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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Stehlager-Gehäuse SY-Serie

Die SY-Serie ist das Gehäuseprogramm für Y-Lager und umfasst vier verschiedene Bauformen unter einem gemeinsamen Kürzel. HUG führt 31 dieser Gehäuse ab Lager und deckt damit Wellendurchmesser von 12 bis 100 Millimetern ab. Welche Bauform gemeint ist, verrät erst der Buchstabe hinter dem SY.
Erwin Küfner

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Erwin Küfner

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Vier Bauformen unter einem Kürzel

Alle Gehäuse dieser Serie nehmen dasselbe Y-Lager auf, unterscheiden sich aber in Fußform, Maßnorm und Werkstoff. Das ist der entscheidende Punkt beim Ersatzteilkauf: Zwei Gehäuse mit derselben Nummer können dieselbe Welle tragen und trotzdem völlig andere Befestigungsmaße haben.
KurzzeichenFußMaßnormWerkstoffBei HUG
SY 5.. Mzwei Langlöcher im FußISO 3228:1993Grauguss9 Artikel
SYJ 5..zwei Langlöcher im FußJIS B 1559-1995Grauguss13 Artikel
SYF 5..verkürzt, zwei Gewindebohrungennicht genormtGrauguss7 Artikel
SYK 5..zwei Bohrungen mit Blecheinsatznicht genormtPolyamid 62 Artikel
Die Langlöcher der SY- und SYJ-Gehäuse erlauben es, das Gehäuse vor dem Festziehen in Längsrichtung auszurichten. Die SYF-Ausführung geht den umgekehrten Weg: Ihr Fuß ist verkürzt und trägt zwei Gewindebohrungen, sodass die Schrauben von unten durch die Anschlusskonstruktion kommen. Dieselbe Gegenüberstellung findet sich bei den Graugussreihen mit langem und kurzem Fuß, die auf den Seiten A-Serie und SA- bis SH-Serie beschrieben sind. Zwei weitere Varianten des Programms gehören zur Vollständigkeit erwähnt, auch wenn sie nicht am Lager liegen: Die SYH-Ausführung entspricht der SY-Form, setzt die Welle aber tiefer. Die SYM-Ausführung nimmt bei gleichem Wellendurchmesser ein größeres Lager auf und trägt dadurch mehr.

Was die dreistellige Zahl bedeutet

Die Zahl im Kurzzeichen benennt die Baugröße des Y-Lagers, nicht die Welle. Aus der Endziffer wird der Wellendurchmesser abgeleitet: Ein SY 508 gehört zum Lager der Größe 208 und trägt damit 40 Millimeter.
GehäusegrößeWelleGehäusegrößeWelle
50312 / 15 / 17 mm51155 mm
50420 mm51260 mm
50525 mm51365 mm
50630 mm51575 mm
50735 mm51680 mm
50840 mm51890 mm
50945 mm520100 mm
51050 mm  
Die kleinste Größe fällt aus dem Raster: Ein SY 503 M nimmt drei verschiedene Lager auf und bedient damit Wellen von 12, 15 und 17 Millimetern. Nach oben hin reicht nur die SYJ-Reihe bis Größe 520; die Guss-Standardform endet bei 513 und damit bei 65 Millimetern, die verkürzte Ausführung bereits bei 510 und 50 Millimetern. Der Außendurchmesser des Lagers ist auf die Gehäusebohrung abgestimmt. Der Sitz hält den Außenring so fest, dass er sich nicht mitdreht, lässt ihm aber genug Freiheit, Schiefstellungen der Welle auszugleichen. Deshalb dürfen Y-Lager und Gehäuse nicht frei über Baureihen hinweg gemischt werden. Das passende Innenteil finden Sie im Bereich Spannlager.

