Zurrgurte
Zurrgurte – auch Spanngurte genannt – sind die Standardlösung für die Ladungssicherung auf Lkw, Anhänger und Transportfahrzeugen. Nach DIN EN 12195-2 zertifiziert, mit Ratsche oder Klemmschloss, in Längen von 2 bis 10 m und Zurrkräften bis 5.000 daN. HUG führt Zurr- und Spanngurte von SHZ und PÖSAMO in allen gängigen Breiten von 25 bis 90 mm ab Lager.Inhalt im Überblick
Verschlussmechanismen
Kurz: Die Spannratsche erzeugt über die Hebelübersetzung hohe Zurrkraft und ist Standard für schwere Ladung. Das Klemmschloss fixiert leichte Güter schnell, aber mit geringerer Kraft. Spitz- und RP-Haken bilden den Endbeschlag.
Der Verschluss bestimmt, wie viel Vorspannung in den Gurt kommt:- Ratsche (Spannratsche): selbstklemmender Mechanismus mit Hebelübersetzung – hohe Zurrkraft, Standard für schwere Ladungen.
- Klemmschloss: einfacher Schnellverschluss ohne Hebel – schnelles Fixieren leichter Güter bei niedrigerer Zurrkraft.
- Spitzhaken und RP-Haken: als Endbeschlag – der Spitzhaken hakt in Ösen ein, der RP-Haken greift an Rahmen und Profilen.
Ein- und zweiteilige Bauform
Kurz: Der einteilige Zurrgurt ist ein geschlossener Ring für die schnelle Umreifung leichter Ladung. Der zweiteilige Gurt aus kurzem Ratschen- und langem Losende ist die Standardkonfiguration für die Lkw-Ladungssicherung.
Zurrgurte gibt es in zwei Grundbauformen:- Einteiliger Zurrgurt: geschlossener Ring-Gurt mit einer Ratsche – um die Ladung gelegt und verzurrt, schnell für die leichte Umreifung.
- Zweiteiliger Zurrgurt: kurzes Ratschenteil plus langes Losende mit Haken – die Standardkonfiguration. Das lange Ende wird durch die Zurrpunkte gefädelt, das Ratschenteil zieht fest.
Zurrkraft, LC und STF
Kurz: Der daN-Wert auf dem Etikett ist die Zurrkraft LC (Lashing Capacity) – nicht die Bruchlast, die etwa doppelt so hoch liegt. STF nennt die mit der Handkraft SHF erreichbare Vorspannung. Üblich sind 400 bis 5.000 daN.
Die wichtigste Kennzahl steht auf dem blauen Etikett des Gurts:- 400–450 daN: leichte Ladungen, kleine Transporte, Hobbygebrauch.
- 1.000–2.000 daN: mittlere Lasten – Paletten, Möbel, Gewerbe.
- 2.500 daN: Profi-Anwendung für Transporter und mittlere Lkw.
- 5.000 daN: Schwerlast-Zurrgurte für Lkw-Transporte mit hohen Massen.
Norm, Längen und Breiten
Kurz: Alle Gurte erfüllen DIN EN 12195-2, die europäische Norm für Zurrmittel aus Chemiefasern. Längen reichen von 2 bis 10 m, Breiten von 25 bis 90 mm. Nach VDI 2700 sind mindestens zwei Zurrmittel pro Ladungseinheit Pflicht.
Alle Zurrgurte von SHZ und PÖSAMO entsprechen der DIN EN 12195-2 – sie legt Prüfkräfte, Kennzeichnung und Sicherheitsfaktoren fest. Im gewerblichen Güterverkehr ist die Einhaltung Pflicht; unzertifizierte Gurte dürfen nicht verwendet werden. Längen und Breiten gehören zur Last:- Längen: 2, 2,5, 3, 4, 5, 6, 8 und 10 m für jede Ladungsgröße.
- Breiten: 25 mm (leicht), 35 mm, 50 mm (Standard), 55 mm, 75 mm und 90 mm (Schwerlast).
