Kurbeln
Kurbeln wandeln Drehbewegung in lineare Verstellung um – manuell, ohne Antrieb, mit voller Kontrolle über Geschwindigkeit und Position. An Werkzeugmaschinen, Verstelltischen, Spindeln und Vorrichtungen ermöglichen Handkurbeln die feinfühlige Positionierung schwerer Bauteile.Technische Infos
Bauarten – welche Kurbel für welche Anwendung?
- Klappkurbeln: Lassen sich nach Gebrauch einklappen. Stehen nicht über die Maschinenkontur hinaus – verhindert Verletzungen durch rotierende Griffe und spart Platz. Standard an Fräsmaschinen, Schleifmaschinen und Drehbänken.
- Feststehende Kurbeln: Dauerhaft erreichbarer Griff für häufiges, schnelles Verstellen. An Hubwagen, Tischhöhenverstellungen und Spindelpressen. Sofortiges Zugreifen ohne Entriegelung.
- Kurbeln mit Positionsanzeiger: Mechanische oder digitale Anzeige des aktuellen Spindelwegs oder Drehwinkels in Echtzeit. Reproduzierbare Einstellungen ohne separates Messmittel – unverzichtbar in der Serienfertigung.
- Sicherheitskurbeln: Rutschkupplung oder Rückdrehmechanismus. Bei unerwartetem Widerstand – blockierte Spindel – gibt die Kupplung nach und verhindert Handverletzungen. Vorgeschrieben, wo motorische Antriebe manuell überbrückt werden.
Materialien und Wellenanschluss
Kurbelkörper bestehen aus drei Werkstoffen:- Aluminium-Druckguss: Bestes Verhältnis aus Gewicht und Steifigkeit. Standardwerkstoff für industrielle Kurbeln.
- Stahlblech: Höhere Belastbarkeit bei Schwerlastanwendungen.
- Kunststoff (Duroplast): Leicht, elektrisch isolierend, preisgünstig. Für leichte Verstellaufgaben.
