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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Stehlager-Gehäuseeinheiten

Stehlager – im Maschinenbau auch als Lagerbock bekannt – sind die Standard-Lagerstellen für horizontale Wellen auf Grundplatten und Maschinenrahmen. Stehlager-Gehäuseeinheiten kombinieren Wälzlager und Gehäuse zu einer montagefertigen Baugruppe: zwei Befestigungsbohrungen im Fuß werden von oben in den Maschinenträger geschraubt, das Lager ist bereits eingepresst, gefettet und abgedichtet.
Erwin Küfner

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Stehlager oder Lagerbock – die Begriffe richtig einordnen

„Stehlager" und „Lagerbock" werden im Sprachgebrauch häufig synonym verwendet, technisch gibt es einen feinen Unterschied:
  • Lagerbock bezeichnet streng genommen nur den Gehäusekörper (das gussigene oder thermoplastische Bauteil ohne Wälzlager), wie er auf der Schwesterseite Stehlager-Gehäuse einzeln verkauft wird
  • Stehlager-Gehäuseeinheit ist die fertige Baugruppe aus Lagerbock plus eingesetztem Y-Lager mit kugeligem Außenring – montagefertig, geprüft, geschmiert
  • Im Alltag wird „Stehlager" meistens für die fertige Einheit verwendet, „Lagerbock" oft als Oberbegriff. Beide Begriffe führen Sie zum richtigen Produkt

Wann ein Stehlager statt Flansch- oder Spannlager?

Die Bauform entscheidet über den Einbau:
  • Stehlager: Befestigung von oben auf einer waagerechten Grundplatte. Die Welle läuft horizontal über dem Lagerfuß. Klassischer Anwendungsfall: Antriebs- und Abtriebswellen, Förderwalzen, Gebläseaggregate
  • Flanschlager-Gehäuseeinheit: Befestigung an einer vertikalen Wand oder Stirnseite über einen Flansch. Die Welle ragt durch die Wand
  • Spannlager-Gehäuseeinheit: Stehlager-ähnlich, aber mit Langlöchern im Fuß zur axialen Verschiebung – für Riementrieb-Spanner
Die quadratische bis trapezförmige Fußform der Stehlager mit zwei Schraublöchern macht die Montage besonders einfach: Mit dem Lager als Ausrichtreferenz wird die Welle nach Augenmaß ausgerichtet und festgezogen, der kugelige Außenring der eingesetzten Y-Lager gleicht kleine Winkelabweichungen automatisch aus.

Zwölf Bauserien im Überblick

Die Stehlager-Gehäuseeinheiten unterscheiden sich nach Hersteller-Präfix, Lagertyp und Abdichtung. HUG führt zwölf Serien:
  • UCP-Serie: Der weltweite Standard – NTN, SKF, FAG, NSK, SNR. Quadratische Stehlager nach JIS B1559
  • S-Serie: SNR-Edelstahl (SUCP) und SKF-Zollmaße (SY-Reihe) für Lebensmittel- und Sondermaße
  • T-Serie: INA TASE mit dreifacher Dichtung – Schwerlast und staubige Umgebungen
  • P-Serie: INA PASE mit Nuteinstich für Schutzkappen
  • R-Serie: INA RASE in Grauguss, Stahlblech, Kunststoff und mit Corrotect-Rostschutz
  • A-Serie: NTN AELP, AELPP und ASP – mit AEL-Excentric-Locking
  • E-Serie: SNR ESPAE mit Loslager-Festlager-Wandlung über FRB/FRM-Festringe
  • UE-Serie: NTN/NSK UELP mit Schmiernippel im Außenring
  • F-L-Serie: INA LASE/LSHE und SNR GNP – Sonderbauformen
  • UCS-UCU-Serie: NTN/NSK/SNR Sondergrößen
  • UK-Serie: NSK/NTN UKP mit konischer Bohrung für Spannhülsenbefestigung
  • US-Serie: SNR USPE Grauguss-Standardsortiment

Auswahlkriterien: Maße, Belastung, Umgebung

Die richtige Serie ergibt sich aus drei Fragen:
  • Welcher Wellendurchmesser? Die meisten Serien decken den Standardbereich 12 mm bis 60 mm ab. UCP- und UK-Reihen reichen bis 140 mm hoch. Häufig gesucht sind die Größen 20 mm, 25 mm, 30 mm, 40 mm und 50 mm
  • Welche Umgebungsbedingungen? Trockene Werkstatt → UCP- oder UE-Standard. Staub und Spritzwasser → T-Serie mit Dreifachdichtung. Feuchte oder Lebensmittel → S-Serie aus Edelstahl. Korrosive Atmosphäre → R-Serie mit Corrotect oder Kunststoffgehäuse
  • Welcher Befestigungstyp? Standard ist Madenschrauben-Befestigung der Welle. Glattwelle ohne Passfeder → UK-Serie mit Spannhülse. Häufige Demontage → S-Serie SY mit Exzenterspannring
Bei der Erstinbetriebnahme reicht die Werksfettung typisch für mehrere tausend Betriebsstunden. Für die Nachschmierung im Dauerbetrieb hilft passendes Wälzlagerfett aus dem HUG-Sortiment, dosiert über einen Schmiernippel in der dafür vorgesehenen Gewindebohrung am Gehäuse.

Stehlager-Einheit oder reines Gehäuse?

Wenn ein Standard-Y-Lager unter normalen Betriebsbedingungen gefragt ist, ist die fertige Stehlager-Gehäuseeinheit fast immer die wirtschaftlichste Lösung. Das separate Stehlager-Gehäuse ohne Lager lohnt sich erst, wenn ein Sonderlager (Pendelrollenlager, Edelstahllager mit Spezialfett, Hochtemperaturlager) eingesetzt wird oder bei einem Wartungsfall nur das Lager getauscht werden soll, ohne das Gehäuse zu ersetzen. Für ergänzende Bauteile finden Sie bei HUG passende Wellendichtringe als Zusatzdichtung sowie Wälzlager-Zubehör wie Spannhülsen und Festringe.

Stehlager-Gehäuseeinheiten bei HUG

HUG Technik und Sicherheit führt die komplette Bandbreite der zwölf Stehlagerserien von SKF, FAG, INA, NTN, NSK, NKE, SNR und ZEN ab Lager. Standardgrößen 20 mm, 25 mm, 30 mm, 40 mm und 50 mm sind in mehreren Ausführungen sofort verfügbar; größere Wellendurchmesser bis 140 mm ergänzen das UCP-Sortiment. Bei Fragen zur Auswahl der passenden Serie für Ihre Einbausituation berät das HUG-Technikteam – Bestellungen bis 16 Uhr gehen noch am selben Tag in den Versand.