Stopfen und Kappen
Stopfen und Kappen verschließen offene Leitungsenden druckdicht. Der Unterschied liegt im Gewinde: Stopfen tragen Außengewinde und schrauben in ein Innengewinde-Fitting hinein. Kappen besitzen Innengewinde und setzen auf ein Rohrende oder einen Nippel auf.
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Technische Infos
Stopfen (Außengewinde)
Gewindestopfen verschließen unbenutzte Abzweige an T-Stücken, Kreuzstücken oder Muffen. Sie werden in das Innengewinde des offenen Anschlusses geschraubt und mit Hanf, PTFE-Band oder anaerober Dichtpaste abgedichtet. Typische Ausführungen:- Sechskant-Stopfen: Standardform, mit Schraubenschlüssel oder Rohrzange anzuziehen
- Vierkant-Stopfen: Bündiger Abschluss, baut weniger auf
- Rundstopfen: Für Anwendungen ohne regelmäßiges Lösen, glatte Außenfläche
Kappen (Innengewinde)
Rohrkappen setzen auf das freie Außengewinde eines Rohrendes oder Doppelgewindenippels auf. Sie bilden den druckfesten Abschluss einer Stichleitung oder eines toten Endes. Kappen schützen das Gewinde zusätzlich vor mechanischer Beschädigung und Verschmutzung. In Druckluftnetzen verhindern sie das Eintreten von Feuchtigkeit und Staub in stillgelegte Leitungsabschnitte. In Trinkwasserleitungen stellen sie den hygienischen Abschluss sicher.Stopfen oder Kappe?
Die Wahl hängt ausschließlich vom vorhandenen Gewinde ab:- Offenes Innengewinde (z.B. freier Abzweig am T-Stück) → Stopfen
- Offenes Außengewinde (z.B. Rohrende) → Kappe
