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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Rändelschrauben

Rändelschrauben sind das Bedienelement für werkzeuglose Schraub­verbindungen an Maschinen, Vorrichtungen und Messtechnik – griffiger Kopf mit Rändelung, lösbar ohne Schrauben­schlüssel. HUG führt das Sortiment von KIPP® in hoher Form (DIN 464), niedriger Form (DIN 653) und mit Kunststoff-Körper.
Andreas Selwitschka

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Andreas Selwitschka

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Wann eine Rändelschraube?

Rändelschrauben sind die richtige Wahl, wenn eine Schraub­verbindung häufig gelöst wird und kein Werkzeug zur Verfügung stehen soll:
  • Schutzhauben und Verkleidungen – schnelles Öffnen für Wartung
  • Justier- und Einstell­arbeiten – Feinabstimmung ohne Schraubenzieher
  • Vorrichtungs­bau – Werkstück­wechsel mit minimalem Zeit­aufwand
  • Messgeräte und Labor­technik – präzise manuelle Bedienung
  • Mobile Geräte – Demontage ohne mitzuführendes Werkzeug

DIN-Normen und Bauformen

  • DIN 464 – Rändelschrauben, hohe Form: Höherer Kopf, bessere Griffigkeit – Standard für häufig betätigte Anwendungen
  • DIN 653 – Rändelschrauben, niedrige Form: Flacher Kopf, geringer Bauraum – kompakt im Sichtbereich
  • Mit Kunststoff-Griffteil: Duroplast oder Thermoplast auf Stahl-Gewinde – ergonomischer, isolierend
  • Mit glattem Bund: Definiertes Anschlagmaß am Werkstück
  • ESD-antistatisch: Für Elektronik­fertigung und ESD-Arbeits­plätze

Werkstoffe

  • Automatenstahl (1.0718): Standard-Stahl, brüniert oder verzinkt – für trockene Innenraum-Anwendungen
  • Edelstahl (1.4305 oder 1.4404): Korrosions­frei – für Lebensmittel, Chemie, feuchte Bereiche
  • Duroplast (PF 31, schwarz): Hart, formstabil, klassisches Maschinen­bau-Optik
  • Thermoplast mit Stahl­kern: Ergonomisch, leicht
  • Messing: Sonder­anwendungen mit dekorativer Optik

Gewinde­größen

Rändelschrauben gibt es typischerweise im Gewinde­bereich M3 bis M6 – für größere Drehmomente werden statt Rändelschrauben Sterngriffe, Dreisterngriffe oder Kreuzgriffe verwendet. Die genauen Gewinde­längen und Bund­durchmesser stehen im KIPP-Datenblatt.

Auswahlkriterien

  • Drehmoment­bedarf: Rändel­schrauben sind für manuelle Handkraft ausgelegt – typisch bis 1–3 Nm. Für höhere Werte ergonomische Griffe wählen
  • Bauraum: Hohe Form (DIN 464) bei ausreichend Platz, niedrige Form (DIN 653) bei beengten Verhältnissen
  • Bedienhäufigkeit: Hohe Form bei täglichem Betätigen, niedrige Form bei gelegentlichem Einsatz
  • Umgebung: Edelstahl bei Feuchte, Duroplast bei elektrischer Isolation, ESD bei Elektronik­fertigung
  • Sichtbarkeit: Dunkle Duroplast-Modelle für klassischen Maschinen­bau, Edelstahl­varianten für Sicht­armaturen

Typische Anwendungen

  • Messgeräte und Labor­instrumente: Fixierung von Mess­sonden und Aufbauten
  • Vorrichtungs­bau: Schnellwechsel von Anschlägen und Positionier­elementen
  • Schutzhauben an Maschinen: Öffnen ohne Schrauben­schlüssel für Wartung
  • Messe- und Ausstellungs­bau: Werkzeug­los demontierbare Stand­konstruktionen
  • Elektronik­fertigung: ESD-Varianten an empfindlichen Baugruppen

Pflege und Austausch

  • Gewinde regelmäßig säubern – Schmutz im Gewindegang erhöht den Drehmoment­bedarf
  • Gelegentlich ölen mit einem leichten Gewindeöl aus Trenn- und Montagemittel
  • Kunststoff-Griffteile nicht mit Lösungs­mitteln reinigen – bleibt unbeschadet bei lauwarmem Wasser und Seife
  • Bei ausgeschlagenem Gewinde Austausch durch identisches Modell, Gewinde­größe unbedingt einhalten

Ergänzende Bedien­elemente

FAQ – häufige Fragen zu Rändelschrauben

  • DIN 464 oder DIN 653? Hohe Form (DIN 464) bei häufigem Betätigen – besserer Halt der Finger am hohen Rändelkopf. Niedrige Form (DIN 653) bei beengten Einbau­räumen oder wo der Schrauben­kopf nicht überstehen darf. Für maximale Griffigkeit bei gleich­zeitig kompaktem Kopf sind Kunststoff-Varianten eine Alternative.
  • Welche Handkraft erreiche ich? Mit Rändel­schrauben M3–M6 sind typisch 1–3 Nm manuell möglich. Für höhere Werte unbedingt Sterngriffe oder Kreuzgriffe wählen – sonst rutscht der Finger am Rändel ab und der Hebel ist zu kurz.
  • Edelstahl oder verzinkt? Edelstahl in feuchter, chemisch belasteter oder lebensmittel­naher Umgebung. Verzinkt als Standard im trockenen Innenraum. Für Sicht­anwendungen mit hochwertiger Optik oft Messing oder Edelstahl blank.
  • ESD-Varianten – wann? In Elektronik­fertigung mit ESD-Schutzkonzept. Die antistatischen Rändel­schrauben leiten statische Aufladung ab und verhindern, dass empfindliche Bauteile beim Bedienen geschädigt werden. Der ESD-Arbeitsplatz braucht neben den Schrauben auch leitfähige Bodenbeläge und Armbänder.
  • Kann ich Rändelschrauben per Werkzeug anziehen? Der Rändelkopf bietet keinen Werkzeug­ansatz. Für höhere Drehmomente sind Rändel­schrauben nicht ausgelegt – dann Standard­schraube mit Schrauben­schlüssel oder eine Griffschraube mit Werkzeug­ansatz wählen.

Rändelschrauben bei HUG

HUG Technik und Sicherheit führt Rändel­schrauben von KIPP® – in hoher Form (DIN 464), niedriger Form (DIN 653) und mit Kunststoff-Griffteil, aus Automatenstahl, Edelstahl, Duroplast und Thermoplast. Gewinde M3 bis M6, auch als ESD-antistatische Variante für Elektronik­arbeits­plätze. Passend dazu finden Sie die Kategorie Griffmuttern. Bei Fragen zur passenden Bauform berät Sie das HUG-Team – Bestellungen bis 16 Uhr gehen noch am selben Tag in den Versand.