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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Federhülsen

Federhülsen sind die kleinste Bauform der federnden Druckstücke – eine kompakte Hülse mit Druckfeder und ballig oder spitz auslaufendem Stift. Sie erzeugen eine definierte Federkraft an einer Position und ersetzen aufwendige Eigenkonstruktionen aus Feder, Stift und Bohrung. HUG führt das Sortiment von KIPP in den Formen A, B und C aus vernickeltem Stahl und Edelstahl.
Andreas Selwitschka

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Andreas Selwitschka

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Wofür Federhülsen

Kurz: Federhülsen halten Rastpositionen ohne Verschraubung (Schwenkarme, Klappen, Drehteller), positionieren Werkstücke gegen einen Anschlag, gleichen Toleranzen aus, erzeugen Schnäpper-Funktionen an Klappen und Türen und schaffen fühlbare Rastpunkte in Verstellmechaniken.

Federhülsen ersetzen die aufwendige Eigenkonstruktion aus Druckfeder, Stift und Bohrung und erzeugen eine definierte Federkraft an einer Stelle. Typische Aufgaben:
  • Rastpositionen ohne Verschraubung: an Schwenkarmen, Klappen und Drehtellern.
  • Werkstückpositionierung: als Anschlag in Spannvorrichtungen, der das Werkstück gegen die feste Anlage drückt.
  • Toleranzausgleich: die Federhülse drückt das Werkstück spielfrei gegen die Anlage.
  • Schnäpper-Funktion: Schnellverschluss von Klappen und Türen, der spürbar einrastet.
Die Federhülse gehört zur Familie der federnden Druckstücke und Arretierbolzen – verwandte Elemente sind die Steckbolzen für lösbare Verbindungen und die Sperrriegel für Türen und Klappen.

Bauformen A, B und C

Kurz: Form A hat einen abgerundeten Druckstift ohne Bund (Standard für Rast- und Positionieraufgaben), Form B einen spitzen Druckstift ohne Bund (definierte Rastposition mit hoher Wiederholgenauigkeit), Form C einen abgerundeten Stift mit Bund (der Bund begrenzt die Einbautiefe).

FormDruckstiftEinsatz
Form Aabgerundet, ohne BundStandard, Rast- und Positionieraufgaben
Form Bspitz, ohne Bunddefinierte Rastposition, hohe Wiederholgenauigkeit
Form Cabgerundet, mit BundBund begrenzt die Einbautiefe
Der abgerundete Stift (Form A, C) gleitet weich in die Rastmulde und eignet sich für häufiges Verstellen, der spitze Stift (Form B) rastet definierter ein und ist die Wahl, wenn die Position exakt reproduzierbar sein muss. Der Bund der Form C erleichtert den Einbau, weil er die Einschubtiefe automatisch begrenzt.

Material und Korrosionsschutz

Kurz: Die Hülse gibt es aus vernickeltem Stahl (für trockene Innenräume) und Edelstahl 1.4303 (für feuchte Bereiche, Lebensmittel und Reinraum). Die Druckfeder besteht aus Federstahl 1.4310 – korrosionsbeständig und federkrafterhaltend auch bei Feuchtigkeit.

Die Werkstoffvarianten:
  • Hülse Stahl vernickelt: für trockene Innenraum-Anwendungen.
  • Hülse Edelstahl 1.4303: für feuchte Bereiche, Lebensmittel und Reinraum.
  • Druckfeder Federstahl 1.4310: korrosionsbeständig, hält die Federkraft auch bei Feuchtigkeit dauerhaft.
In feuchten oder lebensmittelberührenden Umgebungen sollte die ganze Federhülse aus Edelstahl bestehen – eine vernickelte Hülse mit Edelstahlfeder würde an der Hülse trotzdem korrodieren. Für die ergonomische Bedienung der Mechanik passen die Kugelknöpfe.

Auswahl und Einbau

Kurz: Gewählt wird nach Federkraft (Andruck), Stiftform (abgerundet/spitz), Bauform (mit/ohne Bund) und Werkstoff. Die Federhülse wird in eine vorbereitete Bohrung eingepresst oder eingeschraubt; die Federkraft drückt den Stift gegen das Gegenstück.

