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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Innenringe

Innenringe der Bauform IR sind separate, gehärtete Lagerringe für Nadellager – sie bilden die Laufbahn für die Nadelrollen, wenn die Welle selbst nicht als Lauffläche taugt (weil sie nicht gehärtet ist oder eine breitere Laufbahn für axialen Versatz braucht). HUG führt IR-Innenringe von NTN in rund 495 Varianten aus gehärtetem Wälzlagerstahl ab Lager.
Andreas Selwitschka

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Andreas Selwitschka

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Funktion und Einsatzgründe

Kurz: Der IR-Innenring wird auf die Welle aufgepresst und bildet die gehärtete, geschliffene Laufbahn für die Nadelrollen. Er kommt zum Einsatz bei ungehärteten Wellen, bei axialem Wellenversatz und als Reparaturlösung an verschlissenen Wellen.

Der Innenring übernimmt die Laufbahn-Funktion, die sonst die Welle leisten müsste:
  • Separate Laufbahn: Der IR-Ring wird auf die Welle aufgepresst und bildet die gehärtete Lauffläche für die Nadelrollen.
  • Feinbearbeitete Oberfläche: geschliffene Laufbahnen für ein definiertes, ruhiges Laufverhalten.
  • Standard für Nadellager: in Kombination mit Nadelkränzen, Nadelhülsen und kompletten Nadellagern.
Drei Gründe sprechen für einen separaten Innenring: eine ungehärtete Welle (aus Kosten- oder Fertigungsgründen nicht härtbar), axialer Wellenversatz (eine breitere Ausführung lässt die Nadeln bei Wärmedehnung axial wandern) und die Reparatur – ein neuer Innenring schafft eine frische Lauffläche, ohne die Welle neu härten zu müssen. Direkt auf der gehärteten Welle läuft dagegen der Nadelkranz ohne eigenen Ring.

Baugrößen

Kurz: Die Bohrungsdurchmesser reichen von 5 bis 380 mm, die Außendurchmesser von 8 bis 415 mm, die Breiten von 10 bis 100 mm. Breitausführungen erlauben axialen Versatz. Die Bezeichnung folgt dem Schema IR Bohrung × Außen × Breite.

Das Größenspektrum deckt von der Feinmechanik bis zur Großanlage alles ab:
MaßBereichBeispiel-Bezeichnung
Bohrungsdurchmesser5–380 mmIR 10×14×12 (klein)
Außendurchmesser8–415 mmIR 100×110×30 (mittel)
Breite10–100 mmIR 120×135×45 (groß)
Die Bezeichnung IR 10×14×12 nennt der Reihe nach Bohrungsdurchmesser, Außendurchmesser und Breite in Millimetern. Standardbreiten sitzen fest, Breitausführungen lassen die Nadeln axial wandern – wichtig bei Wärmedehnung oder Toleranzausgleich.

Ausstattungsvarianten und Lagerluft

Kurz: Innenringe gibt es mit oder ohne Schmierbohrungen und mit Standard- oder C3-Lagerluft. Schmierbohrungen erlauben die Nachschmierung durch die Welle, C3 die größere Lagerluft bei Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse.

Die Ausstattung richtet sich nach Schmierung und Temperatur:
  • Mit oder ohne Schmierbohrungen: Bohrungen führen das Öl von innen zur Lauffläche – nötig bei Umlauf- oder Tropfschmierung, verzichtbar bei Lebensdauer-Fettung.
  • Lagerluft Standard (CN) oder C3: C3 mit vergrößertem Spiel bei Wärmeentwicklung und Temperaturdifferenzen.
  • Werkstoff: gehärteter Wälzlagerstahl mit feinbearbeiteten oder geschliffenen Laufbahnen.
Im Zweifel die Variante mit Schmierbohrungen wählen – sie lassen sich später nicht mehr nachträglich einbringen. Den passenden Nadelkranz und alle weiteren Komponenten führt das Wälzlager-Zubehör.

Auswahl und Einsatzgebiete

Kurz: Innenring-Bezeichnung passend zum Nadellager wählen, Bohrung mit Übermaß-Passung (k5/m5) auf die Welle, Breite nach Versatzbedarf, Schmierung und Lagerluft nach Betrieb. Eingesetzt werden Innenringe im Getriebe-, Pumpen- und Motorenbau.

