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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Magnete

Magnete erzeugen Haltekräfte ohne Strom, ohne Verschleiß und ohne Wartung – im Werkstatt- und Industriebetrieb unverzichtbar für Halte-, Spann-, Positionier- und Sortieraufgaben. HUG führt industrielle Magnete von KIPP: Topf- und Haftmagnete, Schweißmagnete, Magnetgreifer und Magnetfüße aus Neodym, Ferrit und Alnico mit Haltekräften bis in den Tonnenbereich.

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Andreas Selwitschka

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Andreas Selwitschka

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Neodym, Ferrit, Alnico

Kurz: Drei Werkstoffklassen mit grundverschiedenen Eigenschaften: Neodym ist der stärkste Permanentmagnet, Ferrit der günstige und temperaturstabile Allrounder, Alnico der Hochtemperatur-Spezialist bis etwa 450 °C.

Wer den falschen Typ wählt, erhält zu wenig Haltekraft oder ein Sicherheitsproblem. Die drei Werkstoffe unterscheiden sich klar:
  • Neodym (NdFeB): der stärkste industriell verfügbare Permanentmagnet – ein Neodymmagnet mit 20 mm Durchmesser hält je nach Güte und Gegenstück 5 bis 10 kg. Spröde und korrosionsempfindlich, daher meist vernickelt. Über 80 °C sinkt die Remanenz; Hochtemperaturgüten (N-H, N-SH, N-UH) halten bis 120 °C und mehr.
  • Ferrit: deutlich schwächer, aber günstig, temperaturbeständig und unempfindlich gegen Feuchte und Korrosion – die wirtschaftliche Wahl für große Flächen und hohe Stückzahlen.
  • Alnico (Aluminium-Nickel-Kobalt): sehr hohe Temperaturbeständigkeit bis etwa 450 °C bei geringerer Remanenz – die klassische Lösung für Hochtemperatur und Messgeräte.

Topfmagnete – maximale Haftkraft

Kurz: Ein Topfmagnet sitzt in einem Stahlgehäuse, das den Magnetfluss bündelt – die Haltekraft liegt um den Faktor 5 bis 10 über dem gleich großen freien Magneten. Sie hängt stark von der Kontaktqualität ab.

Ein Topfmagnet ist kein bloßer Permanentmagnet, sondern ein System: Der Magnet sitzt in einem Stahlgehäuse (dem „Topf"), das den Magnetfluss so bündelt, dass nahezu die gesamte Feldenergie an der Auflagefläche wirkt. Das Ergebnis ist eine Haltekraft um den Faktor 5 bis 10 über dem gleich großen freien Magneten. Der Wirkungsgrad hängt von der Kontaktqualität ab: Auf poliertem, planem Stahl wird die Nennhaltekraft annähernd erreicht, auf rauen, lackierten oder verschmutzten Flächen sinkt sie erheblich – der Luftspalt wirkt als magnetischer Widerstand. Topfmagnete gibt es mit Innen- oder Außengewinde, mit Senkbohrung oder mit Haken; Ausführungen mit Gewindezapfen lassen sich direkt in Vorrichtungsplatten und Maschinentische einschrauben.

Schweißmagnete im Metallbau

Kurz: Schweißmagnete halten Bleche, Winkel und Profile im exakten Winkel, bis der Heftpunkt sitzt – mit festen Winkelflächen, typisch 45°, 90° und 135°. Ferrit und Alnico sind hier hitzebeständiger als Neodym.

Im Schlosser- und Schweißbetrieb sind zwei Hände zu wenig, wenn Bauteile im exakten Winkel gehalten werden müssen. Schweißmagnete lösen das: Prismatische oder würfelförmige Permanentmagnete mit mehreren definierten Winkelflächen – typisch 45°, 90° und 135° – halten das Werkstück, bis der Heftpunkt sitzt. Die Haltekraft muss zum Werkstückgewicht passen: Für dünne Bleche genügen leichte Schweißmagnete, für schwere Profile braucht es höhere Haltekräfte. Wichtig ist die Hitzebeständigkeit, da der Magnet nahe der Schweißzone sitzt – Ferrit und Alnico vertragen Dauererwärmung besser als Neodym. Ausführungen mit An/Aus-Schalter unterbrechen den Magnetfluss per Drehung und erleichtern das Lösen am warmen, zunderbedeckten Bauteil.

Werkzeughalter und Elektromagnete

Kurz: Magnetische Werkzeugleisten und Magnetfüße halten Werkzeug und Messmittel griffbereit ohne Bohrung. Elektromagnete und Hubmagnete halten nur unter Strom und lassen gesteuert los – für Handhabung, Förder- und Sortiertechnik.

Magnetische Halterungssysteme sorgen für Ordnung ohne Bohrungen: Werkzeugleisten aus Stahl halten Schraubendreher, Schlüssel und Meißel sicher an Wand oder Werkbank, Magnetfüße fixieren Messuhr, Lehre oder Anzeige in exakter Position auf dem Maschinenbett. Magnetgreifer sammeln Schrauben, Muttern und Späne von Boden oder Maschinentisch ein. Anders als Permanentmagnete halten Elektromagnete nur unter Strom und lassen los, wenn der Strom unterbrochen wird. Hub- und Greifmagnete in Fördertechnik, Sortieranlage und Robotik greifen Eisenteile berührungslos, positionieren sie und geben sie gezielt frei – ein Relais oder Schütz genügt für die Grundfunktion. Für die Hebe- und Transporttechnik dazu führt HUG ergänzend die Kategorie Transporttechnik von KIPP.

