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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Rändelmuttern

Rändelmuttern sind das Gegenstück zur Rändel­schraube oder zum Gewinde­bolzen – griffige Mutter mit gerändeltem Mantel, lösbar ohne Schrauben­schlüssel. HUG führt das Sortiment von KIPP® in hoher Form (DIN 466), flacher Form (DIN 467) und mit Nutloch (DIN 6303).
Andreas Selwitschka

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Andreas Selwitschka

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Wann eine Rändelmutter?

Rändelmuttern stehen auf einem Gewinde­bolzen und werden per Hand festgezogen – Werkzeug nicht nötig. Klassische Anwendungen:
  • Schutzhauben und Verkleidungen mit herausstehendem Gewinde­bolzen
  • Kabel­durchführungen und Klemm­verbindungen
  • Vorrichtungs­bau mit Stehbolzen als Spann­element
  • Messtechnik und Labor – Schnellwechsel von Komponenten
  • Elektro­installationen – Erdungs­bolzen, Kabel­schuh-Befestigung

DIN-Normen und Bauformen

  • DIN 466 – hohe Form: Hoher, griffiger Mantel – klassische Rändel­mutter für häufige Betätigung
  • DIN 467 – flache Form: Niedrige Bauform – für beengte Einbau­räume und Sicht­anwendungen
  • DIN 6303 – mit Nutloch (Form A/B): Zusätzlich Stirn­bohrungen für Haken­schlüssel – höhere Anziehmomente möglich
  • Mit Schnellspann­funktion: Halbseitig bearbeitetes Gewinde – aufschiebbar, dann per Rändelung festziehen (KIPP-Sonder­ausführung)

Werkstoffe

  • Automatenstahl, brüniert: Standard-Stahl, schwarz brüniert – klassische Maschinen­bau-Optik
  • Edelstahl (1.4305 oder ähnlich): Korrosions­beständig – Lebensmittel, feuchte Bereiche, Laborumgebung
  • Polyamid (Kunststoff, verstärkt): Isolierend, leicht – Elektrotechnik, Isolations­anwendungen
  • Thermoplast mit Stahl­gewinde: Ergonomischer Griff­teil, metallisches Gewinde für Festigkeit
  • Messing: Dekorative Anwendungen, gute Korrosions­beständigkeit

Gewinde­größen

Rändelmuttern gibt es typischerweise im Gewinde­bereich M2 bis M10 (DIN-Standard). Größere Gewinde erfordern höheres Drehmoment und damit meist Griffmuttern oder Flügelmuttern statt Rändel­muttern.

Auswahlkriterien

  • Drehmoment­bedarf: Rändel­muttern bis ca. 3 Nm manuell; bei DIN 6303 mit Haken­schlüssel höher
  • Bauraum: Hohe Form (DIN 466) für Griffigkeit, flache Form (DIN 467) für beengten Einbau
  • Umgebung: Automatenstahl für Innenraum, Edelstahl für Feuchte, Polyamid für Isolation
  • Bedienhäufigkeit: Hohe Form bei mehrmals täglichem Betätigen – weniger Ermüdung am Finger
  • Optik: Brünierte Ausführung klassisch, Edelstahl­blank bei Sicht­armaturen

Typische Anwendungen

  • Laborgerät und Messtechnik: Aufbauten auf Optik­bänken, Mess­ständen
  • Vorrichtungs­bau: Gegenstück zu Stehbolzen in Spann­vorrichtungen
  • Elektro­installation: Kabel­schuh-Befestigung an Erdungs- oder Anschluss­bolzen
  • Maschinenbau: Schutzhauben und demontierbare Verkleidungen
  • Fotografie und Video­technik: Stativ­kopplungen, Zubehör­befestigung (Polyamid-Varianten)

Pflege

  • Gewinde sauber halten – Schmutz im Gewindegang erhöht den Drehmoment­bedarf
  • Gelegentlich ölen mit leichtem Gewindeöl aus Trenn- und Montagemittel
  • Kunststoff-Muttern nicht mit aggressiven Reinigern behandeln
  • Bei ausgeschlagenem Gewinde ersetzen – identische DIN-Bauform und Gewinde­größe wählen

Ergänzende Bedien­elemente

FAQ – häufige Fragen zu Rändelmuttern

  • DIN 466, DIN 467 oder DIN 6303? DIN 466 (hoch) für häufige Bedienung, DIN 467 (flach) für beengte Einbau­räume. DIN 6303 mit Nutloch für höhere Anziehmomente per Haken­schlüssel – gut bei Präzisions­anwendungen, wo reine Handkraft nicht ausreicht.
  • Wie fest kann ich anziehen? Rändelmuttern M4–M8 in DIN 466 typisch bis ca. 2–3 Nm per Hand. DIN 6303 mit Haken­schlüssel 5–15 Nm je nach Gewinde. Für höhere Werte Griff- oder Flügel­muttern einsetzen.
  • Edelstahl oder brünierter Stahl? Edelstahl in feuchter, chemischer oder lebensmittel­naher Umgebung. Brünierter Automaten­stahl als klassischer Standard im trockenen Innenraum. Für Elektro-Isolation: Polyamid-Varianten.
  • Kann ich Rändel­muttern mit Rändel­schrauben kombinieren? Ja, das ist eine typische Kombination – Rändel­schraube als Gewinde­bolzen­ersatz und Rändel­mutter als Kontermutter oder Zweit­befestigung. Gewinde­größen müssen identisch sein.
  • Welche Vorspannung bleibt erhalten? Rändelmuttern haben keine Selbst­sicherung. Bei Vibration oder dynamischer Belastung können sie sich lösen. Gegenmittel: Schrauben­sicherungs­kleber aus der Kategorie Dicht- und Klebstoffe, Kontermutter oder Feder­scheibe darunter.

Rändelmuttern bei HUG

HUG Technik und Sicherheit führt Rändel­muttern von KIPP® – in hoher Form (DIN 466), flacher Form (DIN 467) und mit Nutloch (DIN 6303) aus Automaten­stahl, Edelstahl, Polyamid und Thermoplast. Gewinde M2 bis M10 (DIN-Standard), auch als Schnellspann­variante. Passend dazu finden Sie die Kategorie Griffschrauben. Bei Fragen zur passenden Bauform berät Sie das HUG-Team – Bestellungen bis 16 Uhr gehen noch am selben Tag in den Versand.