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Federnde Druckstücke

Federnde Druckstücke erzeugen eine definierte Druckkraft über eine eingebaute Feder – sie rasten, positionieren, halten und drücken, versteckt in einer Gewindebohrung und zuverlässig über Millionen Zyklen. HUG führt federnde Druckstücke von KIPP in Stahl, Edelstahl und Kunststoff, in den Gewindegrößen M3 bis M16 mit Federkräften von 0,5 bis 100 N.
Andreas Selwitschka

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Funktionsprinzip

Ein federndes Druckstück besteht aus Gewindekörper, Druckfeder und Druckelement (Kugel, Zapfen oder Stift). Die Feder drückt das Element nach außen; zurückgedrückt rastet es in eine Mulde ein, positioniert oder fixiert. Federkraft 0,5 bis 100 N.

Ein federndes Druckstück besteht aus drei Komponenten: Gewindekörper, Druckfeder und Druckelement (Kugel, Zapfen oder Stift). Die Feder drückt das Druckelement nach außen. Wird es gegen die Federkraft zurückgedrückt, rastet es in eine Mulde ein, positioniert ein Werkstück oder fixiert ein Bauteil. Die Federkraft liegt je nach Baugröße zwischen 0,5 N und 100 N. Die gängigsten Gewindegrößen sind M3, M4, M5, M6, M8, M10, M12 und M16 – Einschraubtiefe und Hub sind auf das jeweilige Gewinde abgestimmt. Für formschlüssige Verriegelungen statt federndem Rasten sind dagegen Arretierbolzen zuständig.

Bauformen und Druckelemente

Das Druckelement bestimmt Kontaktfläche und Wirkung: Kugel für Punktberührung und Rasten, Zapfen für gleichmäßige Anlage, Stift für flache Anlage, Haftring gegen Herausfallen, Endlagenabfrage für die Werkstückerkennung.

  • Kugeldruckstücke: gehärtete Stahlkugel mit Punktberührung – gleitet leicht und rastet in Mulden oder V-Nuten ein. Für Rastpositionen, Indexierungen und Federschnäpper.
  • Zapfendruckstücke: zylindrischer oder konischer Zapfen mit größerer Kontaktfläche – gleichmäßige Druckverteilung ohne Druckstellen. Für Werkstückanlagen und spielfreie Fixierung.
  • Stiftdruckstücke: flacher Stift, der Werkstücke gegen Anschläge drückt und dünne Bleche hält – die flache Stirnfläche verhindert Markierungen.
  • Mit Haftring: Kunststoff- oder Gummiring am Druckelement verhindert Herausfallen bei Überkopfmontage und erhöht die Haltekraft bei Vibration.
  • Mit Endlagenabfrage: ein Magnet im Druckelement wird berührungslos erkannt und meldet, ob ein Werkstück eingerastet ist – Standard in CNC-Vorrichtungen.
Soll ein Bauteil nicht nur weich rasten, sondern werkzeuglos und schnell ganz getrennt werden, übernehmen das Kugelsperrbolzen – sie ergänzen die federnden Druckstücke im selben Normteile-Programm.

Federnde Seitendruckstücke

Seitendruckstücke drücken seitlich auf das Werkstück und pressen es gegen einen Anschlag. Sie kompensieren Werkstücktoleranzen und halten spielfrei, ohne mechanisch einzuspannen. Federkraft 5 bis 80 N, Federweg 2 bis 8 mm.

Seitendruckstücke drücken seitlich auf ein Werkstück und pressen es gegen einen Anschlag; ihr Federweg ist größer als bei axialen Druckstücken. Im Vorrichtungsbau sind sie unverzichtbar, weil sie Werkstücktoleranzen kompensieren und das Werkstück spielfrei halten, ohne es mechanisch einzuspannen – das Teil lässt sich leicht einlegen und entnehmen, die Feder drückt es automatisch in Position. KIPP bietet Seitendruckstücke mit Federkräften von 5 bis 80 N und Federwegen von 2 bis 8 mm; Varianten mit Kunststoff-Druckstück schonen empfindliche Werkstückoberflächen. Im breiteren Vorrichtungsbau ergänzen sie Auflagen und Spannmittel.

Werkstoffe

Brünierter Stahl als Standard, Edelstahl 1.4305 für Lebensmittel/Pharma, Kunststoff (Polyamid, POM) für empfindliche Oberflächen. Die Feder besteht aus Federstahl oder Edelstahl, für Hochtemperatur aus Inconel (bis +450 °C).

  • Stahl brüniert: Standardausführung für trockene Innenräume und ölhaltige Umgebungen.
  • Edelstahl (1.4305): korrosionsfrei und reinigungsbeständig – Pflicht in Lebensmittel-, Pharma- und Chemieanwendungen sowie im Außenbereich.
  • Kunststoff (Polyamid, POM): für empfindliche Oberflächen, in Magnetfeldern oder bei Anforderung an elektrische Isolation – hinterlässt keine Kratzer.
Die Druckfeder besteht aus Federstahl oder Edelstahl-Federdraht; für Hochtemperaturanwendungen stehen Varianten mit Inconel-Federn bis +450 °C zur Verfügung.

