Losflansche Stahl
Der Losflansch sitzt lose auf dem Schlaucheinband und lässt sich frei drehen — genau das ist sein Zweck: Beim Anschluss an eine bestehende Rohrleitung müssen die Schraubenlöcher nicht erst mühsam ausgerichtet werden, der Flansch dreht sich einfach in Position. HUG Technik führt die verzinkten Stahl-Losflansche von NORRES für Schalen- und Schelleneinband nach DIN 2817 und EN 1092-1, in 14 Nennweiten von DN 19 bis DN 305 für PN 10/16.Technische Infos
Inhalt im Überblick
Warum drehbar der Unterschied ist
Ein Schlauch mit Flanschanschluss besteht aus zwei Teilen: dem Einband, der fest auf dem Schlauchende sitzt, und dem Flansch, der die Verschraubung zum Gegenstück herstellt. Beim Festflansch sind beide fest verbunden — das Lochbild steht damit unverrückbar in einer bestimmten Winkellage. Beim Losflansch dagegen liegt der Flanschring lose über einem Bund und lässt sich um die Schlauchachse drehen. In der Praxis entscheidet das über Minuten oder Stunden. Wird ein konfektionierter Schlauch an einen bereits montierten Gegenflansch angeschlossen, müssen alle Schraubenlöcher exakt fluchten. Beim Losflansch wird der Ring einfach gedreht, bis es passt. Beim Festflansch muss stattdessen der ganze Schlauch verdreht werden — was bei kurzen, steifen Saugschläuchen oder in engen Trassen schlicht nicht geht. Deshalb sitzt in der Praxis oft auf einer Schlauchseite ein Festflansch und auf der anderen ein Losflansch. Ein zweiter Vorteil zeigt sich beim Tausch: Muss ein Schlauch ausgebaut werden, lässt sich der Losflansch nach dem Lösen der Schrauben zurückschieben, statt ihn im Ganzen aus der Trasse zu ziehen. Bei Wartungsarbeiten an Absauganlagen oder Verladestationen, wo dieselbe Verbindung immer wieder geöffnet wird, spart das jedes Mal Zeit — und schont das Schlauchende, das beim Verdrehen sonst mitleidet.Schaleneinband oder Schelleneinband
Beide Einbandarten befestigen den Flansch dauerhaft und druckfest auf dem Schlauchende — sie unterscheiden sich in der Technik:- Schaleneinband: Zwei geformte Halbschalen umschließen das Schlauchende und werden verschraubt. Sie greifen großflächig in die Schlauchwand und halten auch bei Unterdruck sicher — die übliche Wahl für Saugschläuche.
- Schelleneinband: Der Schlauch wird über eine Tülle geschoben und mit Schellen verspannt. Schneller montiert, ideal für Druckanwendungen mit weicheren Schlauchtypen.
Die 14 Nennweiten
Das Sortiment deckt die gängigen Schlauchinnendurchmesser der Industrie- und Absaugtechnik ab:| Bereich | Nennweiten | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| klein | DN 19, 25, 32, 38 | Zuleitungen, Dosier- und Absaugschläuche |
| mittel | DN 50, 63, 75, 100, 102 | Förder- und Saugschläuche im Anlagenbau |
| groß | DN 125, 152, 203, 254, 305 | Absauganlagen, Silo- und Tankwagenverladung |
FAQ zu Losflanschen
- Was ist ein Losflansch? Ein Flanschring, der lose auf dem Schlaucheinband sitzt und sich um die Schlauchachse drehen lässt. Dadurch kann das Lochbild beim Anschluss frei zum Gegenflansch ausgerichtet werden, ohne den Schlauch selbst zu verdrehen. Fest verbunden mit dem Schlauch ist nur der Einband darunter — der Flansch übernimmt allein die Verschraubung.
- Wann Losflansch, wann Festflansch? Losflansch immer dann, wenn beim Anschluss ausgerichtet werden muss — also praktisch bei jedem konfektionierten Schlauch, der an eine feste Anlage geht. Festflansch, wenn die Winkellage ohnehin egal ist oder der Schlauch beim Einbau frei gedreht werden kann. Verbreitet ist die Kombination: Festflansch auf der einen, Losflansch auf der anderen Schlauchseite.
- Was bedeutet Schalen- und Schelleneinband? Das sind die zwei Arten, den Flansch auf dem Schlauch zu befestigen. Beim Schaleneinband umschließen zwei verschraubte Halbschalen das Schlauchende großflächig — sicher auch bei Unterdruck. Beim Schelleneinband sitzt der Schlauch auf einer Tülle und wird mit Schellen verspannt. Die meisten Losflansche im Sortiment sind für beide Arten geeignet.
- Welche Nennweite brauche ich? Die des Schlauchs, nicht die der Rohrleitung: Maßgeblich ist der Schlauchinnendurchmesser. Das Sortiment reicht von DN 19 bis DN 305 und enthält neben den metrischen auch die zölligen Zwischengrößen DN 102, 152, 203, 254 und 305 für Schläuche nach Zollmaß. Im Zweifel den Schlauch messen oder die Aufdruckangabe ablesen.
- Was heißt PN 10/16 bei diesen Flanschen? Die Angabe bezieht sich auf das Lochbild: Die Flansche passen zu Gegenflanschen der Druckstufen PN 10 und PN 16, weil beide in diesen Nennweiten dasselbe Bohrbild haben. Die zulässige Belastung der Verbindung bestimmt dabei immer das schwächste Glied — in der Regel der Schlauch selbst, nicht der Flansch.
- Passen die Flansche an normale Rohrflansche? Ja, das ist ihr Zweck: Lochbild und Abmessungen folgen laut Hersteller DIN 2817 in Verbindung mit EN 1092-1, der Norm für Rohrleitungsflansche. Damit lässt sich ein konfektionierter Schlauch direkt an einen Anlagen- oder Rohrleitungsflansch derselben Nennweite und Druckstufe anschrauben.
- Sind das Losflansche mit Vorschweißbund? Nein. Losflansche für Rohrleitungen, die auf einen angeschweißten Bördel- oder Vorschweißbund gesetzt werden, sind eine andere Produktgattung — die führt HUG in dieser Kategorie nicht. Hier geht es um Schlaucharmaturen nach DIN 2817: Der Flansch sitzt auf einem Schalen- oder Schelleneinband am Schlauchende, nicht auf einem Schweißteil.
- Warum verzinkter Stahl? Die Verzinkung schützt den Flansch vor Rost, ohne den Preis eines Edelstahlteils aufzurufen — der wirtschaftliche Standard für Absaug-, Förder- und Bauanwendungen. Wo Chemikalien, Salzwasser oder Lebensmittelkontakt im Spiel sind oder regelmäßig gereinigt wird, führt der Weg zu den Edelstahl-Ausführungen.
Losflansche bei HUG – 14 Nennweiten ab Lager
Die Baureihe stammt von NORRES Schlauchtechnik — mit dem Vorteil, dass Flansch, Einband und Schlauch aus einer Systematik kommen und beim Konfektionieren zusammenpassen. Passend dazu finden Sie im Sortiment:- Storz-Kupplungen – die werkzeuglose Alternative zur Flanschverbindung.
