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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Ventile

Ventile sperren, schalten, sichern und lenken Stoffströme — und jede dieser Aufgaben hat ihre eigene Bauart. HUG Technik führt in dieser Familie 2.549 Artikel in fünf Ventilarten ab Lager, fast durchgehend aus dem RIEGLER-Industrieprogramm: von der handbetätigten Absperrung über elektrisch geschaltete Magnetventile bis zum Sicherheitsventil, das Anlagen vor Überdruck schützt. Diese Seite ordnet die Arten und führt zur passenden Unterkategorie.
Thomas Klosik

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Die fünf Ventilarten

Wer weiß, welche Aufgabe das Ventil übernehmen soll, findet seine Kategorie in einer Zeile:
VentilartAufgabeArtikel
AbsperrventileLeitung von Hand öffnen, drosseln und schließen — inkl. Ablass- und Entlüftungsventilen37
Magnetventileelektrisch schalten: 2/2- und 3/2-Wege, 24 V DC bis 230 V AC823
RückschlagventileDurchfluss nur in eine Richtung zulassen99
Schrägsitzventileströmungsgünstiges Absperren, vorbereitet für Antriebs-Anbau (NAMUR)16
Sicherheits- und DruckbegrenzungsventileÜberdruck abblasen und Anlagen absichern, Ansprechdrücke 0,4–20 bar1.574
Die Zahlen zeigen, wo die Tiefe liegt: Sicherheits- und Druckbegrenzungsventile stellen mit 1.574 Artikeln den größten Block — jede Kombination aus Gehäusegröße und werksseitig eingestelltem Ansprechdruck ist ein eigener Artikel. Dahinter folgen die Magnetventile mit 96 Grundtypen in 823 Ausführungen, gestaffelt nach Spannung, Nennweite und Dichtungswerkstoff. Praktisch für den Betrieb: Zu den Magnetventilen führt das Programm auch Verschleißteilsätze und Ersatzmembranen als eigene Artikel. Ein Ventil, dessen Dichtung nach Jahren im Takt ermüdet ist, muss damit nicht komplett ersetzt werden — der Teilesatz mit passender Dichtungsqualität (NBR oder FPM) bringt es zurück in den Dienst, ohne dass Verrohrung und Verkabelung angefasst werden.

Ventil oder Hahn — der Unterschied im Prinzip

Beim Ventil bewegt sich ein Kegel oder Teller senkrecht auf den Ventilsitz: Der Weg zwischen offen und zu führt über mehrere Umdrehungen oder einen definierten Hub, der Durchfluss lässt sich dosieren, und das Schließen erzeugt keinen Druckschlag. Beim Hahn — etwa dem Kugelhahn — dreht sich ein durchbohrter Küken- oder Kugelkörper um 90 Grad: voller Durchgang, blitzschnelles Schalten, aber kaum Dosierbarkeit. Daraus ergibt sich die Arbeitsteilung in der Praxis: Hähne als Hauptabsperrung, wo selten und schnell geschaltet wird; Ventile überall dort, wo häufig betätigt, gedrosselt, elektrisch geschaltet oder abgesichert werden muss. Für große Nennweiten kommt als dritte Bauform die Klappe hinzu, die mit einer drehbaren Scheibe im Leitungsquerschnitt arbeitet — platzsparender als jedes Sitzventil. In verzweigten Anlagen arbeiten beide zusammen — der Kugelhahn sperrt den Strang, die Ventile regeln und sichern die Verbraucher dahinter. Den kompletten Absperr-Baukasten inklusive Klappen und Schmutzfängern zeigt der Bereich Absperrungen.

Auswahlkriterien

Fünf Angaben bestimmen das passende Ventil, quer durch alle Arten:
  • Medium — Druckluft, Wasser, Dampf oder Chemikalie entscheidet über Gehäuse- und Dichtungswerkstoff, etwa Messing mit NBR oder Edelstahl mit FPM.
  • Anschluss — Gewindegrößen von G 1/8 bis G 2 im Sortiment.
  • Nennweite — DN 2,5 bis DN 50, passend zum benötigten Durchfluss.
  • Betriebsdruck — der zulässige Druckbereich steht im Artikelnamen.
  • Ansteuerung — von Hand, elektrisch als Magnetventil (24 V DC bis 230 V AC) oder mechanisch selbsttätig wie beim Rückschlag- und Sicherheitsventil.
Bei elektrisch geschalteten Ventilen kommt die Grundstellung dazu: NC-Ventile (normally closed) sind stromlos geschlossen und öffnen nur bei anliegender Spannung — der Normalfall, weil die Leitung bei Stromausfall sicher zu ist. NO-Ventile (normally open) halten stromlos offen und schließen aktiv; sie sind richtig, wo ein Medium im Fehlerfall weiterfließen muss, etwa bei Kühlkreisläufen. Beide Grundstellungen stehen bei HUG in allen gängigen Größen bereit. Wer ein vorhandenes Ventil ersetzt, liest diese Werte am einfachsten vom Typenschild oder der Gehäuseprägung ab. Bei Neuauslegungen gilt: erst Medium und Druck klären, dann die Art wählen, zuletzt die Größe — die Artikelnamen bei HUG führen alle Kennwerte im Klartext, sodass sich Ausführungen direkt vergleichen lassen.

