Gewindekombinationen
Winkel gibt es in drei Anschlusskonfigurationen. Welche Variante passt, hängt davon ab, was an beiden Seiten des Winkels angeschlossen wird:
- IG/IG (Innengewinde/Innengewinde): Beide Anschlüsse nehmen Rohrenden oder Doppelgewindenippel auf. Die Standardform für die meisten Eckverbindungen.
- IG/AG (Innengewinde/Außengewinde): Eine Seite nimmt ein Rohr auf, die andere schraubt direkt in ein vorhandenes IG-Fitting. Das spart einen zusätzlichen Nippel und verkürzt den Einbauweg.
- Reduzier-Winkel: Zwei unterschiedliche Nennweiten in einem Formstück. Kombiniert Richtungsänderung und Nennweitenübergang in einem Schritt – etwa Rp 1" auf Rp 3/4".
Wann Winkel, wann Bogen?
Kompaktheit ist der Hauptvorteil des Winkels. Wo zwischen Wand und Leitung nur wenige Zentimeter Platz sind, passt ein Winkel, wo ein
Bogen mit seinem größeren Kurvenradius nicht mehr hineinpasst.
Der Preis für die Kompaktheit: höherer Druckverlust. Die abrupte 90°-Umlenkung erzeugt Turbulenzen in der Strömung. In Trinkwasserleitungen mit niedrigem Durchfluss spielt das kaum eine Rolle. In Druckluftnetzen mit langen Leitungswegen und vielen Richtungswechseln können sich die Einzelverluste jedoch summieren. Dort lohnt sich der Einsatz von Bögen an den strömungskritischen Stellen.
Montagehinweis
Beim Verschrauben von Winkeln das Fitting gegen Verdrehen sichern: Mit einer Rohrzange am Sechskant des Winkels gegenhalten, während das Rohr eingeschraubt wird. Andernfalls kann sich ein bereits montierter Winkel mitdrehen und benachbarte Verbindungen lösen. Die Abdichtung erfolgt wie bei allen zylindrischen Rohrgewinden mit Hanf, PTFE-Band oder anaerober Dichtpaste.
Winkel bei HUG
HUG Technik und Sicherheit führt Winkel aus Temperguss in verzinkter und schwarzer Ausführung – als 90°-Winkel IG/IG, IG/AG und als Reduzier-Winkel. Gemeinsam mit
Verschraubungen,
T-Stücken und
Stopfen bilden Winkel das Kernsortiment für den Aufbau kompletter Gewinderohr-Installationen.