Spanneisen
Das Spanneisen – auch Spannpratze genannt – hält das Werkstück von oben auf dem Maschinentisch: ein bewährtes Normteil des Vorrichtungsbaus. HUG Technik führt 19 Spanneisen von KIPP ähnlich DIN 6314, in flacher, gekröpfter und gabelförmiger Form.Zu Ihrem Experten für Spanneisen
Andreas Selwitschka
Inhalt im Überblick
Spanneisen ähnlich DIN 6314
DIN 6314 ist die Norm für flache Spanneisen; gekröpfte Ausführungen regeln DIN 6315 und DIN 6316. Spanneisen und Spannpratze bezeichnen dasselbe Bauteil: eine Leiste, die das Werkstück niederhält.
Das Spanneisen ist das klassische mechanische Spannelement: eine Stahlleiste, die über eine Schraube das Werkstück gegen den Maschinentisch drückt. Die Bauform ist in DIN 6314 (flach) sowie DIN 6315 und 6316 (gekröpft) genormt, sodass die Teile herstellerübergreifend passen. „Spannpratze" ist das gebräuchliche Synonym. Die KIPP-Spanneisen sind „ähnlich DIN 6314" ausgeführt und ergänzen die Norm um zusätzliche Formen und Verstellmöglichkeiten. Für komplette, unverlierbare Spannbaugruppen sind die Spanneinheiten gedacht.
Das Spannsystem aus Eisen, Schraube und Nutenstein
Ein Spanneisen spannt nie allein: Zum System gehören das Werkstück, eine Auflage, das Spanneisen, eine Spannschraube und ein T-Nutenstein nach DIN 508, der die Schraube in der Tischnut verankert.
Die Spannaufgabe ist immer als Ganzes zu betrachten. Das Spanneisen liegt vorn auf dem Werkstück und hinten auf einer höhengleichen Auflage – etwa einem verstellbaren Auflagebolzen –, damit es waagerecht drückt. Eine Spannschraube in der Mitte zieht es nach unten; sie ist über einen T-Nutenstein nach DIN 508 in der T-Nut des Maschinentischs verankert. Erst dieses Zusammenspiel aus Werkstück, Auflage, Spanneisen, Schraube und Nutenstein bildet die sichere Spannung. HUG führt die passenden Auflagebolzen als eigene Komponenten. Für das Spannen besonders niedriger Werkstücke sind die T-Nutenspanner die passende Alternative.
Formen: flach, gekröpft, gabelförmig
Flache Spanneisen sind der Standard, gekröpfte greifen über eine Kante hinweg, gabelförmige lassen sich um die Schraube herum verschieben. Verschiebbare Ausführungen passen sich der Werkstücklänge an.
Die Form richtet sich nach Werkstück und Zugänglichkeit. Das flache Spanneisen ist der Allrounder für den ebenen Niederhalt. Das gekröpfte Spanneisen ist abgewinkelt und greift über eine höhere Kante oder eine Stufe hinweg. Das gabelförmige Spanneisen hat einen Schlitz und lässt sich mit gelöster Schraube seitlich verschieben, ohne die Schraube ganz herauszudrehen – das spart Rüstzeit. Verschiebbare Ausführungen mit Verstelleinheit passen sich der Werkstücklänge an. Als Werkstoff dient Vergütungsstahl für hohe Kräfte oder Aluminium für das leichte Handling. Alle Werkstück-Spannelemente ordnet der Bereich Spannelemente ein.
FAQ zu Spanneisen
- Was ist der Unterschied zwischen Spanneisen und Spannpratze? Keiner – beide Begriffe bezeichnen dasselbe Bauteil: eine Stahlleiste, die ein Werkstück über eine Schraube gegen den Maschinentisch niederhält. „Spannpratze" ist das gebräuchliche Synonym zu „Spanneisen". Die Bauform ist in DIN 6314 (flach) sowie DIN 6315 und 6316 (gekröpft) genormt.
- Was gehört zu einem vollständigen Spannsystem? Das Werkstück, eine höhengleiche Auflage hinten, das Spanneisen, eine Spannschraube und ein T-Nutenstein nach DIN 508. Die Auflage sorgt dafür, dass das Eisen waagerecht drückt; der Nutenstein verankert die Schraube in der Tischnut. Nur das Zusammenspiel aller Teile ergibt eine sichere, kraftvolle Spannung.
- Wozu dient die höhengleiche Auflage? Sie stützt das hintere Ende des Spanneisens auf gleicher Höhe wie das Werkstück ab. Nur so drückt das Eisen waagerecht und mit voller Kraft auf das Werkstück, statt zu kippen. Verstellbare Auflagebolzen passen sich an unterschiedliche Werkstückhöhen an und sind deshalb fester Bestandteil des Spannsystems.
- Was bringt ein gabelförmiges Spanneisen? Sein Schlitz erlaubt es, das Spanneisen bei nur gelöster Schraube seitlich zu verschieben und zu entnehmen, ohne die Schraube ganz herauszudrehen. Das spart beim Werkstückwechsel Rüstzeit. Gekröpfte Formen greifen dagegen über höhere Kanten hinweg – die Wahl richtet sich nach Werkstückgeometrie und Zugänglichkeit.
Spanneisen bei HUG – 19 KIPP-Spanneisen ähnlich DIN 6314 ab Lager
Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus – bei den Spanneisen von KIPP ähnlich DIN 6314: flache, gekröpfte, gabelförmige und verschiebbare Spannpratzen aus Vergütungsstahl und Aluminium, mit passenden Auflagebolzen. Passend dazu ergänzen diese Bereiche die Spanntechnik:- Spanneinheiten – komplette, unverlierbare Spannbaugruppen
- T-Nutenspanner – Flachspanner für besonders niedrige Werkstücke
- Spannelemente im Überblick – alle Werkstück-Spannelemente
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