Nadellager Massiv
Nadellager Massiv sind die schlanken Rollenlager mit nadelförmigen Wälzkörpern – optimal für hohe Radiallasten bei minimalem Bauraum. HUG führt Nadellager-Massivbauformen von INA, NTN und NKE in den Reihen NK, NA, NKI, NKIS, RNA, RNAO, NAO und NKS, mit und ohne Innenring, ab Lager.Zu Ihrem Experten für Nadellager Massiv
Andreas Selwitschka
Inhalt im Überblick
Mit oder ohne Innenring?
Kurz: Mit Innenring (NKI, NAO) bringt das Lager seine eigene gehärtete Laufbahn mit – ideal für unhärtbare Wellen und einfache Montage. Ohne Innenring (NK, NA, RNA) wirkt die Welle selbst als Laufbahn und muss gehärtet und geschliffen sein (58–64 HRC).
Die Grundsatzentscheidung betrifft den Innenring:- Mit Innenring (NKI, NKIS, NAO, RNAO): das komplette Lager mit eigenem gehärteten Innenring – für unhärtbare Wellen und einfache Montage.
- Ohne Innenring (NK, NA, RNA, NKS): die Welle selbst ist die Laufbahn – das setzt eine gehärtete, geschliffene Welle (58–64 HRC) voraus, baut dafür kompakter und günstiger.
Reihen-Übersicht
Kurz: Die NK-Reihe baut am kompaktesten (ohne Innenring), die NA-Reihe trägt mehr, die NKI-Reihe bringt den Innenring mit. RNA/RNAO und NKS sind Sonderbauformen für besondere Anschlussgeometrien.
HUG führt die gängigen Nadellager-Reihen:- NK-Reihe (ohne Innenring): kompakte Bauform mit minimaler Wandstärke.
- NA-Reihe (ohne Innenring): breitere Ausführung mit höherer Tragfähigkeit.
- NKI- und NKIS-Reihe (mit Innenring): Standard bzw. Sonderbauform für Wellen ohne gehärtete Laufbahn.
- NAO- und RNA/RNAO-Reihe: mit modifizierter Außenring-Gestaltung bzw. ohne Bord für besondere Anschlussgeometrien.
- NKS-Reihe: Sonderausführung mit angepasstem Bord- oder Käfigaufbau.
Nadellager Massiv oder Nadelkranz?
Kurz: Das Nadellager Massiv hat einen eigenen Außenring (und optional Innenring) und baut direkt ins Gehäuse – die Welle muss nicht gehärtet sein. Der Nadelkranz ist nur der Käfig mit Nadeln; Welle und Gehäuse wirken direkt als Laufbahnen und müssen gehärtet und geschliffen sein.
Die Wahl richtet sich nach den vorhandenen Laufbahnen:- Nadellager Massiv: komplettes Lager mit Außenring – direkter Einbau ins Gehäuse, die Welle braucht keine eigene Härtung (mit Innenring).
- Nadelkranz: nur Käfig mit Nadelrollen – Welle und Gehäuse sind selbst die Laufbahnen und müssen gehärtet sowie geschliffen sein.
Anwendung, Schmierung und Auswahl
Kurz: Nadellager sitzen in Getrieben, Hydraulikpumpen und Walzenlagerungen, wo hohe Radiallast auf kleinen Bauraum trifft. Geschmiert wird meist mit Fett, bei hohen Drehzahlen im Ölbad. Die Lagerluft (CN/C3) richtet sich nach der Betriebstemperatur.
Typische Einsätze sind Automotive-Schaltgetriebe, Hydraulikpumpen und -motoren, Textil-, Druck- und Verpackungsmaschinen sowie Kompressoren – überall dort, wo hohe Radiallast bei minimalem Bauraum gefragt ist. Die Schmierung erfolgt meist mit Wälzlagerfett, bei höheren Drehzahlen im Ölbad; ergänzende Wellendichtringe schützen die Lagerstelle vor Schmutz und Mediumaustritt.FAQ zu Nadellagern Massiv
- Was ist ein Nadellager? Ein Nadellager ist ein Rollenlager mit langen, dünnen nadelförmigen Wälzkörpern. Es nimmt hohe Radiallasten auf, baut dabei aber nur etwa halb so hoch wie ein Kugellager – ideal, wo der Bauraum knapp ist. Die Massivausführung hat einen eigenen Außenring und optional einen Innenring.
- NK oder NKI – mit oder ohne Innenring? NK (ohne Innenring), wenn die Welle gehärtet (≥ 58 HRC) und geschliffen ist – die Welle ist dann selbst die Laufbahn. NKI (mit Innenring), wenn die Welle weicher oder rauer ist – das Lager bringt seine eigene Laufbahn mit. Industriestandard mit gehärteten Wellen spricht für NK, Reparatur und Sondermaschinen für NKI.
- Nadellager oder Rillenkugellager – wann was? Das Nadellager bei hoher Radiallast und kleinem Bauraum (etwa halbe Bauhöhe). Das Rillenkugellager bei höherer Drehzahl, niedrigem Reibmoment und Axiallastanteil. Faustregel: unter 5.000 U/min mit knappem Bauraum das Nadellager, darüber oder bei Mehrkomponentenlast das Kugellager.
- Welche Lagerluft brauche ich? CN (Standard) für die meisten Anwendungen ohne starke Temperaturunterschiede. C3 (vergrößertes Spiel) bei Betriebstemperaturen über 80 °C oder bei Welle und Gehäuse aus Werkstoffen mit unterschiedlicher Wärmedehnung. Standard-Maschinenbau und Getriebe nehmen CN, Hochtemperatur und Ölumlaufschmierung C3.
- Wie genau muss die Welle für ein Nadellager sein? Bei der NK-Reihe ohne Innenring: Härte 58–64 HRC, Toleranz h6, Rauheit Ra ≤ 0,2 µm. Bei NKI mit Innenring genügt h7, weil der Innenring die Laufbahn übernimmt. Eine schlecht gefertigte Welle verkürzt die Lebensdauer drastisch – dann lieber die NKI-Variante wählen.
- Wie verhindere ich einen Käfigbruch? Die Hauptursachen sind Kantenpressung durch schief montiertes Lager und zu hohe Vibration. Daher mit dem Pressdorn nur auf den richtigen Ring drücken (nie auf den Käfig), beim Aufschrumpfen gleichmäßig auf maximal 120 °C erwärmen und Stoßbelastungen vermeiden – bei Bedarf eine Ausführung mit verstärktem Stahlkäfig wählen.
- Welche Marken führt HUG bei Nadellagern Massiv? HUG führt Nadellager Massiv von INA, NTN und NKE in den Reihen NK, NA, NKI, NKIS, RNA, RNAO, NAO und NKS – mit und ohne Innenring für alle Einbausituationen.
Nadellager Massiv bei HUG – INA, NTN und NKE ab Lager
HUG Technik und Sicherheit führt Nadellager Massiv von INA, NTN und NKE in den Reihen NK, NA, NKI, NKIS, RNA, RNAO, NAO und NKS – mit und ohne Innenring für alle Einbausituationen. Passend dazu finden Sie im Sortiment:- Nadelkränze – nur Käfig mit Nadeln für gehärtete Welle-Gehäuse-Laufbahnen.
- Wälzlagerfett – für die Erst- und Nachschmierung.
- Wellendichtringe – zum Schutz der Lagerstelle.
