Festflansche Stahl
Der Festflansch ist fest mit dem Schlaucheinband verbunden — eine Einheit ohne bewegliche Teile, robust und günstig. HUG Technik führt die verzinkte Stahl-Ausführung von NORRES für Schalen- und Schelleneinband nach DIN 2817 und EN 1092-1 in 14 Nennweiten von DN 19 bis DN 305, überwiegend für PN 10/16. Die Verzinkung schützt vor Rost, ohne den Preis eines Edelstahlteils aufzurufen.Technische Infos
Inhalt im Überblick
Verzinkter Stahl als Standard
Stahl bringt die Festigkeit mit, die eine Flanschverbindung unter Druck braucht, ist aber ohne Schutzschicht rostanfällig. Die Verzinkung schließt diese Lücke: Sie legt eine Zinkschicht auf das Bauteil, die den Stahl vor Feuchtigkeit abschirmt und zusätzlich kathodisch schützt — kleine Kratzer rosten also nicht sofort weiter, weil das Zink in der Umgebung als Opferanode wirkt. Dazu kommt ein Kostenargument, das bei größeren Nennweiten deutlich zu Buche schlägt: Ein Flansch in DN 250 oder DN 305 ist ein massives Bauteil, und der Werkstoffpreis macht den Hauptteil des Artikelpreises aus. Zwischen verzinktem Stahl und Edelstahl liegt hier ein Vielfaches — bei einer Anlage mit mehreren Anschlüssen summiert sich das schnell. Für den überwiegenden Teil der Anwendungen ist verzinkter Stahl genau die richtige Balance. Absauganlagen in Werkstatt und Produktion, Förderleitungen für Schüttgut, Bauwasser- und Baustellenschläuche, Silo- und Tankwagenverladung: Überall dort steht der Flansch in normaler Industrieumgebung, und verzinkter Stahl hält problemlos über die Lebensdauer des Schlauchs. Erst wenn Chemikalien, Salzwasser, Lebensmittelkontakt oder häufige Nassreinigung ins Spiel kommen, stößt die Zinkschicht an ihre Grenze — dann sind die Edelstahl-Festflansche die richtige Wahl.Nennweiten und Sonderfälle
14 Nennweiten decken metrische wie zöllige Schlauchgrößen ab. Zwei Größen weichen dabei von der Regel ab, was bei der Auswahl wichtig ist:| Nennweite | Druckstufe | Einbandart |
|---|---|---|
| DN 19 | PN 10/16 | nur Schaleneinband |
| DN 25 bis DN 254 | PN 10/16 | Schalen- und Schelleneinband |
| DN 305 | PN 10 | nur Schelleneinband (Ausführung mit Kammern) |
Richtig bestellen
Drei Angaben genügen für die Bestellung:- Nennweite: immer nach dem Schlauchinnendurchmesser, nicht nach dem Rohrmaß der Gegenseite. Achtung bei DN 100 und DN 102 — die eine ist metrisch, die andere zöllig.
- Einbandart: Schale oder Schelle, abhängig von Schlauchtyp und Betriebsart. Die Details dazu erklärt die Schwesterseite Losflansche Stahl.
- Fest oder los: Festflansch, wenn die Winkellage frei wählbar ist oder der Schlauch beim Einbau gedreht werden kann; Losflansch, wenn an einem fest montierten Gegenflansch ausgerichtet werden muss.
FAQ zu Festflanschen aus Stahl
- Was ist ein Festflansch? Ein Flansch, der fest mit dem Einband am Schlauchende verbunden ist und sich nicht drehen lässt. Die Winkellage des Lochbilds steht damit von vornherein fest. Der Vorteil ist die einfache, robuste Bauweise ohne bewegliche Teile — der Nachteil, dass beim Anschluss an einen montierten Gegenflansch der Schlauch selbst gedreht werden muss.
- Wann reicht verzinkter Stahl? In normaler Industrieumgebung praktisch immer: Absauganlagen, Schüttgutförderung, Bauwasser, Werkstatt und Verladung. Die Zinkschicht schützt den Stahl vor Feuchtigkeit und rostet an kleinen Kratzern nicht weiter. Grenzen erreicht sie bei Chemikalien, Salzwasser, Lebensmittelkontakt und häufiger Nassreinigung — dort gehört Edelstahl hin.
- Warum ist DN 305 nur für Schelleneinband? Diese Größe ist laut Hersteller mit Kammern ausgeführt — einer Innengeometrie, die für den Schelleneinband ausgelegt ist. Ein Schaleneinband lässt sich damit nicht sauber herstellen. Wer in 12 Zoll arbeitet, plant also von Anfang an mit Schellen. Zugleich ist DN 305 auf PN 10 begrenzt statt auf PN 10/16 wie die übrigen Größen.
- Was bedeutet DIN 2817? Das ist die Norm für Schlaucharmaturen mit Schellen- und Schaleneinband — sie legt fest, wie Armaturen dauerhaft und druckfest auf Schlauchenden befestigt werden. In Verbindung mit EN 1092-1, der Norm für Flanschmaße, ergibt sich daraus ein Anschluss, der an gängige Rohrleitungs- und Anlagenflansche passt. Beide Angaben stehen so in den Herstellerdaten.
- Kann ich Fest- und Losflansch mischen? Ja, und in vielen Fällen ist genau das die praktischste Lösung: Festflansch auf der einen Schlauchseite, Losflansch auf der anderen. Beide haben dasselbe Lochbild und passen an denselben Gegenflansch. So bleibt eine Seite ausrichtbar, ohne dass beide Seiten die aufwendigere Bauart brauchen.
- Welche Nennweite passt zu meinem Schlauch? Die, die dem Schlauchinnendurchmesser entspricht. Bei metrischen Schläuchen sind das DN 19 bis DN 250, bei Zollschläuchen die Zwischengrößen DN 102, 152, 203, 254 und 305. Der Wert steht in der Regel auf dem Schlauchmantel aufgedruckt; fehlt er, hilft ein Blick ins Datenblatt des Schlauchtyps.
- Sind das PVC-Klebeflansche oder Futterrohre? Nein. Klebeflansche für PVC-Rohre und Fest-/Losflansch-Futterrohre für Gebäudedurchführungen sind eigene Produktgattungen, die HUG hier nicht führt. Diese Kategorie enthält ausschließlich Schlaucharmaturen aus verzinktem Stahl nach DIN 2817, die auf ein Schlauchende eingebunden werden.
- Wie halte ich die Verbindung dicht? Zwischen die beiden Flanschblätter gehört eine Flachdichtung passend zur Nennweite, und die Schrauben werden über Kreuz und gleichmäßig angezogen — einseitiges Festziehen verzieht das Flanschblatt und macht die Verbindung undicht. Passende Flachdichtungen führt HUG im Bereich Stahl- und Tempergussfittings.
Festflansche aus Stahl bei HUG – 14 Nennweiten ab Lager
Die Baureihe stammt von NORRES Schlauchtechnik — Flansch, Einband und Schlauch kommen damit aus einem System und passen beim Konfektionieren zusammen. Passend dazu finden Sie im Sortiment:- Flansche im Überblick – Bauarten, Normen und Nennweiten im Vergleich.