- Breite und Zurrkraft gehören zusammen: höhere daN-Werte verlangen breitere Gurte – 5.000-daN-Gurte meist ab 50 mm.
FAQ zu Zurrgurten
- Was ist ein Zurrgurt? Ein Zurrgurt – auch Spanngurt – ist ein Zurrmittel aus Chemiefaser-Gurtband mit Ratsche oder Klemmschloss, das Ladung auf Fahrzeugen sichert. Nach DIN EN 12195-2 trägt er ein Etikett mit Zurrkraft (LC), Vorspannung (STF) und Länge. Der einteilige Gurt umreift, der zweiteilige verzurrt über Zurrpunkte.
- Was bedeutet daN auf dem Gurt? daN (Dekanewton, 1 daN ≈ 1 kg) steht für die Zurrkraft LC, nicht für die Bruchkraft. Beispiel: 2.500 daN bedeutet 2.500 kg zulässige Zugkraft im Gurt. Die Bruchlast liegt etwa doppelt so hoch, darf aber nie als Arbeitslast angesetzt werden – bei Gurtbruch besteht Lebensgefahr.
- Wie viele Zurrgurte brauche ich für meine Ladung? Nach VDI 2700 mindestens zwei Gurte pro Ladungseinheit, bei rutschigem Untergrund oder unförmiger Ladung mehr. Faustregel: rund 2.000 daN Zurrkraft je Tonne. Bei 10 t also mindestens vier 5.000-daN-Gurte. Im Zweifel lieber einen Gurt mehr.
- Ratsche oder Klemmschloss? Die Ratsche immer, wenn echte Sicherung gefragt ist – die Hebelübersetzung erzeugt hohe Zurrkraft. Das Klemmschloss nur für leichte Fixierung unter etwa 100 kg. Bei jedem gewerblichen Transport gilt: Ratsche, niemals Klemmschloss als Hauptsicherung.
- Warum darf ein Spanngurt nicht mehr genutzt werden? Wenn er ablegereif ist: Risse, Schnitte oder mehr als 10 % Fadenbruch im Gurtquerschnitt, Verschleiß oder Verformung an Ratsche und Haken, unleserliches Etikett oder Garnbruch durch UV und Chemie. Ein solcher Gurt erreicht seine Zurrkraft nicht mehr und muss aussortiert werden.
- Wie pflege und prüfe ich Zurrgurte? Vor jedem Einsatz Sichtprüfung von Gurtband, Ratsche und Haken. Lagerung trocken und UV-geschützt, da Sonne das Polyesterband verspröden lässt. Im gewerblichen Bereich ist zusätzlich die jährliche Prüfung durch eine befähigte Person nach DGUV Pflicht.
- Reichen 25 mm Gurtbreite? Nur für Kleinladungen unter etwa 200 kg. Profi-Standard ist 50 mm – das verbindet hohe Zurrkraft mit guter Handhabung. Schmale Gurte schneiden bei hoher Last in die Ladung; dann Kantenschoner verwenden. Für Schwerlast und empfindliche Ladung 75 bis 90 mm.
- Welche Marken führt HUG bei Zurrgurten? HUG führt Zurr- und Spanngurte von SHZ (Sächsische Hebe- und Zurrtechnik) und PÖSAMO – mit Ratsche und Klemmschloss, ein- und zweiteilig, in Längen von 2 bis 10 m und Zurrkräften bis 5.000 daN, alle nach DIN EN 12195-2 zertifiziert.
Zurrgurte bei HUG – SHZ und PÖSAMO ab Lager
HUG Technik und Sicherheit führt Zurr- und Spanngurte von SHZ und PÖSAMO – mit Ratsche und Klemmschloss, ein- und zweiteilig, in Längen von 2 bis 10 m und Zurrkräften bis 5.000 daN, alle nach DIN EN 12195-2 zertifiziert. Passend dazu finden Sie im Sortiment:- Transportrollen – zum Bewegen der Ladung vor dem Verzurren.
- Umreifung – PP-, PET- und Stahlband zum Bündeln der Ware.
- Antirutschmatten – als Reibungssicherung zwischen Ladegut und Ladefläche.
