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Kugelhähne Gas und Trinkwasser

Trinkwasserleitungen stellen an Armaturen andere Anforderungen als jede andere Anwendung: Der Werkstoff muss lebensmittelecht sein, die Dichtungen dürfen nichts abgeben, und der Nachweis dafür läuft über die DVGW-Zulassung. HUG Technik führt die GEKA®-Trinkwasserkugelhähne nach DIN DVGW in 14 Ausführungen ab Lager — von G 3/8 bis G 2, wahlweise mit zwei Innengewinden oder als Kombination Innen-/Außengewinde.
Thomas Klosik

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Thomas Klosik

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Warum die DVGW-Zulassung zählt

Der DVGW — der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches — prüft und zertifiziert Bauteile für Gas- und Wasserinstallationen. Für Armaturen in Trinkwasserleitungen ist diese Zulassung der übliche Nachweis, dass Werkstoffe und Konstruktion für den Kontakt mit Trinkwasser geeignet sind: Es dürfen keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe ins Wasser übergehen, und die Armatur muss dauerhaft dicht und funktionssicher bleiben. Der Hintergrund ist gesundheitlicher Natur: Trinkwasser steht in Hausinstallationen oft stunden- oder tagelang in der Leitung, und in dieser Zeit kann Wasser Bestandteile aus den Werkstoffen lösen, mit denen es Kontakt hat. Genau deshalb wird nicht nur die Armatur als Ganzes geprüft, sondern jedes wasserberührte Bauteil einzeln bewertet. Praktisch bedeutet das: Ein handelsüblicher Industrie-Kugelhahn gehört nicht in eine Trinkwasserleitung, auch wenn er technisch passt und dicht hält. Die Hähne dieser Kategorie tragen die Kennzeichnung DIN DVGW und sind ausdrücklich für diesen Einsatz vorgesehen. Für Betriebs-, Brauch- und Prozesswasser ohne Trinkwasseranforderung genügen dagegen die deutlich breiter aufgestellten Standard-Kugelhähne.

Die Werkstoffkette im Detail

Bei einer zugelassenen Armatur ist nicht nur das Gehäuse relevant, sondern jedes Teil, das Wasser berührt. GEKA® gibt die komplette Kette an:
BauteilWerkstoff
GehäuseMessing CW617N, vernickelt
KugelMessing CW617N, hartverchromt
SpindelMessing CW614N
HebelStahl, kunststoffumspritzt
KugeldichtungPTFE-Dichtring
SpindelabdichtungNBR- und FKM-O-Ring
Für Anwendungen ohne Trinkwasseranforderung, aber mit höheren Temperaturen oder aggressiveren Medien führt HUG daneben Edelstahl-Ausführungen im Bereich Ventile und in den übrigen Kugelhahn-Kategorien. Zwei Details lohnen den zweiten Blick. Die hartverchromte Kugel ist der Grund für die lange Lebensdauer: Die harte Chromschicht ist widerstandsfähiger als blankes Messing und schont den PTFE-Dichtring bei jedem Schaltvorgang. Und die Kombination aus NBR- und FKM-O-Ring an der Spindel deckt ein breiteres Temperatur- und Medienspektrum ab als ein einzelner Dichtungswerkstoff. Die Angabe „nach DIN ISO 1629" bezieht sich auf die genormten Kurzzeichen dieser Kautschuktypen.

Größen und Anschlussvarianten

Das Programm deckt sieben Gewindegrößen in zwei Anschlussvarianten ab:
  • 2 × Innengewinde (2 × IG) — die Standardvariante für den Einbau zwischen zwei Rohrenden mit Außengewinde oder zwischen zwei Fittings.
  • Innengewinde × Außengewinde (IG × AG) — praktisch, wenn auf einer Seite direkt in eine Muffe oder ein T-Stück geschraubt werden soll, ohne zusätzlichen Nippel.
Die Gewindegrößen reichen von G 3/8 für kleine Abgänge bis G 2 für Hauptleitungen. Alle Ausführungen haben laut Hersteller einen reduzierten Durchgang — die Kugelbohrung ist also etwas kleiner als der Anschluss. Das bedeutet einen geringen Druckverlust gegenüber vollem Durchgang, macht die Armatur aber kompakter und wirtschaftlicher. Bei der Auslegung einer längeren Leitung mit mehreren Absperrstellen sollte man diesen Effekt einkalkulieren. Beim Einbau gilt dasselbe wie bei jedem Kugelhahn mit Hebel: Der Griff braucht seinen Schwenkbereich über die volle Vierteldrehung. In engen Schächten oder dicht an der Wand lohnt es sich, die Einschraubtiefe so zu wählen, dass der Hebel frei nach oben oder zur Seite ausschwenkt. Schmutzpartikel aus einer neu errichteten oder frisch gespülten Leitung hält ein vorgeschalteter Schmutzfänger von der Kugel fern.

