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Rollen für Gabelhubwagen C45

Die Rollen der Baureihe C45 sind Lastrollen für Gabelhubwagen, durchgehend aus Polyamid gefertigt und mit Kugellager in der Nabe. HUG Technik führt fünf Größen von 82 und 85 mm Durchmesser ab Lager, mit Tragkräften von 600 bis 1.000 kg je Rolle. Zwei Nenngrößen unterscheiden sich dabei nur in der Einbaulänge.

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Thomas Klosik

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Was die Baureihe C45 ist

Diese Rollen sitzen ganz vorn in den beiden Gabelzinken eines Handhubwagens und tragen dort den größten Teil der Palettenlast. Es sind keine kompletten Rollen mit Gehäuse, sondern reine Räder: Radkörper und Lauffläche bestehen aus Polyamid und bilden ein einziges Bauteil, in der Nabe sitzt ein Kugellager. Eingebaut werden sie auf einer Achse, die quer durch die Gabelzinke läuft.

Der Durchmesser liegt bei 82 oder 85 mm – eine Vorgabe, die aus der Bauart des Hubwagens folgt. Der Standard-Handhubwagen hat 1.150 mm Gabellänge und einen Hubbereich von etwa 85 bis 200 mm; die untere Zahl ist die Senkhöhe, mit der die Gabel in die Palette einfährt. Eine größere Lastrolle würde die Gabel anheben und das Einfahren verhindern.

Die Alternative im Sortiment sind die Polyurethanräder C40, die dieselbe Bauform mit elastischer Bandage auf metallischem Kern abdecken. Die Werkstoffgrundlagen zu Polyamid stehen im Bereich Kunststoffräder.

Die vier Maße, die passen müssen

Beim Nachkaufen einer Hubwagenrolle entscheiden vier Maße, und alle vier müssen stimmen. Erstens der Raddurchmesser – er bestimmt, ob die Gabel noch unter die Palette passt. Zweitens die Radbreite. Drittens die Einbaulänge, in den Artikeldaten als Ausladung geführt: das Maß über die Nabe, mit dem die Rolle zwischen die Wangen der Gabelzinke passt. Und viertens der Innendurchmesser des Kugellagers, also der Achsdurchmesser.

Das vierte Maß ist das, das am häufigsten übersehen wird – dabei steht es in den Artikeldaten direkt drin. Die Lagerangabe 20 x 47 x 14 mm bedeutet 20 mm Innendurchmesser, 47 mm Außendurchmesser, 14 mm Breite; sie entspricht dem Rillenkugellager 6204 nach DIN 625-1. Bei Hubwagenrollen sind im Handel Achsen mit 12, 17, 20 und 25 mm gebräuchlich.

Innerhalb dieser Baureihe kommen zwei Achsdurchmesser vor: 20 mm bei vier Größen und 25 mm bei der 85 x 60 mm-Ausführung. Wer nur nach Durchmesser und Breite bestellt, kann also eine Rolle bekommen, die nicht auf die vorhandene Achse passt – obwohl sie äußerlich stimmt.

Gleiche Größe, andere Einbaulänge

Die Baureihe führt zwei Artikel mit identischer Nenngröße 82 x 70 mm und identischer Tragkraft von 700 kg. Der Unterschied liegt allein in der Einbaulänge: 66 mm beim einen, 73 mm beim anderen. Beide nutzen dasselbe Lagermaß von 20 x 47 x 12 mm.

Sieben Millimeter klingen wenig, entscheiden aber darüber, ob die Rolle in der Gabelzinke sitzt oder klemmt. Ist die Einbaulänge zu kurz, hat die Rolle seitliches Spiel und läuft schief; ist sie zu lang, lässt sie sich nicht zwischen die Wangen schieben oder klemmt beim Anziehen der Achssicherung.

Messen Sie deshalb am ausgebauten Rad nicht über die Lauffläche, sondern über die Nabe – von Stirnfläche zu Stirnfläche. Alternativ messen Sie den lichten Abstand zwischen den Wangen der Gabelzinke: Er entspricht der benötigten Einbaulänge. Notieren Sie beide Werte, bevor Sie bestellen.

