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Flanschlager-Gehäuse GG-Serie

Die GG-Serie von INA ist die einzige Flanschlager-Gehäusereihe im HUG-Sortiment, die alle vier Flanschformen abdeckt: quadratisch, oval, rund und dreieckig. 50 Graugussgehäuse in neun Unterbaureihen stehen zur Wahl – die Anschlusskonstruktion entscheidet, welche davon passt.
Erwin Küfner

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Erwin Küfner

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Vier Flanschformen, neun Kürzel

Alle GG-Gehäuse sind aus Grauguss gefertigt und haben eine hohlkugelige Gehäusebohrung. Darin sitzt ein Spannlager mit sphärischem Außenring, das sich selbst ausrichtet und Fluchtungsfehler zwischen Lagerstelle und Welle ausgleicht. Was sich von Kürzel zu Kürzel unterscheidet, ist ausschließlich der Flansch.
KürzelFlanschformLöcherZentrieransatzBei HUG
GG.CFquadratisch4nein5 Artikel
GG.CJquadratisch4nein8 Artikel
GG.CFToval2nein6 Artikel
GG.CJToval2nein8 Artikel
GG.CJTZoval2ja6 Artikel
GG.GLCTEoval2nein2 Artikel
GG.CFTRdreieckig3nein8 Artikel
GG.MErund4ja3 Artikel
GG.FErund4ja4 Artikel
Die Flanschform ergibt sich fast immer aus dem Bauraum. Der quadratische Vierlochflansch der Reihen CF und CJ hält Kippmomenten am besten stand und ist die Standardwahl bei wechselnder oder einseitiger Last. Die ovalen Zweilochgehäuse CFT, CJT, CJTZ und GLCTE bauen schmaler und kommen dort zum Einsatz, wo der Rahmen keine vier Schrauben hergibt. Die dreieckige CFTR-Reihe mit drei Löchern ist der Kompromiss dazwischen – mehr Verdrehsicherheit als zwei Schrauben, weniger Platzbedarf als vier. Die runden Gehäuse ME und FE schließlich sitzen in einer Aufnahmebohrung und lassen sich in beliebigem Winkel ausrichten.

Wozu der Zentrieransatz dient

Drei der neun Reihen haben einen Zentrieransatz: die ovale CJTZ sowie die runden Reihen ME und FE. Der Ansatz ist ein angedrehter Absatz auf der Rückseite des Flansches, der beim Anschrauben in eine passende Aussparung in der Maschinenwand greift. Das hat zwei praktische Folgen. Zum einen sitzt das Gehäuse ohne Ausrichten an der vorgesehenen Stelle, was die Montage beschleunigt und nach einer Demontage die wiederholgenaue Position sichert. Zum anderen nimmt der Ansatz die Radialkräfte auf, sodass die Befestigungsschrauben davon entlastet werden und im Wesentlichen nur noch die Vorspannung halten müssen. Wo diese Aussparung in der Anschlusskonstruktion fehlt, bringt der Ansatz keinen Vorteil – dort passen die Reihen ohne Zentrierung besser, weil das Gehäuse dann plan aufliegt.

Welches GG-Gehäuse passt

Die Auswahl läuft über die Anschlusskonstruktion, nicht über das Lager:
  • Zahl und Anordnung der Befestigungslöcher. Vier Löcher im Rechteck führen zu CF oder CJ, zwei Löcher zu CFT, CJT, CJTZ oder GLCTE, drei Löcher zur CFTR-Reihe, eine runde Aufnahme mit vier Schrauben zu ME oder FE.
  • Aussparung für den Zentrieransatz vorhanden? Wenn ja, kommen CJTZ, ME und FE infrage. Wenn nein, bleiben die Reihen ohne Ansatz.
  • Vollständige Bezeichnung vom Altteil. Bei Ersatzteilen ist das der sicherste Weg. Innerhalb derselben Flanschform gibt es mehrere Reihen mit abweichenden Abmessungen – CF und CJ sind beide quadratisch, ME und FE beide rund, unterscheiden sich aber in den Anschlussmaßen.
Erst danach folgt die Größe. Sie richtet sich nach dem Spannlager, das eingesetzt wird – das Gehäuse kommt ohne Lager. Über alle neun Reihen hinweg deckt das HUG-Sortiment Lagersitze von 40 bis rund 110 mm Durchmesser ab. Nicht jede Reihe reicht dabei über den gesamten Bereich: Die quadratische CJ-Reihe und die ovalen Reihen CJT und CJTZ gehen bis 110 mm hinauf, während die kleine GLCTE-Reihe nur die Größen 40 und 52 mm abdeckt. Wer eine große Lagerstelle plant, findet die Auswahl deshalb vor allem bei CJ, CJT und FE; im kleinen Bereich ab 40 mm stehen dagegen fast alle Bauformen zur Verfügung. Wer das fertig montierte Paket sucht, findet es bei den Flanschlager-Gehäuseeinheiten; einen Überblick über alle neun Serien gibt die Seite Flanschlager-Gehäuse.

