Arbeitsjacken und Westen
Arbeitsjacken und Westen schützen vor Kälte, Wind, Regen und mechanischer Beanspruchung – je nach Modell einzeln oder in Kombination. Das richtige Oberteil entscheidet, ob der Träger auch nach Stunden im Außeneinsatz leistungsfähig bleibt. HUG führt Arbeitsjacken und Westen von MASCOT, FORTIS, BP, carhartt und promodoro.Inhalt im Überblick
Welche Arbeitsjacke für welchen Einsatz?
Die Wahl hängt von Umgebung (innen/außen), Jahreszeit und Schutzfunktion ab. Sechs Typen decken das Spektrum – von der ganzjährigen Bundjacke bis zur gefütterten Winterjacke.
- Bundjacken: robuster Allrounder für Werkstatt, Produktion und Logistik (Mischgewebe 245–320 g/m²), ganzjährig.
- Softshelljacken: wind- und wasserabweisend, atmungsaktiv – ideal als Übergangsjacke bei trockenem Wetter.
- Fleecejacken: wärmende Zwischenschicht im Lagenprinzip, ohne eigenständigen Wind-/Regenschutz.
- Pilotenjacken: wattierte Kurzjacke mit Stehkragen – Klassiker für Lager, Versand und Fahrer.
- Winterjacken: gefüttert und winddicht für den Dauereinsatz unter 0 °C.
- Westen: volle Armbeweglichkeit bei geschütztem Rumpf – für Montage, Lager und Elektroinstallation.
Softshell und Fleece – das Lagenprinzip
Softshell hält Wind und leichten Regen ab (Wassersäule 5.000–10.000 mm) und bleibt atmungsaktiv. Fleece ist die wärmende Zwischenschicht ohne eigenen Wetterschutz und wird darunter getragen.
Softshelljacken vereinen Wind- und Wasserabweisung mit hoher Atmungsaktivität: Das mehrlagige Funktionsgewebe hält Wind und leichten Regen ab und transportiert Körperfeuchtigkeit nach außen. Die Wassersäule liegt bei 5.000 bis 10.000 mm – ausreichend für Nieselregen und kurze Schauer, nicht für Dauerregen; dafür ist eine Regenjacke nach EN 343 die richtige Wahl. Fleecejacken sind die wärmende Zwischenschicht: Die aufgeraute Faserstruktur schließt Luft ein. Fleece (200–400 g/m²) bietet keinen eigenständigen Wetterschutz und wird unter Softshell oder Jacke – etwa einer Bundjacke – getragen.Winterjacken und Kälteschutz – welche Norm gilt?
Zwei Normen regeln den Kälteschutz: EN 14058 für kühle Umgebungen (über –5 °C) und EN 342 für extreme Kälte (unter –5 °C, mit Wärmewiderstands- und Luftdurchlässigkeitswerten).
Winterarbeitsjacken für den Außeneinsatz unter 0 °C müssen isolieren, Wind abhalten und Feuchtigkeit abweisen. Wattierte Jacken mit Polyesterfüllung (80–200 g/m² Füllgewicht) bieten Isolation ohne übermäßiges Gewicht; Details wie abnehmbare Kapuze, verlängerter Rücken und verstellbare Bündchen machen den Unterschied zwischen Komfort und Kältebrücken. Zwei Normen gelten:- EN 14058: kühle Umgebungen über –5 °C – für Kühlhäuser, Lagerräume und Herbstarbeiten.
- EN 342: extreme Kälte unter –5 °C – definiert Wärmewiderstand und Luftdurchlässigkeit; je höher der Wert, desto besser die Isolation.
Warnschutzjacken – EN ISO 20471 Klassen
Warnschutzjacken nach EN ISO 20471 sind Pflicht, wo Beschäftigte von Fahrzeugen gefährdet werden. Drei Klassen: 1 (gering), 2 (Logistik/innerbetrieblich), 3 (öffentliche Straßen, höchste Sichtbarkeit).
Warnschutzjacken nach EN ISO 20471 sind überall dort vorgeschrieben, wo Beschäftigte von Fahrzeugen gefährdet werden:- Klasse 1: geringstes Schutzlevel, minimale fluoreszierende Fläche – für Bereiche mit geringem Verkehr.
- Klasse 2: mittleres Level mit ausreichender fluoreszierender Fläche und Reflexstreifen – Standard für Logistik und innerbetrieblichen Verkehr.
- Klasse 3: höchstes Level, Jacke mit Ärmeln und großflächigen Reflexstreifen – Pflicht auf öffentlichen Straßen und Baustellen.
Arbeitswesten – volle Armbeweglichkeit
Westen schützen den Rumpf bei voller Armbeweglichkeit – als isolierende Funktionswesten (Softshell/Fleece) oder als Werkzeugwesten mit zahlreichen Taschen.
