Über die Marke
Es begann mit einer einfachen, aber radikalen Idee: 1910 ersetzte Johann van Elten im niederrheinischen Uedem den damals üblichen Holz-Arbeitsschuh durch einen aus Leder – und legte damit einen Grundstein des modernen Fußschutzes. Heute fertigt ELTEN in vierter Generation Sicherheitsschuhe vom leichten ESD-Halbschuh bis zum S3-Stiefel und zählt zu den führenden Schuhherstellern Europas – die Endfertigung läuft bis heute am Stammsitz Uedem.
| Ihre Vorteile | |
|---|---|
| Made in Germany | Endfertigung am Stammsitz Uedem, deutscher Familienbetrieb in 4. Generation |
| ESD & Komfort | ergonomische Leisten, viele Modelle ESD-fähig, Schuhlinie mit LOWA (seit 2006) |
| Norm S1–S3 | zertifiziert nach EN ISO 20345 in allen gängigen Schutzklassen |
| Ab Lager bei HUG | Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand |
ELTEN® – Produktkategorien
ELTEN Sicherheitsschuhe
1910 ersetzte Johann van Elten am Niederrhein den Holzschuh durch den ersten Arbeitsschuh aus Leder. Vier Generationen später fertigt ELTEN rund drei Millionen Paar im Jahr. HUG Technik führt 702 ELTEN-Artikel ab Lager – vom ESD-Halbschuh über den GORE-TEX-Stiefel bis zu Einlegesohlen und Kinderschuhen. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.Inhalt im Überblick
ELTEN: seit 1910 in Uedem
Kurz: Johann van Elten gründete 1910 in Uedem am Niederrhein eine Schuhfabrik und entwickelte den ersten Arbeitsschuh aus Leder – zu einer Zeit, als Arbeitsschuhe üblicherweise aus Holz bestanden. Das Unternehmen wird in vierter Generation als Familienbetrieb geführt.
Der Wechsel vom Holz- zum Lederschuh war mehr als ein Materialtausch. Er machte den Arbeitsschuh erstmals an den Fuß anpassbar – und legte damit den Grundstein für das, was ELTEN bis heute auszeichnet: eine ungewöhnlich breite Auswahl an Weiten, Leisten und Damenmodellen.
Mit rund drei Millionen Paar jährlich gehört ELTEN heute zu den führenden europäischen Herstellern von Sicherheits- und Berufsschuhen. Das Sortiment reicht vom Halbschuh über Sandalen und Stiefel bis zu Spezialausführungen wie Gießerstiefeln – und, ungewöhnlich für die Branche, bis zu Kinderschuhen.
Die Schutzklassen nach EN ISO 20345:2022
Kurz: Alle Sicherheitsschuhe nach EN ISO 20345 haben eine Zehenschutzkappe, die 200 Joule standhält. Die S-Klasse beschreibt, was darüber hinaus geprüft ist.
Die folgende Übersicht folgt den Kurzzeichen des DGUV-Sachgebiets Fußschutz:
| Klasse | Anforderungen |
|---|---|
| SB | Grundanforderung, keine Zusatzanforderungen |
| S1 | geschlossener Fersenbereich, antistatisch, Energieaufnahme im Fersenbereich |
| S2 | wie S1, zusätzlich Schutz gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme |
| S3 | wie S2, zusätzlich Durchtrittschutz mit metallischer Einlage (Typ P) und Profilsohle |
| S3L | wie S3, aber nichtmetallischer Durchtrittschutz Typ PL |
| S3S | wie S3, aber nichtmetallischer Durchtrittschutz Typ PS |
| S6 | wie S2, zusätzlich wasserdicht im zusammengebauten Zustand |
| S7 | wie S3, zusätzlich wasserdicht |
| S7L / S7S | wie S3L bzw. S3S, zusätzlich wasserdicht |
| S4 / S5 | vollgummi- oder polymerbasierte Schuhe (Stiefel); S5 zusätzlich mit Durchtrittschutz und Profilsohle |
Der praktische Kern in einem Satz: S1 ist trocken, S2 ist wasserabweisend, S3 ist wasserabweisend mit Durchtrittschutz, S7 ist dasselbe in wasserdicht. Im Shop sind die Modelle entsprechend sortiert – von SB, S1 und S1P über S3 bis zu S5 und S7.
