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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Bürsten

Industriebürsten sind die rotierenden Oberflächen-Werkzeuge für Winkelschleifer, Bohrmaschinen und Stabschleifer – zum Aufrauen, Entgraten, Entlacken, Entzundern, Mattieren und Reinigen von Metall-, Holz- und Steinoberflächen. HUG führt das Profi-Sortiment von PFERD und osborn mit 129 Varianten in Stahldraht, Edelstahl, Messing und Kunststoff ab Lager.
Andreas Selwitschka

Zu Ihrem Experten für Bürsten

Andreas Selwitschka

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Bauformen im Überblick

Die Topfbürste arbeitet großflächig am Winkelschleifer, die Rund- und Scheibenbürste an Kanten und Flächen, die Pinselbürste an Bohrungen und Nuten, die Kegelbürste an Schweißnähten, die Honbürste in Bohrungen und Zylindern.

Die Bauform bestimmt, wo und wie die Bürste arbeitet. Die Topfbürste mit ihrer becherförmigen Drahtanordnung sitzt am Winkelschleifer und bearbeitet große Flächen, etwa beim Entrosten von Blech. Rund- und Scheibenbürsten auf M14- oder 6-mm-Schaft kommen an Kanten und schmalen Flächen zum Einsatz, Pinselbürsten reichen in Bohrungen, Nuten und enge Stellen. Für Schweißnahtsäume gibt es die konische Kegelbürste, für die Reinigung von Bohrungen und Zylindern die flexible Honbürste mit Silicium-Carbid-Besatz.
  • Topfbürste: becherförmig für den Winkelschleifer – großflächige Bearbeitung.
  • Rund- und Scheibenbürste: für Kanten, schmale Flächen und das Mattieren.
  • Pinselbürste: für Bohrungen, Nuten und schwer zugängliche Stellen.
  • Kegel- und Honbürste: für Schweißnähte bzw. Bohrungs- und Zylinderreinigung.

Besatzmaterialien

Stahldraht ist der kraftvolle Standard für Stahl, Edelstahldraht Pflicht bei Edelstahl und Aluminium (kein Eisenübertrag), Messing schont weiche NE-Metalle. Die Drahtform – gewellt, gezogen oder gezopft – steuert die Aggressivität.

Das Besatzmaterial richtet sich nach dem Werkstoff, die Drahtform nach der Aggressivität:
  • Stahldraht (gezogen): Standard für Stahl-Grundwerkstoffe – kraftvoller Abtrag.
  • Stahldraht gewellt: weichere Bearbeitung, schont empfindliche Untergründe.
  • Stahldraht gezopft/geschränkt: höchste Aggressivität für harte Krusten, Zunder und Schweißschlacke.
  • Edelstahldraht: für Edelstahl- und Aluminiumverarbeitung – kein Eisenübertrag und damit kein Flugrost.
  • Messingdraht und Kunststoff: schonend für weiche NE-Metalle bzw. empfindliche Oberflächen ohne Abtrag.
Wer mit gewöhnlichem Stahldraht über Edelstahl bürstet, überträgt feine Eisenpartikel, die nach Wochen als Flugrost sichtbar werden – für Edelstahl gehört darum immer Edelstahldraht an die Bürste.

Anwendungen und Einsatzgebiete

Bürsten rauen für Verklebungen auf, entgraten gefräste Kanten, entlacken und entzundern Stahl, mattieren Edelstahl und reinigen Maschinenteile. Hauptfelder sind Schweißbau, Metallverarbeitung, Gussnachbearbeitung und Instandhaltung.

Die Aufgabe reicht vom Aufrauen als Vorbereitung für Verklebung und Beschichtung über das Entgraten gesägter und gefräster Kanten bis zum Entlacken, Entzundern, Mattieren und Reinigen. In der Praxis sitzen Bürsten vor allem im Schweißbau (Naht­nachbearbeitung und Entzundern vor dem Schweißen), in der Metallverarbeitung (Reinigung und Lackvorbereitung), in der Gussnachbearbeitung (Gussgrat und Formsand) und in der Instandhaltung (Rost- und Belagsentfernung). Für die anschließende chemische Reinigung führt HUG die passenden Reinigungsstoffe.

Auswahl, Drehzahl und Sicherheit

Auswahl nach Bearbeitungsziel, Werkstoff und Werkzeug. Entscheidend für die Sicherheit ist die zulässige Höchstdrehzahl auf der Bürste – sie darf nie überschritten werden, weil sonst Draht wegfliegt. Eine Schutzbrille ist bei jeder Bürstarbeit Pflicht.

