Zum Hauptinhalt springen
  • HUG Technik und Sicherheit - Qualität seit 1938
  • Versandkostenfrei ab 150€
  • Taggleicher Versand bei Bestellung bis 16h
  • über 200.000 Artikel ab Lager lieferbar
HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Stehlager-Gehäuseeinheiten R-Serie

Die R-Serie umfasst 80 Graugusseinheiten für Wellen von 12 bis 100 mm. Ihre Bezeichnungen unterscheiden sich oft nur um zwei Buchstaben, und die entscheiden über etwas sehr Praktisches: ob der Lagerbock über Langlöcher von oben verschraubt wird oder über Gewinde in seiner Aufstandsfläche von unten.
Erwin Küfner

Zu Ihrem Experten für Stehlager-Gehäuseeinheiten R ..

Erwin Küfner

phone icon
Technische Infos
Filter

Langer Fuß oder kurzer Fuß

Der Unterschied zwischen RASE und RSHE liegt im Fuß des Gehäuses, und er bestimmt die gesamte Montage. Die ASE-Reihen haben einen langen Fuß mit zwei Langlochbohrungen, die SHE-Reihen einen kurzen Fuß mit Gewindebohrungen in der Aufstandsfläche.
ReiheFußBefestigungBei HUG
RASE / RASEYlangzwei Langlöcher, von oben durchgeschraubt37 Einheiten
RSHE / RSHEYkurzSacklochgewinde in der Aufstandsfläche24 Einheiten
Der lange Fuß ist die übliche Wahl auf einem Maschinenrahmen oder einer Grundplatte. Die Langlöcher lassen beim Ausrichten Spiel, sodass zwei gegenüberliegende Lagerstellen zueinander gefluchtet werden können, bevor die Schrauben festgezogen werden. Das spart bei längeren Wellen viel Nacharbeit. Der kurze Fuß baut schmaler und kommt dorthin, wo für einen ausladenden Fuß kein Platz ist oder wo von oben keine Schraube durchgeführt werden kann. Er wird von unten durch die Anschlusskonstruktion in das Gehäuse geschraubt – dafür muss die Auflagefläche eben sein und die Bohrungen müssen sitzen, denn ein Ausrichten im Langloch entfällt. Kleine Winkelabweichungen der Welle fängt in beiden Fällen die Bauform ab: Der kugelige Außenring des Lagers sitzt in einer hohlkugeligen Gehäusebohrung und gleicht statische Fluchtungsfehler aus. Wer dieselbe Lagerstelle stattdessen an einer senkrechten Wand ausführt, findet die Entsprechung bei den Flanschlagereinheiten der R-Serie.

Das Y hinter der Bezeichnung

Ein angehängtes Y kennzeichnet die Befestigung über zwei Gewindestifte im Innenring. Ohne Y sitzt das Lager über einen Exzenterspannring auf der Welle. Gehäuse, Fußlänge und Anschlussmaße sind bei beiden gleich – eine RASE 40 und eine RASEY 40 lassen sich also gegeneinander tauschen, ohne die Konstruktion anzufassen. Welche Variante die richtige ist, entscheidet der Betrieb. Gewindestifte halten in beiden Drehrichtungen gleich gut und sind bei Reversierbetrieb die verlässlichere Wahl. Der Exzenterspannring klemmt rundum statt punktuell, schont damit die Wellenoberfläche und zieht sich bei gleichbleibender Drehrichtung durch das Antriebsmoment zusätzlich fest. Im Sortiment halten sich beide Prinzipien fast die Waage: 32 Einheiten tragen ein Y, 29 kommen mit Exzenterspannring. Beide sind über eine Schmierbohrung mit Schmiernut im Gehäuse nachschmierbar. Abgedichtet sind die Reihen mit der R-Dichtung. Sie besteht beidseitig aus zwei verzinkten, nach außen abgewinkelten Stahlblechscheiben mit einem dazwischenliegenden NBR-Teil und einer radial vorgespannten Dichtlippe – ein robustes Paket für den allgemeinen Maschinenbau. Für stark verschmutzte Umgebungen führt der Weg zur T-Serie mit dreifacher Dichtung.