Bei der Auswahl zählen die zum Nadellager passende Innenring-Bezeichnung aus dem Herstellerkatalog, der Wellendurchmesser mit Übermaß-Passung (k5 oder m5, damit der Ring fest sitzt und nicht mitdreht), die Breite (Standard bei fester Lage, Breitausführung für axialen Versatz) sowie Schmierung und Lagerluft nach Betriebsbedingungen. Typische Einsatzgebiete sind der Getriebebau auf Vorgelege- und Zwischenwellen, der Pumpen- und Motorenbau mit ungehärteten Wellen, Landwirtschafts- und Baumaschinen (Reparatur statt Wellentausch) sowie Nockenwellen- und Ausgleichswellenlagerungen im Motorenbau. Die komplette Bauform mit eigenem Außenring liefert das Nadellager Massiv.

FAQ zu Innenringen

  • Was ist ein IR-Innenring? Ein IR-Innenring ist ein separater, gehärteter Lagerring, der auf die Welle aufgepresst wird und die Laufbahn für die Nadelrollen bildet. Er kommt zum Einsatz, wenn die Welle selbst keine geeignete Laufbahn bietet – etwa weil sie nicht gehärtet ist oder eine breitere Lauffläche für axialen Versatz benötigt wird.
  • Wann brauche ich einen separaten Innenring? Drei Hauptgründe: wenn die Welle nicht gehärtet ist (Stahl unter 58 HRC würde von den Nadeln zerstört), bei axialem Wellenversatz durch Wärmedehnung (breitere Innenringe lassen die Verschiebung zu) und als Reparaturlösung – die verschlissene Welle bleibt drin, der neue Innenring schafft eine frische Lauffläche.
  • Welche Passung Innenring auf Welle? Übermaß-Passung k5 oder m5 ist Standard – der Ring sitzt fest und dreht sich nicht mit. Bei 25 mm Innendurchmesser bedeutet das etwa 0,002–0,011 mm Übermaß. Die Welle muss exakt zylindrisch und auf Maß sein. Montiert wird mit Hydraulikpresse oder durch Erwärmen des Rings (max. 120 °C) – von Hand auspressen geht nicht.
  • Brauche ich Schmierbohrungen? Ja, wenn das Nadellager über die Welle hindurch geschmiert wird (Umlauf- oder Tropfschmierung) – die Bohrungen führen das Öl von innen zur Lauffläche. Ohne Bohrungen bei Lebensdauer-Fettung, die einmal gefüllt das ganze Leben hält. Im Zweifel mit Bohrungen wählen, denn schließen lassen sie sich später nicht.
  • Welche Lagerluft – Standard oder C3? Standard-Lagerluft (CN) für Normaltemperaturen und gleichmäßige Belastung. C3 (vergrößertes Spiel) bei Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse – wird die Welle heißer, dehnt sie sich stärker aus und das Lagerspiel verengt sich. C3 verhindert dann Klemmen. Faustregel: bei Temperaturdifferenzen über 30 °C C3 wählen.
  • Wie tausche ich verschlissene Innenringe? Den Ring vorsichtig anwärmen oder mit Abziehvorrichtung lösen – dabei nie auf den Außenring oder die Nadeln schlagen, die werden zerstört. Nach dem Ausbau die Welle auf Verschleiß prüfen (Riefen, Maßdifferenz); ist sie beschädigt, vor dem neuen Innenring nachbearbeiten oder eine Wellenschutzhülse einsetzen. Den neuen Ring per Pressdorn oder Erwärmung montieren.
  • Welche Marke führt HUG bei Innenringen? HUG führt IR-Innenringe von NTN in rund 495 Varianten aus gehärtetem Wälzlagerstahl – mit Bohrungen von 5 bis 380 mm, mit oder ohne Schmierbohrungen, in Standard- und Breitausführung sowie mit Lagerluft C3 für temperaturbelastete Anwendungen.

Innenringe bei HUG – NTN ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt IR-Innenringe von NTN in rund 495 Varianten aus gehärtetem Wälzlagerstahl – mit Bohrungen von 5 bis 380 mm, mit oder ohne Schmierbohrungen, in Standard- und Breitausführung sowie mit Lagerluft C3. Passend dazu finden Sie im Sortiment: Was HUG ausmacht: ein tiefes Wälzlagersortiment und Beratung zur Auswahl des passenden Innenrings für Ihre Nadellager-Anwendung. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.