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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Nadelkränze

Nadelkränze sind die kompakteste Nadellager-Bauform – ein Käfig mit eingelegten Nadelrollen, ohne eigenen Innen- oder Außenring. Damit sparen sie radialen Bauraum gegenüber Vollnadellagern und eignen sich für hohe Drehzahlen. HUG führt die K-Serie von INA, NTN und ZEN mit über 390 Modellen in Wellendurchmessern 3 bis 240 mm ab Lager.

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Erwin Küfner

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Erwin Küfner

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Aufbau und Vorteil

Kurz: Ein Nadelkranz besteht nur aus Käfig und Nadelrollen – ohne eigene Ringe. Die Welle wirkt direkt als Innenring-Laufbahn, das Gehäuse als Außenring-Laufbahn. Dadurch baut der Nadelkranz nur so dick wie die Nadelrollen selbst und spart maximalen radialen Bauraum.

Der Nadelkranz – auch Nadelkäfig genannt – besteht aus zwei Komponenten:
  • Käfig: hält die Nadelrollen in gleichmäßigem Abstand und definierter Position.
  • Nadelrollen: schlanke zylindrische Wälzkörper – im Gegensatz zu den Kugeln im Rillenkugellager.
Der entscheidende Vorteil ist das Fehlen eigener Laufringe: Die Welle wirkt direkt als Innenring-Laufbahn, das Gehäuse als Außenring-Laufbahn. Dadurch ist der radiale Bauraum minimal – ein Nadelkranz baut nur so dick wie die Nadelrollen. Das macht ihn zur ersten Wahl, wo der Bauraum für ein Vollnadellager nicht ausreicht und gleichzeitig hohe Drehzahlen gefragt sind.

K-Serie nach Wellendurchmesser

Kurz: Die Bezeichnung K folgt dem Wellendurchmesser – von K3 (3 mm, Feinmechanik) bis K100+ (bis 240 mm, Großmaschinenbau). Der Zusatz -TV kennzeichnet den reibungsärmeren Polyamid-Käfig für höhere Drehzahlen.

Die K-Nummer entspricht dem Wellendurchmesser in Millimetern:
SerieWellen-ØTypischer Einsatz
K3–K93–9 mmFeinmechanik, Modellbau
K10–K2910–29 mmAntriebstechnik, Kleingetriebe
K30–K5930–59 mmMaschinen- und Anlagenbau
K60–K9960–99 mmSchwerlast-Anwendungen
K100–K999100–240 mmGroßmaschinenbau, Walzwerke
Der häufige Zusatz -TV kennzeichnet den Massivkäfig aus glasfaserverstärktem Polyamid 66 – leichter und reibungsärmer als ein Stahlkäfig und damit für höhere Grenzdrehzahlen geeignet. Stahlkäfige bleiben die Wahl bei hohen Temperaturen über 120 °C.

Einsatz, Welle und Schmierung

Kurz: Nadelkränze brauchen eine gehärtete und geschliffene Welle (58–64 HRC) als Laufbahn, sonst verschleißt sie zu schnell. Ist die Welle nicht härtbar, läuft der Nadelkranz auf einem separaten Innenring. Geschmiert wird mit Fett oder im Ölbad.

Die Voraussetzung für den direkten Einsatz ist eine gehärtete, geschliffene Wellenlaufbahn (typisch 58–64 HRC) – Standard-Wellenstahl ohne Härtung verschleißt unter den Nadelrollen zu schnell. Lässt sich die Welle aus Kosten- oder Fertigungsgründen nicht härten, kombiniert man den Nadelkranz mit einem separaten Innenring, der die gehärtete Laufbahn mitbringt. Die Schmierung erfolgt meist mit periodischer Fettschmierung oder im Ölbad über das umgebende Gehäuse; passendes Wälzlagerfett gehört zur Erstbefüllung. Eingesetzt werden Nadelkränze in beengten Antrieben, Kleingetrieben, Pumpen und überall dort, wo viele Lagerstellen ein geringes Lagergewicht verlangen.

Abgrenzung zu anderen Bauformen

Kurz: Der Nadelkranz ist nur Käfig plus Nadeln – Welle und Gehäuse sind die Laufbahnen. Das Vollnadellager (Nadellager Massiv) bringt eigene Ringe mit und braucht keine gehärtete Welle. Das Rillenkugellager baut höher und trägt pro Bauraum weniger.

