Schweisshelme, Zubehör
Der Lichtbogen blendet, verbrennt und strahlt UV ab – Schweißen braucht deshalb einen eigenen Gesichtsschutz mit abgestimmter Schutzstufe. HUG Technik führt 7 Artikel für den Schweißerschutz: vom Automatik-Schweißhelm über Hand- und Kopfschutzschilde bis zu Schweißerschutzgläsern und Vorsatzscheiben.Inhalt im Überblick
Handschild, Kopfschild oder Automatikhelm?
Das Handschild wird in der Hand gehalten, der Kopfschild am Kopf getragen und lässt beide Hände frei, der Automatikhelm dunkelt beim Zünden des Lichtbogens selbsttätig ab. Die Wahl hängt von Häufigkeit und Arbeitsweise ab.
Drei Bauarten decken den Schweißerschutz ab. Das Handschild – etwa das glasfaserverstärkte Modell oder der Hand-Schutzschild 2317 – ist die einfache Lösung für gelegentliche Heftschweißungen, bei denen eine Hand frei bleibt. Der Kopfschutzschild wird am Kopf getragen und lässt beide Hände frei, dunkelt aber nicht automatisch ab: Er wird per Kopfnicken vors Gesicht geklappt. Der Automatik-Schweißhelm – wie der TECO Solar Protect – verdunkelt sich beim Zünden des Lichtbogens in Millisekunden von selbst und hellt danach wieder auf. Das erlaubt präzises Ansetzen bei aufgesetztem Helm und ist bei häufigem Schweißen die komfortabelste und sicherste Wahl.
Die richtige Schutzstufe wählen
Die Schutzstufe (DIN-Stufe) des Schweißerschutzglases muss zum Verfahren und zur Stromstärke passen – je heller der Lichtbogen, desto höher die nötige Stufe. Maßgeblich ist die Schweißtabelle des Herstellers.
Der Blendschutz wird über die Schutzstufe des Filterglases geregelt, definiert in der EN 169. Ein zu heller Filter lässt zu viel Strahlung durch und schädigt die Augen, ein zu dunkler erschwert die Sicht auf das Schmelzbad. Die passende Stufe hängt vom Verfahren – Gasschweißen, Elektrode, MIG/MAG, WIG – und der Stromstärke ab: Niedrige Stufen wie DIN 5 eignen sich für Brenn- und Lötarbeiten, höhere Stufen für das Lichtbogenschweißen mit hoher Stromstärke. Welche Stufe im Einzelfall gilt, gibt die Schweißtabelle des Herstellers vor. Bei Automatikhelmen ist die Verdunkelungsstufe oft einstellbar, sodass ein Helm mehrere Verfahren abdeckt.
Vorsatzscheiben und Ersatzgläser
Eine klare Vorsatzscheibe schützt das teure Filterglas vor Schweißspritzern und wird als günstiges Verschleißteil regelmäßig getauscht. Das verlängert die Lebensdauer des Filters spürbar.
Schweißspritzer setzen sich auf der Scheibe fest und trüben mit der Zeit die Sicht. Damit nicht das teure Filterglas leidet, sitzt davor eine klare Vorsatzscheibe, die den Beschuss abfängt und günstig ersetzt wird – ein reines Verschleißteil. Für den Filter selbst gibt es Ersatz-Schweißerschutzgläser in der jeweiligen Schutzstufe, etwa DIN 10, sowie langlebige Varianten wie das 1000-Stunden-Glas. Ein kleiner Vorrat an Vorsatzscheiben und passenden Filtergläsern hält den Schutz jederzeit klar und einsatzbereit. Für den übrigen Kopf- und Gesichtsschutz lohnt der Blick auf das weitere Schutzhelm-Zubehör und den Kopfschutz-Überblick.
FAQ zum Schweißerschutz
- Was ist der Vorteil eines Automatik-Schweißhelms? Der Automatikhelm dunkelt beim Zünden des Lichtbogens in Millisekunden selbsttätig ab und hellt danach wieder auf. Das erlaubt präzises Ansetzen der Naht bei aufgesetztem Helm, ohne den Schild wegzuklappen, und hält beide Hände frei. Bei häufigem Schweißen ist er komfortabler und sicherer als Hand- oder Kopfschild, weil kein Blitzen die Augen trifft, während der Helm noch offen ist.
- Welche Schutzstufe brauche ich zum Schweißen? Das hängt vom Verfahren und der Stromstärke ab. Je heller der Lichtbogen, desto höher die nötige DIN-Schutzstufe. Niedrige Stufen wie DIN 5 eignen sich für Brenn- und Lötarbeiten, höhere für das Lichtbogenschweißen mit hoher Stromstärke. Die genaue Stufe gibt die Schweißtabelle des Herstellers vor; bei Automatikhelmen ist sie oft einstellbar.
- Wozu dient die klare Vorsatzscheibe? Sie schützt das teure Filterglas vor Schweißspritzern. Die Spritzer setzen sich auf der Vorsatzscheibe fest, die als günstiges Verschleißteil regelmäßig getauscht wird – so bleibt das Filterglas länger klar. Ein Vorrat an Vorsatzscheiben gehört daher zum Schweißerschutz, damit die Sicht auf das Schmelzbad jederzeit gut ist.
- Was ist der Unterschied zwischen Hand- und Kopfschild? Das Handschild wird in der Hand gehalten und eignet sich für gelegentliches Heften, wenn eine Hand frei bleibt. Der Kopfschild wird am Kopf getragen und lässt beide Hände frei, dunkelt aber nicht automatisch ab – er wird per Kopfnicken vors Gesicht geklappt. Für häufiges Schweißen mit beiden Händen ist der Kopfschild oder ein Automatikhelm die bessere Wahl.
- Schützt der Schweißhelm auch vor Funken und Wärme? Der Schild schützt Gesicht und Augen vor der Strahlung des Lichtbogens, vor Funken und vor Spritzern. Für den Schutz von Kopf, Hals und Körper sind zusätzlich geeignete Schutzkleidung und gegebenenfalls ein Schutzhelm nötig. Der Schweißerschutz deckt gezielt die Blend- und Strahlungsgefahr ab und ergänzt so die übrige persönliche Schutzausrüstung.
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Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus – beim Schweißerschutz vom Automatikhelm über Hand- und Kopfschutzschilde bis zu Schweißerschutzgläsern und klaren Vorsatzscheiben. Passend dazu ergänzen diese Bereiche den Kopf- und Gesichtsschutz:- Schutzhelm-Zubehör weitere – Schutzscheiben und Gesichtsschutzschirme für andere Gefahren
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