Schwere Reihe, Loslager, Blechgehäuse

Vier Nebenreihen fallen aus dem Schema und lösen jeweils ein eigenes Problem.
  • RSAO – die schwere Reihe. Gleiches Grundkonzept mit langem Fuß, Grauguss und Exzenterspannring, aber für höhere Lasten ausgelegt. Bei HUG liegen fünf Größen von 30 bis 80 mm. Die richtige Wahl, wenn eine Trommel, ein schwerer Riementrieb oder eine stoßbelastete Welle zu lagern ist.
  • RASEL – das Loslager. Der Innenring trägt eine Mitnehmernut, das Lager kann sich im Gehäuse axial verschieben. Diese Ausführung nimmt die Wärmedehnung einer Welle auf. Acht Größen von 20 bis 70 mm liegen ab Lager.
  • RASEA – mit integrierter Spannhülse. Graugussgehäuse mit langem Fuß, aber Wellenbefestigung über eine eingebaute Spannhülse. Das ist die Wahl für glatte Wellen ohne Absatz und Passfeder, weil die Hülse zentriert klemmt und dabei höhere Axialkräfte überträgt.
  • RPB – das Blechgehäuse. Vier leichte Einheiten mit Stahlblechgehäuse statt Grauguss. Sie wiegen einen Bruchteil und passen an Stellen mit knappem Bauraum und geringer Last.
Die Loslagerreihe verdient besondere Beachtung, weil sie einen häufigen Konstruktionsfehler verhindert. Eine Welle, die sich im Betrieb erwärmt, wird länger. Sind beide Lagerstellen fest, verspannen sich die Lager gegeneinander und laufen vorzeitig aus. Üblich ist deshalb, eine Seite als Festlager auszuführen und die andere als Loslager, das die Längenänderung aufnimmt. Bei kurzen Wellen ohne nennenswerte Erwärmung genügen zwei feste Lagerstellen. Viele Einheiten der Serie tragen den Zusatz -N. Er kennzeichnet ein Gehäuse mit Nuteinstich für Schutzkappen, mit denen sich die offene Seite gegen Spritzwasser und groben Schmutz verschließen lässt. Passende Deckel und Kappen führt HUG als Zubehör; für die Fest-Los-Auslegung stehen zusätzlich Festringe bereit.

