Erste-Hilfe-Sets / Pflasterspender
Erste Hilfe im Betrieb ist Pflicht – und beginnt beim richtigen Behälter: Verbandkasten nach DIN, Pflasterspender an der Wand, Erste-Hilfe-Koffer für die Baustelle. HUG Technik führt 25 Artikel für die Grundausstattung, vom kleinen Betriebsverbandkasten bis zur wandmontierten Erste-Hilfe-Station.Zu Ihrem Experten für Erste-Hilfe-Sets / Pflasterspender
Andreas Selwitschka
Inhalt im Überblick
Verbandkasten, Koffer, Station, Pflasterspender
Die Kategorie bündelt die Behälter und Ausgabesysteme der Erste-Hilfe-Ausstattung – Verbandkästen, Erste-Hilfe-Koffer und -Stationen, Pflasterspender sowie Zubehör wie Kühlpacks und Verbandbücher.
Jede Bauform hat ihren Platz:
- Verbandkasten / Betriebsverbandkasten – die genormte Grundausstattung nach DIN 13157 oder DIN 13169, als Wandbehälter oder Koffer
- Erste-Hilfe-Koffer und -Stationen – tragbar für Baustelle und Fahrzeug oder wandmontiert als fester Anlaufpunkt in der Halle
- Pflasterspender – für die schnelle Versorgung kleiner Wunden ohne Öffnen des Verbandkastens
- Zubehör – Sofort-Kühlpacks für Prellungen und das Verbandbuch zur Dokumentation jeder Erste-Hilfe-Leistung
Das Verbrauchsmaterial im Inneren – Pflaster, Blutstiller, Wundauflagen – wird separat nachgekauft: Nach Ablauf oder Verbrauch liefern die Nachfüllpacks den Ersatz. Neben dem Verbandkasten gehören zur Notfall-Grundausstattung die Augenspülung für Augenverletzungen und die Desinfektion für Hände und Flächen.
DIN 13157 oder DIN 13169 – welcher Verbandkasten?
DIN 13157 ist der kleine Betriebsverbandkasten mit 65 Teilen, DIN 13169 der große mit 127 Teilen – im Wesentlichen der doppelte Inhalt. Zwei kleine Kästen (DIN 13157) ersetzen einen großen (DIN 13169).
| Merkmal | DIN 13157 (klein) | DIN 13169 (groß) |
|---|---|---|
| Bezeichnung | kleiner Betriebsverbandkasten | großer Betriebsverbandkasten |
| Teile | 65 | 127 (≈ doppelter Inhalt) |
| Entspricht | – | 2 × DIN 13157 |
| Einsatz | kleinere Betriebe | größere Betriebe / mehr Beschäftigte |
Seit Mai 2022 sind beide Normen aktualisiert: Feuchttücher und eine Gesichtsmaske gehören seither zum Pflichtinhalt, und die Zahl der fertigen Pflaster wurde erhöht. Wer einen älteren Kasten führt, sollte den Inhalt beim nächsten Nachfüllen auf den aktuellen Stand bringen.
Wie viele Verbandkästen braucht mein Betrieb?
Die Zahl richtet sich nach Betriebsart und Beschäftigtenzahl gemäß ASR A4.3. Grundlage sind die Arbeitsstättenverordnung und die DGUV Vorschrift 1.
| Betriebsart | Beschäftigte | Verbandkästen |
|---|---|---|
| Verwaltung, Handel | 1–50 | 1 × DIN 13157 (klein) |
| 51–300 | 1 × DIN 13169 (groß) | |
| Herstellung, Verarbeitung | 1–20 | 1 × DIN 13157 (klein) |
| 21–100 | 1 × DIN 13169 (groß) |
Über diese Grenzen hinaus kommt je weitere 300 (Verwaltung/Handel) bzw. je weitere 100 Beschäftigte (Herstellung/Verarbeitung) ein zusätzlicher großer Kasten hinzu. Maßgeblich für den konkreten Bedarf ist die Gefährdungsbeurteilung – bei erhöhtem Verletzungsrisiko können mehr oder größer bestückte Kästen sinnvoll sein.
Pflasterspender: schnelle Wundversorgung ohne Suchen
Ein Pflasterspender hält einzeln entnehmbare Pflaster griffbereit – hygienisch verpackt und ohne den Verbandkasten öffnen zu müssen. Das beschleunigt die Versorgung kleiner Schnitt- und Schürfwunden.
