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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Absperrklappen

Eine Absperrklappe sperrt große Rohrquerschnitte mit einer einzigen Vierteldrehung: Eine runde Scheibe steht quer in der Leitung und dreht sich um ihre Mittelachse — quer bedeutet zu, längs bedeutet offen. Weil das gesamte Bauteil kaum länger ist als die Scheibe dick, spart die Klappe gegenüber jedem Sitzventil erheblich Bauraum und Gewicht. HUG Technik führt Zwischenflansch-Absperrklappen von RIEGLER in DN 80 und DN 125, wahlweise mit Handhebel oder pneumatischem Schwenkantrieb, für −15 bis +120 °C und bis PN 16.
Thomas Klosik

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Thomas Klosik

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Die Zwischenflansch-Bauform

Zwischenflansch-Klappen — im Fachjargon auch Wafer-Bauform genannt — haben kein eigenes Flanschpaar. Der schmale Klappenkörper wird zwischen zwei vorhandene Rohrflansche gesetzt, die Flanschschrauben laufen außen an ihm vorbei und pressen ihn zwischen den Leitungsenden ein. Das macht die Armatur extrem kurz und leicht: Eine Klappe in DN 125 wiegt einen Bruchteil dessen, was ein Sitzventil gleicher Nennweite auf die Waage bringt. Der zweite Vorteil ist der Durchfluss. In offener Stellung steht nur noch die Scheibe hochkant im Strom — der Querschnitt bleibt fast vollständig frei, der Druckverlust ist entsprechend gering. Das prädestiniert die Klappe für große Nennweiten, in denen ein Sitzventil unwirtschaftlich groß und teuer würde. Beim Einbau ist ein Punkt zu beachten, der bei Sitzventilen keine Rolle spielt: Die Scheibe schwenkt beim Öffnen aus dem Gehäuse heraus in die Leitung hinein. Direkt anschließende Bögen, Reduzierungen oder Dichtungen mit Überstand können ihr im Weg sein. Ein kurzes gerades Rohrstück vor und hinter der Klappe verhindert, dass die Scheibe anschlägt — und sorgt nebenbei für eine gleichmäßigere Anströmung.

Handhebel oder pneumatischer Antrieb

Drei Ausführungen decken die typischen Betätigungsarten ab:
AusführungNennweiteBetätigungTemperatur / Druck
HandhebelDN 80manuell, Vierteldrehung mit Raststellungen−15 bis +120 °C / PN 16
Pneumatischer Stellantrieb, doppeltwirkendDN 80Druckluft öffnet und schließt−15 bis +120 °C / PN 16
Pneumatischer Stellantrieb, einfachwirkendDN 125Druckluft öffnet, Feder schließt−15 bis +120 °C / PN 16
Die Handhebel-Ausführung rastet in Zwischenstellungen ein — damit lässt sich der Durchfluss grob drosseln, ohne dass die Klappe unter Strömungsdruck zurückschwenkt. Für feines Regeln ist die Bauart allerdings nicht gedacht; dafür sind Sitzventile die bessere Wahl. Der Unterschied zwischen den beiden pneumatischen Antriebsarten ist für die Anlagensicherheit entscheidend. Beim doppeltwirkenden Antrieb bewegt Druckluft die Klappe in beide Richtungen — fällt die Luft aus, bleibt die Klappe in ihrer letzten Stellung stehen. Beim einfachwirkenden Antrieb öffnet Druckluft gegen eine Feder; bleibt die Luft weg, drückt die Feder die Klappe selbsttätig in die Grundstellung. Wo eine definierte Sicherheitsstellung bei Druckluftausfall gefordert ist, führt daher kein Weg an der einfachwirkenden Variante vorbei.

Medien und Einsatzgrenzen

Die Medienbreite ist die Stärke dieser Baureihe. Laut Herstellerangabe eignen sich die Klappen unter anderem für:
  • Wasser und Dampf — Betriebswasser, Kreislaufwasser, Dampfleitungen im Rahmen der Temperaturgrenze.
  • Seewasser und Salzwasser — Anwendungen mit hoher Korrosionsbelastung.
  • Chemische Medien — Ester, Keton, Alkali, Ätznatron und weitere aggressive Flüssigkeiten.
Die gemeinsame Grenze aller drei Ausführungen: −15 bis +120 °C und maximal 16 bar. Innerhalb dieses Fensters entscheidet das konkrete Medium über die Eignung — bei aggressiven Chemikalien lohnt vor der Bestellung die Rückfrage zur Werkstoffpaarung von Scheibe und Manschette. Für Leitungen, die nur gegen Rückfluss gesichert werden sollen statt aktiv abgesperrt, sind die Rückschlagklappen die einfachere und günstigere Lösung. Sitzt die Klappe in einer Leitung mit Feststoffanteil, gehört ein Schmutzfänger davor: Partikel zwischen Scheibenrand und Manschette verschleißen die Dichtfläche schnell.

