Spannlager-Gehäuse
Spannlager-Gehäuse – auch Y-Lagergehäuse genannt – sind die Einzelgehäuse für Y-Lager: das Gussgehäuse mit hohlkugeliger Aufnahmebohrung, in das Sie Ihr Spannlager selbst einbauen. Im Unterschied zu den fertigen Spannlager-Gehäuseeinheiten kaufen Sie hier nur das Gehäuse, ohne Lager. HUG führt Spannlager-Gehäuse von INA, SKF und ZEN in den sechs Bauformen HE, SFT, ST, TU, TUE und TUJ ab Lager.Inhalt im Überblick
Wann ein Gehäuse einzeln kaufen?
Kurz: Fertige Spannlager-Gehäuseeinheiten sind für Standardfälle am wirtschaftlichsten. Das separate Gehäuse lohnt sich bei Sonderlagern, in der Wartung mit reinem Lagertausch, bei Edelstahllager-Kombinationen und im Hochtemperaturbetrieb.
Fertige Spannlager-Gehäuseeinheiten (UCT, RHE, UKT) sind für die meisten Standardanwendungen die wirtschaftlichste Wahl – Lager und Gehäuse kommen werksseitig montiert. Das separate Spannlager-Gehäuse lohnt sich in diesen Fällen:- Sonderlager: ein Spezial-Y-Lager mit abweichender Spielklasse, Sonderdichtung oder besonderer Käfigausführung.
- Wartungsstrategie: bei Lagerverschleiß wird nur das Lager getauscht, das Gehäuse bleibt erhalten.
- Edelstahllager-Kombination: Hygiene-Anwendungen mit Edelstahl-Y-Lager im Kunststoff- oder Edelstahlgehäuse.
- Hochtemperatur: Sonderfett oder eine Hochtemperatur-Lagerausführung erfordert die separate Wahl von Lager und Gehäuse.
Die sechs Bauserien
Kurz: Die Serien decken Lagerbohrungen von 47 bis 110 mm ab. INA stellt HE, SFT und TUE, SKF die Take-up-Reihen TU und TUJ, ZEN die preisgünstige ST-Reihe. TUJ hat zusätzlich einen Befestigungsfuß.
HUG führt sechs Spannlager-Gehäuse-Serien:- HE-Serie (INA): GG.HE-Spannlagergehäuse für Lager mit Innendurchmesser 47–90 mm.
- SFT-Serie (INA): GG.SFT-Bauform für 47–72 mm Lagerbohrung – flachere Bauform.
- ST-Serie (ZEN): preisgünstige Spannlagergehäuse ST204–ST210.
- TU-Serie (SKF): Take-up-Spannlagergehäuse TU504–TU511 für 47–100 mm Lager.
- TUE-Serie (INA): GG.TUE-Bauform für 47–110 mm – das größte INA-Spektrum.
- TUJ-Serie (SKF): Variante zur TU-Reihe mit zusätzlichem Befestigungsfuß.
Hohlkugelige Aufnahme – das Prinzip
Kurz: Alle Spannlager-Gehäuse haben eine hohlkugelige Aufnahmebohrung, in die der kugelige Außenring des Y-Lagers gesetzt wird. So richtet sich das Lager selbst aus und gleicht Achsfluchtungsfehler von ±2 bis 5° aus.
Das Funktionsprinzip macht das Spannlager so montagefreundlich:- Selbstausrichtung: Das Y-Lager dreht sich in der Gehäusekalotte und kompensiert Achsfluchtungsfehler von ±2 bis 5° – ideal für Spannschlitten im Riementrieb.
- Werkstoff: Standard-Grauguss (INA, SKF) oder Kunststoff in den ZEN-Sonderformen.
- Befestigung: mit Befestigungsfuß (TUJ) oder als Einsatzgehäuse für den Spannschlitten (HE, SFT, TU, TUE).
Gehäuse oder fertige Einheit?
Kurz: Bei Standard-Y-Lagern in einfachen Bedingungen ist die fertige Einheit meist günstiger. Das separate Gehäuse lohnt erst bei Sonderlagern oder Wartungsfällen. Steh- und Flanschlager-Gehäuse sind die verwandten Bauformen für andere Einbaulagen.