Was sich 2022 geändert hat: S6, S7 und das Ende von SRA/SRB/SRC
Kurz: Die Fassung von 2022 hat drei Dinge geändert: neue wasserdichte Klassen S6 und S7, eine feinere Unterscheidung beim Durchtrittschutz (PL und PS) und den Wegfall der Rutschhemmungsklassen SRA, SRB und SRC.
Rutschhemmung. Die Kürzel SRA, SRB und SRC gibt es nicht mehr. Die Prüfung auf Keramikfliesen mit Natriumlaurylsulfat ist jetzt Grundanforderung – jeder Sicherheitsschuh nach der aktuellen Norm erfüllt sie. Das Kürzel SR steht nur noch für eine zusätzliche, optionale Prüfung mit Glycerin.
Durchtrittschutz. Neben der metallischen Einlage (Typ P) gibt es zwei textile Varianten, die sich im Prüfnagel unterscheiden: PL wird mit einem 4,5-mm-Nagel geprüft, PS mit einem 3,0-mm-Nagel. PS ist damit die strengere Prüfung und schützt gegen dünnere Gegenstände.
Wasser. Das alte Kürzel WRU ist durch WPA ersetzt (Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme des Obermaterials). WR bezeichnet weiterhin den wasserdichten Gesamtschuh – daraus leiten sich die neuen Klassen S6 und S7 ab.
Für die Praxis heißt das: Ein Schuh mit der Bezeichnung „S7S" ist wasserdicht, hat Durchtrittschutz nach dem strengeren 3-mm-Test und eine Profilsohle – die derzeit umfassendste Kombination für Bau und Außeneinsatz.
Zusatzkennzeichen: ESD, CI, HI, HRO, FO
Kurz: Nach der S-Klasse folgen Kürzel für geprüfte Zusatzeigenschaften. Sie sind der eigentliche Auswahlfilter für den konkreten Arbeitsplatz.
- ESD – Ableitfähigkeit im engeren Bereich für elektrostatisch gefährdete Bauteile
- CI – Kälteisolierung der Sohle; relevant im Außeneinsatz und in Kühlbereichen
- HI – Wärmeisolierung der Sohle; für Arbeiten auf heißen Untergründen
- HRO – Kontaktwärmebeständigkeit der Laufsohle
- FO – Kraftstoffbeständigkeit der Sohle
- A – antistatisch; E – Energieaufnahme im Fersenbereich
- GTX – kein Normkürzel, sondern der Hinweis auf eine GORE-TEX-Membran
Ein Beispiel aus dem Sortiment macht die Lesart deutlich: „FRANCESCO XXSG GTX black Mid ESD S3 CI" bezeichnet einen knöchelhohen Schuh mit GORE-TEX-Membran, ESD-Fähigkeit, Schutzklasse S3 und kälteisolierender Sohle. Jedes Kürzel steht für eine eigene Prüfung.
ESD oder antistatisch? Der Unterschied in Zahlen
Kurz: Antistatische Schuhe nach EN ISO 20345 liegen zwischen 100 kΩ und 1 GΩ Durchgangswiderstand. ESD-Schuhe nach EN 61340-5-1 liegen enger, zwischen 100 kΩ und 35 MΩ. Jeder ESD-Schuh ist antistatisch – umgekehrt gilt das nicht.
Der Unterschied ist kein Detail, sondern betrifft das Schutzziel: Die antistatische Anforderung der Schuhnorm schützt die Person vor elektrostatischer Aufladung. Die ESD-Anforderung schützt das Bauteil vor einer Entladung über den Menschen.
