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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Losflansche Stahl

Der Losflansch sitzt lose auf dem Schlaucheinband und lässt sich frei drehen — genau das ist sein Zweck: Beim Anschluss an eine bestehende Rohrleitung müssen die Schraubenlöcher nicht erst mühsam ausgerichtet werden, der Flansch dreht sich einfach in Position. HUG Technik führt die verzinkten Stahl-Losflansche von NORRES für Schalen- und Schelleneinband nach DIN 2817 und EN 1092-1, in 14 Nennweiten von DN 19 bis DN 305 für PN 10/16.
Thomas Klosik

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Thomas Klosik

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Warum drehbar der Unterschied ist

Ein Schlauch mit Flanschanschluss besteht aus zwei Teilen: dem Einband, der fest auf dem Schlauchende sitzt, und dem Flansch, der die Verschraubung zum Gegenstück herstellt. Beim Festflansch sind beide fest verbunden — das Lochbild steht damit unverrückbar in einer bestimmten Winkellage. Beim Losflansch dagegen liegt der Flanschring lose über einem Bund und lässt sich um die Schlauchachse drehen. In der Praxis entscheidet das über Minuten oder Stunden. Wird ein konfektionierter Schlauch an einen bereits montierten Gegenflansch angeschlossen, müssen alle Schraubenlöcher exakt fluchten. Beim Losflansch wird der Ring einfach gedreht, bis es passt. Beim Festflansch muss stattdessen der ganze Schlauch verdreht werden — was bei kurzen, steifen Saugschläuchen oder in engen Trassen schlicht nicht geht. Deshalb sitzt in der Praxis oft auf einer Schlauchseite ein Festflansch und auf der anderen ein Losflansch. Ein zweiter Vorteil zeigt sich beim Tausch: Muss ein Schlauch ausgebaut werden, lässt sich der Losflansch nach dem Lösen der Schrauben zurückschieben, statt ihn im Ganzen aus der Trasse zu ziehen. Bei Wartungsarbeiten an Absauganlagen oder Verladestationen, wo dieselbe Verbindung immer wieder geöffnet wird, spart das jedes Mal Zeit — und schont das Schlauchende, das beim Verdrehen sonst mitleidet.

Schaleneinband oder Schelleneinband

Beide Einbandarten befestigen den Flansch dauerhaft und druckfest auf dem Schlauchende — sie unterscheiden sich in der Technik:
  • Schaleneinband: Zwei geformte Halbschalen umschließen das Schlauchende und werden verschraubt. Sie greifen großflächig in die Schlauchwand und halten auch bei Unterdruck sicher — die übliche Wahl für Saugschläuche.
  • Schelleneinband: Der Schlauch wird über eine Tülle geschoben und mit Schellen verspannt. Schneller montiert, ideal für Druckanwendungen mit weicheren Schlauchtypen.
Die meisten Losflansche im Sortiment sind laut Herstellerangabe für beide Einbandarten geeignet — nur die kleinste Größe DN 19 ist ausdrücklich für den Schaleneinband ausgewiesen. Welche Variante infrage kommt, hängt vom Schlauchtyp und der Beanspruchung ab: Saugbetrieb mit Unterdruck spricht für die Schale, reiner Druckbetrieb erlaubt die Schelle. Für die Bestellung heißt das: Flansch und Einband sind zwei Positionen, die zusammenpassen müssen. Wer einen Schlauch konfektionieren lässt, gibt am besten Schlauchtyp, Innendurchmesser und die vorgesehene Betriebsart durch — daraus ergibt sich die Kombination von selbst. Die technischen Details zur jeweiligen Ausführung stehen bei jedem Artikel; den Systemüberblick über alle Flanschbauarten in der Armaturentechnik bei HUG gibt die Elternseite Flansche.

Die 14 Nennweiten

Das Sortiment deckt die gängigen Schlauchinnendurchmesser der Industrie- und Absaugtechnik ab:
BereichNennweitenTypischer Einsatz
kleinDN 19, 25, 32, 38Zuleitungen, Dosier- und Absaugschläuche
mittelDN 50, 63, 75, 100, 102Förder- und Saugschläuche im Anlagenbau
großDN 125, 152, 203, 254, 305Absauganlagen, Silo- und Tankwagenverladung
Die Nennweite richtet sich immer nach dem Schlauchinnendurchmesser, nicht nach dem Rohrdurchmesser der Gegenseite. Zöllige Zwischengrößen wie DN 102, 152, 203, 254 und 305 stammen aus der angloamerikanischen Schlauchnormung (4", 6", 8", 10" und 12") und sind in der Absaug- und Schüttguttechnik verbreitet — wer einen Zollschlauch hat, findet hier die passende Größe, statt auf metrisch umsteigen zu müssen. Wichtig ist die saubere Trennung von DN 100 und DN 102: Beide stehen im Sortiment, meinen aber unterschiedliche Schläuche — DN 100 den metrischen Vier-Zoll-Ersatz, DN 102 den echten Zollschlauch. Wer hier danebengreift, hält einen Flansch in der Hand, der sich nicht sauber einbinden lässt. Der Schlauchaufdruck oder das Datenblatt des Schlauchherstellers gibt die richtige Zahl vor. Für die passenden Schläuche selbst — Saug-, Förder- und Absaugschläuche in genau diesen Nennweiten — ist der Bereich Spiralschläuche die richtige Adresse.

