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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Japansägen

Japansägen (Zugsägen) schneiden beim Zug statt beim Druck – feinere Schnitte, dünnere Blätter und saubere Kanten in Holz, Kunststoff und empfindlichen Werkstoffen. HUG führt das Sortiment von FORTIS und MAGMA® mit den klassischen Bauformen Ryoba, Kataba und Douzuki.
Andreas Selwitschka

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Andreas Selwitschka

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Das Prinzip der Japansäge

Westliche Säge­blätter werden durch Druck geschoben und müssen deshalb dick sein, um nicht zu knicken. Japansägen werden beim Zug verwendet – das Blatt steht unter Zug und kann deutlich dünner sein. Das bringt mehrere Vorteile:
  • Feinere Zahnung und präzise Schnittführung
  • Schmaler Schnittspalt – weniger Material­verlust
  • Weniger Kraft­aufwand beim Sägen
  • Bessere Sicht auf die Schnittlinie durch schmale Säge­blätter

Die drei klassischen Bauarten

  • Ryoba: Doppelseitiges Blatt mit zwei verschiedenen Zahnungen – eine Seite grob für Längs­schnitte (entlang der Faser), die andere fein für Querschnitte (gegen die Faser). Der Allrounder für Möbel- und Holzbau
  • Kataba: Einseitiges Blatt ohne Stahl­rücken – flexibles, ausschließlich biegsames Blatt. Geeignet für tiefe Schnitte, wo der Stahl­rücken der Douzuki störend wäre. Für Hartholz und Weichholz gleichermaßen
  • Douzuki: Einseitiges Blatt mit Stahl­rücken – der Rücken stabilisiert das Blatt und erlaubt sehr feine Zahnungen. Standard für Zinken, Zapfen­verbindungen und Präzisions­schnitte

Blattlängen und Zahnungen

BlattlängeZahnung typischEinsatz
150 mmFein (Douzuki)Feinarbeit, Zinken, Präzision
240 mmMittel bis feinMöbel- und Innenausbau
250 mmUniversalAllround-Hand­säge für alle Holz­arten
270 mmGrob bis mittelGrößere Zuschnitte und dickere Werkstücke
Bei Ryoba-Sägen sind die Zahn­pitch-Werte unterschiedlich pro Seite – grob für Schnitte entlang der Faser (weniger Reibung), fein gegen die Faser (saubere Schnittfläche).

Anwendungen

  • Möbel- und Innenausbau: Zinken­verbindungen, Zapfen, Ausschnitte – dort, wo die Schnitt­fläche später sichtbar bleibt
  • Holzbau und Zimmerei: Ausklinken, Anpassen von Balken und Brettern vor Ort
  • Gartenarbeit: Sauberer Aststaub in empfindlichen Gehölzen
  • Modellbau und Feinarbeit: Präzise Schnitte mit schmalem Schnittspalt
  • Kunststoff-Bearbeitung: Saubere Schnitte in Acryl­glas und Hart­kunststoffen
  • Ausschnitte und Ausbesserungen: Dort, wo die elektrische Säge zu unpräzise oder zu gefährlich wäre

Auswahlkriterien

  • Erster Kauf: Ryoba als Allrounder – zwei Zahnungen in einem Werkzeug
  • Möbelbau und Zinken­verbindungen: Douzuki mit Stahl­rücken für Präzision
  • Tiefe Schnitte und Ausschnitte: Kataba ohne Rücken
  • Blattlänge nach Werkstück­dicke: Das Blatt sollte mindestens das 1,5-fache der Schnitt­tiefe haben
  • Stiel­ausführung: Klassisch Rattan- oder Holz­stiel, moderne Varianten mit Kunststoff- oder Gummi­griff

Pflege und Ersatz­blätter

  • Immer beim Zug schneiden – beim Rück­hub das Blatt leicht anheben, nie ruckartig zurück­ziehen
  • Blatt trocken lagern – Feuchtigkeit führt zu Rost und stumpf werdenden Zähnen
  • Nach dem Einsatz leicht ölen – mit einem Tropfen Trenn- und Montagemittel gegen Korrosion
  • Ersatz­blätter: Bei beiden Herstellern können Blätter einzeln getauscht werden – der Stiel bleibt erhalten
  • Schärfen: Japansägen sind für Hobby-Schärfen ungeeignet – bei stumpfem Blatt wird das ganze Säge­blatt getauscht

Ergänzende Säge- und Trenn­werkzeuge

FAQ – häufige Fragen zu Japansägen

  • Japansäge oder westliche Fuchsschwanz-Säge? Japansäge schneidet feiner, präziser, mit schmalerem Schnitt­spalt – Standard für Möbel und Innenausbau. Fuchsschwanz ist robuster und einfacher zu bedienen – für grobe Zuschnitte und dickere Werkstücke. Im Profi-Holzbau werden beide eingesetzt, je nach Aufgabe.
  • Ryoba, Kataba oder Douzuki? Ryoba (doppel­seitig) als Allrounder für den Einstieg. Douzuki mit Stahl­rücken für Präzisions­schnitte in Möbel und Zinken. Kataba ohne Rücken für tiefe Ausschnitte und große Werkstücke. Wer regelmäßig Möbel­bau macht, besitzt alle drei.
  • Wie säge ich mit Japansäge richtig? Blatt auf die Schnittlinie setzen, leichten Anpressdruck beim Zug – die Säge schneidet sich selbst ein. Beim Rückhub das Blatt leicht anheben. Nicht mit Kraft drücken – ein dünnes Japansäge­blatt knickt oder verbiegt sich sonst.
  • Kann ich Japansägen für Kunststoff nutzen? Ja, aber mit Einschränkungen. Hart­kunststoffe (Acryl, PVC) lassen sich mit feiner Zahnung gut sägen. Weichere Kunststoffe (PE, PP) verkleben die Zähne. Metalle sind nicht zulässig – hier gehen die Zähne sofort stumpf.
  • Wie lange hält ein Sägeblatt? Je nach Einsatz 20–100 Stunden Nutzungs­zeit. Bei Verschleiß (unsauberer Schnitt, gerade Linie schwierig) das Blatt tauschen – Schärfen ist bei japanischen Zähnen nicht üblich. Ersatz­blätter sind wirtschaftlich, der Stiel bleibt über viele Blatt­wechsel erhalten.

Japansägen bei HUG

HUG Technik und Sicherheit führt Japansägen von FORTIS und MAGMA® – Ryoba (doppelseitig), Kataba (einseitig ohne Rücken) und Douzuki (mit Stahl­rücken) in Blatt­längen 150, 240, 250 und 270 mm. Rund 33 Varianten inklusive Ersatz­blätter. Passend dazu finden Sie die Kategorie Sägen und Trenn­werkzeuge (Übersicht). Bei Fragen zur passenden Bauart und Blatt­länge berät Sie das HUG-Team – Bestellungen bis 16 Uhr gehen noch am selben Tag in den Versand.