Klassische Keilriemen
Der bewährte Standard der Antriebstechnik: Klassische Keilriemen nach DIN 2215 in elf Breiten von 5 bis 40 mm – ummantelt, robust und für unzählige Bestandsantriebe die richtige Wahl. HUG Technik führt über 1.400 Varianten in zehn Breiten ab Lager, von ConCar, Strongbelt und Mitsuboshi.10 Artikel gefunden
Inhalt im Überblick
Die Profile: elf Breiten von 5 bis 40 mm
Klassische Keilriemen gibt es in elf Breiten von 5 bis 40 mm. Die genormten Kernprofile nach DIN 2215/ISO 4184 tragen die Buchstaben Y/6, Z/10, A/13, B/17, C/22, D/32 und E/40; daneben sind die Zusatzbreiten 5, 8, 20 und 25 gebräuchlich. Die Zahl nennt die obere Breite in Millimetern – je größer das Profil, desto höher die übertragbare Leistung.
| Profil DIN 2215 | ISO 4184 | Obere Breite | Riemenhöhe | ø Scheibe min. | Gewicht je Meter |
|---|---|---|---|---|---|
| 5 | – | 5 mm | 3 mm | 20 mm | 0,018 kg |
| 6 | Y | 6 mm | 4 mm | 28 mm | 0,026 kg |
| 8 | – | 8 mm | 5 mm | 40 mm | 0,042 kg |
| 10 | Z | 10 mm | 6 mm | 50 mm | 0,064 kg |
| 13 | A | 13 mm | 8 mm | 71 mm | 0,109 kg |
| 17 | B | 17 mm | 11 mm | 112 mm | 0,190 kg |
| 20 | – | 20 mm | 12,5 mm | 160 mm | 0,266 kg |
| 22 | C | 22 mm | 14 mm | 180 mm | 0,324 kg |
| 25 | – | 25 mm | 16 mm | 250 mm | 0,420 kg |
| 32 | D | 32 mm | 20 mm | 355 mm | 0,690 kg |
| 40 | E | 40 mm | 25 mm | 500 mm | 0,958 kg |
Das Profil ist die wichtigste Kenngröße: Es bestimmt, welche Leistung der Riemen überträgt und auf welche Scheibennut er passt. Die kleinen Breiten 5, 6 und 8 sitzen in Geräten und Kleinantrieben, Z/10 in leichten Antrieben, A/13 und B/17 decken den breiten Standardbereich in Maschinen und Aggregaten ab, C/22 und D/32 übertragen hohe Leistungen in Schwerlastantrieben. Bei Neuauslegungen empfiehlt sich der Griff zu den genormten Kernprofilen – das erleichtert die spätere Ersatzbeschaffung. Beim Ersatz übernimmt man Profil und Länge von der Kennzeichnung des alten Riemens; die Umrechnung zwischen Innen-, Wirk- und Außenlänge je Profil zeigt die Keilriemen-Umrechnungstabelle. Für Neuauslegungen mit wenig Bauraum ist der Schmalkeilriemen die leistungsdichtere Alternative; einen Überblick über alle Bauarten gibt der Bereich Keilriemen.
Ummantelt und robust
Klassische Keilriemen sind ummantelt – ein Gewebemantel umschließt den Zugträger aus Polyester und den Kern aus Neopren. Das macht sie laufruhig, robust und unempfindlich, ideal für bestehende Antriebe und den universellen Einsatz.
Die Ummantelung schützt den Riemen und sorgt für ruhigen Lauf und gute Reibwerte in der Scheibennut. Der Zugträger aus Polyester nimmt die Kraft auf und hält die Längung gering, der Neopren-Unterbau überträgt sie auf die Flanken. Diese bewährte Bauart ist wartungsarm und für die meisten Industrieantriebe ausreichend. Wer auf die Premiumlinie derselben Bauart von GATES setzen will, findet sie als GATES Hi-Power; die flankenoffene, effizientere Bauform ist der HL-Keilriemen flankenoffen formgezahnt.
FAQ zu klassischen Keilriemen
- Welches klassische Profil brauche ich? Das, das auf dem alten Riemen steht und zur Scheibennut passt. Fehlt die Angabe, misst man die obere Breite: rund 10 mm = Z, 13 mm = A, 17 mm = B, 22 mm = C, 32 mm = D. Daneben gibt es die Breiten 5, 6, 8, 20 und 25 – gemessene Breite einfach mit der Tabelle oben abgleichen. Das Profil muss zwingend zur Scheibe passen.
