Manometer
Manometer sind die mechanischen Druckmessgeräte für Druckluft-, Hydraulik- und Prozessanlagen – eine Rohr-, Platten- oder Kapselfeder wandelt den Druck in eine Zeigeranzeige um. HUG führt Manometer von WIKA und Riegler in zehn Bauformen, Nenndurchmessern 40 bis 160 mm und Druckbereichen von −1 bis 600 bar ab Lager.Inhalt im Überblick
Was ein Manometer misst
Ein Manometer misst den Druck eines Mediums relativ zum Umgebungsdruck. Eine federnde Messzelle – meist eine Rohrfeder – verformt sich unter Druck, und ein Zeigerwerk übersetzt die Verformung in eine Anzeige in bar.
Das Manometer ist das mechanische Druckmessgerät der Industrie. Im Inneren verformt sich eine Messfeder unter dem anstehenden Druck: Die Rohrfeder (Bourdonrohr) streckt sich, die Plattenfeder wölbt sich, die Kapselfeder dehnt sich. Ein Zeigerwerk übersetzt diese Bewegung in die Anzeige in bar. Anders als das Barometer, das den absoluten Luftdruck misst, zeigt das Manometer den Überdruck gegenüber der Umgebung. Es ist damit das Standardinstrument zur Überwachung von Druckluft, Wasser, Hydraulik und Prozessmedien – an Druckluft-Messgeräten, Wartungseinheiten und Pumpen.Bauformen nach Medium
Die Rohrfeder ist der Standard für Luft und Wasser. Glyzerinfüllung dämpft Vibration in der Hydraulik, die Plattenfeder trotzt aggressiven und schmutzigen Medien, die Kapselfeder misst Niederdruck, das Kontaktmanometer schaltet elektrisch.
Die Messzelle und die Ausführung richten sich nach dem Medium:- Standard (Rohrfeder): der Industriestandard für Druckluft, Wasser und neutrale Medien.
- Glyzerinmanometer: Die Füllung dämpft Schwingungen – für Pumpen, Hydraulik und pulsierende Medien.
- Plattenfeder: für aggressive, schmutzige Medien und hohe Schaltfrequenzen.
- Kapselfeder: für Niederdruck und Gasmessung bis etwa 0,6 bar.
- Edelstahlmanometer: komplett aus Edelstahl für Chemie, Lebensmittel und Außeneinsatz.
- Kontaktmanometer: mit elektrischen Schaltkontakten zur Signalauslösung.
Druckbereich und Genauigkeitsklasse
Der Betriebsdruck sollte im mittleren Drittel der Skala liegen, das Skalenende mindestens 30 % über dem Maximaldruck. Die Genauigkeitsklasse 1,6 ist Industriestandard; kleinere Zahlen bedeuten höhere Präzision.
Zwei Kennwerte bestimmen die Auswahl:| Kennwert | Wahl |
|---|---|
| Skalenendwert | Betriebsdruck im mittleren Drittel, Skalenende ≥ 30 % über Maximaldruck |
| Genauigkeitsklasse 1,6 | Industriestandard für die Anlagenüberwachung |
| Klasse 1,0 / 0,6 | anspruchsvolle Industrie / Prozessmessung (Pharma, Chemie) |
| Klasse 0,25 | Feinmessmanometer für Eich- und Prüfanwendungen |
| Nenndurchmesser | 40–63 mm für Druckluft, 80–160 mm für gut ablesbare Industrieanzeige |
Einbau und Schutz
Ein Manometerhahn vor dem Gerät erlaubt den Tausch ohne Anlagenabschaltung und schützt vor Druckspitzen. Bei pulsierendem Druck dämpfen Drossel oder Glyzerinfüllung; der Anschluss erfolgt radial unten oder axial hinten.
Für einen sicheren, langlebigen Einbau gelten einige Regeln:- Manometerhahn vorschalten: Ein Absperrhahn vor dem Manometer ermöglicht den Tausch im Betrieb und schützt bei Druckspitzen.
