Exzenterhebel
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Technische Infos
So funktioniert das Exzenterprinzip
Im Kern des Exzenterhebels sitzt eine exzentrisch gelagerte Nocke. Beim Umlegen des Griffhebels drückt diese Nocke das Druckstück gegen die Gegenoberfläche. Da der Abstand zwischen Drehpunkt und Druckpunkt zunimmt, steigt die Klemmkraft progressiv an – mit einem deutlich spürbaren Rastpunkt in der Endposition. Gegenüber einem Klemmhebel entfällt das Drehen einer Gewindespindel. Gegenüber einem Spannhebel spart der Exzenter zusätzlich Zeit, weil weder Gewinde noch Drehmoment aufgebracht werden müssen. Eine einzige Hebelbewegung genügt. Bei Werkstückwechseln im Minutentakt summiert sich dieser Zeitvorteil über eine Schicht erheblich.Bauarten und Materialoptionen
HUG führt Exzenterhebel von KIPP in verschiedenen Grundkörper-Materialien und Konfigurationen: Aluminium-Grundkörper (EN AC-46100): Die Standardausführung für den allgemeinen Maschinenbau. Aluminiumdruckguss bietet ein günstiges Verhältnis aus Festigkeit und Gewicht. Bei HUG verfügbar mit Innengewinde oder Außengewinde in den Gewindegrößen M6, M8, M10 und M12. Kunststoff-Grundkörper: Für Anwendungen, in denen elektrische Isolation oder geringes Eigengewicht gefordert sind. Die Kunststoffvariante eignet sich auch für Umgebungen, in denen metallische Teile unerwünscht sind – etwa in Detektorbereichen der Lebensmittelindustrie. Einstellbare Exzenterhebel: Bei dieser Bauform lässt sich der Hub der Exzenternocke anpassen. Das ermöglicht die Feinabstimmung der Klemmkraft auf unterschiedliche Werkstückdicken, ohne die Grundposition der Gegenhalterung zu verändern. Alle Ausführungen arbeiten mit einer Kunststoff- oder Elastomer-Druckscheibe, die empfindliche Gegenoberflächen schont. Für erhöhte Anforderungen an die Kontaktfläche stehen Varianten mit Elastomerverschluss bereit, die zusätzlich vibrationsdämpfend wirken.Einsatzgebiete: Wo Schnelligkeit zählt
Exzenterhebel kommen überall dort zum Einsatz, wo Spannvorgänge in hoher Frequenz ablaufen und jede Sekunde zählt:- Serienfertigung: Werkstücke auf Aufspannplatten fixieren – spannen, bearbeiten, lösen, nächstes Teil einlegen
- Vorrichtungsbau: Schnellwechselvorrichtungen, bei denen Formatteile häufig getauscht werden
- Verpackungslinien: Führungsschienen und Formatbleche bei Produktwechseln rasch umstellen
- Druckindustrie: Druckplatten und Klischees werkzeuglos fixieren und lösen
- Prüftechnik: Prüflinge schnell einspannen und nach dem Test freigeben
