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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Propan- und Autogenschläuche

Schläuche für Propan, Acetylen und Sauerstoff zum Schweißen, Schneiden, Hartlöten und Erwärmen – farbcodiert nach DIN EN ISO 3821 (ersetzt DIN EN 559) und für 20 bar Betriebsdruck zugelassen. HUG führt das Sortiment von NORRES mit Robaform-Propan- und Saldaform-Autogenschläuchen sowie Zwillingsschläuchen für die mobile Brennerzuführung.

Zu Ihrem Experten für Propan und Autogen

Thomas Klosik

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Technische Infos
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Farbcodierung nach DIN EN ISO 3821

Die Farbe ist Sicherheitsvorschrift: Orange = Propan/Butan, Rot = Acetylen, Blau = Sauerstoff. Brenngase haben Linksgewinde, Sauerstoff Rechtsgewinde – das verhindert Verwechslungen konstruktiv. Die Farbcodierung der Schweißgasschläuche ist keine Geschmacksfrage, sondern Sicherheitsvorschrift nach DIN EN ISO 3821:
FarbeGasAnschlussAnwendung
OrangePropan, Butan (LPG)LinksgewindeHartlöten, Erwärmen, Brennschneiden
RotAcetylenLinksgewindeAutogen-Schweißen, Schneiden
BlauSauerstoffRechtsgewindeAutogen-Schweißen, Schneiden
Schläuche dürfen zwischen den Gasen niemals vertauscht werden – schon Restmengen können chemisch reagieren und den Schlauch zerstören oder eine Rückzündung auslösen. Die unterschiedlichen Gewinderichtungen (Linksgewinde bei Brenngasen, Rechtsgewinde bei Sauerstoff) sind konstruktiv gegen Verwechslung ausgelegt.

Einzel- oder Zwillingsschlauch?

  • Einzelschlauch: eine Gasart pro Schlauch – Standard für stationäre Arbeitsplätze und seltene Wechsel.
  • Zwillingsschlauch: zwei verbundene Schläuche, meist Sauerstoff/Acetylen, für die mobile Brennerzuführung – kein Verheddern, beide Gase laufen gemeinsam zum Brenner, weniger Stolpergefahr.
Gängige Maße sind Innendurchmesser 4–8 mm in Standardlängen von 5, 10 und 20 m; längere Ausführungen als Zuschnitt von der Rolle. Für die Druckluftversorgung am Schweißarbeitsplatz – etwa für Druckluftwerkzeuge oder Ausblaspistolen – sind dagegen separate Druckluftschläuche vorgesehen; Gasschläuche dürfen niemals für Druckluft zweckentfremdet werden.

Aufbau und technische Daten

Ein Gasschlauch besteht aus einer gasdichten Innenseele aus Gummi (NBR/SBR), die chemisch gegen das jeweilige Gas beständig ist, einer textilen Verstärkungseinlage, die den Druck trägt, und einer farbigen, abriebfesten Außendecke aus CR/NBR. Der Betriebsdruck liegt bei 20 bar (Standard nach ISO 3821), der Temperaturbereich typisch bei –25 bis +60 °C. Für angrenzende Reinigungs- oder Strahlarbeiten finden Sie passende Spezialschläuche.

Schellen und Sicherheitseinrichtungen

Sicherheitsschellen nach DIN 32620 gehören an jede Anschlussseite, mindestens zwei Stück. Flammendurchschlagsicherungen zwischen Druckminderer und Schlauch sowie zwischen Schlauch und Brenner sind Pflicht:
  • Schlauchschellen: Sicherheitsschellen nach DIN 32620 (oder Schneckengewindeschellen nach DIN 3017) mit Edelstahlband – mindestens zwei pro Anschlussseite.
  • Flammendurchschlagsicherung: Pflicht zwischen Druckminderer und Schlauch sowie zwischen Schlauch und Brenner – verhindert, dass eine Rückzündung bis zur Gasflasche läuft.
  • Schlauchbruchventil: schließt automatisch bei plötzlichem Schlauchbruch.
Die passenden Schlauchschellen gehören damit zur sicherheitsrelevanten Grundausstattung.

Pflege, Prüfung und Lebensdauer

Gasschläuche sind sicherheitskritische Bauteile, die regelmäßige Sichtprüfung erfordern. Vor jedem Gebrauch werden sie auf Risse, Knicke, Brandstellen, gequetschte Anschlüsse und abgenutzte Decke geprüft. Das Maximalalter geben die Hersteller ab Herstellungsdatum an – der konkrete Wert steht als Datumsstempel auf dem Schlauch und im NORRES-Datenblatt. Nach Brand-, Hitze- oder Rückzündungseinwirkung wird der Schlauch sofort getauscht, auch ohne sichtbare Schäden. Gelagert wird kühl, trocken und lichtgeschützt, ohne direkte Sonne und ohne Frost.

Vor der ersten Inbetriebnahme und nach jedem Schlauchwechsel gehört eine Dichtheitsprüfung dazu: Anschlüsse mit Lecksuchspray oder Seifenlösung benetzen und unter Betriebsdruck auf Blasenbildung kontrollieren – niemals mit offener Flamme absuchen. Erst wenn alle Verbindungen dicht sind, wird der Brenner gezündet. Diese zwei Minuten Prüfung verhindern die häufigste Ursache für Gasunfälle am Arbeitsplatz.

Zur Grundausstattung jedes Autogen-Arbeitsplatzes gehört neben Schlauch und Sicherungen auch die Dokumentation: Herstelldatum der Schläuche, letzte Sichtprüfung und Tauschtermine werden in der Betriebsanweisung geführt. So lässt sich die Herstellervorgabe zum Maximalalter einhalten, ohne dass ein Schlauch unbemerkt überaltert an der Flasche hängt.