ISO 3228 oder JIS B 1559

Der wichtigste Unterschied zwischen SY und SYJ steckt nicht im Aussehen, sondern in der Maßnorm. Die Gehäuse der Reihe SY..M folgen den Anschlussmaßen nach ISO 3228:1993, die Gehäuse der Reihe SYJ dagegen der japanischen Norm JIS B 1559-1995. Beide Reihen tragen dieselben Lager, doch Lochabstand und Wellenmittenhöhe stimmen nicht zwangsläufig überein. Für die Instandhaltung hat das drei Folgen:
  • Beim Ersatz eines vorhandenen Gehäuses gehört das vollständige Kurzzeichen vom Altteil übernommen — die Zahl allein genügt nicht.
  • Ein Wechsel zwischen SY und SYJ ist nur dann unkritisch, wenn Bohrbild und Wellenmitte der neuen Ausführung geprüft wurden.
  • Für die verkürzte SYF-Ausführung und die Variante mit größerem Lager gibt es überhaupt keine Norm; sie sind lediglich marktüblich. Ein Nachbau anderer Herkunft passt hier nicht sicher.
Zusätzlich ist die Wellenmittenhöhe toleriert: bis 40 Millimeter Lagerbohrung mit ±0,25 Millimetern, darüber mit ±0,30 Millimetern. Bei den Verbundgehäusen liegt die Toleranz mit ±0,31 Millimetern etwas weiter. Wo zwei Lagerstellen exakt fluchten müssen, ist das ein Betrag, der bei der Ausrichtung mitgedacht gehört. Für ein im Gehäuse endendes Wellenende gibt es Endabdeckungen der Reihe ECY in den Größen 204 bis 213, die zum übrigen Zubehör im Bereich Deckel und Kappen gehören.

Grauguss und glasfaserverstärktes Polyamid

Die Gussgehäuse der Reihen SY, SYJ und SYF bestehen aus Grauguss EN-GJL HB195 nach EN 1561:1997. Sie lassen sich über einen Schmiernippel nachschmieren, was sie überall dort empfiehlt, wo eine der folgenden Bedingungen vorliegt: starke Verschmutzung, hohe Drehzahlen, hohe Temperaturen oder vergleichsweise schwere Lasten. Ein lebensdauergeschmiertes Blechgehäuse stößt in diesen Fällen an seine Grenzen — die Alternative dazu beschreibt die Seite P-Serie. Die SYK-Gehäuse gehen einen anderen Weg. Sie werden aus glasfaserverstärktem Polyamid 6 gespritzt, tragen eine eingebettete Stahlfeder, die die Form auch bei erhöhten Temperaturen stabil hält, und haben verzinkte Stahlblecheinsätze in den Befestigungsbohrungen. Die Standardfarbe ist schwarz. Der Verbundwerkstoff rostet nicht und ist deshalb dort im Vorteil, wo ein Gussgehäuse Roststellen ansetzen würde. Bei der Tragfähigkeit gibt es zwischen beiden Werkstoffen keinen Abstrich: Sowohl die Guss- als auch die Verbundgehäuse nehmen dieselben dynamischen und statischen Lasten auf wie das eingebaute Y-Lager. Auch Stoßbelastungen und wechselnde Axialkräfte sind zulässig. Als Nachfüllfett für die nachschmierbaren Gussausführungen eignet sich ein handelsübliches Wälzlagerfett aus dem Sortiment Schmierfett. Wer statt Gehäuse und Lager lieber das fertig gepaarte Bauteil bestellt, wird bei den Stehlager-Gehäuseeinheiten fündig.