Einzelrolle oder Tandemrolle

Gabelhubwagen sind je nach Modell mit Einfachrollen oder mit Tandemrollen ausgestattet – bei der Tandemvariante sitzen zwei Rollen hintereinander in jeder Zinke. Nach Fachbeiträgen zur Hubwagentechnik verteilen Tandemrollen das Gewicht besser, eignen sich besonders auf unebenen Böden und beim Überwinden von Bodenschwellen und reduzieren den Verschleiß der einzelnen Rolle.

Für den Ersatzfall ist die Bauart bindend: Ein Tandem-Hubwagen braucht Tandemrollen, ein Hubwagen mit Einfachrollen braucht Einfachrollen. Erkennbar ist der Unterschied beim Blick von unten in die Gabelzinke – und an der Radbreite. Tandemrollen sind in aller Regel schmaler, weil zwei davon in derselben Zinke Platz finden müssen; Einfachrollen sind breiter und tragen entsprechend mehr je Stück.

Die breiten Ausführungen dieser Baureihe mit 90 und 100 mm Laufflächenbreite tragen 900 beziehungsweise 1.000 kg je Rolle. Die schmaleren mit 60 und 70 mm liegen bei 600 und 700 kg. Über den Durchmesser lässt sich hier nichts gewinnen – er ist durch die Senkhöhe der Gabel festgelegt, also holt die Breite die Tragkraft.

Die fünf lagernden Größen

Die fünf lagernden Größen mit Tragkraft, Einbaulänge, Lagermaß und Gewicht.

Rad Ø x BreiteTragfähigkeitEinbaulängeKugellagerAchseRadgewicht
82 x 70 mm700 kg66 mm20 x 47 x 12 mm20 mm0,54 kg
82 x 70 mm700 kg73 mm20 x 47 x 12 mm20 mm0,46 kg
85 x 60 mm600 kg59 mm25 x 47 x 14 mm25 mm0,44 kg
85 x 90 mm900 kg90 mm20 x 47 x 14 mm20 mm0,64 kg
85 x 100 mm1.000 kg100 mm20 x 47 x 14 mm20 mm0,70 kg

Die Einbaulänge ist in den Artikeldaten als Ausladung geführt. Der Achsdurchmesser ergibt sich aus der ersten Zahl der Lagerangabe.

Hubwagenrollen wechseln

Der Wechsel folgt immer derselben Reihenfolge. Zuerst die Gabel vollständig absenken und den Hubwagen gegen Wegrollen sichern. Dann die Zinke, an der gearbeitet wird, sicher unterbauen – niemals unter einer nur angehobenen Gabel arbeiten und nie das Hydrauliksystem als Abstützung nutzen.

Anschließend die Achssicherung lösen. Je nach Gerät ist das ein Splint, ein Sicherungsring, eine Mutter oder ein eingepresster Bolzen; bei eingepressten Achsen braucht es einen Durchschlag und eine Gegenlage. Die Achse herausziehen, das alte Rad entnehmen, die Achse auf Riefen und Verschleiß prüfen und im Zweifel gleich mit erneuern – eine ausgelaufene Achse zerstört das neue Lager schnell wieder.

Vor dem Einbau lohnt der Blick auf die Zinke selbst: Aufgewickelte Umreifungsbänder, Folienreste und Fäden sind die häufigste Ursache für schwergängige Rollen und gehören restlos entfernt. Beim Einsetzen darauf achten, dass eventuelle Distanzhülsen wieder an dieselbe Stelle kommen. Beidseitig abgedichtete Kugellager sind auf Lebensdauer gefüllt und dürfen nicht nachgeschmiert werden. Alle vier Radwerkstoffe im Vergleich zeigt der Bereich Ersatzräder.