FAQ zu Ventilen

  • Welche Ventilarten gibt es? Nach Aufgabe sortiert: Absperrventile (von Hand öffnen und schließen), Magnetventile (elektrisch schalten), Rückschlagventile (nur eine Durchflussrichtung), Schrägsitzventile (strömungsgünstig, antriebsfähig) und Sicherheits- bzw. Druckbegrenzungsventile (Überdruck abblasen). Dazu kommen Sonderformen wie Ablass- und Entlüftungsventile, die bei HUG den Absperrventilen zugeordnet sind.
  • Was ist der Unterschied zwischen Ventil und Kugelhahn? Das Ventil schließt über einen Kegel, der auf den Sitz gepresst wird — dosierbar, druckschlagfrei, für häufiges Betätigen. Der Kugelhahn öffnet mit einer Vierteldrehung den vollen Querschnitt — ideal als schnelle Hauptabsperrung. Beide haben ihren Platz; die Faustregel steht oben im Prinzip-Abschnitt.
  • Was macht ein Magnetventil? Es öffnet oder schließt die Leitung elektrisch: Eine Magnetspule bewegt den Ventilkörper, sobald Spannung anliegt — als NC-Ausführung (stromlos geschlossen) oder NO (stromlos offen), direkt-, vor- oder zwangsgesteuert. Die 823 Ausführungen bei HUG reichen von G 1/8 bis G 2 bei 24 V DC bis 230 V AC — Details auf der Magnetventile-Seite.
  • Wozu dient ein Sicherheitsventil? Es öffnet selbsttätig, sobald der eingestellte Ansprechdruck überschritten wird, und bläst den Überdruck ab, bevor Behälter oder Leitung Schaden nehmen. Im HUG-Sortiment reichen die werksseitig eingestellten Ansprechdrücke von 0,4 bis 20 bar, in Ausführungen für Druckluft, Flüssigkeiten und Sattdampf — die Auswahllogik erklärt die Unterseite.
  • Was ist ein Schrägsitzventil? Ein Sitzventil, dessen Spindel schräg zur Leitungsachse steht — das macht den Strömungsweg günstiger und den Druckverlust kleiner als beim geraden Sitzventil. Die RIEGLER-Ausführungen in Bronze und Edelstahl (G 3/4 bis G 1 1/2) tragen auf Wunsch eine NAMUR-Schnittstelle, sodass sich später ein Antrieb montieren lässt.
  • Wann brauche ich ein Rückschlagventil? Immer, wenn ein Medium nicht zurückfließen darf: hinter Pumpen, vor Verzweigungen, an Steigleitungen. Das Ventil öffnet in Durchflussrichtung und schließt selbsttätig beim Rückstrom. HUG führt 99 Ausführungen in Messing und Edelstahl — die Bauformen und Öffnungsdrücke erklärt die Rückschlagventile-Seite im Detail.
  • Wie bestimme ich die Größe eines Ventils? Über Anschlussgewinde und Nennweite: Das Gewinde (z. B. G 1/2) muss zur Leitung passen, die Nennweite (DN) zum benötigten Durchfluss. Beim Austausch beide Werte vom alten Ventil übernehmen — sie stehen auf Typenschild oder Gehäuse. Bei Neuplanung lieber eine Nennweite größer wählen, als das Ventil zum Engpass zu machen.
  • Welches Ventil eignet sich für Dampf? Dampf verlangt ausdrücklich dafür ausgelegte Armaturen: Im HUG-Sortiment sind das die Sicherheitsventile in Sattdampf-Ausführung, deren Ansprechdrücke ab 0,4 bar beginnen. Standard-Ausführungen mit NBR-Dichtung gehören nicht in Dampfleitungen — Temperatur und Medium überfordern den Werkstoff. Im Zweifel vor der Bestellung das Medium nennen, die Beratung ordnet die passende Ausführung zu.

Ventile bei HUG – 2.549 Artikel, ein Programm

Die Ventilfamilie bei HUG basiert nahezu komplett auf dem Industrieprogramm von RIEGLER — mit dem Vorteil, dass Anschlussmaße, Werkstofflogik und Artikelsystematik über alle fünf Arten hinweg zusammenpassen. Passend dazu finden Sie im Sortiment: Was HUG Technik und Sicherheit ausmacht: Beratung über Artgrenzen hinweg — vom Medium bis zur Ansteuerung — und 2.549 lagernde Ventil-Artikel. Bestellungen, die werktags bis 16 Uhr eingehen, verlassen noch am selben Tag das Lager in Ergolding.