner Bereich = Zeiger schlägt am Ende an. Zu großer Bereich = ungenaues Ablesen. Skalenende sollte mindestens 30 % über dem maximalen Betriebsdruck liegen.
- Druckschalter mit oder ohne Hysterese? Hysterese ist die Differenz zwischen Ein- und Ausschaltdruck. Ohne Hysterese pendelt der Schalter ständig nahe der Schwelle und der Kompressor schaltet zu oft – das verschleißt schnell. Standard-Hysterese 1-2 bar (Kompressor schaltet bei 6 bar an, bei 8 bar aus). Bei kleinen Behältern bis 50 l reicht 0,5-1 bar.
- Wie finde ich Leckagen in meinem Druckluftnetz? Drei Methoden: 1) Hörbar bei abgeschaltetem Werkzeug-Betrieb (zischen, pfeifen). 2) Seifenwasser auf verdächtige Verbindungen sprühen – Blasen verraten Lecks. 3) Ultraschall-Leckagesuchgerät erkennt auch nicht hörbare Leckagen. Tipp: Druckabfall pro Stunde messen (Manometer notieren) – über 0,5 bar/h zeigt System-Leckagen an.
- Was ist der Unterschied zwischen Reifenfüllmesser und normalem Manometer? Reifenfüllmesser hat einen Anschluss-Stecker für das Reifenventil und einen Druckluft-Eingang plus Entlüftungsventil zum exakten Befüllen. Normales Manometer kann nur anzeigen, nicht regulieren. Für Werkstatt mit Kfz-Bezug: Eichfähiges Reifenfüllmessgerät (mit Eichmarke) ist Pflicht für gewerbliche Reifenmontage.