Daraus folgt ein häufiger Fehlkauf: Ein Schuh mit 100 MΩ Durchgangswiderstand ist normgerecht antistatisch – liegt aber außerhalb des ESD-Bereichs und ist für eine EPA-Schutzzone in der Elektronikfertigung unzulässig. Wer ESD braucht, muss auf die ausdrückliche ESD-Kennzeichnung achten; „antistatisch" allein reicht nicht.
Größe, Weite und Damenmodelle
Kurz: Sicherheitsschuhe brauchen mehr Platz als Straßenschuhe – die Zehenschutzkappe gibt nicht nach. Neben der Länge entscheidet die Weite über den Sitz.
Drei Punkte für die richtige Auswahl:
- Nachmittags messen. Füße schwellen im Tagesverlauf an. Ein am Morgen anprobierter Schuh drückt am Nachmittag – und in der starren Kappe gibt es keine Ausweichmöglichkeit.
- Weite prüfen, nicht nur Länge. Wenn ein Schuh in der richtigen Länge seitlich drückt, ist nicht die Größe falsch, sondern die Weite. ELTEN bietet für viele Modelle mehrere Weiten an.
- Mit Arbeitssocken und Einlage anprobieren. Beides verändert das Volumen im Schuh spürbar. Wer orthopädische Einlagen trägt, plant deren Platzbedarf von Anfang an ein.
Damenmodelle sind bei ELTEN eigene Leisten, keine verkleinerten Herrenschuhe – Ferse und Rist sind anders proportioniert. Für Fußunterstützung ohne Modellwechsel gibt es Einlegesohlen der SensiCare-Reihe; passendes Zubehör finden Sie unter Schuhzubehör.
Häufige Fragen zu ELTEN
- Was ist der Unterschied zwischen S1, S2 und S3? S1 hat geschlossenen Fersenbereich, antistatische Eigenschaften und Energieaufnahme in der Ferse. S2 ergänzt Schutz gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme. S3 fügt Durchtrittschutz und Profilsohle hinzu. Die Zehenschutzkappe mit 200 Joule ist in allen Klassen enthalten – sie unterscheidet die Klassen nicht.
- Was bedeutet S3S und S7S? Das angehängte S bezeichnet den nichtmetallischen Durchtrittschutz vom Typ PS, geprüft mit einem 3,0-mm-Prüfnagel. S3S ist damit ein S3 mit textilem Durchtrittschutz nach der strengeren Prüfung; S7S ist dasselbe zusätzlich wasserdicht. Bei PL erfolgt die Prüfung mit einem 4,5-mm-Nagel.
- Wie fallen ELTEN-Schuhe aus? In der Regel normal in der Länge, entscheidend ist aber die Weite. Da die Zehenschutzkappe nicht nachgibt, sollte vorn ein Daumenbreit Platz bleiben. Probieren Sie am Nachmittag mit den Socken und Einlagen an, die Sie auch bei der Arbeit tragen – das verändert das Volumen deutlich.
- Reicht ein antistatischer Schuh für ESD-Arbeitsplätze? Nein. Antistatisch nach EN ISO 20345 bedeutet 100 kΩ bis 1 GΩ und schützt die tragende Person. ESD nach EN 61340-5-1 verlangt 100 kΩ bis 35 MΩ und schützt das Bauteil. Ein Schuh mit 100 MΩ ist antistatisch, aber nicht ESD-fähig. Für EPA-Zonen ist die ausdrückliche ESD-Kennzeichnung erforderlich.
- Gibt es SRA, SRB und SRC noch? Nein, die Fassung von 2022 hat diese Klassen gestrichen. Die Rutschhemmung auf Keramikfliesen mit Natriumlaurylsulfat ist jetzt Grundanforderung, die jeder Sicherheitsschuh erfüllt. Das Kürzel SR steht nur noch für eine zusätzliche, freiwillige Prüfung auf Glycerin.
