Nadellager

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Nadellager

Nadellager gehören zwar zur Gruppe der Rollenlager, werden aber aufgrund Ihrer Bedeutung und Besonderheiten meist separat aufgeführt.
Sie bestehen aus einer Vielzahl von sehr dünnen Nadelrollen, die in einem Käfig, dem Nadelkranz, laufen.
Sind sowohl die Welle als auch die Gehäusebohrung als Laufbahn ausgearbeitet, so können Nadelkränze direkt als einbaufertige und eigenständige Lagerung verwendet werden. Ansonsten kommen sie je nach Situation mit Außen- oder/und Innenring als jeweilige Lauffläche zum Einsatz.

AUSFÜHRUNGEN

Massive Nadellager setzen sich aus einem Außenring mit Borden, einem Nadelkranz und einem Innenring ohne Borde zusammen. Man verwendet sie, wenn weder die Gehäusebohrung noch die Welle als Lauffläche geeignet sind.

Einstell-Nadellager besitzen außen einen Stahlblechring mit kugeliger Laufbahn. Zwischen der Außenhülse und diesem Laufbahnring sitzen Kunststoff-Stützringe. Dadurch werden eventuell vorhandene Fluchtungsfehlern zwischen dem Gehäuse und der Welle ausgeglichen. Es gibt 2 Varianten: entweder mit einem Innenring oder ohne den Innenring, falls die Welle gehärtet und geschliffen ist. Dann kann die Montage direkt ausgeführt werden.

Nadelrollen weisen in Bezug auf ihre Länge einen extrem kleinen Duchmesser auf, haben eine feinstbearbeitete Oberfläche und bestehen aus Chromstahl mit einer Härte um die 60 HRC.

Nadelkränze sind einreihige Lager, die sowohl aus Käfigen als auch vielen Nadelrollen bestehen. Ihre radiale Bauhöhe entspricht lediglich dem Durchmesser der Nadelrollen, wodurch sie Lagerungen mit äußerst minimalem radialen Bauraum ermöglichen. Sie sind durch die hohe Anzahl der Wälzkörper sehr tragfähig, für relativ hohe Drehzahlen geeignet und außerdem sehr montagefreundlich. Sie erreichen bei einer formgenauen Ausführung der Wellen- bzw. Gehäuselaufbahnen eine hohe Rundlaufgenauigkeit. Der Einsatz von Nadelkränze bedingt, dass die Laufbahnen sowohl auf der Welle als auch im Gehäuse entsprechend gehärtet und geschliffen wurden.

Nadelhülsen wie auch Nadelbüchsen sind Nadellager, die aus einem Nadelkranz und einer äußeren dünnwandigen Stahlblech-Lauffläche bestehen. Sie werden in die Gehäuseöffnung eingepresst, wodurch sie einen Festsitz erhalten. Der Unterschied zwischen Hülse und Büchse liegt darin, dass die Nadelbuchse seitlich einseitig geschlossen ist, während die Nadelhülse nur aus der äußeren Lauffläche besteht.
Bei beiden bildet der käfiggeführten Nadelkranz mit der Lauffläche eine selbsthaltende Einheit.
Man setzt sie vor allem bei Gehäusebohrungen ein, die nicht den Anforderungen einer Lauffläche entsprechen. Die Büchsen werden bevorzugt bei Wellenenden eingebaut. Sie ermöglichen eine kostengünstige Ausführung der Gehäusebohrung.

EIGENSCHAFTEN VON NADELLAGERN

  • Sehr hohe radiale Tragfähigkeit, da das Lager aus sehr vielen Wälzkörpern (Nadelrollen) besteht, die die Kraft optimal verteilen.
  • Sehr geringer Bauraum generell, der bei Laufflächengüte von Gehäusebohrung und Welle sogar nur den Durchmesser der Nadelrolle beträgt.
  • Sehr hohe Steifigkeit der Lagerung, die ebenfalls der hohen Anzahl der Wälzkörper geschuldet ist.