Bei der Auswahl zählen das Bearbeitungsziel (gezopft für Abtrag, gewellt für Feinarbeit, Kunststoff für die Oberfläche), der Werkstoff (Stahl, Edelstahl oder NE-Metall) und das Werkzeug (Topf für den Winkelschleifer, Pinsel für die Bohrmaschine). Sicherheitskritisch ist die Drehzahl: Auf jeder Bürste ist die zulässige Höchstdrehzahl eingeprägt und mit der Werkzeugdrehzahl abzugleichen. Lieber eine Bürste mit höherer zulässiger Drehzahl wählen als die Maschine zu überlasten. Weil Drahtflug die häufigste Verletzungsquelle bei Bürstarbeiten ist, gehört eine Schutzbrille nach EN 166 zu jeder Anwendung. Für die spanende Feinbearbeitung ergänzen Frässtifte die Bürsten.

FAQ zu Industriebürsten

  • Stahldraht oder Edelstahldraht – was ist der Unterschied? Stahldraht ist die Standardwahl für Stahl – aggressiver Abtrag, günstig. Edelstahldraht gehört überall dorthin, wo ein Eisenübertrag stört: bei Edelstahl, Aluminium und in der Lebensmittelumgebung. Wer mit Stahldraht über Edelstahl bürstet, erzeugt nach Wochen Flugrost – für Edelstahl deshalb immer Edelstahldraht.
  • Gewellt, gezogen oder gezopft – welcher Drahttyp? Gezogener (gerader) Draht für die Standardreinigung mit moderater Aggressivität, gewellter Draht für die schonende Bearbeitung empfindlicher Untergründe, gezopfter (verseilter) Draht für den Schwerstabtrag bei Zunder, Schlacke und festem Rost. Faustregel: Je härter die Verschmutzung, desto eher gezopft.
  • Welche maximale Drehzahl darf ich nicht überschreiten? Die auf der Bürste eingeprägte Höchstdrehzahl ist einzuhalten – Topfbürsten für Winkelschleifer typisch 12.500 bis 15.000 U/min, Rundbürsten 25.000 und mehr. Eine Überschreitung führt zu Drahtflug und ist lebensgefährlich. Lieber eine Bürste mit höherer zulässiger Drehzahl wählen als die Maschine drosseln.
  • Topf-, Rund- oder Pinselbürste – welche für meine Anwendung? Die Topfbürste für die großflächige Bearbeitung mit dem Winkelschleifer, die Rund- oder Scheibenbürste für Kanten und schmale Flächen, die Pinselbürste für Bohrungen und Nuten. Die Kegelbürste ist auf Schweißnahtsäume spezialisiert.
  • Brauche ich für Bürstarbeit immer eine Schutzbrille? Ja, immer – auch bei kurzer Arbeit. Drahtflug ist die häufigste Werkstattverletzung bei Bürstarbeiten. Eine Schutzbrille nach EN 166 mit seitlichem Schutz oder besser eine Korbbrille ist Pflicht; Gehör- und Atemschutz kommen je nach Lärm und Staub dazu.
  • Was ist eine Honbürste? Eine flexible Bürste mit Silicium-Carbid-Besatz statt Draht – sie reinigt und entgratet Bohrungen und Zylinderlaufflächen, ohne die Maßhaltigkeit anzugreifen. Typischer Einsatz ist die Zylinderreinigung im Motorenbau und das Entgraten von Querbohrungen.
  • Welche Marken führt HUG bei Industriebürsten? HUG führt das Bürsten-Sortiment von PFERD und osborn – Topf-, Rund-, Pinsel-, Scheiben-, Kegel- und Honbürsten in Stahldraht, Edelstahl, Messing und Silicium-Carbid für alle Oberflächenaufgaben.

Bürsten bei HUG – PFERD und osborn ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt das Bürsten-Sortiment von PFERD und osborn – Topf-, Rund-, Pinsel-, Scheiben-, Kegel- und Honbürsten in Stahldraht, Edelstahl, Messing und Silicium-Carbid für alle Oberflächenaufgaben. Passend dazu finden Sie im Sortiment:
  • Frässtifte – für die präzise Metallzerspanung und das Entgraten.
  • Reinigungsstoffe – als chemische Ergänzung zur mechanischen Reinigung.
  • Schutzbrillen – Splitterschutz nach EN 166 für Bürstarbeiten.
Was HUG ausmacht: ein tiefes Oberflächensortiment und Beratung zur passenden Bauform und zum Besatzmaterial. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.