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Stopfen und Kappen

Stopfen und Kappen verschließen offene Leitungsenden druckdicht. Der Unterschied liegt im Gewinde: Stopfen tragen Außengewinde und schrauben in ein Innengewinde-Fitting hinein. Kappen besitzen Innengewinde und setzen auf ein Rohrende oder einen Nippel auf.

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Andreas Selwitschka

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Andreas Selwitschka

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Stopfen (Außengewinde)

Gewindestopfen verschließen unbenutzte Abzweige an T-Stücken, Kreuzstücken oder Muffen. Sie werden in das Innengewinde des offenen Anschlusses geschraubt und mit Hanf, PTFE-Band oder anaerober Dichtpaste abgedichtet. Typische Ausführungen:
  • Sechskant-Stopfen: Standardform, mit Schraubenschlüssel oder Rohrzange anzuziehen
  • Vierkant-Stopfen: Bündiger Abschluss, baut weniger auf
  • Rundstopfen: Für Anwendungen ohne regelmäßiges Lösen, glatte Außenfläche
Stopfen dienen auch als vorübergehender Verschluss während der Bauphase: Ein Leitungsabschnitt wird druckgeprüft, bevor die endgültige Armatur montiert ist.

Kappen (Innengewinde)

Rohrkappen setzen auf das freie Außengewinde eines Rohrendes oder Doppelgewindenippels auf. Sie bilden den druckfesten Abschluss einer Stichleitung oder eines toten Endes. Kappen schützen das Gewinde zusätzlich vor mechanischer Beschädigung und Verschmutzung. In Druckluftnetzen verhindern sie das Eintreten von Feuchtigkeit und Staub in stillgelegte Leitungsabschnitte. In Trinkwasserleitungen stellen sie den hygienischen Abschluss sicher.

Stopfen oder Kappe?

Die Wahl hängt ausschließlich vom vorhandenen Gewinde ab:
  • Offenes Innengewinde (z.B. freier Abzweig am T-Stück) → Stopfen
  • Offenes Außengewinde (z.B. Rohrende) → Kappe
Beide Formstücke sind in verzinkter Ausführung für Trinkwasser und in schwarzer Ausführung für Heizung und Druckluft erhältlich.

Nennweiten und Normen

Stopfen und Kappen aus Temperguss sind in den Nennweiten 1/4" bis 2" verfügbar. Die Gewinde entsprechen DIN EN ISO 49 (Temperguss) und DIN EN 10226 (Rohrgewinde). Stopfen werden mit Hanf, PTFE-Band oder anaerober Dichtpaste eingedichtet. Kappen dichten über das Innengewinde am Rohraußengewinde ab. Beim temporären Verschluss während der Bauphase empfiehlt sich eine Markierung der Stopfen, die später wieder entfernt werden. Vergessene Blindstopfen in T-Stück-Abzweigen sind eine häufige Fehlerquelle bei Druckprüfungen – das Medium fließt, aber der Abzweig bleibt tot.

Stopfen und Kappen bei HUG

HUG Technik und Sicherheit führt Stopfen und Kappen aus Temperguss in allen Standardnennweiten. Ergänzend finden Sie im Sortiment Gegenmuttern zur axialen Sicherung und Flachdichtungen für die zuverlässige Abdichtung flachdichtender Verbindungen.