FAQ zur SY-Serie

  • Worin unterscheiden sich SY und SYJ bei SKF? In der Maßnorm. Die Reihe SY..M folgt ISO 3228:1993, die Reihe SYJ der japanischen Norm JIS B 1559-1995. Beide haben zwei Langlöcher im Fuß und nehmen dieselben Y-Lager auf, doch Lochabstand und Wellenmittenhöhe können abweichen. Beim Ersatz gehört deshalb das vollständige Kurzzeichen vom Altteil übernommen.
  • Welche Welle trägt ein SY 509? 45 Millimeter. Die dreistellige Zahl benennt die Baugröße des Y-Lagers: 504 steht für 20 Millimeter, 506 für 30, 508 für 40, 510 für 50, 512 für 60 und 520 für 100 Millimeter. Einzige Ausnahme ist die Größe 503, die über passende Lager die Wellen 12, 15 und 17 Millimeter abdeckt.
  • Wofür ist die SYF-Ausführung gedacht? Für beengte Einbausituationen. Ihr Fuß ist verkürzt und hat statt Langlöchern zwei Gewindebohrungen in der Auflagefläche, sodass die Schrauben von unten durch die Anschlusskonstruktion eingedreht werden. Das hält die Fläche über dem Gehäuse frei und spart Bauraum, nimmt aber die Möglichkeit, das Gehäuse beim Montieren zu verschieben.
  • Aus welchem Werkstoff bestehen SYK-Gehäuse? Aus spritzgegossenem glasfaserverstärktem Polyamid 6 mit einer eingebetteten Stahlfeder, die die Form auch bei erhöhten Temperaturen hält. Die Befestigungsbohrungen sind mit verzinkten Stahlblecheinsätzen verstärkt, die Standardfarbe ist schwarz. Der Verbundwerkstoff rostet nicht und eignet sich für Umgebungen, in denen Grauguss Roststellen ansetzt.
  • Tragen Kunststoffgehäuse weniger als Gussgehäuse? Nein. Sowohl die Verbundgehäuse als auch die Graugussgehäuse dieser Serie nehmen dieselben dynamischen und statischen Lasten auf wie das eingebaute Y-Lager. Beide vertragen Stoßbelastungen und wechselnde Axialkräfte. Deutlich geringer belastbar sind dagegen Gehäuse aus gepresstem Stahlblech, die eine eigene Belastungsgrenze unterhalb des Lagers haben.
  • Lassen sich SY-Gehäuse nachschmieren? Ja, die Gussausführungen haben einen Schmiernippel. Genau das unterscheidet sie von lebensdauergeschmierten Blecheinheiten und macht sie zur richtigen Wahl bei starker Verschmutzung, hohen Drehzahlen, hohen Temperaturen und schweren Lasten. Als Nachfüllfett genügt ein handelsübliches Wälzlagerfett in der zum Betriebspunkt passenden Konsistenz.
  • Wie genau liegt die Wellenmitte? Bis 40 Millimeter Lagerbohrung mit einer Toleranz von ±0,25 Millimetern, bei größeren Einheiten mit ±0,30 Millimetern; die Verbundgehäuse liegen bei ±0,31 Millimetern. Bei zwei Lagerstellen auf einer Welle summieren sich diese Beträge, weshalb die Ausrichtung an der Anschlusskonstruktion und nicht am Katalogmaß erfolgen sollte.
  • Was sitzt am Wellenende, wenn die Welle im Gehäuse endet? Eine Endabdeckung der Reihe ECY, verfügbar für die Lagergrößen 204 bis 213. Sie schließt die Gehäusebohrung ab und hält Schmutz und Spritzwasser vom Lager fern. Ohne Abdeckung bleibt die Bohrung offen, was in staubiger Umgebung die Lebensdauer der Fettfüllung deutlich verkürzt.
  • Bis zu welchem Wellendurchmesser reicht die Serie? Bis 100 Millimeter, allerdings nur in der Ausführung nach japanischer Norm mit der Größe 520. Die Guss-Standardform nach ISO 3228 endet bei Größe 513 und damit bei 65 Millimetern, die verkürzte Bauform bei Größe 510 und 50 Millimetern. Oberhalb davon ist die Auswahl an Bauformen also eingeschränkt.

SY-Gehäuse bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der SY-Serie liegen 31 Gehäuse ab Lager: neun in der Ausführung SY..M nach ISO 3228 von SY 503 M bis SY 513 M, dreizehn in der Ausführung SYJ nach JIS B 1559 von SYJ 504 bis SYJ 520, sieben in der verkürzten Ausführung SYF 504 bis SYF 510 — hier lückenlos alle Größen — sowie zwei Verbundgehäuse SYK 505 und SYK 507. Passend dazu: Was HUG ausmacht: Gehäuse, Y-Lager, Endabdeckungen und Schmierstoff kommen aus einer Hand, und bei der Zuordnung von Bauform, Maßnorm und Lagergröße hilft unsere technische Beratung weiter. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.