FAQ zu Losflanschen

  • Was ist ein Losflansch? Ein Flanschring, der lose auf dem Schlaucheinband sitzt und sich um die Schlauchachse drehen lässt. Dadurch kann das Lochbild beim Anschluss frei zum Gegenflansch ausgerichtet werden, ohne den Schlauch selbst zu verdrehen. Fest verbunden mit dem Schlauch ist nur der Einband darunter — der Flansch übernimmt allein die Verschraubung.
  • Wann Losflansch, wann Festflansch? Losflansch immer dann, wenn beim Anschluss ausgerichtet werden muss — also praktisch bei jedem konfektionierten Schlauch, der an eine feste Anlage geht. Festflansch, wenn die Winkellage ohnehin egal ist oder der Schlauch beim Einbau frei gedreht werden kann. Verbreitet ist die Kombination: Festflansch auf der einen, Losflansch auf der anderen Schlauchseite.
  • Was bedeutet Schalen- und Schelleneinband? Das sind die zwei Arten, den Flansch auf dem Schlauch zu befestigen. Beim Schaleneinband umschließen zwei verschraubte Halbschalen das Schlauchende großflächig — sicher auch bei Unterdruck. Beim Schelleneinband sitzt der Schlauch auf einer Tülle und wird mit Schellen verspannt. Die meisten Losflansche im Sortiment sind für beide Arten geeignet.
  • Welche Nennweite brauche ich? Die des Schlauchs, nicht die der Rohrleitung: Maßgeblich ist der Schlauchinnendurchmesser. Das Sortiment reicht von DN 19 bis DN 305 und enthält neben den metrischen auch die zölligen Zwischengrößen DN 102, 152, 203, 254 und 305 für Schläuche nach Zollmaß. Im Zweifel den Schlauch messen oder die Aufdruckangabe ablesen.
  • Was heißt PN 10/16 bei diesen Flanschen? Die Angabe bezieht sich auf das Lochbild: Die Flansche passen zu Gegenflanschen der Druckstufen PN 10 und PN 16, weil beide in diesen Nennweiten dasselbe Bohrbild haben. Die zulässige Belastung der Verbindung bestimmt dabei immer das schwächste Glied — in der Regel der Schlauch selbst, nicht der Flansch.
  • Passen die Flansche an normale Rohrflansche? Ja, das ist ihr Zweck: Lochbild und Abmessungen folgen laut Hersteller DIN 2817 in Verbindung mit EN 1092-1, der Norm für Rohrleitungsflansche. Damit lässt sich ein konfektionierter Schlauch direkt an einen Anlagen- oder Rohrleitungsflansch derselben Nennweite und Druckstufe anschrauben.
  • Sind das Losflansche mit Vorschweißbund? Nein. Losflansche für Rohrleitungen, die auf einen angeschweißten Bördel- oder Vorschweißbund gesetzt werden, sind eine andere Produktgattung — die führt HUG in dieser Kategorie nicht. Hier geht es um Schlaucharmaturen nach DIN 2817: Der Flansch sitzt auf einem Schalen- oder Schelleneinband am Schlauchende, nicht auf einem Schweißteil.
  • Warum verzinkter Stahl? Die Verzinkung schützt den Flansch vor Rost, ohne den Preis eines Edelstahlteils aufzurufen — der wirtschaftliche Standard für Absaug-, Förder- und Bauanwendungen. Wo Chemikalien, Salzwasser oder Lebensmittelkontakt im Spiel sind oder regelmäßig gereinigt wird, führt der Weg zu den Edelstahl-Ausführungen.

Losflansche bei HUG – 14 Nennweiten ab Lager

Die Baureihe stammt von NORRES Schlauchtechnik — mit dem Vorteil, dass Flansch, Einband und Schlauch aus einer Systematik kommen und beim Konfektionieren zusammenpassen. Passend dazu finden Sie im Sortiment: Was HUG Technik und Sicherheit ausmacht: Beratung zur Kombination aus Schlauchtyp, Einbandart und Flansch — die drei Teile müssen zusammenpassen, sonst hält die Verbindung nicht. Bestellungen, die werktags bis 16 Uhr eingehen, verlassen noch am selben Tag das Lager in Ergolding.