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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Federhülsen

Federhülsen sind die kleinste Bauform der federnden Druckstücke – kompakte Hülse mit Druckfeder und ballig oder spitz auslaufendem Stift. HUG führt das Sortiment von KIPP® in den Formen A, B und C aus vernickeltem Stahl und Edelstahl 1.4303 mit Druckfeder aus Federstahl 1.4310, für Rast-, Positionier- und Klemm­aufgaben im Vorrichtungsbau.
Andreas Selwitschka

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Andreas Selwitschka

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Wofür werden Federhülsen eingesetzt?

Federhülsen ersetzen aufwendige Eigenkonstruktionen aus Druckfeder + Stift + Bohrung. Sie erzeugen eine definierte Federkraft an einer Position und werden überall dort verwendet, wo:
  • Rastpositionen ohne Verschraubung gehalten werden sollen – Schwenkarme, Klappen, Drehteller
  • Werkstücke positioniert werden – Anschläge in Spannvorrichtungen
  • Toleranzen ausgeglichen werden – Federhülse drückt Werkstück gegen feste Anlage
  • Schnäpper-Funktionen nötig sind – Schnellverschluss von Klappen und Türen
  • Ratsch-Punkte in Verstell­mechaniken entstehen sollen – Drehknöpfe mit fühlbaren Stellungen

Bauarten und Formen

KIPP® bietet Federhülsen in drei Standardformen:
  • Form A: Abgerundeter Druckstift, ohne Bund – Standard­modell für Rast- und Positionier­anwendungen
  • Form B: Spitzer Druckstift, ohne Bund – für definierte Rast­position mit hoher Wiederhol­genauigkeit
  • Form C: Abgerundeter Druckstift mit Bund – Bund begrenzt die Einbautiefe

Material und Korrosionsschutz

  • Hülse Stahl vernickelt – für trockene Innenraum-Anwendungen
  • Hülse Edelstahl 1.4303 – für feuchte Bereiche, Lebensmittel, Reinraum
  • Druckfeder Federstahl 1.4310 – korrosions­beständig, hält Federkraft auch bei Feuchtigkeit

Maße und Federkraft

Die Standard-Hülsen von KIPP® decken den Außen­durchmesser-Bereich von ca. 2,2 bis 3 mm mit Längen von ca. 11 bis 16 mm ab. Anfangs- und End­federkraft, Nutzhub und Bohrungs­toleranz stehen im KIPP-Datenblatt der konkreten Ausführung.
  • Anfangsfederkraft: Kraft am Druckstift in voll ausgefahrener Stellung
  • Endfederkraft: Kraft in voll eingedrückter Stellung
  • Nutzhub: Maximaler Federweg des Druckstifts
Anpresskraft so wählen, dass das Werkstück sicher gehalten wird, die Bedienung aber ergonomisch bleibt.

Einbau in Pressitz

Federhülsen werden in eine glatte Bohrung eingepresst – kein Gewinde, keine Verschraubung. Das macht sie besonders wirtschaftlich in der Serienfertigung.
  • Bohrungstoleranz nach Hersteller­angabe (typisch H7 oder H8)
  • Pressitz mit leichtem Übermaß – Hülse wandert unter Federkraft nicht heraus
  • Bohrungstiefe ≥ Hülsenlänge + Hub, damit der Stift frei federn kann
  • Bei Aluminium- oder Kunststoff­trägern: Stahlbuchse einpressen, sonst weitet sich die Bohrung mit der Zeit auf

Federhülse oder federndes Druckstück mit Gewinde?

  • Federhülse: Pressitz in glatter Bohrung, sehr kompakt, kleine Federkraft, nicht justierbar – für kleine Rast- und Positionier­aufgaben
  • Federndes Druckstück mit Gewinde: Schraubsitz, größere Federkraft, Einschraubtiefe justierbar – für höhere Kräfte und nachträgliche Feinjustierung
Für höhere Federkräfte finden Sie die Kategorie federnde Druckstücke (glatt) oder federnde Druckstücke mit Innensechskant.

Typische Anwendungen

  • Vorrichtungsbau: Werkstück-Anschläge, Positionier­elemente
  • Werkzeug- und Formenbau: Auswerfer­halterungen, Justier­elemente
  • Maschinenbau: Schwenkarm-Rastung, Klapp­halterungen, Schalt­stellungen
  • Möbel und Haushalts­geräte: Drehknopf-Rastung, Schnäpper, Schubladen­anschläge
  • Medizintechnik: Edelstahl-Federhülsen für reinigungs­fähige Geräte

Ergänzende Normteile

FAQ – häufige Fragen zu Federhülsen

  • Wann Federhülse, wann Druckstück mit Gewinde? Federhülse für kleine, dauerhafte Rast- und Positionier­aufgaben mit kleiner Federkraft. Druckstück mit Gewinde, wenn die Vorspannung nachjustiert werden muss oder die Federkraft größer ist. Federhülsen sind die wirtschaftlichere Lösung in Serienfertigung.
  • Stahl oder Edelstahl? Vernickelter Stahl für trockene Innenraum-Anwendungen (Vorrichtungsbau, Möbel). Edelstahl 1.4303 für feuchte oder lebensmittel­berührende Bereiche, Reinraum und Medizintechnik. Die Druckfeder ist immer aus Federstahl 1.4310.
  • Wie tief darf die Bohrung sein? Mindestens Hülsenlänge + Nutzhub des Druckstifts. Bei zu flacher Bohrung kann der Stift nicht voll eindrücken – die Federkraft erhöht sich abrupt, das Bauteil wird beschädigt.
  • Kann ich eine Federhülse wieder ausbauen? Eingeschränkt. Die Hülse sitzt im Pressitz – bei der Demontage wird sie meist zerstört oder die Bohrung weitet sich auf. Plan-Wechsel: Federhülse bei Defekt durch eine identische ersetzen. Bei häufigem Tausch besser eine Variante mit Gewinde wählen.
  • Brauchen Federhülsen Schmierung? Nicht in der Regel, weil die Relativ­bewegung zwischen Hülse und Stift minimal ist. Bei Anwendungen mit häufiger Auslenkung (Schnäpper mit hoher Nutzung) kann eine kleine Menge Schmierfett auf den Stift den Verschleiß reduzieren.

Federhülsen bei HUG

HUG Technik und Sicherheit führt Federhülsen von KIPP® in den Formen A (rund), B (spitz) und C (mit Bund) – aus vernickeltem Stahl oder Edelstahl 1.4303 mit Druckfeder aus Federstahl 1.4310. Passend dazu finden Sie die Kategorien Federnde Druckstücke als komplette Bauarten­übersicht und Halte- und Raststücke. Bei Fragen zur passenden Form berät Sie das HUG-Team – Bestellungen bis 16 Uhr gehen noch am selben Tag in den Versand.