FAQ zur R-Serie

  • Was unterscheidet RASE und RSHE? Die Fußlänge des Gehäuses. RASE hat einen langen Fuß mit zwei Langlöchern und wird von oben durchgeschraubt, RSHE einen kurzen Fuß mit Gewindebohrungen in der Aufstandsfläche und wird von unten verschraubt. Lager, Dichtung und Wellendurchmesser sind bei gleicher Größenzahl identisch, das Anschlussbild dagegen nicht.
  • Wann ist der lange Fuß die bessere Wahl? Immer dann, wenn von oben geschraubt werden kann und die Lagerstelle beim Einbau noch ausgerichtet werden soll. Die Langlöcher lassen Spiel, sodass sich zwei gegenüberliegende Lagerböcke zueinander fluchten lassen. Der kurze Fuß ist die Lösung für knappen Bauraum oder für Anschlussflächen, die kein Durchgangsloch hergeben.
  • Was bedeutet das Y in RASEY? Es kennzeichnet zwei Gewindestifte im Innenring als Wellenbefestigung. Die Ausführung ohne Y klemmt stattdessen über einen Exzenterspannring. Gehäuse und Anschlussmaße sind gleich, sodass sich beide Varianten gegeneinander tauschen lassen. Bei wechselnder Drehrichtung sind die Gewindestifte die sichere Wahl.
  • Wofür steht der Zusatz -N? Für ein Gehäuse mit Nuteinstich, in den eine Schutzkappe eingesetzt werden kann. Damit lässt sich die offene Gehäuseseite gegen Spritzwasser, Späne und groben Schmutz verschließen. Die Kappe wird separat bestellt; ohne sie funktioniert die Einheit ebenso, nur ohne diesen zusätzlichen Schutz. Sinnvoll ist die Kappe überall dort, wo von oben Späne, Staub oder Waschwasser auf die Lagerstelle fallen.
  • Wann brauche ich eine RASEL? Wenn die Welle sich im Betrieb erwärmt und dabei längt. Die RASEL ist als Loslager ausgeführt: Der Innenring hat eine Mitnehmernut, das Lager kann sich axial im Gehäuse verschieben und nimmt die Dehnung auf. Üblich ist eine Seite fest, die andere als Loslager. Bei kurzen, kalt laufenden Wellen genügen zwei feste Lagerstellen.
  • Was ist eine RSAO? Die schwere Reihe der Serie mit langem Fuß, Graugussgehäuse und Exzenterspannring. Sie ist für höhere Lasten ausgelegt als die Standardreihe und deckt bei HUG Wellen von 30 bis 80 mm ab. Sinnvoll bei schweren Trommeln, hohen Riemenvorspannungen oder stoßbelasteten Lagerstellen. Das Gehäuse baut dabei höher und breiter als in der Standardreihe, weshalb vor dem Umstieg der Bauraum und das Lochbild geprüft werden sollten.
  • Welchen Wellendurchmesser deckt die Serie ab? Von 12 bis 100 mm. Anders als im UC-System steht der Wellendurchmesser hier direkt in der Bezeichnung: RASE 40 passt auf eine 40-mm-Welle, RSHE 25 auf 25 mm. Die Zuordnung ist damit ohne Umrechnungstabelle ablesbar. Am dichtesten besetzt ist der Bereich zwischen 20 und 60 mm, weil dort die meisten Lagerstellen an Fördertechnik und Nebenantrieben liegen.
  • Wie wird nachgeschmiert? Über eine Schmierbohrung im Gehäuse, von der eine Schmiernut das Fett an den Lageraußenring führt. Verwendet wird ein handelsübliches Wälzlagerfett. Intervall und Menge richten sich nach Drehzahl, Last und Umgebung, bei Staub und Feuchtigkeit lieber häufiger und in kleinen Mengen. Austretendes Fett spült den Dichtspalt und drückt Schmutz nach außen.
  • Kann ich eine Einheit gegen eine andere Marke tauschen? Innerhalb dieser Serie ja, denn beide bei HUG geführten Marken verwenden dasselbe Bezeichnungsschema und dieselben Anschlussmaße. Ein Wechsel in das UC-System ist dagegen ein Konstruktionswechsel: Dort läuft die Größenzählung anders und das Lochbild weicht ab.

R-Einheiten bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der R-Serie liegen 80 Stehlager-Gehäuseeinheiten ab Lager – 65 von INA und 15 von NKE, mit langem und kurzem Fuß, mit Gewindestiften und mit Exzenterspannring, dazu die schwere Reihe und die Loslagerausführung. Passend dazu:
  • P-Serie – dieselben Gehäuseformen mit P-Dichtung, dazu die Stahlblechvarianten.
  • Stehlager-Gehäuse – der Lagerbock ohne Lager für Sonderlager und Wartungsfälle.
  • Festringe – zum Umbau einer Lagerstelle vom Los- zum Festlager.
  • Wälzlagerfett – für die Nachschmierung über den Schmiernippel am Gehäuse.
Was HUG ausmacht: das Programm in beiden Fußlängen und beiden Befestigungsarten aus einer Hand, dazu technische Beratung, wenn aus einer unleserlichen Altbezeichnung der passende aktuelle Typ ermittelt werden muss. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.