Die Wahl hängt von den vorhandenen Laufbahnen ab:
  • Nadelkranz: nur Käfig mit Nadeln – setzt gehärtete Welle und Gehäuse voraus, baut am kompaktesten.
  • Nadellager Massiv: mit eigenem Außenring (und optional Innenring) – braucht keine gehärtete Welle, trägt höhere Lasten.
  • Rillenkugellager: größere Bauhöhe, geringere Tragfähigkeit pro Bauraum, dafür auch axial belastbar.
Das gesamte Zubehör rund um die Lagerstelle – Hülsen, Muttern, Scheiben und Ringe – bündelt die Kategorie Wälzlager-Zubehör.

FAQ zu Nadelkränzen

  • Was ist ein Nadelkranz? Ein Nadelkranz ist ein Käfig mit eingelegten Nadelrollen, aber ohne eigenen Innen- und Außenring. Die Welle und das Gehäuse wirken direkt als Laufbahnen. Dadurch baut er extrem kompakt – nur so dick wie die Nadelrollen – und eignet sich für hohe Radiallasten bei minimalem Bauraum.
  • Nadelkranz oder Nadellager Massiv – was ist der Unterschied? Der Nadelkranz hat keine eigenen Ringe und setzt eine gehärtete, geschliffene Welle (58–64 HRC) voraus – er baut am kompaktesten. Das Nadellager Massiv bringt einen eigenen Außenring (und optional Innenring) mit und läuft auch auf ungehärteten Wellen. Faustregel: gehärtete Welle und knapper Bauraum → Nadelkranz, sonst Nadellager Massiv.
  • Was bedeutet der Zusatz -TV? -TV kennzeichnet den Massivkäfig aus glasfaserverstärktem Polyamid 66. Dieser Kunststoffkäfig ist leichter und reibungsärmer als ein Stahlblechkäfig und erlaubt höhere Grenzdrehzahlen. Bei Temperaturen über 120 °C oder aggressiven Medien bleibt der Stahlkäfig die richtige Wahl.
  • Muss die Welle gehärtet sein? Ja, beim direkten Einsatz ohne Innenring braucht die Welle eine gehärtete und geschliffene Laufbahn von 58–64 HRC mit feiner Oberfläche (Ra ≤ 0,2 µm). Ungehärteter Stahl wird von den Nadelrollen schnell zerstört. Ist die Welle nicht härtbar, setzt man einen separaten Innenring ein.
  • Ein- oder zweireihig? Einreihige Nadelkränze sind der Standard für normale Radiallasten. Zweireihige Ausführungen verdoppeln die Tragzahl und nehmen bei gleichem Durchmesser höhere Lasten oder Kippmomente auf – sinnvoll bei breiten Lagerstellen und hoher Belastung. Die Reihenzahl steht in der Lagerbezeichnung.
  • Wie schmiere ich Nadelkränze richtig? Mit Wälzlagerfett bei der Erstmontage füllen und je nach Belastung periodisch nachschmieren, oder im Ölbad über das Gehäuse versorgen. Wichtig ist, dass das Schmiermittel den Nadelkranz vollständig benetzt – Mangelschmierung führt zu Verschleiß und Käfigbruch. Bei hohen Drehzahlen Ölschmierung bevorzugen.
  • Welche Marken führt HUG bei Nadelkränzen? HUG führt die K-Serie von INA, NTN und ZEN mit über 390 Modellen in Wellendurchmessern 3 bis 240 mm – mit Stahlkäfig oder Polyamid-Käfig (-TV), ein- und zweireihig, für Temperaturen von −20 bis +150 °C.

Nadelkränze bei HUG – INA, NTN und ZEN ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt Nadelkränze (K-Serie) von INA, NTN und ZEN in Wellendurchmessern 3 bis 240 mm – mit Stahlkäfig oder Polyamid-Käfig (-TV-Variante) für hohe Drehzahlen, ein- und zweireihig. Passend dazu finden Sie im Sortiment:
  • Innenringe – separate gehärtete Laufbahn für ungehärtete Wellen.
  • Nadellager Massiv – die Bauform mit eigenem Außenring für höhere Lasten.
  • Wälzlager-Zubehör – Hülsen, Muttern, Scheiben und Ringe rund um die Lagerstelle.
Was HUG ausmacht: ein tiefes Wälzlagersortiment und Beratung zur passenden Nadelkranz-Größe und Käfigausführung. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.