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Spannlager-Gehäuseeinheiten UCF-Serie

Diese Serie führt zwei Flanschgehäuse zusammen, die im normalen Flanschprogramm fehlen: eines mit Langloch für die nachträgliche Verstellung, eines mit dreieckigem Dreiloch-Flansch. HUG hält 39 dieser Einheiten für Wellen von 12 bis 55 Millimetern ab Lager.
Erwin Küfner

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Erwin Küfner

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FA und FH – zwei Gehäuse, zwei Aufgaben

Hinter der Kategorie stecken zwei klar unterscheidbare Gehäuseformen, und der Buchstabe hinter dem F sagt, welche gemeint ist.
  • FA – ovales Flanschlagergehäuse aus Grauguss mit einer Befestigungsbohrung und einem Langloch. Die Einheit lässt sich nach dem Anschrauben noch um die Länge des Langlochs verschieben. Im englischsprachigen Katalog heißt diese Bauform „adjustable flange cartridge unit". Mit 27 Einheiten ist sie die größere Gruppe im Sortiment.
  • FH – dreieckiges Flanschgehäuse aus Grauguss mit drei Befestigungsbohrungen. Der dritte Schraubpunkt nimmt Kippmomente auf, ohne dass ein voller Vierlochflansch nötig wird. Zwölf Einheiten liegen in dieser Form.
Beide Gehäuse sind über einen Schmiernippel nachschmierbar – anders als die Blechausführungen, die es in anderen Serien gibt. Wer stattdessen den klassischen quadratischen Vierlochflansch, den ovalen Zweilochflansch oder den runden Flansch sucht, findet diese Formen in der U-Serie der Flanschlager-Gehäuseeinheiten.

Was das Langloch bringt

Das Langloch im FA-Gehäuse ist der Grund, warum diese Einheiten im Spannlagerprogramm stehen und nicht bei den reinen Flanschlagern. Es erlaubt eine begrenzte Verschiebung der Lagerstelle, nachdem die Konstruktion bereits montiert ist. Typisch ist das an drei Stellen: beim Nachspannen eines kurzen Riemen- oder Kettentriebs, beim Ausrichten zweier Lagerstellen zueinander und beim Ausgleich von Fertigungstoleranzen im Rahmen. Statt Langlöcher in das Blech des Maschinenrahmens zu fräsen, bringt die Einheit die Verstellmöglichkeit gleich mit. Zur Abgrenzung: Für größere Verstellwege mit einer Spannspindel ist nicht das Langloch, sondern das echte Spannlagerkopfgehäuse mit Führungsnuten und Zugbolzen zuständig. Diese Bauform steht in der UCT-Serie. Das FA-Gehäuse deckt den kurzen Weg ab, das T-Gehäuse den langen.

Das Lager in der Einheit

In beiden Gehäuseformen sitzt derselbe Lagertyp: ein Einsatzlager der UC-Reihe. Es hat einen kugelig geschliffenen Außenring, der sich in der hohlkugeligen Gehäusebohrung selbst ausrichtet, und einen beidseitig verlängerten Innenring, der über zwei Gewindestifte auf der Welle klemmt. Die Gewindestifte stehen um 120 Grad versetzt und tragen eine gerändelte Ringschneide, die sich in die Welle drückt. Angezogen wird nach Gewindegröße: 5,5 Newtonmeter bei M6 mal 1, 11,5 Newtonmeter bei M8 mal 1, 22 Newtonmeter bei M10 mal 1,25 und 33 Newtonmeter bei M12 mal 1,25. Wer nach Gefühl anzieht, riskiert entweder eine durchrutschende Welle oder einen verspannten Innenring. Die Selbsteinstellung der Einheit gleicht Fluchtungsfehler von etwa zwei Grad aus – gedacht als einmalige Ausrichtung beim Einbau, nicht als dauernde Pendelbewegung im Betrieb. Standardeinsätze werden mit vergrößerter Lagerluft der Gruppe C3 gefertigt und sind für Betriebstemperaturen von minus 20 bis plus 100 Grad Celsius ausgelegt. Das Ersatzlager allein gibt es bei den Spannlagern und Gehäuselagern.

Baugröße und Hersteller

Die Baugröße steht in den letzten beiden Ziffern und wird mit fünf multipliziert: UCFA 205 passt auf 25 Millimeter, UCFA 208 auf 40, UCFA 211 auf 55. Nur die drei kleinsten Größen tanzen aus der Reihe – 201 steht für 12 Millimeter, 202 für 15 und 203 für 17. Vier Herstellersysteme liegen in dieser Kategorie nebeneinander: NSK mit 14 Einheiten, NTN mit elf, FAG mit acht und SNR mit sechs. Weil alle nach demselben Schema bezeichnen, sind die Hauptmaße vergleichbar; die angehängten Zusätze wie D1 oder ein vorangestelltes M sind dagegen herstellerspezifisch und beschreiben Ausführungsdetails. Für den Ersatzfall heißt das: Grundbezeichnung und Baugröße reichen meist zur Zuordnung, die Zusätze gehören zur Sicherheit mit auf die Bestellung. Einen Überblick über alle Bauformen des Programms gibt die Übersichtsseite Spannlager-Gehäuseeinheiten.