- Passt ein klassischer Keilriemen in eine SPZ- oder SPA-Scheibe? Viele moderne Keilriemenscheiben tragen eine Doppelbezeichnung wie SPZ/10, SPA/13, SPB/17 oder SPC/22 – solche Scheiben nehmen sowohl den Schmalkeilriemen als auch den klassischen Riemen gleicher Nennbreite auf. Deshalb verweisen die HUG-Produktseiten der 10er- bis 22er-Riemen auf die passenden SP-Scheiben. Trägt die Scheibe nur eine klassische Bezeichnung, gehört der klassische Riemen hinein.
- Was bedeutet die Länge auf dem Riemen? Je nach Norm die Innenlänge (Li), Wirklänge (Lw/Ld) oder Außenlänge (La). Beim Ersatz die genannte Länge und Bezeichnung übernehmen; die Formeln zur Umrechnung stehen in der Keilriemen-Umrechnungstabelle. Im Zweifel Achsabstand und Scheibendurchmesser angeben, dann lässt sich die passende Länge berechnen.
- Gibt es klassische Keilriemen auch gezahnt? Die ummantelte Standardausführung ist glatt. Formgezahnte, flankenoffene Ausführungen der klassischen Maße (ZX/X10, AX/X13, BX/X17, CX/X22) laufen in denselben Scheiben, biegen sich aber leichter um kleine Durchmesser und laufen kühler. Bei HUG stehen sie im Bereich HL-Keilriemen flankenoffen formgezahnt.
- Wie lese ich die Bezeichnung auf einem klassischen Keilriemen? Zwei Schreibweisen sind üblich: die metrische Angabe Profilbreite × Innenlänge, etwa 13 × 975 Li (13 mm breit, 975 mm Innenlänge), oder die Zollbezeichnung aus Profilbuchstabe und Innenlänge in Zoll, etwa A 38 (Profil A, 38 Zoll ≈ 965 mm). Beide bezeichnen denselben Riemen; beim Ersatz einfach die vorhandene Kennzeichnung übernehmen.
- Wie lange hält ein klassischer Keilriemen? Das hängt von Vorspannung, Scheibenflucht und Umgebung ab – pauschale Stundenwerte gibt es nicht. Riemen altern durch Wärme oberhalb von rund +70 °C, Öl und Ozon schneller. Tauschreif ist ein Riemen bei Rissen im Rücken, ausgefransten oder verglasten Flanken und wenn er trotz korrekter Spannung durchrutscht. Bei Mehrrillenantrieben immer den kompletten Satz wechseln.
- Sind klassische Keilriemen elektrisch leitfähig? Marken-Standardriemen sind in der Regel elektrisch leitfähig nach ISO 1813 ausgeführt und können statische Aufladung ableiten – relevant überall dort, wo Funken vermieden werden müssen, etwa in staubbelasteten Umgebungen. Im Zweifel bestätigt HUG die Eignung für den konkreten Artikel vor der Bestellung.
- Wie lege ich einen klassischen Keilriemen richtig auf? Vor der Montage den Achsabstand verkleinern oder die Spannschiene lösen, sodass der Riemen ohne Kraft in die Nuten gleitet. Niemals mit Schraubendreher oder Hebel aufziehen – das knickt den Zugstrang, und der Riemen reißt früh. Nach der Montage spannen, Flucht der Scheiben prüfen und nach den ersten Betriebsstunden unter Last nachspannen.
- Wie lagere ich Keilriemen richtig? Kühl, trocken, dunkel und ozonfrei – nach den Grundsätzen der DIN 7716 für Gummierzeugnisse. Riemen spannungsfrei und ohne Knick lagern, am besten liegend oder über einen großen Radius gehängt, fern von Heizkörpern, Ölen und elektrischen Funkenquellen. So gelagert altern Vorratsriemen kaum.
Klassische Keilriemen bei HUG – Markenriemen ab Lager
Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus – bei den klassischen Keilriemen nach DIN 2215 mit über 1.400 Varianten in zehn Breiten ab Lager, ummantelt, von ConCar, Strongbelt und Mitsuboshi. Passend dazu:- GATES Hi-Power – die GATES-Premiumlinie der klassischen Bauart
- Schmalkeilriemen – mehr Leistung bei gleicher Baubreite
- Keilriemen im Überblick – alle Profile und Bauarten