- Pulsation dämpfen: Bei pulsierendem Druck Drosselschraube oder Glyzerinmanometer einsetzen.
- Anschluss wählen: radial unten für die Wandmontage, axial hinten für den Schaltschrank- und Panel-Einbau.
- Ablesbarkeit: Die Skala waagerecht und gut sichtbar ausrichten.
FAQ zu Manometern
- Was misst man mit einem Manometer? Den Druck eines Mediums gegenüber dem Umgebungsdruck, angezeigt in bar. Eine federnde Messzelle verformt sich unter Druck, ein Zeigerwerk übersetzt das in die Anzeige. Gemessen werden Druckluft, Wasser, Hydrauliköl und Prozessmedien.
- Was ist der Unterschied zwischen Barometer und Manometer? Das Barometer misst den absoluten Luftdruck der Atmosphäre. Das Manometer misst den Überdruck eines Mediums gegenüber der Umgebung. Für die Anlagenüberwachung ist das Manometer das richtige Instrument.
- Welche Bauform für welches Medium? Rohrfeder als Standard für Luft, Wasser und neutrale Medien. Plattenfeder für aggressive oder schmutzige Medien. Kapselfeder für Niederdruck unter 0,6 bar. Glyzerinmanometer bei Vibration und Pulsation, etwa in Hydraulik und an Pumpen.
- Welche Genauigkeitsklasse brauche ich? Klasse 1,6 ist der Industriestandard für die Anlagenüberwachung. Klasse 1,0 für anspruchsvolle Industrie, Klasse 0,6 für präzise Prozessmessung in Pharma und Chemie, Klasse 0,25 als Feinmessmanometer für Eich- und Prüfaufgaben.
- Welchen Skalenendwert wähle ich? So, dass der Betriebsdruck im mittleren Drittel der Skala liegt. Bei 6 bar Betrieb also 0–10 oder 0–16 bar. Das Skalenende sollte mindestens 30 % über dem Maximaldruck liegen, damit der Zeiger nicht am Endanschlag anschlägt.
- Wann brauche ich ein Kontaktmanometer? Wenn das Manometer nicht nur anzeigen, sondern auch schalten soll – etwa einen Kompressor bei Druckabfall einschalten oder bei Überdruck Alarm auslösen. Magnet- oder Reedkontakte schalten bei eingestellten Schwellenwerten, üblich sind ein bis zwei Kontakte.
- Wie baue ich ein Manometer richtig ein? Mit einem Manometerhahn davor, der den Tausch im Betrieb erlaubt und vor Druckspitzen schützt. Bei pulsierendem Druck eine Drossel oder ein Glyzerinmanometer verwenden. Der Anschluss erfolgt radial unten oder axial hinten, die Skala wird waagerecht ausgerichtet.
- Welche Marken führt HUG bei Manometern? HUG führt Manometer von WIKA und Riegler in zehn Bauformen – Standard, Glyzerin, Plattenfeder, Kapselfeder, Differenzdruck, Feinmess, Edelstahl, Robust, Kontakt und Schweißtechnik – in Nenndurchmessern 40 bis 160 mm.
Manometer bei HUG – WIKA und Riegler ab Lager
HUG Technik und Sicherheit führt Manometer von WIKA und Riegler in zehn Bauformen, in Nenndurchmessern 40 bis 160 mm für Druckbereiche von −1 bis 600 bar, mit Kunststoff-, Stahl-, Edelstahl- und Graugussgehäuse. Passend dazu finden Sie im Sortiment:- Druckluft-Messgeräte – die übergeordnete Kategorie der Messtechnik.
- Kugelhähne – als Manometerhahn zum Absperren der Messstelle.
- Absperrarmaturen – Ventile, Klappen und Sicherheitsventile für die Leitung.