FAQ zur UCF-Serie

  • Was bedeutet UCFA? UC steht für das Einsatzlager mit Gewindestiftbefestigung, FA für das ovale Graugussgehäuse mit einer Befestigungsbohrung und einem Langloch. Die Zahl gibt die Baugröße an. UCFA 205 ist damit eine Einheit mit Gewindestiften im Innenring, verstellbarem Ovalflansch und 25 Millimetern Wellendurchmesser.
  • Was ist der Unterschied zwischen UCFA und UCFH? Nur das Gehäuse. UCFA hat einen ovalen Flansch mit zwei Befestigungspunkten, von denen einer als Langloch ausgeführt ist und die Verschiebung erlaubt. UCFH hat einen dreieckigen Flansch mit drei runden Bohrungen und liegt damit fest. Das Lager im Inneren ist bei beiden dasselbe.
  • Worin unterscheidet sich UCFA von UCFL? Beide haben einen ovalen Zweilochflansch, aber UCFL hat zwei runde Bohrungen und wird deshalb im Flanschlagerprogramm geführt. Beim UCFA ist eine der beiden Aufnahmen ein Langloch, wodurch sich die Lagerstelle nach der Montage noch verschieben lässt. Der Unterschied ist also die Verstellbarkeit, nicht die Grundform.
  • Welche Baugröße brauche ich? Die letzten beiden Ziffern mal fünf ergeben den Wellendurchmesser in Millimetern: 204 gleich 20, 207 gleich 35, 210 gleich 50. Ausnahmen sind nur 201 mit 12, 202 mit 15 und 203 mit 17 Millimetern. Gemessen wird an der Welle, danach wird das Lochbild der Anschlusskonstruktion geprüft.
  • Mit welchem Moment ziehe ich die Gewindestifte an? Nach Gewindegröße: 5,5 Newtonmeter bei M6 mal 1, 11,5 bei M8 mal 1, 22 bei M10 mal 1,25 und 33 bei M12 mal 1,25. Beide Stifte werden gleichmäßig angezogen. Zu wenig Moment lässt die Welle durchrutschen, zu viel verspannt den Innenring und verkleinert die Lagerluft.
  • Sind die Einheiten nachschmierbar? Ja, die Graugussgehäuse dieser Serie haben eine Gewindebohrung für den Schmiernippel. Ab Werk ist der Lagereinsatz lebensdauergeschmiert, unter normalen Bedingungen ist Nachschmieren nicht zwingend. Bei Staub, Feuchtigkeit oder hoher Last verlängert regelmäßiges Nachfetten in kleinen Mengen die Lebensdauer spürbar.
  • Wie viel Schiefstellung verträgt die Einheit? Nachschmierbare Gehäuselager gleichen Fluchtungsfehler von rund zwei Grad aus. Diese Selbsteinstellung ist für die einmalige Ausrichtung beim Einbau gedacht. Pendelt die Welle im Betrieb dauernd in der Gehäusekalotte, verschleißt der Lagersitz und die Einheit wird laut.
  • Kann ich Hersteller mischen? In Hauptmaßen und Lochbild sind gleich bezeichnete Einheiten der vier hier vertretenen Systeme in der Regel vergleichbar. Unterschiede gibt es bei Dichtung, Fettfüllung und Toleranzen sowie bei den Zusätzen hinter der Grundbezeichnung. Für einen reinen Ersatzfall genügt meist die Grundbezeichnung, im Zweifel hilft der Abgleich über unsere technische Beratung.
  • Was tun, wenn das Langloch nicht ausreicht? Dann ist die Verstellaufgabe zu groß für ein Flanschgehäuse. Für längere Wege gibt es Spannlagerkopfeinheiten, die in einem Spannrahmen laufen und über einen Zugbolzen bewegt werden. Deren Verstellweg ist nicht durch das Gehäuse begrenzt, sondern durch die Länge des Rahmens.

UCF-Einheiten bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus dieser Serie liegen 39 Spannlager-Gehäuseeinheiten ab Lager – 27 in der verstellbaren FA-Form und zwölf mit dreieckigem FH-Flansch, für Wellen von 12 bis 55 Millimetern, aus vier Herstellersystemen. Passend dazu:
  • UCT-Serie – Spannlagerkopfeinheiten, wenn der Verstellweg über das Langloch hinausgeht.
  • Flanschlager U-Serie – dieselben Lager in quadratischen, ovalen und runden Flanschgehäusen.
  • Spannlager und Gehäuselager – das Einsatzlager einzeln, wenn nur das Lager getauscht wird.
  • Wälzlagerfett – zum Nachschmieren über den Schmiernippel am Gehäuse.
Was HUG ausmacht: vier Herstellersysteme aus einer Hand und technische Beratung, wenn aus einer alten Prägung am Gehäuse der passende aktuelle Typ ermittelt werden muss. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.