Bei Standard-Y-Lagern in einfachen Betriebsbedingungen ist die fertige Spannlager-Gehäuseeinheit meist die wirtschaftlichere Wahl. Das separate Gehäuse lohnt sich erst bei Sonderlagern oder Wartungsfällen, in denen nur das Lager getauscht werden soll. Verwandte Bauformen sind das Stehlager-Gehäuse für die stehende Fußmontage und das Flanschlager-Gehäuse für die Wandbefestigung – beide ebenfalls als Einzelgehäuse und als fertige Einheit erhältlich.FAQ zu Spannlager-Gehäusen
- Was ist ein Spannlager-Gehäuse? Ein Spannlager-Gehäuse – auch Y-Lagergehäuse – ist der Gusskörper mit hohlkugeliger Aufnahmebohrung für ein Y-Lager, ohne Lager geliefert. Es sitzt typisch auf einem Spannschlitten im Riementrieb und erlaubt über Langlöcher die axiale Verschiebung zum Spannen des Riemens.
- Was bedeutet die hohlkugelige Aufnahmebohrung? Sie ist eine kugelige Kalotte, in die der ebenfalls kugelige Außenring des Y-Lagers gesetzt wird. Dadurch richtet sich das Lager selbst aus und gleicht Achsfluchtungsfehler von ±2 bis 5° aus, ohne dass das Gehäuse exakt fluchten muss.
- Welche Bauserie brauche ich? Nach Lagerbohrung und Bauhöhe: HE und TUE decken den größten Bereich (47–110 mm) ab, SFT baut flacher (47–72 mm), TU/TUJ sind die SKF-Take-up-Reihen. TUJ hat zusätzlich einen Befestigungsfuß, die übrigen sind Einsatzgehäuse.
- Mit oder ohne Befestigungsfuß? Mit Fuß (TUJ), wenn das Gehäuse direkt verschraubt wird. Ohne Fuß als Einsatzgehäuse (HE, SFT, TU, TUE), wenn es in einen Spannschlitten oder eine Aufnahme eingesetzt wird. Die Wahl richtet sich nach der Spannkonstruktion.
- Welches Lager passt in das Spannlager-Gehäuse? Ein Y-Lager (Rillenkugellager mit kugeligem Außenring) im passenden Außendurchmesser. Für Hygiene- und Nassbereiche kombiniert man das Gehäuse mit einem Niro-Rillen-Kugellager aus Edelstahl.
- Welcher Werkstoff? Standard ist Grauguss (INA, SKF) für mechanische Belastung und Schwingung. ZEN bietet preisgünstige und teils Kunststoff-Ausführungen. Für korrosive oder hygienische Umgebungen ist die Kunststoff- oder Edelstahlkombination sinnvoll.
- Gehäuse einzeln oder als Einheit? Für ein Standard-Y-Lager unter normalen Bedingungen ist die fertige Einheit fast immer wirtschaftlicher. Das Einzelgehäuse lohnt erst bei Sonderlagern, Edelstahlkombination oder wenn im Wartungsfall nur das Lager getauscht wird.
- Welche Marken führt HUG bei Spannlager-Gehäusen? HUG führt Spannlager-Gehäuse von INA, SKF und ZEN in den sechs Bauformen HE, SFT, ST, TU, TUE und TUJ – aus Grauguss und Kunststoff, für Lagerbohrungen von 47 bis 110 mm.
Spannlager-Gehäuse bei HUG – sechs Bauformen ab Lager
HUG Technik und Sicherheit führt Spannlager-Gehäuse von INA, SKF und ZEN in allen sechs Bauformen HE, SFT, ST, TU, TUE und TUJ – Grauguss und Kunststoff, für Lagerbohrungen von 47 bis 110 mm. Passend dazu finden Sie im Sortiment:- Spannlager-Gehäuseeinheiten – das fertige Paket aus Gehäuse und Y-Lager für Standardfälle.
- Rillenkugellager und Y-Lager – das passende Lager zum Einbau in das Gehäuse.
- Wälzlager-Zubehör – Spannhülsen und Festringe als Ergänzung.