FAQ zu Trinkwasserkugelhähnen

  • Was bedeutet DVGW-Zulassung? Der DVGW prüft und zertifiziert Bauteile für Gas- und Wasserinstallationen. Für Trinkwasserarmaturen ist die Zulassung der Nachweis, dass Werkstoffe und Konstruktion für den Trinkwasserkontakt geeignet sind — keine bedenklichen Stoffabgaben, dauerhafte Dichtheit. Die Hähne dieser Kategorie tragen die Kennzeichnung DIN DVGW.
  • Kann ich nicht einfach einen normalen Kugelhahn nehmen? Technisch würde er absperren, für Trinkwasserleitungen ist er aber nicht vorgesehen — dort zählt der Zulassungsnachweis. Ein Industrie-Kugelhahn kann Werkstoffe und Dichtungen enthalten, die für Trinkwasser nicht geprüft sind. Für Betriebs- und Brauchwasser ohne Trinkwasseranforderung ist er dagegen völlig in Ordnung und meist günstiger.
  • Woraus bestehen die Hähne? Gehäuse und Kugel aus Messing CW617N — das Gehäuse vernickelt, die Kugel hartverchromt. Die Spindel besteht aus Messing CW614N, der Hebel aus kunststoffumspritztem Stahl. Abgedichtet wird die Kugel mit einem PTFE-Dichtring, die Spindel mit NBR- und FKM-O-Ringen. Damit ist jedes wasserberührte Teil definiert.
  • Warum ist die Kugel hartverchromt? Die Chromschicht ist deutlich härter als blankes Messing und läuft damit über viele Schaltzyklen leichter im PTFE-Dichtring. Das hält die Bedienkraft niedrig und die Dichtung länger intakt — gerade bei Armaturen, die selten bewegt werden und trotzdem nach Jahren noch gangbar sein müssen, ist das ein Vorteil.
  • Was heißt reduzierter Durchgang? Die Bohrung in der Kugel hat einen kleineren Querschnitt als das Anschlussgewinde. Der Hahn baut dadurch kompakter und günstiger, drosselt aber ein wenig — im Gegensatz zum vollen Durchgang, bei dem Bohrung und Leitung denselben Querschnitt haben. Bei einzelnen Absperrstellen fällt das kaum ins Gewicht; bei vielen Armaturen in Reihe summiert es sich.
  • Welche Größe brauche ich? Die des vorhandenen Anschlusses: G 3/8 und G 1/2 für kleine Abgänge und Geräteanschlüsse, G 3/4 und G 1 für übliche Verteilleitungen, G 1 1/4 bis G 2 für Haupt- und Sammelleitungen. Und die passende Anschlussvariante wählen — zwei Innengewinde oder Innen-/Außengewinde, je nachdem was die Gegenseite hergibt.
  • Eignen sich die Hähne auch für Gasleitungen? Die Artikelbeschreibungen weisen ausdrücklich die Trinkwasser-Zulassung aus. Für Gasinstallationen gelten eigene Zulassungsanforderungen und Prüfzeichen — wer eine Gasleitung absperren muss, sollte deshalb vor der Bestellung Rücksprache halten, damit die passende, für Gas geprüfte Ausführung geliefert wird.
  • Wie oft sollte ich den Hahn bewegen? Ein- bis zweimal im Jahr einmal ganz schließen und wieder öffnen. Kugelhähne, die jahrelang unbewegt in derselben Stellung stehen, setzen sich an der Dichtung fest und lassen sich im Ernstfall nur mit Gewalt bewegen — was der Spindelabdichtung schadet. Der beste Zeitpunkt ist die ohnehin fällige Anlagenkontrolle.
  • Innengewinde oder Innen-/Außengewinde wählen? Das hängt allein von der Gegenseite ab. Zwei Innengewinde sind der Normalfall, wenn der Hahn zwischen zwei Rohrenden oder Fittings mit Außengewinde sitzt. Die Variante mit einem Außengewinde spart einen Nippel, wenn direkt in eine Muffe, ein T-Stück oder einen Verteiler geschraubt wird — weniger Verschraubungen bedeuten zugleich weniger potenzielle Leckstellen.

Trinkwasserkugelhähne bei HUG – 14 Ausführungen ab Lager

Die Baureihe stammt von GEKA® — der Marke, die im Wasserbereich vor allem durch ihr Klauenkupplungssystem bekannt ist und daneben zugelassene Installationsarmaturen führt. Passend dazu finden Sie im Sortiment: Was HUG Technik und Sicherheit ausmacht: Klarheit darüber, wo eine Zulassung wirklich gefordert ist und wo die günstigere Industrieausführung genügt. Bestellungen, die werktags bis 16 Uhr eingehen, verlassen noch am selben Tag das Lager in Ergolding.