Niederzugspanner
Ein Werkstück, das beim Fräsen nach oben ziehen will, braucht mehr als seitlichen Druck: Der Niederzugspanner presst es seitlich an den Anschlag und zieht es zugleich nach unten auf die Auflage. HUG Technik führt 28 Niederzugspanner von KIPP mit Spannkräften bis 25.000 N.Zu Ihrem Experten für Niederzugspanner
Andreas Selwitschka
Inhalt im Überblick
Seitlich drücken und nach unten ziehen
Kurz: Der Niederzugspanner drückt das Werkstück über einen Schwenkbacken seitlich gegen den Anschlag und erzeugt dabei über einen Spiralexzenter zugleich eine nach unten gerichtete Kraft. So wird das Werkstück gegen das Abheben gesichert.
Beim Zerspanen wirken Kräfte, die ein nur seitlich gehaltenes Werkstück anheben können – mit fatalen Folgen für Maß und Sicherheit. Der Niederzugspanner löst das mit einer doppelten Bewegung: Sein Schwenkbacken drückt das Werkstück seitlich an den festen Anschlag und zieht es über einen Spiralexzenter gleichzeitig nach unten auf die Auflagefläche. Das Werkstück liegt dadurch plan und kann nicht abheben. Diese Kombination aus Anpressen und Niederziehen – erzeugt über den Spiralexzenter – macht den Niederzugspanner zur ersten Wahl bei Bearbeitungen mit Kraft nach oben. Für den reinen Niederhalt von oben ist dagegen das Spanneisen gedacht.
Spannkraft und Werkstoff
Kurz: Niederzugspanner decken ein breites Kraftband ab – von rund 3800 N über 7200 N bis zu 25.000 N in der schweren Ausführung. Vergütungs- und Einsatzstahl sorgen für Verschleißfestigkeit im Dauereinsatz.
Das Kraftband ist groß und richtet sich nach Werkstückgröße und Bearbeitungskraft: leichte Modelle mit einigen Tausend Newton, schwere Ausführungen mit bis zu 25.000 N für kräftige Zerspanung. Angegeben werden meist die seitliche Spannkraft und die davon abgeleitete Niederzugkraft. Für die Auslegung muss die Kraft die beim Bearbeiten auftretende Belastung sicher übersteigen. Gehärteter Vergütungs- und Einsatzstahl an den Kontaktflächen macht die Spanner verschleißfest. Modelle in Links- und Rechtsausführung erlauben die Anordnung beidseitig der Vorrichtung. Tiefer greifende Aufgaben lösen die Tiefspanner.
FAQ zu Niederzugspannern
- Wie funktioniert ein Niederzugspanner? Sein Schwenkbacken drückt das Werkstück seitlich gegen den festen Anschlag und erzeugt über einen Spiralexzenter zugleich eine nach unten gerichtete Kraft. Das Werkstück wird dadurch angepresst und zugleich auf die Auflage gezogen, sodass es plan liegt und beim Bearbeiten nicht abheben kann.
- Wann brauche ich einen Niederzugspanner statt eines Spanneisens? Wenn beim Bearbeiten Kräfte nach oben wirken, die das Werkstück anheben könnten. Das Spanneisen hält nur von oben nieder; der Niederzugspanner drückt seitlich an und zieht zugleich nach unten, was das Abheben sicher verhindert. Bei Fräsbearbeitungen mit Zug nach oben ist er deshalb die bessere Wahl.
- Wie hoch ist die Spannkraft? Je nach Modell von rund 3800 N über 7200 N bis zu 25.000 N in der schweren Ausführung. Angegeben werden die seitliche Spannkraft und die daraus abgeleitete Niederzugkraft. Für die Auswahl muss die Kraft die beim Bearbeiten auftretende Belastung sicher übersteigen – im Zweifel mit Reserve wählen.
Niederzugspanner bei HUG – 28 KIPP-Spanner ab Lager
Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus – bei den Niederzugspannern von KIPP: seitliches Anpressen mit gleichzeitigem Niederzug über Spiralexzenter, Spannkräfte bis 25.000 N, in Links- und Rechtsausführung. Passend dazu ergänzen diese Bereiche die Spanntechnik:- Spanneisen – Spannpratzen zum Niederhalten von oben
- Tiefspanner – für tief greifende Aufspannungen
- Spannexzenter und Exzenterspanner – Spannen über den Spiralexzenter
- KIPP-Markenwelt – das komplette KIPP-Spanntechnik-Programm