FAQ zur GG-Serie

  • Wofür steht GG bei INA? GG bezeichnet bei INA die Ausführung aus Grauguss. Der Zusatz dahinter beschreibt die Bauform: CF und CJ stehen für den quadratischen Vierlochflansch, CFT, CJT, CJTZ und GLCTE für den ovalen Zweilochflansch, CFTR für die dreieckige Dreilochausführung sowie ME und FE für die runden Gehäuse mit vier Schrauben.
  • Welche Flanschformen gibt es in der GG-Serie? Alle vier: quadratisch, oval, dreieckig und rund. Damit ist GG die einzige Flanschlager-Gehäusereihe im HUG-Sortiment, die das gesamte Formenspektrum in einer Serie abdeckt. Andere Serien beschränken sich auf ein oder zwei Formen. Praktisch heißt das: Wer mehrere Lagerstellen mit unterschiedlichen Anschlussbedingungen ausstattet, kann innerhalb einer Serie und eines Werkstoffs bleiben, statt zwischen Herstellern zu wechseln.
  • Was ist ein Zentrieransatz und wann brauche ich ihn? Ein angedrehter Absatz auf der Flanschrückseite, der in eine Aussparung der Maschinenwand greift. Er zentriert das Gehäuse beim Anschrauben und nimmt Radialkräfte auf, sodass die Schrauben entlastet werden. Sinnvoll ist er nur, wenn die Anschlusskonstruktion diese Aussparung tatsächlich hat – bei planer Wand bringt er nichts.
  • Welche GG-Reihen haben einen Zentrieransatz? Drei von neun: die ovale Reihe CJTZ mit zwei Befestigungslöchern sowie die runden Reihen ME und FE mit jeweils vier Löchern. Die übrigen sechs Reihen CF, CJ, CFT, CJT, GLCTE und CFTR liegen plan auf der Anschlussfläche auf.
  • Welches Lager passt in ein GG-Gehäuse? Ein Spannlager mit sphärischem Außenring, also ein Rillenkugellager mit kugeliger Außenfläche. Die hohlkugelige Gehäusebohrung nimmt diese Kugelform auf, wodurch sich das Lager selbst ausrichtet und Fluchtungsfehler ausgleicht. Das Lager wird separat bestellt, es gehört nicht zum Lieferumfang des Gehäuses.
  • Wann ist die dreieckige CFTR-Reihe die richtige Wahl? Wenn zwei Schrauben zu wenig Verdrehsicherheit bieten, für vier aber der Platz fehlt. Der dreieckige Dreilochflansch liegt zwischen dem ovalen und dem quadratischen Gehäuse – er nimmt mehr Moment auf als die Zweilochausführung und baut trotzdem schmaler als das quadratische Gehäuse derselben Lagergröße.
  • Kann ich CF gegen CJ tauschen? Nicht ungeprüft. Beide sind quadratische Graugussgehäuse mit vier Befestigungslöchern, unterscheiden sich aber in den Anschlussmaßen. Dasselbe gilt für die runden Reihen ME und FE. Beim Ersatz eines vorhandenen Gehäuses gehört deshalb die vollständige Bezeichnung vom Altteil übernommen, nicht nur die Größenziffer.
  • Sind alle GG-Gehäuse aus Grauguss? Ja, das Kürzel GG steht genau dafür. Grauguss dämpft Schwingungen gut, ist formstabil und mechanisch hoch belastbar – der klassische Werkstoff im Maschinenbau. Für Hygiene- und Nassbereiche greift man stattdessen zu Thermoplast- oder Verbundwerkstoffgehäusen anderer Serien.
  • Wie wird nachgeschmiert? Über den Schmiernippel am Gehäuse mit einem Wälzlagerfett. Das Fett gelangt über eine Nut in der hohlkugeligen Bohrung an den Lageraußenring. Wie oft nachgefettet wird, hängt von Drehzahl, Last und Umgebung ab – bei Staub oder Feuchtigkeit lieber häufiger und in kleineren Mengen.

GG-Gehäuse bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der GG-Serie von INA liegen 50 Graugussgehäuse ab Lager, verteilt auf neun Unterbaureihen – quadratisch, oval, dreieckig und rund, drei davon mit Zentrieransatz. Passend dazu: Was HUG ausmacht: das komplette Gehäuse- und Lagerprogramm aus einer Hand, dazu technische Beratung bei der Zuordnung von Flanschform, Anschlussmaß und Lagergröße. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.