FAQ zu Rollen für Gabelhubwagen

  • Welche Maße brauche ich für die richtige Hubwagenrolle? Vier: Raddurchmesser, Radbreite, Einbaulänge über die Nabe und den Innendurchmesser des Kugellagers, also den Achsdurchmesser. Die Einbaulänge messen Sie am ausgebauten Rad von Stirnfläche zu Stirnfläche oder als lichten Abstand zwischen den Wangen der Gabelzinke. Der Achsdurchmesser steht als erste Zahl der Lagerangabe.
  • Warum gibt es 82 x 70 mm zweimal? Weil die beiden Artikel unterschiedliche Einbaulängen haben: 66 und 73 mm. Tragkraft, Durchmesser, Breite und Lagermaß sind identisch. Sieben Millimeter entscheiden aber darüber, ob die Rolle sauber zwischen den Wangen der Gabelzinke sitzt oder Spiel hat beziehungsweise klemmt.
  • Woran erkenne ich den nötigen Achsdurchmesser? An der ersten Zahl der Lagerangabe im Artikel – sie nennt den Innendurchmesser des Kugellagers. In dieser Baureihe kommen 20 und 25 mm vor; die 85 x 60 mm-Ausführung ist die einzige mit 25 mm. Ziehen Sie im Zweifel die alte Achse und messen Sie sie mit dem Messschieber ab.
  • Was ist der Unterschied zwischen Einfach- und Tandemrollen? Bei Tandemrollen sitzen zwei Rollen hintereinander in jeder Gabelzinke statt einer. Sie verteilen das Gewicht besser, laufen ruhiger über unebene Böden und Bodenschwellen und verschleißen langsamer. Die Bauart ist beim Ersatz bindend – erkennbar beim Blick von unten in die Zinke und an der Radbreite.
  • Wie wechsele ich eine Hubwagenrolle sicher? Gabel vollständig absenken, Hubwagen gegen Wegrollen sichern, die Zinke sicher unterbauen. Niemals unter einer nur angehobenen Gabel arbeiten und die Hydraulik nicht als Abstützung nutzen. Dann Achssicherung lösen, Achse ziehen, Rad tauschen, Achse auf Riefen prüfen und Distanzhülsen wieder an dieselbe Stelle setzen.
  • Kann ich eine größere Lastrolle einbauen? Nein. Der Raddurchmesser ist durch die Senkhöhe der Gabel festgelegt – ein größeres Rad würde die Zinke anheben, und der Hubwagen käme nicht mehr unter die Palette. Der Standard-Handhubwagen arbeitet mit einem Hubbereich von etwa 85 bis 200 mm. Zusätzliche Tragkraft holen Sie deshalb über die Radbreite.
  • Was leistet Polyamid als Radwerkstoff? Es hat einen sehr geringen Rollwiderstand, eine sehr gute Chemikalienbeständigkeit und trägt trotz kleinem Durchmesser bis 1.000 kg je Rolle. Der Dauereinsatzbereich wird mit −20 bis +80 °C angegeben. Der harte Belag erzeugt allerdings einen hohen Bodendruck und dämpft Stöße kaum – auf empfindlichen Böden ist Polyurethan schonender.
  • Quillt Polyamid bei Nässe? PA 6 nimmt im Normklima 2,7 bis 3,1 Prozent Wasser auf; das eingelagerte Wasser wirkt als Weichmacher und senkt Steifigkeit und Maßhaltigkeit. Für den normalen Hallenbetrieb ist das unkritisch. Bei Hubwagen, die dauerhaft im Nassbereich stehen, sollten Sie Tragkraftreserve einplanen und Ersatzrollen trocken lagern.

Rollen für Gabelhubwagen C45 bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der Baureihe C45 von BS ROLLEN liegen fünf Größen ab Lager: 82 x 70 mm in zwei Einbaulängen, 85 x 60, 85 x 90 und 85 x 100 mm mit 600 bis 1.000 kg je Rolle – durchgehend Polyamid mit Kugellager in der Nabe. Passend dazu:
  • Polyurethanräder C40 – dieselbe Bauform mit elastischer Bandage, wenn der Boden geschont werden soll
  • Kunststoffräder B10 – derselbe Werkstoff für Transportwagen, in Durchmessern von 80 bis 200 mm
  • Ersatzräder – alle vier Radwerkstoffe im direkten Vergleich
  • Transportrollen – komplette Rollen mit Gehäuse für Wagen und Gestelle
Was HUG ausmacht: technische Beratung zu Einbaulänge, Achsmaß und Radwerkstoff statt reiner Katalogauskunft – und ein Lager, das mitzieht. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.