Arbeitswesten bieten Bewegungsfreiheit an den Armen bei geschütztem Rumpf – die bevorzugte Alternative zur Jacke, wo die Arme frei bleiben müssen (Montage, Elektroinstallation, Lager). Funktionswesten aus Softshell oder Fleece isolieren den Rumpf als Zwischenschicht; Werkzeugwesten tragen Schraubendreher, Messer, Stift und Kleinteile griffbereit am Körper. Im Gegensatz zu den hochvolumigen Mode-Westen geht es hier um funktionale Arbeitswesten.FAQ zu Arbeitsjacken und Westen
- Softshell oder Fleece – was ist der Unterschied? Softshell ist eine wind- und wasserabweisende, atmungsaktive Außenjacke mit einer Wassersäule von 5.000–10.000 mm. Fleece ist eine reine Wärmeschicht ohne Wetterschutz, die unter einer Softshell oder Jacke getragen wird. Im Lagenprinzip ergänzen sie sich: Fleece isoliert, Softshell schützt vor Wind und leichtem Regen. Bei Dauerregen ist eine Regenjacke nach EN 343 nötig.
- Welche Norm gilt für Winter-Arbeitsjacken? EN 14058 für kühle Umgebungen über –5 °C und EN 342 für extreme Kälte unter –5 °C. EN 342 bewertet zusätzlich Wärmewiderstand und Luftdurchlässigkeit. Für Kühlhäuser und Außenarbeiten im tiefen Winter sollte die Jacke nach EN 342 zertifiziert sein; für die Übergangszeit genügt oft EN 14058 oder eine Softshelljacke.
- Welche Warnschutzklasse brauche ich? Klasse 1 für Bereiche mit geringem Verkehr, Klasse 2 als Standard für Logistik und innerbetrieblichen Fahrzeugverkehr, Klasse 3 für öffentliche Straßen und Baustellen mit höchster Sichtbarkeitsanforderung. Klasse 3 verlangt eine Jacke mit Ärmeln und großflächigen Reflexstreifen. Welche Klasse vorgeschrieben ist, ergibt die Gefährdungsbeurteilung.
- Wann ist eine Weste besser als eine Jacke? Wenn die Arme volle Bewegungsfreiheit brauchen – etwa bei Montage, Elektroinstallation und Lagerarbeit. Die Weste schützt und wärmt den Rumpf, ohne die Arme einzuengen. Als Zwischenschicht bei wechselnden Temperaturen im Hallenbetrieb ist sie ebenfalls praktisch. Werkzeugwesten ersetzen zudem den Werkzeuggürtel, indem sie Werkzeug am Oberkörper tragen.
- Welche Arbeitsjacke für Werkstatt und Montage? Meist die Bundjacke: Ihr gerader Bund an der Hüfte verhindert das Hochrutschen bei Überkopfarbeiten und hält Zugluft vom Rücken fern, die kurze Schnittlänge bleibt nicht in Maschinen hängen. Modelle und Details zeigt die Seite zu Bundjacken und Arbeitsjacken.
- Wie pflege ich Funktionsjacken? Softshell- und Regenjacken werden nach Herstellerangabe gewaschen (meist 30–40 °C) und gelegentlich imprägniert, um die wasserabweisende Ausrüstung zu erneuern. Fleece trocknet schnell und verträgt keine hohe Hitze. Reflexstreifen und verschweißte Nähte dürfen nicht zu heiß gewaschen werden. Das eingenähte Pflegeetikett gibt die zulässige Temperatur vor.
- Kann ich Jacke und Hose farblich kombinieren? Ja, die meisten Marken bieten farblich abgestimmte Arbeitshosen und Latzhosen zur Jacke an – bei HUG etwa von MASCOT, FORTIS, BP, carhartt und promodoro in Größen von XS bis 5XL. So entsteht ein einheitliches Team-Erscheinungsbild. HUG ergänzt das auf Wunsch mit Logo-Veredelung aus der eigenen Werkstatt.
- Welche Größe wähle ich bei der Arbeitsjacke fürs Lagenprinzip? Die Jacke wird über der dicksten üblichen Zwischenschicht anprobiert – Sweatshirt oder Fleece –, sodass die Schultern frei beweglich bleiben und der Reißverschluss ohne Spannung schließt. Zu groß gewählt entstehen Kältebrücken und die Jacke bleibt hängen; zu klein schränkt sie bei Überkopfarbeit ein. Verstellbare Bündchen und Saum gleichen den Rest an.
Arbeitsjacken und Westen bei HUG
HUG Technik und Sicherheit führt Arbeitsjacken und Westen von MASCOT, FORTIS, BP, carhartt und promodoro – Bundjacken, Softshell-, Fleece-, Piloten- und Winterjacken, Warnschutzjacken nach EN ISO 20471 sowie Funktions- und Werkzeugwesten in Größen von XS bis 5XL. Passend dazu finden Sie im Sortiment:- Bundjacken und Arbeitsjacken – der ganzjährige Allrounder
- Arbeitshosen und Latzhosen – farblich abgestimmt
- Sweatshirts und Hoodies – als Zwischenschicht