FAQ zu federnden Druckstücken

  • Was ist ein federndes Druckstück? Ein federndes Druckstück ist ein in eine Gewindebohrung eingeschraubtes Funktionselement aus Gewindekörper, Druckfeder und Druckelement (Kugel, Zapfen oder Stift). Die Feder drückt das Element nach außen und erzeugt eine definierte Druckkraft auf das Gegenstück. So lassen sich Werkstücke positionieren, Rastpunkte erzeugen oder Bauteile spielfrei halten.
  • Wofür werden federnde Druckstücke verwendet? Für Rastpositionen (Kugel rastet in eine Mulde), zum Positionieren und spielfreien Halten von Werkstücken in Vorrichtungen, als Federschnäpper an Schaltern und Anschlägen sowie als Auswerfer. Im Maschinen- und Vorrichtungsbau gehören sie zu den am häufigsten eingesetzten Funktionselementen, weil sie versteckt in einer Bohrung arbeiten.
  • Was ist der Unterschied zwischen Kugel-, Zapfen- und Stiftdruckstück? Das Kugeldruckstück hat Punktberührung, gleitet leicht und rastet gut in Mulden – ideal für Indexierungen. Das Zapfendruckstück hat eine größere Kontaktfläche für gleichmäßige Anlage ohne Druckstellen. Das Stiftdruckstück hat eine flache Stirnfläche, die Werkstücke gegen Anschläge drückt, ohne Markierungen zu hinterlassen. Die Wahl richtet sich nach Kontakt und Oberflächenschonung.
  • Welche Federkraft brauche ich? Das hängt von der Aufgabe ab: 0,5 bis wenige Newton für leichtes Rasten und Positionieren, höhere Kräfte bis 100 N für festes Einrasten oder das Halten gegen Vibration. Eine zu starke Feder erschwert das Lösen und kann Oberflächen markieren, eine zu schwache hält nicht sicher. Die Federkraft sollte zur erforderlichen Halte- bzw. Rastkraft passen.
  • Was ist ein federndes Seitendruckstück? Ein Seitendruckstück drückt seitlich auf das Werkstück und presst es gegen einen Anschlag, statt axial zu wirken. Es hat einen größeren Federweg und kompensiert so Werkstücktoleranzen. In der Vorrichtungstechnik hält es das Werkstück spielfrei, ohne es starr einzuspannen – das Teil lässt sich leicht einlegen und wird automatisch in Position gedrückt.
  • Welcher Werkstoff für empfindliche Oberflächen? Druckstücke mit Kunststoff-Druckelement (Polyamid, POM), weil sie keine Kratzer oder Markierungen hinterlassen – etwa auf eloxiertem Aluminium oder polierten Edelstahlflächen. Für Lebensmittel- und Reinraumanwendungen ist Edelstahl 1.4305 die richtige Wahl, für trockene Maschinenumgebungen genügt brünierter Stahl.
  • Gibt es federnde Druckstücke für hohe Temperaturen? Ja. Für Hochtemperaturanwendungen gibt es Druckstücke mit Inconel-Federn, die bis etwa +450 °C einsetzbar sind. Standard-Federn aus Federstahl oder Edelstahl decken den üblichen Temperaturbereich ab. Bei dauerhaft hoher Temperatur sollte zusätzlich der Körperwerkstoff entsprechend gewählt werden.
  • Wie tief muss die Rastmulde für ein Kugeldruckstück sein? Als Richtwert etwa ein Viertel bis ein Drittel des Kugeldurchmessers – tief genug für spürbares, sicheres Rasten, flach genug zum leichten Ausrasten. Eine kegelige Senkung (90–120°) statt einer zylindrischen Bohrung ergibt den definiertesten Rastpunkt. Für Verstellungen mit häufigem Wechsel wird die Mulde gehärtet ausgeführt, damit sie sich nicht einarbeitet und der Rastpunkt „weich“ wird.
  • Wie schraube ich ein federndes Druckstück richtig ein? Mit dem passenden Werkzeug für den Schlitz oder Innensechskant am Gewindekörper, nie über das Druckelement selbst. Das Druckstück wird bündig oder auf definierten Überstand gesetzt und mit Schraubensicherungslack oder einem Feingewinde-Klemmstück gegen Verdrehen gesichert – Vibration arbeitet sonst die Einstellung heraus. Bei Aluminium-Grundkörpern schützt ein Gewindeeinsatz die Bohrung vor Verschleiß.

Federnde Druckstücke bei HUG

HUG Technik und Sicherheit führt federnde Druckstücke und Seitendruckstücke von KIPP in Stahl, Edelstahl und Kunststoff – Kugel-, Zapfen- und Stiftdruckstücke, Varianten mit Haftring und mit Endlagenabfrage, in den Gewindegrößen M3 bis M16. Passend dazu finden Sie im Sortiment: Was HUG ausmacht: Beratung zur richtigen Federkraft, Bauform und Werkstoffwahl. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.