Warnschutz-Jacken
Warnschutzjacken sind die Oberkörper-Wetterschutz-Variante der Warnkleidung – EN ISO 20471 zertifiziert, in fluoreszierendem Leuchtgelb oder Leuchtorange mit 3M-Reflexstreifen. HUG führt Warnjacken von MASCOT®, ASATEX®, elysee®, HH®, Safestyle®, 4Protect® und FORTIS in allen Bauformen vom Sommer-Softshell bis zur gefütterten Winterjacke.
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Technische Infos
Jacken-Bauformen im Überblick
- Hardshell-Jacke: Wind- und wasserdicht mit atmungsaktiver Membran – Wetterschutzklasse für harten Außendienst. Kombination aus EN ISO 20471 und EN 343 (Regenschutz)
- Softshell-Jacke: Elastisch, atmungsaktiv, wasserabweisend – ideal für Übergangszeit und aktive Bewegung (Gerüstbau, Montage, Vermessung)
- Winterjacke mit Kunstpelzfutter: Am Körper gefüttert, in den Ärmeln Steppfutter – Dauereinsatz bei Frost und Schnee
- Regenjacke: Wasserdicht, leicht, mit Kapuze – Akutschutz bei Schauern und Dauerregen
- Fleecejacke und Fleecepullover: Unterzieh- oder Solo-Jacke – Wärmeisolation ohne Wetterschutzanspruch
- Sweatshirt-Jacke: Leichtere Ausführung für milde Temperaturen und Innenräume mit Warnschutzpflicht
EN ISO 20471 – Klassen bei Warnjacken
- Klasse 2: Mittlere Sichtbarkeit – Standard für die meisten Warnjacken (mindestens 0,50 m² fluoreszierendes Material + 0,13 m² Reflex)
- Klasse 3: Höchste Sichtbarkeit – Pflicht bei Autobahn- und Bahnarbeiten, meist ganze Oberkörper- oder Ärmelflächen in Warnfarbe
- Kombination: Warnjacke Klasse 2 + Warnhose Klasse 1 ergibt zusammen Klasse-3-Schutz
Damen- und Herren-Passformen
- Herren-Jacke: Gerader Schnitt, standardisierte Größen S bis 4XL
- Damen-Jacke: Tailliert, körpernah geschnitten – angepasste Größen XS bis XXL
- MASCOT® SAFE COMPETE: Premium-Linie mit ergonomischer Passform und Funktionsstoffen
Typische Einsatzgebiete
- Straßen- und Tiefbau: Softshell im Sommer, Hardshell bei Wetter, Winterjacke in der kalten Jahreszeit
- Logistik und Lager: Leichte Warnjacken für Flurförderzeug-Bereiche (Klasse 2 meist ausreichend)
- Bahn- und Flughafendienst: Klasse 3 zwingend – häufig mit verstärkter Reflexanordnung
- Pannenhilfe und Fahrzeugservice: Warnjacke als Ergänzung zur Warnweste im Fahrzeug
- Gerüstbau und Dachdecker: Softshell mit Bewegungsfreiheit bei körperlicher Arbeit
Hersteller-Charakter
- MASCOT®: Dänischer Premium-Anbieter mit SAFE COMPETE-Linie – Spitzenprodukte für Profi-Einsatz
- HH® (Helly Hansen): Skandinavische Outdoor-Workwear – Funktionsjacken für Wetter-exponierte Arbeit
- ASATEX®, elysee®, Safestyle®, 4Protect®: Europäische Workwear-Spezialisten mit ausgewogenem Preis-Leistungs-Verhältnis
- FORTIS: Robuste Workwear für den täglichen Einsatz
Ergänzende PSA-Kategorien
- Warnschutzkleidung komplett (Westen, Shirts, Overalls) für das gesamte Sortiment
- Warnhosen und Warnshorts für die komplette Klasse-3-Kombination
- Sicherheitsschuhe S3 für den Fußschutz
- Schutzbrillen nach EN 166
FAQ – häufige Fragen zu Warnschutz-Jacken
- Hardshell oder Softshell – was nehme ich? Hardshell wenn es regelmäßig richtig regnet oder windig ist – wasserdicht durch Membran, etwas weniger atmungsaktiv. Softshell für Übergangszeit und aktive Bewegung – atmungsaktiv, elastisch, wasserabweisend bei leichtem Regen. Profis haben beide Jacken: Softshell als Standard, Hardshell als Wetter-Backup.
- Welche EN-ISO-20471-Klasse brauche ich? Klasse 2 reicht für die meisten Anwendungen (Werkshof, kommunaler Bauhof, normale Straßenarbeit). Klasse 3 zwingend bei Autobahn-, Bahn- und Flughafen-Arbeiten. Trick: Klasse-2-Jacke + Klasse-1-Hose = Klasse 3 Gesamtschutz – günstiger als pure Klasse-3-Jacke.
- Wie viel wärmer ist die Winterjacke? Standard-Winterjacke mit Steppfutter ist auf -10 bis -20 °C ausgelegt (je nach Aktivitätslevel). Bei Dauereinsatz im Freien unter -15 °C: Jacke mit echtem Daunenfutter oder zusätzlich Fleecejacke darunter. Bei Bewegung erzeugst du Eigenwärme – statisches Stehen ist deutlich kälter als Arbeit.
- Wie pflege ich Reflexstreifen richtig? Bei 30-40 °C waschen, kein Bügeln, keine Trockner-Heißluft. Bei Industriewäsche: Reflexstreifenhersteller (3M, Reflexite) bestätigen 25-50 Wäschen Mindest-Standzeit. Verblasste Reflexstreifen sind Tauschanlass – die Norm-Sichtbarkeit ist nicht mehr gewährleistet, im Worst Case haftungsrelevant.
- Brauche ich Hi-Vis im Lager mit Stapler? Ja, BG-Vorgabe in fast allen Lagerbereichen mit Flurförderzeug-Verkehr. Mindestens Warnweste oder Warnshirt, besser Warnjacke. Bei modernen Lagern mit Sichtmarkierungen am Boden zusätzlich noch farbliche Bekleidungsvorgaben (z. B. orange für Versand, gelb für Wareneingang) – beim Sicherheitsbeauftragten erfragen.