Kleine Wunden sind der häufigste Erste-Hilfe-Fall im Betrieb. Ein Wandspender gibt mit einem Griff ein einzeln verpacktes Pflaster aus – etwa wasserfeste Varianten für Bereiche mit Handwäsche oder Feuchtarbeit. Das spart Zeit, hält den Verbandkasten für ernstere Fälle vollständig und sorgt dafür, dass jedes Pflaster steril bis zur Anwendung bleibt. Nachgefüllt werden die Spender mit den passenden Pflaster-Refills aus den Nachfüllpacks.
FAQ zu Erste-Hilfe-Sets
- Was ist der Unterschied zwischen DIN 13157 und DIN 13169? DIN 13157 ist der kleine Betriebsverbandkasten mit 65 Teilen, DIN 13169 der große mit 127 Teilen – im Kern der doppelte Inhalt. Zwei kleine Kästen nach DIN 13157 ersetzen einen großen nach DIN 13169. Welcher nötig ist, hängt von Betriebsart und Beschäftigtenzahl ab.
- Wie viele Verbandkästen schreibt die ASR A4.3 vor? In Verwaltungs- und Handelsbetrieben genügt bis 50 Beschäftigten ein kleiner Kasten (DIN 13157), von 51 bis 300 ein großer (DIN 13169). In Herstellungs- und Verarbeitungsbetrieben gilt die Grenze schon bei 20 bzw. 100 Beschäftigten. Darüber hinaus kommt je weitere 300 bzw. 100 Beschäftigte ein zusätzlicher großer Kasten hinzu.
- Was hat sich 2022 am Verbandkasten-Inhalt geändert? Seit Mai 2022 gehören Feuchttücher und eine Gesichtsmaske zum Pflichtinhalt von DIN 13157 und DIN 13169, und die Zahl der fertigen Pflaster wurde erhöht. Ältere Kästen lassen sich beim nächsten Nachfüllen auf den aktuellen Stand bringen, statt sie komplett zu ersetzen.
- Brauche ich einen Verbandkasten oder einen Pflasterspender? Beides ergänzt sich. Der genormte Verbandkasten ist die vorgeschriebene Grundausstattung für alle Verletzungsarten. Der Pflasterspender deckt zusätzlich den häufigsten Fall ab – kleine Wunden – schnell und hygienisch, ohne den Verbandkasten zu öffnen. In vielen Betrieben hängen beide nebeneinander.
- Wozu dient das Verbandbuch? Im Verbandbuch wird jede Erste-Hilfe-Leistung dokumentiert – Datum, Hergang, Verletzung und Maßnahme. Das ist wichtig, falls sich aus einer zunächst kleinen Verletzung später ein Versicherungsfall entwickelt: Nur eine zeitnahe Dokumentation belegt den Zusammenhang mit der Arbeit. Das Verbandbuch gehört daher zur Grundausstattung.
- Wo muss der Verbandkasten im Betrieb hängen? Gut erreichbar, gekennzeichnet und allen Beschäftigten bekannt. Der Standort wird mit dem Rettungszeichen für Erste-Hilfe-Mittel markiert. In größeren oder verwinkelten Betrieben verteilt man mehrere Kästen so, dass von jedem Arbeitsplatz aus schnell einer erreichbar ist – die genaue Verteilung ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung.
Erste-Hilfe-Sets bei HUG – 25 Artikel für die betriebliche Grundausstattung ab Lager
Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus – bei der Erste-Hilfe-Ausstattung vom genormten Verbandkasten über Pflasterspender bis zur wandmontierten Station, mit Produkten von SÖHNGEN, CEDERROTH, Plum, Salvequick und Holthaus. Passend dazu ergänzen diese Bereiche die betriebliche Erste-Hilfe-Ausstattung:- Nachfüllpacks – Verbandmaterial, Blutstiller und Pflaster-Refills zum Ergänzen der Kästen
- Augenspülung – Spüllösungen und Stationen für die Augen-Erstversorgung
- Gebotsschilder – Sicherheitskennzeichnung für den Betrieb
- SÖHNGEN-Markenwelt – Verbandkästen, Stationen und Nachfüllsets von SÖHNGEN