Bei der Auswahl zählt zuerst die benötigte Federkraft: zu schwach hält die Rastung nicht, zu stark lässt sich die Mechanik schwer verstellen. Dann folgen die Stiftform (abgerundet für häufiges, weiches Verstellen, spitz für die exakte Position), die Bauform (Bund begrenzt die Einbautiefe) und der Werkstoff nach Umgebung. Eingebaut wird die Hülse in eine eng tolerierte Bohrung – der Pressverbund hält sie sicher, und der Druckstift greift in die Rastmulde des Gegenstücks. Bei häufiger Betätigung die Rastmulde leicht fetten, um Verschleiß zu mindern.

FAQ zu Federhülsen

  • Wofür brauche ich eine Federhülse? Um an einer Stelle eine definierte Federkraft zu erzeugen – für Rastpositionen ohne Verschraubung (Schwenkarme, Klappen, Drehteller), zur Werkstückpositionierung gegen einen Anschlag, zum Toleranzausgleich und für Schnäpper-Funktionen an Klappen und Türen. Sie ersetzt die Eigenkonstruktion aus Feder, Stift und Bohrung durch ein fertiges Normteil.
  • Welche Form – A, B oder C? Form A (abgerundeter Stift, ohne Bund) ist der Standard für Rast- und Positionieraufgaben mit häufigem Verstellen. Form B (spitzer Stift) rastet definierter ein und ist die Wahl bei hoher Wiederholgenauigkeit. Form C (abgerundet, mit Bund) wird verwendet, wenn die Einbautiefe durch den Bund begrenzt werden soll.
  • Was ist der Unterschied zwischen Federhülse und federndem Druckstück? Die Federhülse ist die kleinste, einfachste Bauform der federnden Druckstücke – eine Hülse mit Feder und Stift. Federnde Druckstücke umfassen darüber hinaus Ausführungen mit Gewinde, mit Kugel statt Stift (Kugeldruckstück) und mit höheren Federkräften. Für leichte Rastaufgaben genügt die Federhülse.
  • Welches Material soll ich wählen? Vernickelter Stahl für trockene Innenräume, Edelstahl 1.4303 für feuchte Bereiche, Lebensmittel und Reinraum. Wichtig: In korrosiven Umgebungen die ganze Hülse aus Edelstahl wählen – eine vernickelte Hülse würde trotz Edelstahlfeder an der Hülse selbst korrodieren. Die Feder ist aus Federstahl 1.4310 grundsätzlich korrosionsbeständig.
  • Wie wird die Federhülse eingebaut? In eine eng tolerierte Bohrung eingepresst (oder bei Gewindeausführung eingeschraubt). Der Pressverbund hält die Hülse, der federbelastete Druckstift ragt heraus und greift in die Rastmulde des Gegenstücks. Die Bohrung nach der KIPP-Maßangabe ausführen, damit die Hülse fest sitzt, ohne sich zu verformen.
  • Wie wähle ich die Federkraft? Nach der Haltefunktion: Die Federkraft muss die Rastung gegen die zu erwartende Lösekraft halten, darf aber die Verstellung nicht zu schwergängig machen. KIPP gibt für jede Federhülse die Andruckkraft an – im Zweifel die mittlere Kraft wählen und am Aufbau prüfen.
  • Welche Marke führt HUG bei Federhülsen? HUG führt Federhülsen von KIPP in den Formen A, B und C aus vernickeltem Stahl und Edelstahl 1.4303 mit Druckfeder aus Federstahl 1.4310 – für Rast-, Positionier- und Klemmaufgaben im Vorrichtungsbau. KIPP ist mit dem vollen Normteil-Sortiment in der eigenen Markenwelt vertreten.

Federhülsen bei HUG – KIPP ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt Federhülsen von KIPP – in den Formen A, B und C aus vernickeltem Stahl und Edelstahl 1.4303, mit Druckfeder aus Federstahl 1.4310, für Rast-, Positionier- und Klemmaufgaben. Passend dazu finden Sie im Sortiment:
  • Steckbolzen – lösbare Verbindungselemente mit Sicherung.
  • Sperrriegel – Riegelelemente für Türen und Klappen.
  • Kugelknöpfe – ergonomische Bedienteile für die Mechanik.
Was HUG ausmacht: ein tiefes Normteil-Sortiment und Beratung zur passenden Form, Federkraft und Werkstoffwahl. Bestellungen bis 16:00 Uhr gehen am selben Tag in den Versand.