FAQ zu Propan- und Autogenschläuchen

  • Welche Schläuche eignen sich für Propangas? Orange gekennzeichnete Schläuche nach DIN EN ISO 3821 für Propan und Butan (LPG). Sie haben eine gegen die im Flüssiggas enthaltenen Restöle beständige Innenseele und ein Linksgewinde am Anschluss. Ein blauer Sauerstoff- oder roter Acetylenschlauch darf nicht für Propan verwendet werden.
  • Darf ich einen Sauerstoffschlauch für Propan verwenden? Nein, das ist gefährlich. Sauerstoffschläuche sind nicht gegen die in Propan enthaltenen Restöle und Aromaten beständig, und die Anschlüsse unterscheiden sich (Sauerstoff Rechtsgewinde, Propan Linksgewinde). Das Vertauschen ist konstruktiv nicht vorgesehen und sicherheitstechnisch unzulässig. Schon Restmengen der Gase können chemisch reagieren, den Schlauch zerstören oder eine Rückzündung auslösen – für Propan ist der orange Schlauch nach DIN EN ISO 3821 vorgeschrieben.
  • Was bedeuten die Farben bei Schweißgasschläuchen? Orange steht für Propan/Butan, Rot für Acetylen und Blau für Sauerstoff – festgelegt nach DIN EN ISO 3821. Die Farbe ist Sicherheitsvorschrift und kein Designmerkmal; zusätzlich haben Brenngase Linksgewinde und Sauerstoff Rechtsgewinde, um Verwechslungen zu verhindern.
  • Welche Größe für meinen Schweißbrenner? Für Kleinbrenner und Hartlöten 4×9 mm oder 5×10 mm, für Industriebrenner und Brennschneiden mit höherem Durchsatz 6×13 mm oder 8×15 mm. Bei größeren Schneiddüsen ist ein größerer Innendurchmesser nötig, sonst sinkt der Düsendruck und die Schnittqualität leidet.
  • Brauche ich Flammendurchschlagsicherungen? Ja, sie sind Pflicht – zwischen Druckminderer und Schlauch sowie zwischen Schlauch und Brenner. Sie verhindern, dass eine Rückzündung bis zur Gasflasche läuft. Sauerstoff- und Brenngasseite brauchen jeweils eine eigene Sicherung. Ergänzend empfiehlt sich ein Schlauchbruchventil, das bei plötzlichem Schlauchbruch automatisch schließt, sowie die Dichtheitsprüfung mit Lecksuchspray vor der ersten Inbetriebnahme.
  • Wie befestige ich die Schläuche sicher? Mit Sicherheits-Schlauchschellen nach DIN 32620 (oder Schneckengewindeschellen nach DIN 3017), mindestens zwei pro Anschlussseite. Einfache Schellen können sich auf glattem Gummischlauch lösen. Nach kurzer Betriebszeit sollten die Schellen nachgezogen werden. Geeignete Sicherheitsschellen haben ein Edelstahlband; zum Verlängern sind ausschließlich zugelassene Schlauchkupplungen mit Doppelschellen-Montage zulässig.
  • Wie lange darf ein Autogen-Schlauch verwendet werden? Maßgeblich sind Herstellervorgabe und die einschlägigen DGUV-Anforderungen – typischerweise ein begrenzter Zeitraum ab Herstellungsdatum, der auf dem Schlauch und im Datenblatt steht. Unabhängig vom Alter gilt: bei Hitzeeinwirkung, Rückzündung oder sichtbaren Schäden sofort austauschen. Herstelldatum, Sichtprüfungen und Tauschtermine gehören in die Betriebsanweisung – so überaltert kein Schlauch unbemerkt an der Flasche.
  • Wie prüfe ich Gasschläuche auf Dichtheit? Mit Lecksuchspray oder Seifenwasser: Anschlüsse und Schlauchoberfläche unter Betriebsdruck einsprühen – Blasenbildung zeigt die Leckstelle. Die Prüfung erfolgt vor jeder ersten Inbetriebnahme, nach jedem Schlauch- oder Armaturenwechsel und bei Verdacht (Gasgeruch, Zischgeräusch). Niemals mit einer Flamme absuchen. Undichte Schläuche werden getauscht, nicht geflickt.
  • Dürfen Gasschläuche verlängert oder repariert werden? Verlängern nur mit dafür zugelassenen Schlauchkupplungen und Doppelschellen-Montage – niemals mit einfachen Rohrstücken oder Klebeverbindungen. Beschädigte Schläuche werden grundsätzlich getauscht, nicht geflickt: Jede Reparaturstelle ist eine potenzielle Leckage direkt an der Flamme. Bei Längen über Standard empfiehlt sich der Zuschnitt von der Rolle mit werkseitig neuen Anschlüssen.

Propan- und Autogenschläuche bei HUG

HUG Technik und Sicherheit führt Propan-Schläuche Robaform (orange), Acetylen-Schläuche Saldaform (rot), Sauerstoffschläuche (blau) und Zwillingsschläuche Sauerstoff/Acetylen von NORRES – nach DIN EN ISO 3821 farbcodiert, Betriebsdruck 20 bar. Passend dazu finden Sie im Sortiment: Was HUG ausmacht: Beratung zur passenden Größe, Bauart und Sicherheitsausstattung – gerade bei sicherheitskritischen Gasschläuchen zählt die normgerechte Auswahl. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.