FAQ zu Absperrklappen

  • Was macht eine Absperrklappe? Sie öffnet und schließt eine Rohrleitung über eine drehbare Scheibe, die quer im Strömungsquerschnitt sitzt. Eine Vierteldrehung genügt: Steht die Scheibe quer, ist die Leitung dicht; steht sie längs zur Strömung, fließt das Medium fast ungehindert vorbei. Eingesetzt wird sie vor allem in großen Nennweiten, wo Sitzventile zu groß und zu teuer würden.
  • Wie funktioniert eine Absperrklappe? Die Scheibe ist auf einer durchgehenden Welle gelagert, die aus dem Gehäuse herausgeführt und mit Hebel oder Antrieb verbunden ist. Beim Drehen legt sich der Scheibenrand in eine elastische Manschette im Gehäuse und dichtet dort ab. Weil das Drehmoment über den ganzen Weg gleichmäßig bleibt, lässt sich die Klappe leicht und schnell betätigen — auch bei großen Querschnitten.
  • Welche Arten von Absperrklappen gibt es? Nach Einbauart unterscheidet man vor allem die Zwischenflansch-Bauform, die zwischen zwei Rohrflansche geklemmt wird, sowie Ausführungen mit eigenen Flanschen oder Anschweißenden. Nach Betätigung gibt es Handhebel, Handrad mit Getriebe sowie pneumatische und elektrische Antriebe. HUG führt die Zwischenflansch-Bauform mit Handhebel und pneumatischem Schwenkantrieb.
  • Sind Absperrklappen besser als Schieberventile? In großen Nennweiten meist ja: Die Klappe baut deutlich kürzer, wiegt weniger, kostet weniger und schaltet mit einer Vierteldrehung statt vieler Spindelumdrehungen. Der Schieber punktet dort, wo ein völlig freier Querschnitt ohne jedes Hindernis in der Strömung gebraucht wird — bei der Klappe steht die Scheibe auch geöffnet im Weg. Für Feststoffe und Molchbarkeit bleibt der Schieber im Vorteil.
  • Was bedeutet Zwischenflansch-Ausführung? Die Armatur hat keine eigenen Flansche, sondern wird als schmaler Körper zwischen zwei vorhandene Rohrflansche gesetzt. Die durchgehenden Flanschschrauben halten sie in Position und pressen die Dichtflächen zusammen. Vorteil sind minimale Baulänge und geringes Gewicht — die Klappe lässt sich auch nachträglich in eine bestehende Flanschverbindung einsetzen.
  • Einfachwirkend oder doppeltwirkend — was brauche ich? Doppeltwirkend bedeutet: Druckluft öffnet und schließt, bei Luftausfall bleibt die Klappe stehen. Einfachwirkend heißt: Druckluft öffnet gegen eine Feder, bei Luftausfall fährt die Feder die Klappe selbsttätig in die Grundstellung. Für sicherheitsrelevante Leitungen, die bei einer Störung definiert schließen müssen, ist die einfachwirkende Ausführung die richtige Wahl.
  • Was ist der Unterschied zur Rückschlagklappe? Die Absperrklappe wird aktiv betätigt — von Hand oder per Antrieb — und bleibt in der gewählten Stellung. Die Rückschlagklappe hat keinen Antrieb: Ihre Scheibe fällt selbsttätig zu, sobald die Strömung umkehrt. Absperren ist also eine bewusste Handlung, die Rückschlagsicherung passiert von allein. In vielen Anlagen sitzen beide hintereinander — die Absperrklappe zum Freischalten für Wartungsarbeiten, die Rückschlagklappe als dauerhafter Schutz gegen Rückfluss.
  • Eignet sich die Klappe für Lüftungskanäle? Nein. Lüftungs- und Brandschutzklappen sind eine eigene Produktgattung für Luftkanäle mit eigenen Prüfungen und Abmessungen. Die Klappen dieser Kategorie sind Rohrleitungsarmaturen für flüssige und dampfförmige Medien bis 16 bar, montiert zwischen Rohrflanschen.

Absperrklappen bei HUG – Zwischenflansch-Bauform ab Lager

Die Baureihe stammt von RIEGLER — mit dem praktischen Vorteil, dass sich der Antrieb bei gleichem Klappenkörper vom Handhebel auf pneumatisch umstellen lässt, wenn eine Anlage später automatisiert wird. Passend dazu finden Sie im Sortiment:
  • Kugelhähne – die Vierteldrehung für kleine und mittlere Nennweiten.
  • Flansche – Fest- und Losflansche für die Rohrverbindung ringsum.
Was HUG Technik und Sicherheit ausmacht: Beratung zur Antriebswahl — vor allem zur Frage, welche Stellung die Klappe bei Druckluftausfall einnehmen soll. Bestellungen, die werktags bis 16 Uhr eingehen, verlassen noch am selben Tag das Lager in Ergolding.