Sicherheit beim Umgang mit starken Magneten

Kurz: Neodymmagnete ab mittlerer Größe sind kein Bastelzubehör – sie quetschen Finger, beeinflussen Herzschrittmacher und löschen Datenträger. Beim Hantieren mit großen Magneten gehören Schutzbrille und Schutzhandschuhe dazu.

Starke Neodymmagnete erzeugen Kräfte, die unterschätzt werden. Beim Handling gelten klare Regeln:
  • Nie unkontrolliert aufeinanderprallen lassen: Neodym ist spröde, Abplatzstücke werden mit hoher Geschwindigkeit weggeschleudert – beim Hantieren mit Magneten über 50 mm gehören Schutzbrille und Schutzhandschuhe dazu.
  • Abstand zu Implantaten: Herzschrittmacher und medizinische Implantate können gestört werden – ein Sicherheitsabstand von mindestens 15 cm zu mittelstarken Magneten ist einzuhalten.
  • Empfindliche Elektronik schützen: Magnete können Festplatten, Bildschirme und Kreditkarten dauerhaft beschädigen – bei Lagerung und Transport Abstand halten.

FAQ zu Magneten

  • Welche Arten von Magneten gibt es? Bei den Permanentmagneten unterscheidet man drei Werkstoffe: Neodym (NdFeB) als stärksten, Ferrit als günstigen und temperaturstabilen Allrounder und Alnico für hohe Temperaturen. Dazu kommen Bauformen wie Topfmagnet, Schweißmagnet und Magnetgreifer sowie steuerbare Elektromagnete.
  • Welcher Magnet ist am stärksten? Der Neodymmagnet (NdFeB) – er erzeugt auf kleinstem Bauraum ein Vielfaches der Haltekraft von Ferrit. Als Topfmagnet im Stahlgehäuse steigt die Haltekraft noch einmal um den Faktor 5 bis 10 gegenüber dem gleich großen freien Magneten.
  • Was ist ein Topfmagnet und warum hält er mehr? Ein Topfmagnet ist ein Magnet in einem Stahlgehäuse, das den Magnetfluss zur Auflagefläche bündelt. Dadurch wirkt fast die gesamte Feldenergie dort, wo gehalten wird – die Haltekraft liegt um das 5- bis 10-fache über dem freien Magneten gleicher Größe.
  • Wovon hängt die Haltekraft ab? Vom Werkstoff, der Größe und vor allem von der Kontaktqualität. Auf poliertem, planem Stahl wird die Nennhaltekraft fast erreicht; Rauheit, Lack, Schmutz und jeder Luftspalt senken sie deutlich, weil der Spalt als magnetischer Widerstand wirkt. Der Nennwert gilt für ideale Bedingungen.
  • Wofür braucht man einen Schweißmagnet? Zum Halten von Blechen, Winkeln und Profilen im exakten Winkel, bis der Heftpunkt gesetzt ist – mit festen Winkelflächen für 45°, 90° und 135°. So bleibt die Hand frei. Modelle mit An/Aus-Schalter lassen sich am warmen Bauteil leicht wieder lösen.
  • Welcher Magnet für hohe Temperaturen? Alnico bis etwa 450 °C und Ferrit für den mittleren Bereich – beide vertragen Wärme besser als Standard-Neodym, das über 80 °C an Kraft verliert. Für mittlere Temperaturen gibt es Hochtemperatur-Neodymgüten (N-H, N-SH, N-UH) bis 120 °C und mehr.
  • Wie gehe ich sicher mit starken Neodymmagneten um? Magnete nicht unkontrolliert zusammenschnappen lassen (Abplatzgefahr), beim Hantieren ab etwa 50 mm Durchmesser Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen, Abstand zu Herzschrittmachern (mindestens 15 cm) und zu Datenträgern, Bildschirmen und Kreditkarten halten.
  • Welche Marke führt HUG bei Magneten? HUG führt industrielle Magnete von KIPP – Topf- und Haftmagnete, Schweißmagnete, Magnetgreifer und Magnetfüße aus Neodym, Ferrit und Alnico, mit definierter Haltekraft und Temperaturbeständigkeit für Vorrichtungsbau, Metallbau und Automatisierung.

Magnete bei HUG – KIPP-Industriemagnete ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt industrielle Magnete von KIPP – Topf- und Haftmagnete, Schweißmagnete, Magnetgreifer und Magnetfüße aus Neodym, Ferrit und Alnico, ausgelegt auf definierte Haltekräfte und Temperaturbeständigkeit. Passend dazu finden Sie im Sortiment: Was HUG ausmacht: ein industrielles Magnetsortiment und technische Beratung zur Auswahl des passenden Magneten für konkrete Halte-, Spann- und Handhabungsaufgaben. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.