- Was bedeutet CI bei Sicherheitsschuhen? CI steht für Kälteisolierung der Sohle. Es ist die relevante Angabe für Außeneinsatz im Winter, Kühlhäuser und Arbeiten auf kaltem Beton. Nicht zu verwechseln mit HI (Wärmeisolierung) und HRO (Kontaktwärmebeständigkeit der Laufsohle) – drei getrennte Prüfungen für drei verschiedene Temperaturbelastungen.
- Was ist GTX? GTX ist kein Normkürzel, sondern kennzeichnet eine GORE-TEX-Membran im Schuh. Sie hält Wasser von außen ab und lässt Wasserdampf von innen entweichen. Achten Sie zusätzlich auf die Normklasse: Erst die Kennzeichnung WR beziehungsweise die Klassen S6 und S7 belegen die geprüfte Wasserdichtheit des gesamten Schuhs.
- Wann muss ich Sicherheitsschuhe ersetzen? Wenn Profil, Zwischensohle oder Obermaterial sichtbar verschlissen sind, die Kappe freiliegt oder der Schuh nach einem Schlag Beulen oder Risse zeigt. Ein sichtbar beschädigter Zehenschutz bedeutet Aussonderung, auch wenn der Schuh sonst intakt wirkt – die Kappe ist auf einen Aufprall ausgelegt, nicht auf mehrere.
- Wie pflege ich Lederschuhe mit Membran? Nach dem Einsatz grob reinigen, bei Raumtemperatur trocknen lassen und dabei die Einlegesohle herausnehmen. Keine Heizung und kein Heizlüfter – direkte Hitze verhärtet Leder und schädigt die Membran. Imprägnierung nur mit membranverträglichen Mitteln, sonst werden die Poren verschlossen und die Atmungsaktivität geht verloren.
- Gibt es ELTEN auch für Kinder? Ja, mit der MADDOX-Kids-Reihe – unter anderem mit BOA-Verschluss und in Winterausführung. Es handelt sich dabei um Freizeitschuhe im Look der Arbeitsmodelle, nicht um zertifizierte Sicherheitsschuhe für die Arbeit. Verwandte Artikel finden Sie unter Schutz für Kids.
ELTEN bei HUG Technik
HUG Technik führt 702 ELTEN-Artikel ab Lager – von der ESD-Ausführung für die Elektronikfertigung über GORE-TEX-Stiefel mit Kälteisolierung bis zu Gießerstiefeln für den Hitzeeinsatz. Dazu kommen Einlegesohlen und Zubehör. Den Gesamtbestand der Marke finden Sie in der ELTEN-Markenwelt, die thematische Übersicht unter ELTEN Sicherheitsschuhe.
Passend dazu aus dem übrigen HUG-Sortiment:
- Sicherheitsklasse S3 – die markenübergreifende Auswahl der meistgefragten Klasse, wenn Sie ELTEN direkt mit anderen Herstellern vergleichen wollen
- Sicherheitsklasse SB, S1 und S1P – leichtere Modelle für trockene Innenbereiche, Werkstatt und Lager
- Sicherheitsklasse S2 – wasserabweisend ohne Durchtrittschutz, der Mittelweg zwischen S1 und S3
- Sicherheitsklasse S5 und S7 – wasserdichte Ausführungen und Stiefel für Nässe und Außeneinsatz
- Schuhzubehör – Einlegesohlen, Schnürsenkel und Pflegemittel, die zu Leder- und Membranschuhen passen
Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand. Wenn Sie zwischen zwei Klassen schwanken, hilft die Frage nach dem Untergrund mehr als jede Tabelle: Wo Nägel, Späne oder Scherben liegen können, führt an S3 kein Weg vorbei – im trockenen Lager ist S1 die leichtere und auf Dauer angenehmere Wahl.
